Fußnoten:
[1] Kugler, Astronomische und meteorologische Finsternisse. (Zeitschr. d. deutschen morgenländ. Gesellschaft 1902. S. 60.)
[2] Besonders K. F. Ginzels Berechnungen der Sonnenfinsternisse für Rom, Athen, Memphis und Babylon für den Zeitraum von 900 v. Chr. bis 600 n. Chr.
[3] Das Wort hat also eine von seiner heutigen ganz abweichende Bedeutung.
[4] v. Lippmann, Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte der Naturwissenschaften. Leipzig 1906. S. 142.
[5] L. v. Ranke, Englische Geschichte. I, 4.
[6] Näheres hierüber siehe an späterer Stelle.
[7] Nach den Niederlanden weist auch die älteste Kunde über die Laterna magica. Vgl. F. P. Liesegang, Christian Huygens und die Erfindung der Zauberlaterne. (Deutsche opt. Wochenschrift 1919. S. 152 u. 165.)
[8] Siehe darüber: Servus, Die Geschichte des Fernrohrs bis auf die neueste Zeit. Berlin 1886. Petri, Das Mikroskop von seinen Anfängen bis zu seiner jetzigen Vervollkommnung. Berlin 1896. M. v. Rohr, Die optischen Instrumente (Leipzig, Teubner, 1906), sowie v. Rohrs Abhandlungen in der optischen Wochenschrift.
[9] Die betreffende Bibelstelle lautet: Wiederum führte ihn der Teufel auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit.
[10] Heller, Gesch. d. Phys. I. 384.
Den der Erfindung zu Grunde liegenden Gedanken hat Porta in seiner Magia naturalis angedeutet, jedoch ohne daß ihm die Ausführung gelungen wäre. Es heißt dort: »Konkave Linsen lassen ferne Gegenstände, konvexe nahe sehr deutlich wahrnehmen. Wenn man beide Linsenarten richtig zusammenzusetzen wüßte, so würde man ferne wie nahe Gegenstände deutlich sehen«.
[11] Nach dem Zeugnis des belgischen Gesandten Borelius. Das betreffende, lateinisch verfaßte Schriftstück findet sich in Wildes Geschichte der Optik I. 147. wiedergegeben.
[12] Wilde, Geschichte der Optik. Bd. I. 150.
In Middelburg wird noch heute ein Mikroskop gezeigt, das Jansen verfertigt haben soll. Es befindet sich im Besitz der dortigen wissenschaftlichen Gesellschaft. Über dieses und andere Mikroskope von historischem Interesse siehe den Bericht von R. Biedermann über die Ausstellung im South Kensington Museum. Berlin 1877. S. 945.
[13] Gerland und Traumüller, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. Leipzig. W. Engelmann. 1899. Abb. 109.
[14] Wolff, Gesch. d. Astronomie. S. 359.
[15] Heller, Geschichte der Physik I. 386.
[16] Galilei, Sidereus nuntius, 1610. Le opere di Galileo Galilei, Ed. naz. Vol. III. Parte prima. p. 60. Firenze 1892.
[17] Johannis Kepleri Dioptrice. 1611. Kepleri Opera omnia (ed. Frisch) II. 515 ff.
[18] Dioptrice, Problema LXXXVI. Duobus convexis majora et distincta praestare visibilia, sed everso situ.
[19] Ostwalds Klassiker Bd. 144. S. 49.
[20] Keplers Dioptrik, 89. Problem; es lautet: Tribus convexis erecta et distincta et majora praestare visibilia.
[21] Wie er in seinem »Rosa Ursina« betitelten Werke mitteilt. Siehe an späterer Stelle.
[22] Ostwalds Klassiker. 144. (Keplers Dioptrik oder Schilderung der Folgen, die sich aus der unlängst gemachten Erfindung der Fernrohre für das Sehen und die sichtbaren Gegenstände ergeben. 1611. Übersetzt von F. Plehn. Leipzig, W. Engelmann, 1904). S. 61.
[23] Ostwalds Klassiker, 144. S. 72.
[24] Christoph Scheiner wurde im Jahre 1575 in einem kleinen schwäbischen Orte geboren. Mit 20 Jahren trat er in den Jesuitenorden ein. Er lehrte Mathematik in Ingolstadt und Rom und starb 1650 als Rektor eines Jesuitenkollegiums.
[25] Näheres darüber siehe an späterer Stelle.
[26] Humboldt, Kosmos III. 383.
[27] Rosa ist ein symbolischer Name für die Sonne. Das Adjektiv Ursina weist darauf hin, daß Scheiner das Buch einem Herzog von Orsini widmete, der ihn bei seinen Untersuchungen unterstützt hatte.
[28] Scheiner, Oculus, hoc est fundamentum opticum. 1619.
[29] Scheiner, Oculus, Liber III. Pars I. Cap. VI. Refractio radii visorii ex aëre in tunicam Corneam. VII. Refractio e Cornea in humorem Aqueum. Cap. VIII. Densitas humorum oculi comparata. Cap. IX. Refractio radii ex Aqueo humore in Crystallinum. Cap. X. Refractio crystallino humore in Vitreum. Cap. XI. Refractio e Vitreo humore in tunicam Retinam.
[30] Libri, Histoire des sciences mathématiques en Italie. Bd. III. S. 201.
[31] In seinen Galilei-Studien handelt E. Wohlwill von zahlreichen, das Leben Galileis betreffenden Einzelheiten (Mitteilungen zur Gesch. der Med. u. Naturwissensch.). Wohlwill unternimmt darin auch die Nachprüfung mancher Angaben der Biographen Galileis. Als erster unter diesen ist Niccolo Gherardini zu nennen. Er hatte Galilei 1633 kennen gelernt und gab 15 Jahre nach Galileis Tode die erwähnte Biographie heraus. Auch einem Schüler Galileis, Vincenzio Viviani, verdanken wir eine Schilderung des Lebens seines Meisters. Ihr Titel lautet: Raconto istorico della vita di Galileo Galilei.
Eine von Wohlwill unternommene Würdigung der Galilei-Biographie Vivianis hat ergeben, daß die Angaben Vivianis nur mit Vorsicht aufzunehmen sind. Vivianis Darstellung zeigt, wie manche von Schülern herrührende Biographien, den Fehler, daß die Objektivität der Darstellung unter der pietätvollen Gesinnung des Schriftstellers leidet. Wohlwill kommt zu dem Ergebnis, daß die Angaben Vivianis, für die eine Bestätigung durch anderweitige Zeugnisse fehlt, als hinreichend beglaubigte Daten nicht angesehen werden können. Zu weit scheint Wohlwill zu gehen, wenn er Viviani absichtliche Fälschungen vorwirft und z. B. annimmt, er habe Galilei die Erfindung der Pendeluhr zugeschrieben, während Viviani sie sehr wahrscheinlich selbst erfunden habe.
[32] Forschungen über die Vorgänger Galileis hat P. Duhem angestellt. Siehe darüber auch den I. Band.
[33] Galilei, Opere complete ed. Alberi, VI. 11–12.
[34] Allerdings nicht allein wegen seiner Anhängerschaft an Koppernikus.
[35] Verbürgt ist dies nicht. Nach neueren Untersuchungen handelt es sich sogar wohl nur um eine Erfindung, mit der man Galilei einen besonderen Nimbus zu verleihen bezweckte. – Nach Wohlwill (Galilei-Studien in den Mitteil. zur Gesch. d. Med. u. Naturwissensch. Bd. IV. N. 27. S. 247) ist Gustav Adolf sogar niemals in Italien gewesen.
[36] Galilei sah zuerst drei Trabanten. Das war am 7. Januar 1610; einige Tage später erblickte er alle vier. Darauf verfolgte er ihre Bewegungen mehrere Monate sehr genau. Zu Ehren seines Herrscherhauses nannte Galilei die Jupitermonde die »Mediceischen Gestirne«. Gegen Ende des Jahres 1610 entdeckte Galilei die Lichtgestalten der Venus.
[37] Aus Fabronis »Lettere inedite d'uomini illustri, Florenz 1773«, übersetzt von C. J. Jagemann. Siehe Geschichte des Lebens und der Schriften des Galilei von C. J. Jagemann, Weimar 1783.
[38] Nach A. B. Hanschmann, Bernhard Palissy als Vater der induktiven Wissenschaftsmethode. Leipzig 1903. S. 145.
[39] Sidereus nuntius. Venedig 1610. Diese Schrift findet sich im dritten Bande der Alberischen Gesamtausgabe der Werke Galileis.
[40] So zählte er im Sternenbilde der Plejaden 40 Sterne, während das unbewaffnete Auge nur 6 erkennt. Den Mond, den die Aristoteliker für eine Scheibe hielten, erblickte er als eine Welt gleich der unsrigen mit Gebirgen und Tälern. Er war sogar imstande, die Höhe der Mondberge aus der Länge ihres Schattens zu berechnen.
[41] Fabricius und Scheiner.
[42] Siehe weiter unten bei Kepler.
[43] Gerhard Berthold, Der Magister Johann Fabricius und die Sonnenflecken. Leipzig 1894.
[44] De maculis in sole observatis. Wittenberg 1611. Ein Neudruck des sehr seltenen lateinischen Originals findet sich in der erwähnten Schrift von G. Berthold.
[46] An Marcus Welser. Die Briefe waren vom November und Dezember des Jahres 1611 datiert und mit dem Pseudonym »Apelles latens post tabulam« unterzeichnet.
[47] In der von Moritz Carriere gegebenen Übersetzung. Siehe Carriere, Die philosophische Weltanschauung der Reformationszeit. Stuttgart und Tübingen 1847. S. 139.
[48] Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, das Ptolemäische und das Koppernikanische, von Galileo Galilei. Aus dem Italienischen übersetzt und erläutert von Emil Strauß. Leipzig B. G. Teubner 1891. Der Titel des Originals lautet: Dialogo de Galileo Galilei sopra i due massimi sistemi del mondo, Tolemaico e Copernicano. MDCXXXII.
[49] Wie in so vielen Fällen, war die »Schule« weit beschränkter und engherziger als der Meister, und vieles, was sie als »aristotelisch« zu lehren vorgab, hat Aristoteles selbst teils gar nicht behauptet, teils nicht als Dogma hingestellt! Vgl. v. Lippmann, Abhandl. u. Vorträge, Bd. 2, S. 153 (über Aristoteles).
[50] Ausgabe von Strauß S. 37.
[51] Dialog, S. 57.
[52] Dialog (Ausgabe von Strauß) S. 81.
[53] Es geschieht dies im zweiten »Tag« des Dialogs.
[54] Dialog (Ausgabe von Strauß). S. 209.
[55] Dialog (Strauß). S. 382.
[56] Dialog. 4. Tag.
[57] Gleich 1200 Erdhalbmessern statt 23000.
[58] Dialog, Ausgabe von Strauß. S. 446.
[59] Es ist daher zu begrüßen, daß es durch eine mit den nötigen Erläuterungen versehene Übersetzung dem deutschen Leser zugänglicher gemacht wurde. Sie erschien 1891 bei B. G. Teubner: E. Strauß, Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme von Galileo Galilei.
[60] Siehe S. 26 dies. Bds.
[61] Es sei verwiesen auf Gebler, Galileo Galilei und die Römische Kurie. Nach authentischen Quellen dargestellt. Stuttgart 1876–1880, sowie auf Wohlwill, der Inquisitionsprozeß des Galileo Galilei. Berlin 1870. Eine neuere Biographie veröffentlichte Wohlwill unter dem Titel: Galilei und sein Kampf für die Koppernikanische Lehre. 1909. Hamburg. L. Voss.
[62] Riccioli, Almagestum novum, lib. IX.
[63] Siehe auch G. Bertholds in der Zeitschrift für Geschichte der Mathematik (1897) erschienene Notiz: Über den angeblichen Ausspruch Galileis »Eppur si muove«.
[64] Seine Mitteilung über diese Entdeckung datiert vom 20. Februar 1637.
[65] Hevels Selenographie, Danzig 1647.
[66] Er hatte sich deswegen 1616 mit Philipp III. von Spanien vergeblich in Verbindung gesetzt (S. Jagemann. Geschichte des Lebens und der Schriften des G. Galilei. 1783. S. 146).
[67] Heller, Geschichte der Physik, I. 366.
[68] Unterredungen und mathematische Demonstrationen über zwei neue Wissenszweige von Galileo Galilei. Aus dem Italienischen übersetzt und herausgegeben von A. v. Oettingen. Leipzig. Verlag von Wilhelm Engelmann 1890. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 11, 24 u. 25. Der Originaltitel lautet: Discorsi e dimostrazioni matematiche intorno a due nuove scienze. Leyden 1638.
[69] S. Bd. I. S. 430.
[70] Galilei, Unterredungen und mathematische Demonstrationen, Dritter und vierter Tag. Ostwalds Klassiker Nr. 24. S. 3
[71] Dieser Schluß war nicht zulässig. Welche Rolle hier der Luftdruck spielt, war Galilei allerdings noch unbekannt.
[72] Ostwalds Klassiker Nr. 11. S. 70.
[73] Ostwalds Klassiker Nr. 11. S. 71.
[74] Ostwalds Klassiker Nr. 11. S. 72.
Daß die Luft schwer sei, wurde auch schon im Altertum angenommen. Auch Lionardo da Vinci und Cardano schrieben der Luft Gewicht zu. Cardano stellte das Problem, »das Verhältnis der Dichte des Wassers zu derjenigen der Luft durch Wägung zu finden.« Er hielt die Luft für 50mal so leicht wie Wasser.
[75] Galilei gibt nämlich an (Ostwalds Klassiker Nr. 11, Seite 72), sie sei gegen 400mal leichter, während sie tatsächlich 773mal so leicht ist.
[76] Rafaelo Caverni, Storia del metodo sperimentale in Italia. Tomo IV. p. 269 u. f. Firenze 1895.
[77] Commentaria in Aristotelem Graeca, edita consilio et auctoritate Academiae literarum regiae Borussicae Vol. XVII. Philoponi in physicorum libros quinque posteriores. Ed. Hieronymus Vitelli, Berolini 1888, p. 683.
[78] Viviani in seinem Bericht über das Leben Galileis, der 1654 geschrieben, aber erst 1717 veröffentlicht wurde. Galilei selbst hat diese Versuche in seinen Schriften nicht erwähnt, daraus glaubt Wohlwill schließen zu dürfen, daß es sich hier nur um eine der in der Geschichte der Wissenschaften so häufigen Legenden handelt (Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften IV, 2. 1905). Daß übrigens Galilei die Angaben des Aristoteles durch Fallversuche widerlegt hat, geht aus seiner in den »Unterredungen« gegebenen Darstellung zur Genüge hervor. Ob diese Versuche vom Turme zu Pisa oder von einem anderen hohen Gebäude vorgenommen wurden, ist im Grunde ohne Bedeutung.
