Schrei

Es wandeln oben vielleicht die reinen Dämonen,

Ernste Frauen,

Weilende Augen ohne Ebbe,

Mit abwärts schon wachsendem Mund . . .

Aber wir unten

Wir Knechte

In diesem Pfuhl von Luft!

Ausatmend, einatmend,

Die Zeit vertreibend,

Gute Vergesser . . .

Und dennoch

Von uns befallen,

Von uns befallen.

Im Hals den großen Skorpion,

Der an den Gaumen juckt.

Den gebundenen Teufel,

Mit Stachel und Scher’,

Den mordenden Asmodi,

Der zum Mund ausführt,

Verbindlich, eitel, wohlgestalt,

Der Lügenvater

Über unsere

Edle

Von Wahrheit blutende Lippe.

Wir unten, wir,

Hilflos wie Knechte!

Erstickt von Betrügen

Erwürgt von Verraten,

Gebeugte Auswandrer

Wir aus uns selber,

Verbrecher, verfolgt

Von gemordeten Worten.

Wettläufer ins Aus,

Preisspringer ins Ende,

Von den Türmen der Stunden —

Zerekelt, ewiglich, elend, —

Träge uns schleudernd in Schlaf.