[79] Mach, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. Leipzig 1883. S. 133.
[80] Siehe die Mitteilungen z. Gesch. d. Medizin u. d. Naturwiss. XIV. Bd. S. 181.
[81] Dialog, Ausgabe von Strauß, S. 237.
[82] Galilei braucht hierfür die Ausdrücke impeto, energia und momento del descendere.
[83] Ostwalds Klassiker Nr. 24. S. 30.
[84] Ostwalds Klassiker Nr. 24. S. 25.
[85] Ostwalds Klassiker Nr. 24. S. 35.
[86] Ostwalds Klassiker Nr. 11. S. 75.
[87] Den Isochronismus der Pendelschwingungen entdeckte Galilei bereits 1582 während seiner Studienzeit in Pisa.
[88] Näheres siehe bei Gerland und Traumüller, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst, Leipzig 1899, S. 120 u. f.
[89] Näheres berichtet darüber A. Kistner in den Mitteilungen zur Geschichte d. Medizin u. d. Naturw. Bd. XIV. S. 240.
[90] Näheres findet sich in der Abhandlung E. Gerlands, Über die Erfindung der Pendeluhr. Bibl. math. III. Folge, Bd. V. S. 234.
[91] Zeitschrift für Instrumentenkunde 1888. S. 79.
Die Zeichnung stellt die erste Idee der Anwendung des Pendels auf die Uhr dar. Sie wurde nach den Angaben Galileis, der damals schon blind war, von seinem Sohne und von seinem Schüler Viviani angefertigt. Näheres siehe im Bericht über die Ausstellung im South-Kensington Museum. Berlin 1877. S. 411 u. f.
[92] Ostwalds Klassiker Nr. 11. S. 84.
[93] S. Bd. I. S. 430.
[94] Näheres über die Entdeckung dieses Prinzips siehe bei E. Wohlwill, Die Entdeckung des Beharrungsgesetzes (Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft. Bd. XIV u. XV.)
[95] P. Tannery, Galilée et les principes de la dynamique.
Siehe auch die Jahrbücher über die Fortschritte der Mathematik, Jahrgang 1901.
[96] Rosenberger, Geschichte der Physik B. II. S. 227.
[97] Der analytische Ausdruck für diese Kurve lautet: y2 = 2px. Für zwei Punkte x_{ʹ}y_{ʹ} und x_{ʺ}y_{ʺ} erhalten wir y_{ʹ}2 = 2px_{ʹ} und y_{ʺ}2 = 2px_{ʺ}. Die Division der beiden Gleichungen ergibt das oben ausgesprochene Gesetz: x_{ʹ} : x_{ʺ} = y_{ʹ}2 : y_{ʺ}2.
[98] Galileis Unterredungen und mathematische Demonstrationen. Siehe Ostwalds Klassiker Nr. 24. Fig. 108.
[99] Ostwalds Klassiker Nr. 24. S. 107.
[100] Ostwalds Klassiker Nr. 24. S. 119. Mit dem Problem der Kettenlinie befaßten sich Huygens, Leibniz und Johann Bernoulli. Die erste Lösung erfolgte 1690 durch Jakob Bernoulli (Acta Eruditorum, Mai 1690).
[101] Ostwalds Klassiker Nr. 24. S. 90 u. 91. Über die Ausführung dieses Versuches durch die Florentiner Akademie siehe an späterer Stelle dies. Bds.
[102] Benjamin Robins, New principles of gunnery. London 1742. Näheres siehe an späterer Stelle.
[103] Eingehender hat man diese Fragen erst in der neuesten Zeit untersucht.
[104] Es ist hier der moderne Ausdruck gebraucht.
[105] Mach, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. 1883. S. 47.
[106] Aristoteles, Mechan. Probleme (Poselger). Hannover 1881. S. 34. Näheres über den vermutlichen Verfasser dieser Schrift findet sich auf S. 128 des ersten Bandes.
[107] Ostwalds Klassiker Nr. 25. S. 43. (Galilei, Unterredungen und mathematische Demonstrationen, fünfter und sechster Tag).
[108] Mach, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. 1883. Fig. 157.
[109] M. Rühlmann, Vorträge über Geschichte der technischen Mechanik. Leipzig 1885. Fig. 12.
[110] Discorso intorno alle cose che stanno in su l'acqua o che in quelle.
[111] Nelli, Vita I. p. 62. Das Patent datiert vom Jahre 1594 (Libri, l'histoire des mathématiques en Italie. IV. S. 197).
[112] Nelli. Vita e commercio letterario di Galileo Galilei. Vol. I. Losanna 1793. S. 72.
[113] Traumüller und Gerland, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. Leipzig 1899. S. 116.
[114] Der Vorschlag rührte von Galileis Freund Sagredo her.
[115] Sanctorius, Professor der Medizin in Padua.
[116] Harmonicorum libri XII. Paris 1636.
[117] Ostwalds Klassiker Nr. 11. S. 86.
[118] Z. B. Schwenter (Bd. I, S. 424).
[119] Siehe an späterer Stelle.
[120] »Dialog« Ausg. von Strauß S. 418–434 und an anderen Stellen.
[121] Dialog (Strauß) S. 70.
[122] Dialog (Strauß) S. 278.
[123] Dialog (Strauß) S. 424.
[124] Le opere di Galileo Galilei, Florenz 1842–1856. Sie rührt von Alberi her.
[125] Favaro, Le Opere di Galileo Galilei. Edizione nazionale sotto gli auspicie di Sua Maestà il Re d'Italia. Firenze 1890 u. f.
E. Wiedemann nennt diese Nationalausgabe mit Recht »eins der schönsten Denkmäler, das je Nationen einem ihrer großen Gelehrten gesetzt haben«.
[126] Die Briefe an und von Kepler erschienen 1672 unter dem Titel Epistolae Joannis Kepleri et Math. Berneggeri mutuae. Sie sind im 1. Bande der von Ch. Frisch besorgten großen Ausgabe der Keplerschen Werke zum Teil abgedruckt.
[127] Näheres über Bernegger und sein Verhältnis zu Galilei hat Eilhard Wiedemann in den Berichten der physik. mediz. Sozietät in Erlangen (Bd. 36, 1904) unter dem Titel, »Studien zur Geschichte Galileis« bekannt gegeben.
[128] Die erste naturwissenschaftliche Gesellschaft rief Porta 1560 in Neapel ins Leben. Sie hieß Academia secretorum naturae und bestand nur kurze Zeit. Im Jahre 1603 wurde die Accademia dei Lyncei (Akademie der Lüchse) in Rom gegründet. Sie hatte neben der Förderung der Naturwissenschaften künstlerische und literarische Ziele im Auge. Noch mehr galt dies von der Accademia della Crusca.
[129] Eins ihrer Mitglieder (Antonio Oliva) fiel in Rom der Inquisition in die Hände. Um der Tortur zu entgehen, nahm er sich durch einen Sturz aus dem Fenster seines Gefängnisses das Leben.
[130] In den Saggi di naturali esperienze fatte nell' Accademia del Cimento, Florenz, 1667. Im Jahre 1731 wurden die »Saggi« in lateinischer Übersetzung von Musschenbroek herausgegeben: Tentamina experimentorum naturalium captorum in Accademia del Cimento.
[131] Musschenbroek, Tentamina experimentorum captorum in Accademia del Cimento. MDCCLVI. Tab. IX. Fig. 3.
[132] Abbildung aus Musschenbroeks Bericht über die Versuche der Accademia del Cimento.
[133] De vi repercussionis et motionibus naturalibus a gravitate pendentibus. Reggio 1670. Angestellt hatte Borelli die in diesem Werk beschriebenen Versuche schon im Jahre 1655.
[134] Siehe Bd. II an spät. Stelle.
[135] Sie rührt von Clairaut her und findet sich im 189. Bande von Ostwalds Klassikern S. 60 u. f. auseinandergesetzt.
[136] Guericke, Experimenta nova ut vocantur Magdeburgica, Cap. 37.
[137] Cornelius Drebbel wurde geboren zu Alkmar 1672. Nach einem wechselvollen Leben gelangte er nach England an den Hof Jakobs I. Dort starb er 1634. Drebbel war ein Physiker von dem Schlage Portas und Kirchers. Seine magisch-physikalischen Versuche beschrieb er in seinem Traktat von der Natur der Elemente.
[138] Über Drebbels Apparat, sowie über die Vorgeschichte des Thermometers im allgemeinen hat E. Wohlwill in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften berichtet. Jahrg. 1902. Heft 1–4.
[139] In seiner Abhandlung »Neue Beiträge zur Vorgeschichte des Thermometers« macht Wohlwill es wahrscheinlich, daß die Erfindung dieses Instrumentes in den Niederlanden ganz unabhängig von derjenigen in Italien erfolgte. (Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften. 1902. Nr. 4.)
[140] Musschenbroek, Tentamina. Tab. I. Fig. 1.
[141] Renaldini, Philosophia naturalis. 1694. III, 276. Nach Gerland hat Huygens zum erstenmal, und zwar schon 1665, den Vorschlag gemacht, den Schmelzpunkt und den Siedepunkt des Wassers als Fundamentalpunkte zu benutzen (Zeitschrift für Instrumentenkunde XIII, 390. 1893.)
[142] Abschn. III der Abhandlungen der Accademia del Cimento. Florenz 1667.
[143] E. v. Lippmann, Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte der Naturwissenschaften. Leipzig 1906.
[144] Abschnitt IV der »Saggi«.
[145] Abbildung aus Musschenbroek: Tentamina experimentorum naturalium captorum in Accademia del Cimento.
[146] Gerland, Beiträge zur Geschichte der Physik. Leopoldina. Halle 1882.
[147] Eines dieser Instrumente befindet sich noch heute im physikalischen Museum zu Florenz.
[148] Benzenberg, Versuche über das Gesetz des Falles, über den Widerstand der Luft und über die Umdrehung der Erde. Dortmund 1804. S. 101.
[149] Bologna 1665.
[150] l. c. S. 235 u. f.
[151] Physico-Mathesis, s. S. 2.
[152] Physico-Mathesis, S. 8.
[153] Physico-Mathesis, Propos. XXII.
[154] Physico-Mathesis, Propos. XXIV. S. 231.
[155] Ostwalds Klassiker Nr. 43.
[156] Grimaldi, Physico-Mathesis. Propos. XLII.
[157] Im ersten Buche seiner Physico-Mathesis sucht Grimaldi in 60 Propositionen darzutun, daß das Licht eine Substanz sei, im zweiten spricht er sich in einer Reihe von Propositionen für die Akzidentalität des Lichtes, also für das Gegenteil aus.
[158] Rosenberger, Newton und seine Prinzipien. S. 27.
[159] L. v. Ranke, Englische Geschichte im 17. Jahrhundert, I, 324.
[160] Ein Ausspruch Bacons: »Scientia est potentia.«
[161] Gilbert, Physiologia nova de magnete magneticisque corporibus et de magno magnete tellure, London 1600. Auch in Deutschland erschienen mehrere Ausgaben, so in Stettin 1628 und 1633, sowie in Frankfurt a. M. 1629. Eine biographische Skizze über Gilbert veröffentlichte F. M. Feldhaus. Winters Universitätsbuchhandlung. Heidelberg 1904.
[162] Nach anderen Angaben 1544. Siehe Mitteilungen z. Gesch. d. Mediz. und Naturw. 1904. (Bd. III; Heft 1 u. 2.) S. 115.
[163] Ein auf Deutsch schlecht wiederzugebendes Diminutiv von Terra, die Erde.
[164] Über Petrus Peregrinus siehe auch Bd. I. S. 353. Seine Schrift wurde durch G. Hellmann von neuem herausgegeben. Siehe Nr. 10 der von diesem veröffentlichten Neudrucke von Schriften über Meteorologie. Nr. 10 bringt unter dem Titel »Rara Magnetica« die seltensten und wichtigsten Abhandlungen über den Erdmagnetismus aus der ersten bis Gilbert reichenden Periode.
[165] Gilbert, De magnete, Buch II, Kapitel II.
[166] Über die Verwendung der Magnetnadel bei der Anlage von Gruben berichtet Agricola (1490–1555) in seinem Werke De re metallica.
[167] Gilbert, De magnete, I, 1. Diese Messung rührt von Robert Norman her. Die erste, jedoch sehr ungenaue Beobachtung der Inklination erfolgte im Jahre 1544 durch den Deutschen Georg Hartmann.
[168] Gilbert, De magnete. Lib. II. Cap. VI.
[169] Gilbert, De magnete II, Cap. IV.
[170] Ähnliche Gedanken wie bei Gilbert begegnen uns auch bei Descartes, und man kann annehmen, daß dieser seine Wirbeltheorie unter dem Einfluß von Gilberts Lehren entwickelt hat (M. L. Hoppe, Die Abhängigkeit der Wirbeltheorie des Descartes von Gilberts Lehre vom Magnetismus. Halle a. S. 1914).
[171] Solche Versuche stellte auch schon Galilei an. Siehe S. 77 dies. Bds.
[172] Gilbert, De magnete. Cap. XX.
[173] Otto von Guericke, De vacuo spatio. 1672. Tafel XVIII. Fig. 5.
[174] Hoppe, Geschichte der Elektrizität. Leipzig 1884, S. 5.
[175] Bacon, Novum organon. 1610. Übersetzt und erläutert von J. H. v. Kirchmann, Berlin, 1870.
[176] Telesio (Bernardinus Telesius) schrieb in der Vorrede zu diesem naturphilosophischen Buch, er könne nicht begreifen, daß so viele ausgezeichnete Männer sich durch die Jahrhunderte mit der aristotelischen Physik zufriedengegeben hätten. Er gründete eine Vereinigung, die sich die Aufgabe stellte, die Natur zu ergründen und die Philosophie des Aristoteles zu beseitigen. Diese Vereinbarung wurde durch die Kurie aufgelöst.
Nach Telesio gibt es nur drei Prinzipien, ein völlig passives, den Stoff, und zwei bewegende, die Wärme und die Kälte. Erstere dehnt den Stoff aus, letztere zieht ihn zusammen. Die experimentelle Erforschung der Natur hat Telesio nicht gefördert. Sein Verdienst ist, daß er die Menschheit vom Autoritätsglauben freizumachen suchte.
[177] Näheres über ihn und seine Beziehung zu Bacon findet man in dem Buche von A. B. Hanschmann, Bernhard Palissy als Vater der induktiven Wissenschaftsmethode. Leipzig 1903.
Über Palissy siehe auch Bd. I dies. Werkes S. 438, 444, 445.
[178] L. v. Ranke, Englische Geschichte. Bd. II. S. 135.
[179] Siehe Draper, Geschichte der geistigen Entwicklung Europas. Leipzig 1841. S. 527 u. f.
[180] Novum organum scientiarum. Lugd. Bat. 1645. Kap. 48, S. 366.
[181] Eine scharfe, aber in mancher Hinsicht gerechte Beurteilung Bacons rührt von Liebig her (Ueber Bacon und die Methode der Naturforschung, München 1863): »Bacons Urteil über Gilbert und Coppernikus ist sein eigenes wissenschaftliches Todesurteil. Die Tatsachen, die Gilbert entdeckte, hielt Bacon für Fabeln (Nov. Organ. II. Aph. 48) und Coppernikus erklärt er für einen Schwindler (Glob. intell. Cap. VI).« Das Vernichtende für Bacon ist, daß er beide verurteilt, weil er ihrer Forschungsmethode die Berechtigung abspricht. (Nov. Org. I. Aph. 64.) Liebig hat es von philosophischer Seite an Entgegnungen zugunsten Bacons nicht gefehlt. Das zutreffende Urteil ist auf der mittleren Linie zu finden, der die Darstellung des vorliegenden Werkes gefolgt ist. Vgl. v. Lippmann in »Abhandl. u. Vorträge« Bd. I: Bacon.
[182] Die gleiche Forderung ist oft und lange vor Comenius erhoben worden. Es kam aber vor allem darauf an, wie Galilei sich ausdrückt, die »Sprache und die Schriftzeichen verstehen zu lernen, worin dieses Buch geschrieben ist. Erst dann könne es verstanden werden«.
Auch die übliche Art der philologischen Ausbildung wurde angegriffen. Gegen sie wandte sich besonders der geistreiche Montaigne (1533–1592), der zu dem Urteil gelangte, daß der Zögling durch das jahrelange Studium der griechischen und der lateinischen Sprache »dummer werde, als er war, da er von Hause fortging«.
[183] Der gregorianische Kalender schaltet somit in 400 Jahren 97 Tage ein; sein Fehler beträgt für diesen Zeitraum nur 0,122 Tage.
[184] Die evangelischen Stände des Deutschen Reiches nahmen den gregorianischen Kalender 1700 an. England folgte erst 1752, während die griechisch-katholische Kirche sich bis auf den heutigen Tag ablehnend verhalten hat.
[185] Rosa Ursina sive sol ex admirando facularum et macularum suarum phaenomeno varius. 1630.
[186] Kästner, Geschichte der Mathematik. IV. S. 247.
[187] Siehe Günther, Kepler u. Galilei. E. Hofmann & Co., Berlin. 1896.
[188] Siehe Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. 3. Auflage, Abschnitt 12. Es handelt sich um den Halleyschen Kometen.
Eine volkstümliche Darstellung der Lehren Keplers bringt das Buch L. Günthers, Die Mechanik des Weltalls. Leipzig 1909.
[189] Breitschwerdt, J. Keplers Leben und Wirken. 1831. S. 71.
[190] Prodromus dissertationum cosmographicarum continens Mysterium cosmographicum de admirabili proportione orbium coelestium a Joanne Keplero. Tübingen 1596.
[191] Ein Bild des Lebens und Schaffens Tychos hat J. E. L. Dreyer geliefert: Tycho Brahe, ein Bild wissenschaftlichen Lebens und Arbeitens im 16. Jahrhundert. Autorisierte deutsche Übersetzung von M. Bruns. XII, 434 S. Karlsruhe, 1894.
[192] Friedrich II.
[193] Namens Hven.
[194] Nach Tychos »Mechanica«. 1602.
[195] Brief an Rothmann vom 24. 11. 1589. Tychonis Brahe, epistolarum astronomicarum libri. 1610.
[196] Bei Annahme des koppernikanischen Systems nämlich.
[197] Siehe den 66. Abschnitt von Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig, W. Engelmann. 1908.
[198] Tycho Brahe, De mundi aetherei recentioribus phaenomenis. Liber secundus. Prag 1603. Figur auf S. 463.
[199] Im Jahre 1587.
[200] 1588.
[201] Laplace sagt in seiner Darstellung des Weltsystems (Ausgabe von Hauff), der Name aller derjenigen, welche ihre Gewalt mißbrauchten, um die Fortschritte der Vernunft aufzuhalten, müsse der Verwünschung aller Zeitalter preisgegeben werden. Als Tychos größten Widersacher nennt Laplace (Bd. II, S. 278) den dänischen Minister Walchendorp.
[202] Guericke, De vacuo spatio. lib. I. Icon. III.
[203] De motibus stellae Martis, Pars Secunda, Cap. 7.
[204] Siehe Johannes Frischauf, Grundriß der theoretischen Astronomie und der Geschichte der Planetentheorien. Leipzig, W. Engelmann. 1903.
[205] De motibus stellae Martis. Prag 1609, Opera omnia ed. Frisch. III. 135 ff.
[206] Am 24. Oktober 1601.
[207] Die Hexenverfolgungen haben mit dem Ende des 15. Jahrhunderts mehr als zweihundert Jahre wie die Pest gewirkt. Näheres siehe bei Binz, Doktor Johann Weyer, ein rheinischer Arzt, der erste Bekämpfer des Hexenwahns. Berlin 1896. Das Unheil ging von der Kirche aus. Seine Ausrottung erfolgte durch die der Naturwissenschaft zu verdankende Aufklärung. Als Beweis für die Verblendung jener Zeit mögen folgende Zeilen eines berühmten Theologen dienen. Sie sind einem Buche entnommen, daß auf Befehl Joachims von Brandenburg verfaßt wurde. Es heißt dort von den Hexen: »Kein Glied ist an unserem Körper, dem sie nicht schaden können. Meist machen sie die Menschen besessen und lassen sie von den Dämonen kreuzigen. Mit letzteren treten sie sogar in fleischliche Verbindung. Kein Ort ist so klein, wo man nicht eine Hexe findet. Aber selten findet sich ein Inquisitor«. Daß sich letztere auf kirchliches Geheiß bald einstellten, beweist die Tatsache, daß allein in der Gegend von Bormio die von Innocenz VIII. eingesetzten Inquisitoren in einem Jahre 41 Hexen verbrannten.
[208] Tabulae Rudolphinae. Ulm 1627. Opera omnia (ed. Frisch), VI. 661.
[209] Bürgi, ein Schweizer (1552–1632), und Napier oder Neper, ein Schotte (1550–1617), machten die so wichtige Erfindung der Logarithmen unabhängig voneinander. Bürgi war zuerst Gehilfe an der vom Landgrafen von Hessen unterhaltenen Sternwarte zu Cassel. Später leitete er diese Sternwarte, trat aber bald nach dem Tode seines fürstlichen Gönners in den Dienst Rudolfs des Zweiten über und wurde so zum Mitarbeiter Keplers.
[210] De motibus stellae Martis, Cap. 59 (Opera, edit. Frisch, Bd. III).
[211] Opera omnia (ed. Frisch) I. 106.
[212] »Harmonices mundi« lib. V.
[213] Opera omnia V. 279.
[214] Da sich die Massen bei gleicher Dichte wie die Volumina verhalten. In Wahrheit beträgt das Volumen der Erde etwa das 50fache von dem des Mondes, während sich die Dichten beider Weltkörper wie 1 : 0,6 verhalten. Die betreffende Stelle findet sich in Keplers Astronomia nova (Opera omnia III, 151).
[215] Nach einem von Kästner in seiner Geschichte der Mathematik Bd. IV. 360 mitgeteilten Auszug der Epitome astronomicae copernicanae Keplers.
[216] Joannis Kepleri Phaenomenon singulare seu Mercurius in sole. Leipzig 1609. (Opera omnia, ed. Frisch. II, 793.)
[217] In Einhards Vita Caroli Magni (herausgegeben von Jaffé 1876) wird berichtet, der Merkur sei im April des Jahres 807 »quasi parva macula nigra« vor der Sonnenscheibe gesehen worden.
[218] Opera omnia, II, S. 805.
[219] Durch Dr. G. Berthold.
[220] Siehe das Vorwort zu der erwähnten Ausgabe Dr. Bertholds. Über Keplers Stellung zur Astrologie siehe auch S. [115] dieses Bandes.
[221] Der Prediger David Fabricius war nicht etwa ein Mann, der sich mit der Astronomie nur oberflächlich aus Liebhaberei befaßte, sondern er hat nach Tycho Brahes Tode die erste Stelle unter den beobachtenden Astronomen eingenommen. So urteilt wenigstens Kepler, mit dem Fabricius in regem Briefwechsel stand. Für die Bestimmung der Marsbahn hat Kepler durch Fabricius viel wertvolles Material erhalten. David Fabricius gehörte auch zu den ersten, die das Fernrohr zu astronomischen Zwecken benutzten. Wahrscheinlich brachte es ihm sein Sohn Johann, der sich 1610 als Student der Medizin in Leyden aufhielt, aus Holland mit. Mit einem solchen Fernrohr entdeckte Johann Fabricius im elterlichen Hause die Sonnenflecken. Er stellte darauf unter Aufsicht seines Vaters eine Reihe von Beobachtungen zusammen und veröffentlichte deren Ergebnis in einer Schrift, die 1611 unter dem Titel »De Maculis in sole observatis« (Von den Sonnenflecken) erschien. (Näheres darüber siehe Bd. II. S. 26.)
[222] Erschienen 1618–1621 in Linz und Frankfurt; Opera omnia VI, 113 u. f.
[223] Somnium Kepleri von Ludwig Kepler dem Sohne. Frankfurt 1634. Eine deutsche, mit Erläuterungen versehene Ausgabe besorgte L. Günther, Leipzig, B. G. Teubner. 1898.
[224] Günther hat auch diese Anmerkungen übersetzt und erläutert. L. Günther, Keplers Traum vom Monde. Leipzig 1898.
[225] Günther, Keplers Traum. S. 129 u. f.
[226] A. a. O. S. 174.
[227] Siehe auch H. Hankel, Die Entwicklung der Mathematik. Tübingen 1869. S. 26.
[228] Ad Vitellionem Paralipomena. Frankfurt 1604 (Gesamtausgabe von Frisch II, 119).
[229] Johannis Kepleri Dioptrice. Augsburg 1611 (Gesamtausgabe von Frisch II. 515). – Keplers Dioptrik wurde neuerdings von Plehn in deutscher Übersetzung als Band 144 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben (Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1904).
[230] Siehe S. 133 ds. Bds.
[231] Ad Vitellionem Paralip. Cap. I, Prop. IX. (Edit. Frisch. II, 113).
[232] Der vollständige Titel lautet: Ad Vitellionem Paralipomena, quibus Astronomiae pars optica traditur. Frankfurt 1604. Ausgabe von Frisch II. 119–397.
Der Pole Vitello (Vitellio) lebte um 1270. Er war also ein Zeitgenosse Roger Bacons. Vitello hat seine Optik, die im wesentlichen in einer Wiedergabe der Lehren Alhazens besteht, in Italien verfaßt. Sie erschien wiederholt gedruckt. Am bekanntesten ist die Ausgabe von Risner (Basel, 1572).
[233] Letzteres wird damit begründet, daß das Licht nichts Stoffliches sei (quia lux materia caret).
[234] Sicut se habent sphaericae superficies, quibus origo lucis pro centro est, amplior ad angustiorem: ita se habet fortitudo seu densitas lucis radiorum in angustiori ad illam in laxiori sphaerica superficie.
[235] Dies geschah durch Harriot, Epist. ad Keplerum scriptae; ed. Hanschii, 233; 1606. Siehe auch Wilde, Geschichte der Optik. I. 190.
[236] Ad Vitellionem. cap. 2. Opera omnia II. 153. – Einen Überblick über den Inhalt dieses Werkes, das die optischen Grundlagen der Astronomie entwickelt, gibt F. Plehn im Archiv für Optik. I. Bd. S. 75 u. f. 1908.
[237] Wilde, Geschichte der Optik. I. 188.
[238] Poggendorff, Geschichte der Physik. S. 167.
[239] Johannis Kepleri Dioptrice 1611. Opera omnia II. S. 515–567.
[240] Johannes Keplers Dioptrik oder Schilderung der Folgen, die sich aus der unlängst gemachten Erfindung der Fernrohre für das Sehen und die sichtbaren Gegenstände ergeben. 1611. Übersetzt und herausgegeben von Ferdinand Plehn. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 144. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1904.
[241] Keplers Dioptrice, Figur zu Problema IV (Editio Frisch II, 528).
[242] Dioptrice, XIII. Propositio (Edit. Frisch II, 530): Nullus radius, qui intra corpus crystalli super unam ejus superficiem plus 42° inclinatur a vertice, potent illam superficiem penetrare.
[243] Dioptrik, Lehrsatz XII.
[244] Das Komplement des 42° betragenden Brechungswinkels.
[245] Der von Snellius gefundene Ausdruck läßt sich leicht in den gebräuchlichen umwandeln. Man geht von der oben gegebenen Abb. [47] aus und schlägt um C einen Kreis mit CA als Einheit (siehe Abb. [48]). Dann ist sin α (Einfallsw.) = DE und sin β (Brchsw.) = AF, ferner ist AC : CB = sin (180 - α) : sin β = sin α : sin β = DE : AF. Ist nun AC : CB konstant, und zwar für Luft und Wasser = 3 : 2, so gilt dasselbe von sin α : sin β, da wir diesen Ausdruck gleich AC : CB gefunden haben.
[246] Descartes Dioptrik, Kapitel 2. Näheres über Descartes' Anteil an der Entdeckung des Brechungsgesetzes siehe in der bezüglichen Abhandlung von P. Kramer (Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik. 4. Heft. 1882), sowie in der Abhandlung von H. Wieleitner »Das Brechungsgesetz bei Descartes und Snellius« (Natur und Kultur, 13. Jahrgang. S. 403–406).
[247] Lehrsatz XXXIX.
[248] Siehe auch Wilde, Geschichte der Optik. Berlin 1838. Bd. I. S. 201.
[249] Die Ähnlichkeit des Auges mit der Dunkelkammer findet man zuerst bei Lionardo da Vinci erwähnt. Porta, dem wir die erste abendländische Beschreibung der Dunkelkammer verdanken, betrachtete die hintere Wand des Auges als einen Hohlspiegel, von dem aus das Licht nach der Mitte des Auges gelange, um dort wahrgenommen zu werden.
Der Nachweis, daß die Linse des Auges ein Bild auf die Netzhaut wirft, erfolgte indessen schon vor Scheiner (Arauzi 1587). Das Auge eines Tieres wurde auf der hinteren Seite mit einem Ausschnitt versehen. In diesem Ausschnitt fing man das Bild eines vor dem Auge befindlichen Lichtes auf. E. Pergens, Geschichtliches über das Netzhautbildchen und den Optikuseintritt. Klinisches Monatsblatt für Augenheilkunde. Bd. 42, I. S. 137–143.
[250] In Vitellionem Paralipomena. Cap. V.
[251] Ostwalds Klassiker Nr. 144 (Dioptrik), S. 26–34.
[252] Siehe an späterer Stelle dieses Werkes.
[253] Dioptrik, Lehrsatz 62.
[254] Wilde, Geschichte der Optik, I. S. 199.
[255] Hirschberg, Die Optik der alten Griechen. Zeitschr. f. Psychologie und Physiol. d. Sinnesorgane. Bd. XVI. S. 350. Siehe auch Bd. I ds. Werkes S. 267.
[256] Ad Vitellionem Paralipomena. Frankfurt 1604. Cap. V. Propos. XXVIII (Edit. Frisch II, 255.)
[257] Kepler, Dioptrice LXIV, Propositio. (Ed. Frisch II, 540.)
[258] Siehe Wilde, Geschichte der Optik I, 254.
[259] Siehe S. 14 u. f. ds. Bds.
[260] Siehe Ostwalds Klassiker d. exakt. Wiss. Nr. 20, S. 12 u. 13.
[261] Hevelius, eigentlich Hewelke.
[262] Selenographia seu descriptio lunae et macularum ejusdem.
[263] Wolf, Geschichte der Astronomie. S. 396.
[264] Näheres über das mutmaßliche Schicksal dieser Briefe siehe in Poggendorffs Geschichte der Physik. S. 448.
[265] Eine englische Ausgabe besorgte Newton (Cambridge 1681).
[266] In seiner Pratique d'Arithmétique. Leyden 1585.
[267] In seiner Pratique d'Arithmétique.
[268] Zuerst in dem Rechenbuch des Johannes Widmann von Eger, das 1489 in Leipzig erschien. Erwähnt seien auch die Rechenbücher von Adam Riese, dessen Verdienst um die Kunst des Rechnens ja sprichwörtlich geworden ist. Die Rechenbücher Adam Rieses haben wissenschaftlich keine Bedeutung; sie waren aber praktisch recht brauchbar und sehr verbreitet. Über die Species, die Progressionen, die Bruchrechnung und die Regel de tri gehen sie kaum hinaus. Adam Riese (1492–1559) war Bergbeamter in Annaberg und leitete gleichzeitig eine Schule, in der er besonders das Rechnen lehrte.
[269] Cantor, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 479.
[270] Anfänge hierzu finden sich schon bei Aristoteles.
[271] Cantor, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 581.
[272] Näheres siehe Cantor II. S. 718.
[273] Suter, Geschichte d. mathem. Wissenschaften. Bd. II. S. 19.
[274] O. Stolz, Größen und Zahlen. Leipzig 1891. S. 11.
[275] Scipione del Ferro, 1508.
[276] Tropfke I. S. 285.
[277] Luigi Ferrari, 1522–1565.
[278] Gauß 1799 und Abel 1824.
[279] Veröffentlicht in Descartes' »Geometrie« im Jahre 1634. Eine deutsche Bearbeitung des Werkes lieferte Schlesinger. Berlin 1894.
[280] Cantor, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 780.
[281] Cantor II. S. 605.
[282] Über Euklids drei Bücher Porismen siehe Cantor I. S. 239 u. f. Vielleicht hängt der Ausdruck mit πείρω, ich forsche, zusammen; jedenfalls verstand man darunter einen Satz, der ein neues Problem anregte und einschloß. (Cantor I. S. 291.)
[283] Fermat entwickelte seine analytisch-geometrische Methode in seiner Schrift: »Ad locos planos et solidos isagoge«. Die ihm Descartes gegenüber zugeschriebenen Prioritätsansprüche sind schwer zu entscheiden, weil Fermat sich zumeist darauf beschränkte, die Ergebnisse seiner Forschungen in Paris lebenden Mathematikern (besonders Mersenne) brieflich mitzuteilen. Seine Werke und ein großer Teil seiner Briefe wurden erst längere Zeit nach seinem Tode veröffentlicht. Fermat, Varia opera. Tolosae 1679.
[284] Elemente VI. 27.
[285] Bei Regiomontan begegnet uns z.B. die Aufgabe, festzustellen, von welchem Punkte der Erdoberfläche eine 10 Fuß lange senkrechte Stange, die 4 Fuß über dem Boden endigt, am größten erscheint. Eine Lösung hat Regiomontan indessen nicht gegeben. Im 16. Jahrhundert (bei Tartaglia) begegnet uns ferner die Aufgabe, eine bestimmte Zahl so zu teilen, daß das Produkt dieser Teile multipliziert mit ihrer Differenz den größten Wert hat.
[286] Methodus ad disquirendum maximum et minimum (Fermat, Opera varia S. 63 u. f.). Fermat wandte seine Methode schon 1629, also lange vor dem Erscheinen des Descartes'schen Werkes an. (Cantor II. S. 782.)
[287] de la moindre action.
[288] Der Gedanke findet sich bei Pappus. S. auch Mach, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. S. 397.
[289] Dühring, Kritische Geschichte der allgemeinen Prinzipien der Mechanik. Berlin 1873. S. 290.
[290] Methodus inveniendi lineas curvas maximi minimive proprietate gaudentes; neuerdings in Ostwalds Klassikern Nr. 46 in deutscher Übersetzung erschienen. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[291] Les lois du mouvement et du repos, déduites d'un principe métaphysique. Histoire de l'Académie de Berlin 1746. p. 290.
[292] Siehe den 8. Abschnitt des III. Bandes.
[293] Archimedes (ed. Nizze) Seite 12–23. Siehe auch: Dannemann, Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung. Bd. I. S. 164 u. f.
[294] A. a. O. S. 163.
[295] De motibus stellae Martis: Cap. 59, 5. Opera Kepleri (ed. Frisch) III, 401.
[296] Zeuthen, Geschichte der Mathematik im 16. und 17. Jahrhundert. Leipzig, B. G. Teubner. 1903. S. 255.
[297] Nova Stereometria Doliorum vinariorum. Linz 1615. Opera omnia (ed. Frisch) IV, 555. Unter dem Titel »Neue Stereometrie der Fässer« aus dem Lateinischen übersetzt und herausgegeben von R. Klug. Bd. 165 von »Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften«. Leipzig, W. Engelmann. 1908.
[298] Opera omnia IV. 575.
[299] Opera Kepleri IV, 584–585.
[300] Kepleri Opera omnia (ed. Frisch) IV, 607–609.
[301] Bonaventura Cavalieri wurde 1598 in Bologna geboren. Er war Schüler und später Freund Galileis. Nachdem Cavalieri in Bologna als Professor der Mathematik gewirkt hatte, starb er dort im Jahre 1647.
[302] Geometria indivisibilibus continuorum nova quadam ratione promota.
[303] Das Werk Guldins erschien 1635–1641 unter dem Titel Centrobaryca. Paul Guldin wurde 1577 in St. Gallen geboren; er war Jesuit und wirkte als Lehrer der Mathematik in Rom und an anderen Orten. Guldin starb 1643.
[304] Gerhard, Geschichte der Mathematik in Deutschland. S. 130.
[305] Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi in curvilineorum quadraturam 1655. John Wallis wurde 1616 in einem kleinen Orte der Grafschaft Kent geboren und wirkte als Professor der Mathematik in Oxford. Er gehört zu den Begründern der Royal Society und starb im Jahre 1703.
[306] Cantor, Geschichte der Mathematik. II. S. 822.
[307] Der Brief wurde im Oktober 1674 an Leibniz gesandt.
[308] Nova methodus pro maximis et minimis itemque tangentibus... (Acta eruditorum 1684).
[309] De geometria recondita et analysi indivisibilium atque infinitorum. Acta eruditor. 1686.
[310] Method of fluxions. London 1736. Geschrieben hatte Newton dieses Werk schon 1671.
[311] Fatio de Duillier.
[312] Réflexions sur la metaphysique du calcul. infinitesimal 1797.
[313] René Descartes (Cartesius) wurde 1596 in der Touraine geboren und starb 1650 in Stockholm, wohin er durch die Königin Christine von Schweden berufen worden war. Vorher hatte er nach einer unsteten Jugend viele Jahre in Holland gelebt.
[314] Pierre Gassendi, geboren 1592 in der Provence, gestorben in Paris im Jahre 1655, ist der Erneuerer der atomistischen Lehre Epikurs. Über das Verhältnis Epikurs zu Demokrit siehe Bd. I. S. 75. Nach Gassendi wurde eine bestimmte Anzahl von Atomen geschaffen. Sie sind der Urgrund aller Dinge. Außer den Elementen bestehen daher auch das Licht, die Wärme usw. aus Atomen. Sie sind unteilbar, von bestimmter Größe und Gestalt, schwer, absolut hart und undurchdringlich. Zwischen den Atomen befindet sich der leere Raum. Kurz, in den Grundzügen und mit nur geringen Abänderungen entwickelt Gassendi in seiner Physica corpuscularis die zuerst von Demokrit aufgestellten Lehren der materialistischen Weltanschauung. (Näheres siehe bei Lange in seiner Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung für die Gegenwart. 1882. S. 184 u. f.)
[315] Brief von Huygens an Leibniz vom 11. Juli 1692. Chr. Hugenii exercitationes mathem. ed. Uylenbroek. Hag. Com. 1833. I, 136.
[316] Novum organum. Lugd. Bat. 1645. Lib. II. Art. 37. p. 294.
[317] Cogitata physico-mathematica. Parisiis 1644. p. 21.
[318] Aristarchus Samius, de mundi systemate Parisiis 1644, p. 2. Vgl. J. C. Fischer, Geschichte der Physik. 1801. Bd. I. S. 272.
[319] De motionibus naturalibus. Lugd. Bat. 1686. c. VI. p. 166.
[320] Epitome astronomiae. 1621. Lib. IV. p. 510. Leibniz macht an verschiedenen Stellen darauf aufmerksam, daß zuerst Kepler diesen Begriff einer Trägheit eingeführt habe. Ansätze zu ihm finden sich nach v. Lippmann schon bei Aristoteles.
[321] Principia philosophiae 1677. P. II. § 43. p. 41.
[322] Boyle, Origo formarum et qualitatum. 1669. p. 50.
[323] Huygens, Discours sur la cause de la pésanteur 1690. p. 162.
[324] Hooke, De potentia restitutiva. 1678. p. 7.
[325] Locke, An essay concerning human understanding. London 1731. V. I. Book II. p. 87.
[326] Micrographia, London 1665. p. 16.
[327] Micrographia, 1665. p. 12.
[328] Descartes, Principia philosophiae. 1677. P. II. § 36. p. 37.
[329] T. Lucretii Cari, De rerum natura libri sex. II. v. 294–307. Vgl. G. Berthold, Notizen zur Geschichte des Prinzips der Erhaltung der Kraft (Ber. d. Kgl. Akad. d. Wiss. z. Berlin. 1875. S. 57, sowie Bd. I des vorliegenden Werkes S. 241).
[330] Animadversiones in X. libr. Diogenis Laertii 1675. V. I. p. 241.
[331] Der Engländer Thomas Hobbes (1632–1679) suchte gleich Descartes alle Vorgänge auf die Bewegung kleiner Teilchen zurückzuführen. Die Bewegung pflanzt sich dadurch fort, daß sich das Medium bewegt. Eine unvermittelte Wirkung in die Ferne gibt es nicht. Dies alles kennzeichnet die Philosophie des Hobbes als materialistisch. Gleichzeitig ist sie sensualistisch, indem sie alle Begriffe auf die Wirkung der Sinnesorgane zurückführt. Bekannt ist der Satz, durch den Hobbes dies folgendermaßen ausdrückt: »Nihil est in intellectu, quod non prius fuerit in sensu«. Dieser Satz wird irrtümlich mitunter Locke zugeschrieben.
[332] Spinoza (1632–1677) stammt von portugiesischen Juden, die nach Amsterdam geflüchtet waren, um den Verfolgungen der Inquisition zu entgehen. Die jüdische Gemeinde verhielt sich gegen Spinoza nicht weniger intolerant, da sie ihn seiner religiösen Ansichten wegen durch Meuchelmord aus dem Wege zu räumen suchte und schließlich ausstieß. Spinoza erwarb sich seinen Lebensunterhalt durch das Schleifen optischer Gläser. Er wurde durch seine philosophischen Schriften als Fortsetzer des cartesianischen Systems bekannt und erhielt einen Ruf nach Heidelberg, den er aber ausschlug, weil er die Freiheit der Forschung nicht als gesichert ansah.
[333] Newton. Philosophiae naturalis principia mathematica 1723. Lib. III. Scholium generale p. 484.
[334] Philosophiae natur. princ. math. 1723. S. 5.
[335] a. a. O. S. 147.
[336] a. a. O. S. 173.
[337] Auszug aus dem Briefe Newtons an Bentley v. 25. II. 1692; abgedruckt bei S. Horsley, J. Newtoni op. omn. Lond. 1782. IV. p. 438.
[338] Horsley l. c. p. 394.
[339] Opera omnia; Lausanne 1742. III. 138.
[340] Diss. de causa gravitatis. Chr. Hugenii op. reliqua. 1728. I. 121. 125.
[341] P. H. Fuß, correspondance math. et physique. St. Petersburg 1843. T. II p. 550.
[342] Nov. act. Petrop. 1779. T. III. P. I. p. 162.
[343] Opera philosophica, ed. Erdmann. 1820. p. 466.
[344] Journal des savants. 1669. S. 23.
[345] Th. Birsch, The history of the Royal Society. Lond. 1756. Bd. II. S. 337.
[346] Rosenberger, Geschichte der Physik. II. 131.
[347] De Beghinselen der Weegkonst. Leyden 1586.
[348] Les [oe]uvres mathématiques de Simon Stevin. Leyden 1634.
[349] Wonder en is gheen Wonder.
[350] Stevins Werke, Seite 499. V. Buch der Statik.
[351] Stevins Werke, S. 499, Fig. 4.
[352] Stevins Werke, S. 500, Fig. 2 u. 3.
Beide Nachweise gehören bekanntlich zum festen Bestand des heutigen Physikunterrichts, der sich dazu derselben Apparate wie Stevin bedient.
[353] Stevins Werke, Les [oe]uvres mathématiques de Simon Stevin, herausgegeben von Girard, Leyden 1634. Des éléments hydrostatiques; Théorème IX. p. 488–491. Die betreffende Untersuchung hat Stevin im Jahre 1608 veröffentlicht (S. Cantor, Geschichte der Mathematik. II. 533).
[354] Galileis Discorsi erschienen 1638.
[355] Viviani, Della scienza universale delle proporzioni.
[356] Opera geometrica. Florenz 1644, 3. Abschnitt: De motu gravium naturaliter descendentium.
[357] v = √(2gh), v1 = √(2gh1), v : v1 = √h : √h1. Mit der Formel v = √(2gh) war Torricelli noch nicht bekannt; sie rührt von Johann und Daniel Bernoulli her. Bei Torricelli ist v = A · √h, worin h die Höhe und A eine Konstante bedeutet.
[358] Siehe Ostwalds Klassiker Nr. 11. S. 17.
[359] Siehe S. 82 u. 83 dies. Bds.
[360] Siehe das 7. Heft der »Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie u. Erdmagnetismus«, hrsg. von Prof. Dr. G. Hellmann: Evangelista Torricelli, Esperienza dell'Argento Vivo. Berlin. A. Asher & Co. 1897.
[361] Torricelli hatte zuerst Ricci in Rom darüber geschrieben und dieser Mersenne berichtet.
[362] Zu dem Descartes Pascal angeregt haben will.
[363] Blaise Pascal, Récit de la grande expérience de l'équilibre des liqueurs, Paris 1648. Neuerdings erschienen als 2. Heft der »Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus«, herausgegeben von Professor Dr. G. Hellmann. Berlin, A. Asher & Co.
[364] Traité de l'équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l'air. Paris 1663. Verfaßt wurde diese Abhandlung schon im Jahre 1653.
[365] Pascal, Oeuvres III. p. 86–86.
[366] In seinen akademischen Vorlesungen (lezioni academiche), die 1715 in Florenz erschienen, und zwar in der 7. Vorlesung.
[367] Eine ausführliche Biographie lieferte F. W. Hoffmann unter dem Titel: O. v. Guericke, ein Lebensbild aus der Geschichte des 17. Jahrhunderts.
[368] Er starb am 11. Mai 1686 in Hamburg.
[369] Siehe die betreffenden Abhandlungen G. Bertholds in den Annalen der Physik und Chemie Bd. 20. 1883, Bd. 54. 1895, sowie in den Verhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm 1895. Nr. 1.
[370] Mechanica hydraulico-pneumatica, S. 307.
[371] Ottonis de Guericke Experimenta nova (ut vocantur) Magdeburgica de Vacuo Spatio. Amsterdam 1672
[372] Aus dem Lateinischen übersetzt und mit Anmerkungen herausgegeben von Friedrich Dannemann. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1894 (59. Bd. von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften).
Einige wichtige Kapitel des »Über eigene Versuche« betitelten Buches bilden mit den erforderlichen Erläuterungen den 17. Abschnitt des Werkes von Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig, W. Engelmann 1908.
[373] Auf der ersten Seite der Vorrede seines Werkes de Vacuo Spatio.
[374] Ostwalds Klassiker Nr. 59. S. 11.
[375] Eine der von Guericke gebauten Luftpumpen sowie seine Magdeburger Halbkugeln befinden sich jetzt im Deutschen Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und der Technik in München. Die Zeit der Erfindung der Luftpumpe wird auf 1647–49 oder 1651–52 angesetzt. Ob mit Recht, bleibt dahingestellt. Siehe F. Poske, Zum Gedächtnis Otto von Guerickes. Verhandl. d. Deutschen physikal. Gesellsch. IV (1902). Nr. 16.
Eine andere Luftpumpe gelangte 1676 nach Stockholm. Dort diente sie Jahrzehnte zur Anstellung von Versuchen. Als noch vorhanden wurde sie zuletzt im Jahre 1734 nachgewiesen. Neuere Nachforschungen nach dieser Originalluftpumpe Guerickes blieben zunächst ohne Erfolg (Berthold in Poggend. Annalen. 1895. S. 726). Vor kurzem (1917) hat sie sich aber in den Sammlungen der Universität Lund wiedergefunden. Über die noch erhaltenen Luftpumpen und Nebenapparate Guerickes, sowie die ersten englischen und niederländischen Luftpumpen gibt der »Bericht über die Ausstellung wissenschaftlicher Apparate im South Kensington Museum« (Berlin 1877. S. 158 u. f.) Auskunft.
[376] Magdeburgische Versuche Kapitel XXII. Siehe 59. Bd. von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften S. 66.
[377] Siehe S. 207.
[378] Siehe Ostwalds Klassiker Nr. 59. S. 66.
[379] Ostwalds Klassiker Nr. 59. S. 45.
[380] Pascal hatte dies aus der Verkürzung der Quecksilbersäule des Barometers gefolgert (siehe S. 197 d. Bds.). Guericke verschloß einen Rezipienten am Fuße eines Kirchturms und begab sich mit ihm auf die Spitze desselben. Wurde der Hahn jetzt gedreht, so trat Luft aus, während Luft in den Rezipienten hineindrang, wenn man ihn auf der Spitze des Turmes verschloß und am Fuße wieder öffnete. Guericke, De vacuo spatio. III. Buch, 30. Kap.
[381] Ostwalds Klassiker Nr. 59. Kap. XV.
[382] Ostwalds Klassiker Nr. 59. S. 108.
[383] New experiments, Physico-Mechanical, touching the Spring of the Air and its Effects made in the most part in a new pneumatical engine. Oxford 1660. Ein Jahr später erschien eine lateinische Übersetzung unter dem Titel: Nova experimenta de vi aeris elastica.
[384] R. Boyle, Opera varia. Genevae 1680. S. 38. Fig. 5.
[385] Mitgeteilt von Boyle in seiner Schrift gegen Linus, Defensio contra Linum London 1662. Cap. V. Opera Varia. Genf 1680. S. 42 ff.
[386] Mariotte, Essai sur la nature de l'air. 1679. Die wichtigsten Abschnitte enthält Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. S. 104 u. f.
[387] 40–1–14.
[388] Leibnizens und Huygens' Briefwechsel mit Papin. Herausgegeben von Gerland. Berlin 1881. S. 222.
[389] Durch Vidi. Poggendorffs Annalen. 1848. Bd. 73. S. 620.
[390] Siehe Bd. I S. 434.
[391] Dort ist er 1644 auch gestorben.
[392] Eine sehr ausführliche Geschichte des Namens »Gas« bringt v. Lippmann im II. Bande seiner Abhandlungen u. Vorträge. S. 361–394. Veit u. Co. Leipzig 1913.
[393] Van Helmonts Schriften hat sein Sohn unter dem Titel »Ortus medicinae vel opera et opuscula omnia« im Jahre 1648 herausgegeben.
[394] H. Kopp, Die Alchemie in älterer und neuerer Zeit, Heidelberg 1886. Bd. I. S. 8.
[395] Leibniz, Historia inventionis phosphori. Miscellanea Berolinensia 1710. T. 1. p. 91.
[396] Ein Jahrhundert später (1776) zeigte Gahn, daß sich Phosphor aus kalzinierten Knochen darstellen läßt, indem man den beim Eindampfen der Knochen mit Schwefelsäure erhaltenen Rückstand mit Kohle destilliert.
[397] H. Peters, Leibniz in seiner Beziehung zur Chemie und den anderen Naturwissenschaften. Chemikerzeitung 1901. Nr. 81 u. 82.
[398] J. C. Orchall, Augsburg 1684.
[399] Das Geburtsjahr ist nicht bekannt.
[400] Alchemia est ars perficiendi magisteria et essentias puras e mistis separato corpore extrahendi.
[401] Es wurde auch als Wundersalz (Sal mirabile) bezeichnet und fand in der Heilkunde bald ausgedehnte Anwendung.
[402] 2NH4Cl + CaO = CaCl2 + 2NH3 + H2O.
[403] In der heutigen Formelsprache würde dieser Vorgang durch folgende Gleichung wiederzugeben sein:
3HgCl2 + Sb2S3 = 2SbCl3 + 3HgS.
[404] In seinem Preliminary discourse.
[405] E. Bloch, Boyles Anschauungen über die Metallverkalkung. Chemikerzeitung. 1915. S. 481–486.
[406] Nach v. Lippmann kannte diese Reaktion schon Plinius.
[407] Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 125. Leipzig, W. Engelmann. 1901.
[408] Dies hatte man seit 1600 schon wiederholt vor Mayow beobachtet.
[409] Ostwalds Klassiker Nr. 125. S. 15.
[410] Siehe den 19. Abschnitt des 3. Bandes.
[411] Rariarum stirpium per Pannoniam, Austriam et alias provincias observatarum historia. Antwerpen 1583.
[412] Rariarum stirpium per Hispanias observatarum historia. Antwerpen 1576.
[413] Exoticorum libri 10. Antwerpen 1605.
[414] Sprengel, Geschichte der Botanik. I. 294.
[415] Pinax theatri botanici. Basel 1623.
[416] Sachs, Geschichte der Botanik. S. 37.
[417] Er wurde 1519 in Arezzo geboren, war ein Schüler des (Bd. I. S. 458) erwähnten Luca Ghini und starb 1603.
[418] Emil Wohlwill, Joachim Jungius. Mit Beiträgen zu Jungius' Biographie und zur Kenntnis seines handschriftlichen Nachlasses. Hamburg 1888.
[419] Isagoge phytoscopica. 1678.
[420] Robert Morison wurde 1620 in Aberdeen geboren. Er starb 1683.
[421] Plantarum umbelliferarum distributio nova. 1672.
[422] Er wurde 1628 in Essex geboren und starb 1705.
[423] Historia plantarum. 1686–1704.
[424] Latinisiert für Bachmann (1652–1725).
[425] Tournefort (1656–1708) wurde in der Provence geboren. Er wirkte als Professor am Jardin des Plantes und durchforschte die Flora in Griechenland, Nordafrika und Kleinasien, Ländern, welche der Botanik des Altertums wegen immer noch eine besondere Anziehungskraft ausübten.
[426] Sprengel, Geschichte der Botanik. II. 157.
[427] Historia plantarum (1686) und Methodus plantarum nova (1682).
[428] Historia plantarum. Bd. I. 1886. S. 40.
[429] a. a. O. S. 42.
[430] Karl Jungmann, Die Weltentstehungslehre des Descartes. Bd. 54 der Berner Studien zur Philosophie und ihrer Geschichte. Herausgegeben von Ludwig Stein. Bern, Buchdruckerei Scheitlin, Spring & Co., 1907. 51 Seiten.
[431] Laplace, Précis de l'histoire de l'astronomie. Paris 1821. p. 99.
[432] Die Royal Society veröffentlichte ihre Arbeiten seit dem Jahre 1665 unter dem Titel »Philosophical Transactions«.
[433] Siehe auch P. Tannery, Les sociétés savantes et l'histoire des sciences. Paris, 1906.
[434] Weld, History of the Royal Society, und v. Ranke, Englische Geschichte. V. 165. Die Verleihung der Korporationsrechte erfolgte am 10. Juli 1662.
[435] Heinrich Oldenburg war im Jahre 1626 in Bremen geboren und als Konsul seiner Vaterstadt nach England gekommen. Nach Verlust seiner Stelle zog er als Hofmeister eines jungen Lords nach Oxford. Dort wurde er mit Mitgliedern der Royal Society bekannt, die ihm seiner Sprachkenntnisse wegen das Amt eines Sekretärs anvertrauten.
[436] Zeitweilig führten sie den Titel Philosophical Collection. Die Gesellschaft selbst übernahm die Herausgabe erst vom 47. Bande (1753) ab.
[437] Über ihn und seine Bedeutung für die Förderung der Wissenschaften wurde an anderer Stelle (s. S. 245) schon berichtet.
[438] Nicht zu verwechseln mit der schon vor ihr gegründeten französischen Akademie, die wie die Accademia della Crusca in Rom, der Pflege der französischen Sprache diente.
[439] Siehe den ersten Abschnitt des IV. Bandes.
[440] Jungius wirkte eine Zeitlang als Rektor des Johanneums in Hamburg. Er starb nach einem vielbewegten Leben 1667. Siehe auch Guhrauer, Joachim Jungius und sein Zeitalter. Tübingen 1850.
[441] Der vollständige Titel lautet in der Übersetzung: Vorschlag, die Naturforschung ihres Nutzens wegen zu fördern und zu diesem Zwecke eine Deutsche Gesellschaft zu gründen, deren Aufgabe es sein würde die nutzbringenden Künste und Wissenschaften in unserer Sprache zu beschreiben und den Ruhm des Vaterlandes zu mehren.
[442] Harnack, Geschichte der preußischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 1901. S. 243.
[443] Eine ausführliche Biographie Newtons verfaßte Brewster: Life of Newton. London 1831. Übersetzt von B. M. Goldberg. Leipzig 1833. Neu bearbeitet erschien dies Werk unter dem Titel: Memoirs of the Life, Writings and Discoveries of Sir Isaac Newton. Edinburg. 2 Bde. 1855. 2. Aufl. 1860. Siehe auch Snell, Newton und die mechanische Naturwissenschaft. Dresden u. Leipzig 1843.
[444] Wallis, Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi in curvilineorum quadraturam. 1655. Wallis beschäftigte sich darin wie Cavalieri in seinen »Indivisibilien« vorzugsweise mit Quadraturen und Kubaturen, verfuhr, anknüpfend an Descartes, aber mehr rechnerisch, während Cavalieri seine Ableitungen so geometrisch als irgend möglich zu gestalten trachtete (siehe auch Cantors Geschichte der Mathematik II, 822).
[445] Zucchi 1616. Siehe Nicolai Zucchii Optica philosophica. Leyden 1652. Die bezügliche Stelle wird von Wilde in seiner Geschichte der Optik, Bd. I. Seite 308 angegeben. Zucchi machte auch, wie er an dieser Stelle mitteilt, den entsprechenden Fundamentalversuch, indem er das Licht mit einem Hohlspiegel auffing und gleichzeitig eine Konkavlinse in passender Entfernung ans Auge brachte. Er wird deshalb von Wilde schon als der Erfinder des Spiegelteleskops bezeichnet (Wilde I, 308). Gregory beschränkte sich in seiner Optica promota vom Jahre 1663 (Seite 92 u. f.) auf den bloßen Vorschlag, das durch zwei Spiegel erzeugte Bild durch eine Linse zu betrachten. Die Ausführung dieses Gregory'schen Teleskops erfolgte erst ein Jahrzehnt später (1774) durch Hooke. Siehe die schematische Zeichnung in Wüllners Lehrbuch der Experimentalphysik II, 344.
[446] Aus den Philos. Transactions von 1672.
[447] 1672.
[448] Philos. Transact. 1742. S. 155.
[449] Philos. Transact. 1731. S. 147 u. f.
[450] Optics or a treatise of the reflections, refractions, inflections and coulours of light. London 1704. – Newtons Optik wurde als 96. und 97. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften übersetzt und herausgegeben von W. Abendroth. W. Engelmann, Leipzig. 1898. – Es ist dies die erste deutsche Übersetzung. Neben vier englischen Auflagen gibt es sechs lateinische und drei französische Ausgaben.
[451] Newtons Optik. I. Tafel III. Abb. 13.
[452] Newtons Optik. I. Tafel IV. Abb. 18.
[453] Newtons Optik, II. Taf. IV. Abb. 16.
[454] Opera omnia (ed. Frisch) II. 119 u. f.
[455] De radiis visus et lucis in vitris perspectivis et iride Tractatus Marci de Dominis, Venedig 1611.
De Dominis (1566–1624) war Kleriker und erlitt ein ähnliches Schicksal wie Giordano Bruno. Er geriet mit den katholischen Lehren in Widerspruch, wurde von der Inquisition gefangen gesetzt und starb in dem Kerker der Engelsburg, wahrscheinlich an Gift.
Nach v. Lippmann entstammt die Lehre, daß die Farben eine Mischung von Weiß und Dunkel seien, pseudo-aristotelischen Schriften.
[456] Näheres siehe Newtons Optik (Ostwalds Klassiker Bd. 96 S. 50 u. f.) sowie Wilde, Geschichte der Optik. II. S. 44 u. f.
[457] Der Spiegel hatte einen Durchmesser von 4 Fuß und wog 2000 Pfund. Herschel lieferte eine Beschreibung dieses Fernrohrs in den Philos. Transact. 1795, II, pag. 347. Das Teleskop des Earl of Rosse vom Jahre 1845 besaß sogar eine Länge von 16,6 und einen Spiegeldurchmesser von 1,82 m.
[458] Für bestimmte Zwecke (photographische Aufnahmen) werden auch jetzt noch gewaltige Reflektoren von über 2 m Öffnung benutzt.
[459] Bzw. in G (rot) und in H (violett) beim äußeren Bogen.
[460] Ostwalds Klassiker. Bd. 96. S. 130.
[461] Jesuit, von 1566–1624 lebend. Er wurde von der Inquisition seiner freieren religiösen Auffassung wegen eingekerkert.
[462] Grimaldi, Physico-Mathesis de lumine, coloribus et iride. Bologna 1665. S. 235 u. f.
[463] Siehe S. 92 u. f.
[464] Huygens, Abhandlung über das Licht. Nr. 20 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften.
[465] Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig 1908. Abschnitt 34.
[466] Hooke, Micrographia or some philosophical descriptions of minute bodies. London 1665.
[467] Micrographia, Observat. IX: Of the Colours observable in Muscovy Glass and other thin Bodies.
[468] Newton, Optice, Lib. II. Pars 1. Observatio VI. S. 149 der Clarkeschen Ausgabe von 1740.
[469] Frage 5. (Ostwalds Klassiker. Nr. 97. S. 101.)
[470] Frage 8. (Ostwalds Klassiker. Nr. 97. S. 101.)
[471] Frage 30. (Ostwalds Klassiker. Nr. 97. S. 124.)
[472] Frage 29. (Ostwalds Klassiker. Nr. 97. S. 123.)
[473] Rosenberger, Newtons Prinzipien. S. 329.
[474] Poggendorff, Geschichte der Physik. S. 645.
[475] Picard, La mésure de la terre. Paris 1671.
[476] 1 Toise = 6 frz. Fuß = 1,949 m.
[477] Sie hatte für den Breitengrad 55972 Toisen ergeben. Snellius verfuhr folgendermaßen. Er bestimmte die Polhöhe von Alkmaar zu 52° 40,5ʹ, diejenige von Bergen op Zoom zu 51° 29ʹ. Der Abstand der durch beide Orte gehenden Parallelkreise ergab sich daraus zu 1° 11,5ʹ. Die Messung dieses Abstandes ergab 55072 Toisen für den Grad. Bei dieser Messung wurde zum erstenmal das Verfahren der Triangulation angewandt (De terrae ambitu a Willebrordo Snellio, Leyden 1617), indem Snellius von einer festen, äußerst genau gemessenen Standlinie oder Basis ausging und von dieser aus durch Winkelmessung ein Netz von Dreiecken bestimmte. Als einige Jahre nach seiner ersten Messung die Umgegend von Leyden überschwemmt wurde und überfror, benutzte er diese Gelegenheit, um nochmals eine Ausgangslinie möglichst genau zu messen.
Willibrord Snellius, in Leyden 1591 geboren und dort als Universitätslehrer 1626 gestorben, ist uns bei früherer Gelegenheit als der Entdecker des Brechungsgesetzes bekannt geworden. Von ihm rührt auch das trigonometrische Verfahren des »Rückwärtseinschneiden« her, das fälschlich wohl dem Franzosen Pothenot zugeschrieben wird. Die hier kurz geschilderte Tätigkeit dieses hervorragenden Geometers war es also, die Newton die Lösung des größten naturwissenschaftlichen Problems, das je den Menschengeist beschäftigte, ermöglicht hat.
[478] Genau gleich 15ʹ 1ʺ 14/9ʺ. Siehe Newtons Prinzipien (Ausgabe von Wolfers) S. 386.
[479] Philosophiae naturalis principia mathematica, London 1687. Übersetzt von Wolfers, Berlin 1872. Siehe auch Ferd. Rosenberger: Isaac Newton und seine physikalischen Prinzipien. Ein Hauptstück aus der Entwicklungsgeschichte der modernen Physik. Leipzig 1895.
[480] Hooke, An attempt to prove the motion of the earth, London 1674. S. 27 und 28.
[481] Newtons Prinzipien (ed. Wolfers), S. 515.
[482] Dies würde geschehen, wenn die Geschwindigkeit 21000ʹ für die Sekunde beträgt.
[483] Newtons Prinzipien. I. Buch. § 13.
[484] Newtons Prinzipien (ed. Wolfers), Fig. 213.
[485] Siehe Abb. [14] dies. Bds.
[486] Siehe auch die »Begriffsbestimmungen und Leitsätze« aus Newtons mathematischen »Prinzipien der Naturphilosophie«, die im ersten Teil des 191. Bandes von Ostwalds Klassik. d. exakt. Wissensch. zusammengestellt sind (Leipzig, W. Engelmann, 1914).
[487] Seneca, Nat. Quaest. III, 28.
[488] Näheres darüber siehe im III. Bande.
[489] Optik, Frage 31.
[490] Newtons Prinzipien III. 5. Abschnitt.
[491] Den Gegensatz zwischen den Newtonianern und den Cartesianern verspottete Voltaire einst mit folgenden Worten: »Wenn ein Franzose in London ankommt, so findet er einen großen Unterschied. In Paris verließ er die Welt ganz voll von Materie, in London findet er sie völlig leer. In Paris sieht er das Universum von ätherischen Wirbeln erfüllt, während in London unsichtbare Kräfte ihr Spiel treiben. Dort ist es der Druck des Mondes, der Ebbe und Flut bewirkt, während in England das Meer gegen den Mond gravitiert und alles durch den Zug verrichtet wird.«
[492] E. Hoppe, Zur Geschichte der Fernwirkung. Programm des Wilhelmgymnasiums, Hamburg 1901.
[493] Rosenberger, Newtons Prinzipien. S. 234.
[494] Ausführlicher wurde das System der corpuscules ultramondaines von Le Sage entwickelt (Prévost, Deux traités de physique mécanique, Genève et Paris, 1818).
[495] Nach dem gregorianischen Kalender am 5. Januar 1643 und am 31. März 1727.
[496] Siehe S. 24.
[497] Christiani Hugenii Systema Saturnium. Haag 1659.
[498] Saturn wird von einem dünnen, ebenen, freischwebenden Ringe umgeben, der zur Ekliptik geneigt ist.
[499] Die übrigen Saturnmonde wurden später von Cassini, Herschel u. a. entdeckt.
[500] Der Reihenfolge nach, wie oben erwähnt, der sechste Mond.
[501] Das Patent, das er auf seine Erfindung nahm, datiert vom 16. Juni 1657.
[502] Siehe S. 96.
[503] Siehe S. 290.
[504] Siehe Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher, S. 96.
[505] Olaf oder Olof Römer wurde am 25. September 1644 zu Arhuus geboren und starb am 19. September 1710 in Kopenhagen. Die erwähnten Beobachtungen stellte er 1672–1676 auf der Pariser Sternwarte an. Sein Bericht an die Pariser Akademie datiert vom 22. November 1675. (Anc. Mémoires, Paris. Tome I et X.)
[506] 42 Stunden 27 Minuten 33 Sekunden.
[507] Chr. Huygens, Abhandlung über das Licht. Fig. 2. Siehe Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 20, S. 14.
Die Abhandlung über das Licht (Traité de la lumière) erschien im Jahre 1690 in Leyden, zusammen mit der Untersuchung über die Ursache der Schwere (Discours de la Cause de la Pesanteur). Die Arbeit über das Licht entstand schon in Paris um 1678. Dadurch, daß Huygens 1681 Frankreich der Mißhandlung seiner Glaubensgenossen wegen verließ, wurde die Herausgabe bis zum Jahre 1690 verzögert. Eine lateinische Übersetzung wurde 1728 von s'Gravesande unter dem Titel »Tractatus de Lumine« herausgegeben.
[508] Dieser in vielen Lehrbüchern der Physik beschriebene Apparat (z. B. Wüllner, Lehrbuch der Experimentalphysik, III. Aufl. Bd. I, Fig. 66) zum Nachweis der Gesetze des Stoßes wurde von Mariotte angegeben. (Traité de la percussion ou du choc des corps. Paris 1677.)
[509] Ostwalds Klassiker Nr. 20. S. 26.
[510] Ostwalds Klassiker Nr. 20. S. 34.
[511] Experimenta crystalli islandici disdiaclastici, quibus mira et insolita refractio detegitur. Havniae 1669.
[512] Huygens hatte wie Bartholin gefunden, daß Licht, das in einen Doppelspatkristall eindringt, im allgemeinen zwei Brechungen erleidet, von denen die eine dem von Snellius gefundenen Gesetze folgt, nach dem der Sinus des Einfallswinkels zum Sinus des Brechungswinkels in einem bestimmten Verhältnis steht. Dies Verhältnis ermittelten Bartholin und Huygens übereinstimmend gleich 5 : 3. Es blieb für alle Neigungen stets dasselbe, während sich dies Verhältnis für den zweiten, außergewöhnlichen Strahl mit der Neigung des einfallenden Strahles änderte. Um das Auftreten beider Strahlen zu erklären, mußte Huygens annehmen, daß sich ein Teil des Lichtes nach dem Eintreten in den Kristall in kugelförmigen Wellen fortpflanze, ein anderer dagegen in sphäroidischen. Ferner galt es, für den durch letztere bewirkten Strahl ein dem von Snellius ermittelten analoges Gesetz zu finden, was Bartholin nicht vermocht hatte.
[513] Ostwalds Klassiker Nr. 20. S. 61.
[514] Ostwalds Klassiker Nr. 20. S. 65.
[515] Siehe an späterer Stelle dieses Werkes.
[516] Nach heutiger Annahme ist die aristotelische Schrift »Über die Farben« nicht echt-aristotelisch, entstammt aber der Schule des Philosophen. S. auch Wilde, Gesch. d. Optik. I. S. 8 u. f.
[517] Horologium oscillatorium sive de motu pendulorum. Paris 1673. Eine Besprechung der einzelnen Teile dieses Werkes bringt eine Abhandlung von A. Heckscher in den Mitteilungen z. Gesch. d. Med. u. d. Natw. XIV. Bd. S. 97. In deutscher Übersetzung wurde es von A. Heckscher und A. v. Oettingen als 192. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften, unter dem Titel »Die Pendeluhr« herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann, 1913. Huygens erste Pendeluhr wird noch heute im physikalischen Kabinett der Universität Leyden aufbewahrt.
[518] Im Besitze der Grundzüge seines unter dem Namen der Fluxionsrechnung bekannt gewordenen analytischen Verfahrens befand sich Newton schon im Jahre 1666. Siehe Cantor, Geschichte der Mathematik. Bd. III. S. 150 u. f.
[519] Siehe S. 52 ds. Bds.
[520] Das von Viviani herrührende Modell dieser Vorrichtung existiert noch im Galilei-Museum zu Florenz. Siehe Günther, Vermischte Untersuchungen zur Geschichte der mathematischen Wissenschaften. 1876. Seite 316.
[521] Die Erteilung von Erfindungspatenten ist eine neuzeitliche Einrichtung. Ihre Ausbreitung gehört dem 19. Jahrhundert an. Die Anfänge des Patentwesens reichen jedoch bis ins 17. Jahrhundert zurück. Das erste Patentgesetz wurde 1624 in England durch Jakob I. bestätigt. Während der ersten hundert Jahre wurden in England im ganzen nur etwa 300 Patente erteilt. In Frankreich setzte die Patentgesetzgebung im Jahre 1791 und in Preußen 1815 ein.
[522] Siehe über sie die Arbeit von W. Schmidt in den Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik. 8. Heft (1898). S. 177.
[523] Siehe die der Arbeit Schmidts beigegebene Photographie.
[524] Christiani Hugenii, Horologium oscillatorium. Paris MDCLXXIII. pag. 4. Fig. 1.
[525] Der Londoner Uhrmacher Clement erfand die Ankerhemmung im Jahre 1680.
[526] Horologium oscillatorium, Pars II.
[527] Horologium oscillatorium. Fig. auf S. 12.
[528] Diese Erfindung wurde veröffentlicht im Journal des savants vom 25. Februar 1675.
[529] Horologium oscillatorium, Pars 5. Eine zusammenfassende Arbeit über die Geschichte der Erfindung der Pendeluhr lieferte E. Gerland in Wiedemanns Annalen, Bd. 4, Seite 585–613.
Gerland schreibt Galilei das Verdienst zu, die Pendeluhr schon 1641, also 15 Jahre vor Huygens erfunden zu haben. Beide Männer seien unabhängig voneinander auf sie gekommen. Von Galileis Apparat existiert jedoch nur ein Entwurf. Er ist zehn Jahre nach Galileis Tode nur unvollkommen zur Verwirklichung gelangt. (Siehe Gerland und Traumüller, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. S. 121 und S. 57 des vorlieg. Bandes.)
[530] Horologium oscillatorium. pag. 4. Fig. II.
[531] t = π√(l/g).
[532] Dies geschah in der »Abhandlung über die Ursache der Schwere« (Discours de la cause de la pesanteur), die 1690 als Anhang zu der Abhandlung über das Licht erschien und von R. Mewes deutsch herausgegeben wurde (A. Friedländer, Berlin 1893).
[533] Der mit den hervorragendsten Männern seiner Zeit in Briefwechsel stehende Pater Mersenne (1588–1648).
[534] Centrum oscillationis vel agitationis figurae cujuslibet, dicatur punctum in linea centri, tantum ab axe oscillationis distans, quanta est longitudo penduli simplicis quod figurae isochronum sit.
[535] Si pondera quodlibet, vi gravitatis suae, moveri incipiant, non posse centrum gravitatis ex ipsis compositae altius, quam ubi incipiente motu reperiebatur, ascendere.
Diesen Satz benutzt Huygens, um die Unmöglichkeit des Perpetuum mobile nachzuweisen. Er erklärt es für »mechanisch« unmöglich. Huygens hatte indessen noch nicht erkannt, daß das Prinzip der Erhaltung der Kraft für sämtliche Naturkräfte gilt. So sagt er in einem Briefe an Leibniz ausdrücklich, ein Perpetuum mobile sei zwar mechanisch unmöglich, doch bestehe einige Hoffnung, ein solches physico-mechanisch zu konstruieren, z. B. mit Hilfe eines Magneten. Dagegen hatte Mersenne bereits 1644 die Möglichkeit eines Perpetuum mobile überhaupt in Abrede gestellt, und die auf dessen Konstruktion gerichteten Bestrebungen mit dem Suchen nach dem Stein der Weisen verglichen. Cogitata physico-mechanica. 1644. S. 224.
[536] Von Felix Haushofer im 138. Bande von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. W. Engelmannn, Leipzig 1903.
[537] Ostwalds Klassiker Nr. 138. S. 158.
[538] Im tiefsten Punkte ist nämlich, da dann die durchfallene Strecke = l ist, v = [sqrt](2gl) und die Zentrifugalkraft P = v2/l = 2gl/l = 2g. Dazu kommt die Schwere g, so daß (für m = 1) die gesamte Zugkraft = 3g ist.
[539] Ostwalds Klassiker Nr. 138, Fig. 21.
[540] Mach, Mechanik. Fig. 106.
[541] Newtons Prinzipien (übers. von Wolfers) S. 406.
[542] D. h. unter Berücksichtigung der in Paris gleichfalls durch die Zentrifugalkraft hervorgerufenen Verminderung der Schwere. Siehe auch die über diesen Gegenstand von Newton in seinen Prinzipien der Naturlehre (ed. Wolfers) S. 401 angestellten Berechnungen.
[543] Cassini entdeckte in den Jahren 1671 bis 1684 den dritten, vierten, fünften und achten Mond des Saturn.
[544] Cassini bestimmte deren Dauer zu 9 Stunden 56 Minuten; die Abplattung des Jupiter beträgt 1/14.
[545] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[546] Siehe S. [65] dieses Bandes.
[547] Er starb dort im Jahre 1703.
[548] Siehe S. [169] dieses Bandes.
[549] Wallis, Opera mathematica I, 355–478. Der vollständige Titel lautet: Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi in curvilineorum quadraturam.
[550] Sie wurde in lateinischer Sprache im darauf folgenden Jahre in den Philosophical Transactions veröffentlicht.
[551] Christian Huygens, »Über die Bewegung der Körper durch den Stoß«, als 138. Band I. Teil von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von Felix Hausdorff. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1903. Diese Abhandlung von Huygens erschien unter dem Titel »Tractatus de motu corporum ex percussione« im Jahre 1703 (Opuscula posthuma).
[552] S. Bd. I dieses Werkes, S. 241. Danach haben die Atomisten die Konstanz der Materie und der Kraft damit begründet, daß es keinen Ort außerhalb des Weltalls gäbe, wohin ein Teilchen der Materie entfliehen, oder von wo eine neue Kraft in das Universum einzudringen vermöge.
[553] Leibniz, Mathematische Schriften. Herausgegeben von Gerhardt. Halle 1860. II. Abt. Bd. II. S. 434.
[554] Ausgabe von Pertz-Gerhardt. Bd. VI. S. 231.
[555] Brevis demonstratio etc. (Acta eruditorum 1686. S. 163.)
[556] Der Kampf wogte bis 1691 zwischen Leibniz einerseits und Papin und anderen Cartesianern andererseits hin und her. Dann beteiligten sich auch die Engländer (Briefwechsel zwischen Clarke und Leibniz) daran. J. Bernoulli war zuerst gegen Leibniz, trat dann aber auf seine Seite. In diesen Streit mischten sich schließlich die Gelehrten aller Länder Europas. Endgültig entschieden wurde er erst 1743 durch d'Alembert. Dieser erklärte, daß der ganze Streit nur auf eine leere metaphysische Diskussion oder auf einen Wortstreit hinauslaufe. D'Alembert, Traité de dynamique. 1743. Vorrede S. 21.
[557] Dühring, Kritische Geschichte der allgemeinen Prinzipien der Mechanik. S. 230.
[558] Opera philosophica S. 775.
[559] H. Berthold, Notiz zur Geschichte des Prinzips der Erhaltung der Kraft (Chem. Zentralbl. VII, 7. 1876).
[560] Opera omnia III. S. 253.
[561] Daniel Bernoulli, Bemerkungen über eine allgemeinere Fassung des Satzes von der Erhaltung der lebendigen Kraft. Berlin 1750. Aus dem Französischen übersetzt und veröffentlicht im 191. Bande von Ostwalds Klassikern. Leipzig, W. Engelmann. 1914.
[562] Siehe auch Jacobis Vorlesungen über Dynamik, herausgegeben von E. Lottner, Berlin 1884. S. 19.
[563] De vera ratione virium vivarum. Acta erudit. 1735. 240.
[564] Hydrodynamica 1738. Sectio I. § 20. S. 12.
[565] Pensées sur l'interprétation de la nature 1754. § 45. p. 61.
[566] Siehe A. Stadler, Kant und das Prinzip von der Erhaltung der Kraft. (Philosoph. Monatshefte Bd. XV. Leipzig 1879.)
[567] Eine Sammlung seiner Werke erschien 1717 in Leyden: [OE]uvres de Mariotte, divisées en deux tomes.
[568] [OE]uvres de Mariotte. Bd. I. S. 149 u. f.
[569] [OE]uvres de Mariotte. Bd. II. S. 322 u. f.
[570] Poggendorff, Geschichte der Physik. S. 493.
[571] Traité de la percussion ou choc des corps. Paris 1677. [OE]uvres, Bd. 1. S. 3 u. f.
[572] Siehe S. [293] dieses Bandes.
[573] Mariotte, [OE]uvres. Bd. II. S. 496.
[574] [OE]uvres de Mariotte. Bd. II. S. 607.
[575] I. Kant, Einige kurz gefaßte Bemerkungen über das Feuer. Königsberg 1755.
[576] Catalogus stellarum australium, seu supplementum catalogi Tychonici.
[577] Eine Zusammenstellung der Elemente findet sich in Wolffs Geschichte der Astronomie. S. 702. Der Halleysche Komet flößte bei seinem Erscheinen im Jahre 1456 während der Belagerung von Belgrad Türken und Christen Schrecken ein.
[578] Siehe an späterer Stelle (Bd. III).
[579] Im Jahre 1647. Siehe Wilde, Geschichte der Optik. I. 272.
[580] Philos. Transactions von 1693.
[581] Den von Halley geführten Beweis dieser Formel enthält Wildes Geschichte der Optik. I. 275 u. f.
[582] Philos. Transactions 1686. Discourse of the rule of the decrease of the height of the mercury in the barometer, according as places are elevated above the surface of the earth.
Abb. [102] ist der Abhandlung Halleys entnommen (Philos. Transact. 1686, S. 79). Für die Höhen, die einem gemessenen Barometerstand entsprechen, berechnete Halley folgende Tabelle:
| Barometerstand in Zollen | Höhe in Fuß |
| 30 | 0 |
| 29 | 915 |
| 28 | 1862 |
| 27 | 2844 |
| 26 | 4922 |
| 20 | 10947 |
| 15 | 18715 |
| 10 | 29662 |
| 5 | 48378 |
| 1 | 91831 |
[583] Cantor, Geschichte der Mathematik. III. S. 114 u. 115.
[584] Cantor III. S. 80–82.
[585] Cantor III. S. 363.
[586] Philos. Transactions XVII 596–610. An Estimate of the Degrees of the Mortality of Mankind, drawn from curious Tables of the Births and Funerals at the City of Breslaw with an Attempt to ascertain the Price of Annuities upon Lives.
[587] Cantor, Geschichte der Mathematik. Bd. III. S. 45–47.
[588] Cantor III. S. 343.
[589] Cantor, Geschichte der Mathematik. III. S. 616.
[590] Übersichtliche Karte, die mit einem Blick die Deklination der Magnetnadel erkennen läßt.
[591] Die Entdeckung dieser Erscheinung erfolgte durch E. Gunter 1622.
[592] Graham, Observations made on the variation of the horizontal needle at London. 1722–23.
[593] Heller, Geschichte der Physik. II. S. 308.
[594] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[595] Ephemerides Bononienses Mediceorum Siderum. Bologna 1668.
[596] Siehe S. [41] dieses Bandes.
[597] Die vier Jupitermonde hatte Galilei gleichfalls zu Ehren seines fürstlichen Gönners als Sidera Medicea bezeichnet.
Nach der Zeit ihrer Entdeckung lassen sich die Saturnmonde in folgende Reihe bringen:
| Huygens | entdeckte | den | 6. | Mond | im | Jahre | 1655, |
| Cassini | " | " | 8. | " | " | " | 1671, |
| " | " | " | 5. | " | " | " | 1672, |
| " | " | " | 4. | " | " | " | 1684, |
| " | " | " | 3. | " | " | " | 1684, |
| Herschel | " | " | 1. | " | " | " | 1789, |
| " | " | " | 2. | " | " | " | 1789, |
| Bond | " | " | 7. | " | " | " | 1848. |
Dazu kamen 1898 und 1904 noch zwei weitere Monde. (Siehe den Anhang.)
[598] Siehe S. [290] dieses Werkes.
[599] Nicolaus Fatio, geboren 1664 in Basel.
[600] Sie rührt von dem Engländer Childrey her und wurde von ihm in seiner Britannia Baconica veröffentlicht.
[601] Jacques Cassini 1677–1756.
César François Cassini de Thury 1714–1784.
Jacques Dominique Cassini de Thury 1748–1845.
Letzterer leitete die Pariser Sternwarte bis 1793.
[602] Lehrreich ist in dieser Hinsicht die Geschichte Böttgers, des angeblichen Erfinders des Porzellans. Siehe dessen Biographie von Engelhardt. Siehe ferner S. 342.
[603] Siehe Gerland: Beiträge zur Geschichte der Physik. Leopoldina, Halle 1882. Eine Linse von 4,34 m Brennweite befindet sich in Kassel. Sie ist jedoch voll von Schlieren.
[604] Von K. A. Engelhardt.
[605] Von Peters.
[606] Siehe das Referat Diergarts in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. Bd. V. S. 534.
[607] Vita a se ipso breviter delineata (kurze Selbstbiographie).
[608] Kopp, Geschichte der Alchemie. Bd. I. S. 233.
[609] Miscellanea Berolinensia. Berolini 1710. S. 16 ff.
[610] Siehe S. 203.
[611] Die Eröffnung der Petersburger Akademie fand zwar erst nach Peters Tode statt.
[612] Siehe Bd. I. S. 437.
[613] Steno, De solido inter solidum naturaliter contento. Florenz 1669. Ein von Élie de Beaumont herrührender Auszug dieser Schrift findet sich in den »Annales de sciences naturelles«. XXV. p. 337.
[614] Annales des sciences naturelles. XXV. S. 347.
[615] Humboldt, Essai géognostique. Paris 1823. pag. 38.
[616] Humboldt a. a. O.
[617] Athanasius Kircher Mundus subterraneus, in quo universae naturae majestas et divitiae demonstrantur. 2 vol. fol. Amsterdam 1664.
Der gelehrte Jesuit Kircher wurde 1602 in der Nähe von Eisenach geboren. Er wirkte als Lehrer der Mathematik in Rom, wo er das Museum Kircherianum gründete, und starb dort 1680.
[618] Principia philosophiae. 1644.
[619] Descartes unterschied drei Grundstoffe, die in der Sonne, im Weltraum und auf der Erde vertreten sein sollten. Siehe E. Bloch, Die chemischen Theorien bei Descartes und den Kartesianern (Isis, 1914. S. 590–635).
[620] G. Daubrée, Descartes l'un des créateurs de la Cosmologie et de la Géologie. Paris 1880.
[621] Man vergleiche dazu Bd. I S. 260, 380, 443, 445.
[622] Auch die heutigen Geologen nehmen an, daß die Mansfelder Schiefer aus dem feinen Schlamme einer mit Fischen reich bevölkerten Meeresbucht entstanden sind. Dieser Bucht wurden schwefelsaure Salze von Kupfer, Eisen und Silber zugeführt. Die Fische starben infolgedessen und sanken in den Schlamm. Der Reichtum an tierischer, in Zersetzung begriffener Substanz machte den aus diesem Schlamm hervorgehenden Schiefer bituminös (pechhaltig). Gleichzeitig wirkte die organische Substanz reduzierend auf jene schwefelsauren Metallsalze. Diese wurden infolgedessen in Schwefelmetalle (Erze) verwandelt, die den Kupferschiefer durchsetzen und insbesondere die Stellen überziehen, an denen sich einst die verwesenden Fischkörper befanden.
[623] Hooke, Lectures on Earthquakes, 1688.
[624] Dies geschah durch Langmantel im Jahre 1688.
[625] N. Lemery.
[626] Experimenta Crystalli Islandici Disdiaclastici, quibus mira et insolita refractio detegitur. Havniae 1669.
[627] Siehe S. 301.
[628] Arcana naturae detecta ab Antonio van Leeuwenhoek. 1695. p. 124.
[629] Näheres über Boyle siehe S. [225] dieses Werkes.
[630] Specimen de Gemmarum origine et virtutibus, auctore Roberto Boyle. 1673.
[631] Siehe S. 217 dies. Bds.
[632] Georg Ernst Stahl wurde 1660 in Ansbach geboren und war Professor der Medizin und der Chemie in Halle. Von 1716 bis zu seinem Tode (1734) wirkte er in Berlin.
[633] Außer Marggraf und seinem Schüler Achard sind von den Berliner Chemikern noch Neumann und Pott zu nennen. Casper Neumann (1683–1737) war Professor an der medizinischen Bildungsanstalt zu Berlin. Sein Nachfolger war Johann Heinrich Pott (1692–1777). Ersterer hat sich um die Analyse, letzterer um die Mineralchemie Verdienste erworben.
[634] 1760. Vgl. v. Lippmann, »Abhandl. u. Vorträge«. Bd. I: Marggraf.
[635] 1754. Vgl. v. Lippmann, »Abhandl. u. Vorträge«. Bd. I: Marggraf.
[636] Einige von Marggrafs Arbeiten über den Phosphor wurden im 187. Bande von Ostwalds Klassikern veröffentlicht (W. Engelmann, Leipzig 1912). Insbesondere die erste der dort veröffentlichten Abhandlungen, die 1743 in den Miscellanea Berolinensia (VII, 324–344) erschien, ist von epochemachender Bedeutung, weil durch sie der Phosphor des Geheimnisvollen entkleidet wurde, das ihn seit seiner Entdeckung umgab (Ostwalds Klassiker Nr. 187. S. 43).
[637] Siehe an späterer Stelle.
[638] Siehe a. a. O. S. 79–90.
[639] Siehe Bd. I dieses Werkes. S. 179.
[640] John Hemmeter, Michael Servetus. Discoverer of the Pulmonary Circulation. His Life and Work. Janus. S. 331–364 mit 9 Tafeln.
[641] Exercitatio anatomica de motu cordis et sanguinis in animalibus. Francof. 1628.
[642] West, Harvey and his times. London 1874.
[643] So lautet der anatomische Name des großen Gefäßes, das den in den Lymphgefäßen des Magens und des Darmes bereiteten Milch- oder Speisesaft (Chylus) dem Blutstrom zuführt.
[644] Haeser, Geschichte der Medizin. Bd. II. S. 277.
[645] Siehe auch K. Lasswitz, Geschichte der Atomistik. II. S. 84.
[646] Durch Jean Pecquet.
[647] Siehe auch S. 365, Anm. 3.
[648] Sie erfolgte durch den schwedischen Arzt Olaf Rudbeck im Jahre 1651.
[649] Hooke, Micrographia. Schem. I, Fig. 5/6.
[650] Borelli erfand den Heliostaten, indem er einem Spiegel durch ein Uhrwerk eine solche Bewegung gab, daß die Sonnenstrahlen immer nach derselben Richtung zurückgeworfen werden.
[651] Borelius, De motu animalium. Rom 1680, Leyden 1685.
[652] Borelius, De motu animalium. Leyden 1685. Tab. III. Fig. 2.
[653] De motu animalium. Tab. X. Fig. 12.
[654] Lorenzo Bellini. Die insbesondere durch Borelli ins Leben gerufene Schule wird wohl als die iatrophysische bezeichnet.
[655] Malpighi, Opera omnia. London 1697. B. II. S. 87: De renibus.
[656] Jan van Hoorne. Er war der erste, der die Bedeutung der Ovarien für die Entstehung des Embryos erkannte. Siehe Hirsch, Geschichte der medizinischen Wissenschaften, S. 120.
[657] Siehe S. 346.
[658] Boerhaave (1668–1738) war Professor der Chemie und der Botanik in Leyden.
[659] Siehe Carus, Geschichte der Zoologie. München 1872. S. 403.
[660] Harvey, Exercitationes de generatione animalium. London 1651.
[661] De gener. animal. XLV. Leydener Ausgabe vom Jahre 1737. Seite 161.
[662] A. a. O. Seite 162 und 163.
[663] Siehe auch »Harvey, Über die Erzeugung der Tiere« von W. Preyer. Zeitschrift Kosmos, II. Jahrgang. Seite 396.
[664] Bibel der Natur. 1752. Seite 126.
[665] Francesco Redi (1618–1676). Arzt in Florenz und Mitglied der Accademia del Cimento.
[666] Professor der Medizin in Bologna, später Leibarzt von Papst Innocenz XII.
[667] Malpighi, Opera omnia, London 1686.
[668] Siehe S. 376.
[669] Malpighi, De Bombycibus. Tab. VI. Fig. 2.
[670] A. Hirsch, Geschichte der medizinischen Wissenschaften. 1893. S. 122.
[671] Ledermüller, Mikroskopische Gemüts- und Augenergötzungen. 1763.
[672] Leeuwenhoek, Arcana naturae. Delphis Batavorum 1695–1719.
[673] Arcana naturae Bd. I. S. 42.
[674] Arcana naturae. Bd. I. S. 42.
[675] Hirsch, Geschichte der Medizin. S. 493.
[676] Arcana naturae. 1695. Bd. I. S. 173.
[677] Arcana naturae, 1695, Bd. I. Brief 90. Die nähere Aufklärung über dies Verhalten der Blattläuse gab Bonnet im 1. Bande seiner Insektologie. Paris 1745.
[678] Hirsch, Geschichte der Medizin. S. 115.
[679] Abbildung aus Leeuwenhoeks Arcana naturae, 1695. Bd. I. Seite 447.
[680] Hookes »Micrographia«, Schem. XI, Fig. 1.
[681] Hooke, Micrographia or some physiological descriptions of minute bodies. London 1667. pg. 112 (Observat. XVIII).
[682] Micrographia. S. 143.
[683] Arcana naturae. Bd. I. S. 315.
[684] Arcana naturae. Bd. I. S. 318.
[685] Malpighi, Anatome plantarum. 1675. Grew, The anatomy of plants. 1682. Fol. mit 83 Kupfertafeln.
Siehe Marcellus Malpighi, Die Anatomie der Pflanzen, bearbeitet von M. Möbius. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 120. S. 31. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1901.
[686] Sachs, Geschichte der Botanik. S. 259.
[687] Siehe S. 399.
[688] The anatomy of plants. S. 172.
[689] Siehe Marcellus Malpighi, Die Anatomie der Pflanzen, bearbeitet von M. Möbius. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 120. S. 31. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1901.
[690] Die Spiralröhren bestehen nach Malpighi aus einem zarten Streifen von geringer Breite, der spiralig verläuft und an den äußeren Rändern zusammenhängt. »Findet ein Zerreißen statt, so zerfällt das Spiralband nicht in einzelne Ringe, wie es bei der Trachee der höheren Tiere der Fall ist, sondern es entsteht ein langes Band« (Ostwalds Klassiker 120. S. 7).
[691] Das Verfahren ist noch heute in Gebrauch.
[692] Siehe Bd. I dieses Werkes, S. 145.
[693] Theophrast, Von den Ursachen der Pflanzen. I, 6.
[694] Camerarius, De sexu plantarum epistola, datiert vom 25. August 1694. Herausgegeben von J. G. Gmelin, Tübingen 1749. Eine Ausgabe in deutscher Übersetzung veranstaltete M. Möbius. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 105. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1899. Siehe auch Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher, 3. Aufl., Abschnitt 27.
[695] Koelreuter, siehe an späterer Stelle.
[696] Newton, Abhandlung über die Quadratur der Kurven (1704). Aus dem Lateinischen übersetzt von G. Kowalewski. Band 164 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1908.
[697] Leibniz, Über die Analysis des Unendlichen. Aus dem Lateinischen übersetzt von G. Kowalewski. Band 162 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann. 1908.
[698] Siehe auch S. 165.
[699] Ars conjectandi (Wahrscheinlichkeitsrechnung) von Jakob Bernoulli. Basel 1713. Als 107. und 108. Bd. von Ostwalds Klassikern in deutscher Übersetzung herausgegeben von R. Haussner. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann. 1899.
[700] Tropfke, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. II. 354.
[701] Ostwalds Klassiker Nr. 108. S. 71 u. f.
[702] Ostwalds Klassiker Nr. 108. S. 104.
[703] Sie entstanden in der Zeit von 1689 bis 1704 und bilden den Inhalt des 171. Bandes von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, W. Engelmann. 1904. Die Übersetzung und die Herausgabe erfolgten durch G. Kowalewski.
[704] Wallis in seiner Arithmetica infinitorum (1655) und Newton in seiner Methodus fluxionum.
[705] Ostwalds Klassiker. Bd. 171. S. 110.
Nicolaus Mercator (nicht mit dem hundert Jahre vor ihm lebenden Gerhard zu verwechseln) wurde 1640(?) in Holstein geboren. Er war Mitglied der Royal Society und starb 1687. Seine mathematischen Untersuchungen wurden besonders durch Wallis' Arithmetica infinitorum (1655) angeregt.
[706] Von neueren Untersuchungen über Reihen seien noch diejenigen von Paul du Bois Reymond erwähnt, weil sie Aufnahme in die Sammlung Ostwalds gefunden haben; P. du Bois Reymond, Über unendliche und trigonometrische Reihen. Als 185. Band von Ostwalds Klassikern herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann. 1912.
P. du Bois Reymond, Über die Darstellung der Funktionen durch trigonometrische Reihen. Als 186. Bd. von Ostwalds Klassikern herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann. 1912.
[707] Pappus, V. 2.
[708] Abhandlungen über Variationsrechnung: Ostwalds Klassiker Nr. 46, S. 3–13. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[709] Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Bd. 46. S. 14–20. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[710] Siehe Johann Bernoulli, Die erste Integralrechnung. Aus dem Lateinischen übersetzt und als Bd. 194 von Ostwalds Klassik. d. exakt. Wiss. herausgegeb. von G. Kowalewski. Leipzig, W. Engelmann. 1914.
[711] Hydrodynamica seu de viribus et motibus fluidorum commentarii 1738.
[712] Jacob Bernoulli (1654–1705), Johann Bernoulli (1667–1748), Bruder des vorigen. Daniel Bernoulli (1700–1802), Sohn von Johann Bernoulli.
Die Familie Bernoulli gilt als ein Beispiel dafür, daß sich das so seltene mathematische Talent in einer Familie vererben kann. Dies Beispiel ist allerdings wohl einzig in seiner Art. Acht Mitglieder der Familie Bernoulli waren bedeutende Mathematiker, darunter sind die drei obigen, so oft erwähnten als Mathematiker ersten Ranges bekannt. Die Bernoulli stammen aus Antwerpen, von wo ein Jacob Bernoulli nach Frankfurt auswanderte, um sich den Verfolgungen des Herzogs Alba zu entziehen. Einer seiner Enkel wurde 1622 Bürger der Stadt Basel. Der mathematische Lehrstuhl der Universität Basel war länger als ein Jahrhundert von einem Bernoulli besetzt.
[713] Robins, New Principles of gunnery. London. 1742.
[714] Berlin, 1745.
[715] Diese Formel gilt, wenn wir das Pendel als ein einfaches betrachten.
[716] Die Zahl sämtlicher von Euler veröffentlichten Abhandlungen wird auf 700 veranschlagt. Daneben verfaßte er 45 Bände selbständiger Werke. Eine Ausgabe sämtlicher von Euler herrührenden Schriften würde etwa 2000 Druckbogen umfassen.
[717] Eulers »Einführung in die Analysis des Unendlichen« und seine »Anleitung zur Differential- und Integralrechnung« gelten noch heute als vorzügliche Lehrbücher der höheren Mathematik. So viele Werke seitdem über denselben Gegenstand geschrieben sind, »sie sind fast alle mehr oder weniger Variationen des von Euler behandelten Themas« (F. Radio in L. Euler S. 16).
[718] Tropfke, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 127.
[719] Introductio in analysin infinitorum.
[720] H. Hankel, Die Entwicklung der Mathematik in den letzten Jahrhunderten. S. 15.
[721] Durch P. Stäckel im 46. Band von Ostwalds Klassikern. Leipzig. W. Engelmann. 1894. Eulers Werk erschien 1744. Der vollständige Titel lautet: Methodus inveniendi lineas curvas maximi minimive proprietate gaudentes sive solutio problematis isoperimetrici latissimo sensu accepti.
[722] Eine Inhaltsübersicht gibt Cantor im III. Bande seiner Geschichte der Mathematik. S. 830–840.
[723] Leonhard Euler, Vollständige Anleitung zur Integralrechnung. Ausgabe von Salomon. Bd. III. S. 392.
[724] Über das Problem der Kettenlinie bei Galilei, der es noch nicht zu lösen vermochte, und Huygens, Leibniz, sowie den Gebrüdern Bernoulli s. S. 61, Anm. 2.
[725] L. Euler, Von den elastischen Kurven (1744). Einen Neudruck der Abhandlung enthält Nr. 175 der Sammlung »Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften«.
[726] Siehe an späterer Stelle dieses Abschnitts (S. [443]).
[727] Siehe S. 280.
[728] Diese Methode wurde schon von Apian (1495–1552) in dessen Kosmographie (§ 5) empfohlen.
[729] Herrührend von Gemma Frisius (1508–1555).
[730] Novae et correctae tabulae ad loca Lunae computanda. Berlin 1746.
[731] Novae tabulae motuum Solis et Lunae. 1752.
[732] Siehe S. 414.
[733] E. Mach, Zur Geschichte der Akustik (E. Machs Vorlesungen. IV. Leipzig, J. A. Barth. 1896). Sauveurs akustische Abhandlungen finden sich in den Mém. de Paris von 1701.
[734] Durch Noble und Pigot, die in den Philos. Transactions vom Jahre 1677 darüber berichteten.
[735] Descartes, der sich mit Mersenne über das Verhalten schwingender Saiten unterhielt, hat schon vermutet, daß die Saiten Teilschwingungen vollziehen, und daß dadurch ihr Ton beeinflußt wird.
[736] Wurde ein Ton z. B. durch 36 Schwingungen in der Sekunde hervorgerufen, und ergaben sich für einen zweiten, etwas höheren Ton vier Stöße in der Sekunde, so beruhte dieser auf 40 Schwingungen, entsprechend dem oben gegebenen Beispiel. Bemerkt sei noch das Kuriosum, daß Sauveur ganz unmusikalisch war und seine Untersuchungen nur unter Mitwirkung von Musikern anzustellen vermochte.
[737] Siehe Dannemann, »Aus der Werkstatt«, 3. Aufl., Abschnitt 34.
[738] Geboren 1706 in der Nähe von London.
[739] Von Dollonds Fernrohren befinden sich noch mehrere im Besitz der Petersburger Akademie der Wissenschaften. Dollond hatte sie für die russische Expedition zur Beobachtung des Venusdurchgangs vom Jahre 1769 geliefert.
[740] Eulers Briefe an eine deutsche Prinzessin. Leipzig 1773. Bd. III. Abbildung auf S. 299.
[741] J. A. Segner (1704–1777), Programma, quo theoriam machinae cujusdam hydraulicae praemittit. Gött. 1750.
[742] Als 182. Band von »Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften« erschienen. Leipzig, W. Engelmann. 1911.
[743] Ostwalds Klassiker Nr. 182. S. 71.
[744] Dühring, Prinzipien der Mechanik. § 162.
[745] Abhandlung über Dynamik (Traité de dynamique) von d'Alembert. Übersetzt und als Bd. 106 von Ostwalds Klassikern herausgegeben von A. Korn. Leipzig, W. Engelmann. 1899.
[746] Ostwalds Klassiker Bd. 106. S. 71 u. f.
[747] D'Alembert, Traité de l'équilibre et du mouvement des fluids. Paris 1744.
[748] E. Mach, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. 1883. S. 335.
[749] Harnack, Geschichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
[750] Siehe S. 41 dies. Bandes.
[751] Siehe S. 62 dies. Bandes.
[752] J. L. Lagranges Zusätze zu Eulers Elementen der Algebra. Als 103. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von A. J. v. Öttingen und H. Weber. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1898.
[753] J. L. Lagrange, Über die Lösung der unbestimmten Probleme zweiten Grades. Aus dem Französischen übersetzt und als 146. Band von Ostwalds Klassikern herausgegeben von Eugen Netto. Leipzig, W. Engelmann. 1904.
[754] Durch G. Kowalewski im 113. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1900.
[755] Lagrange, Versuch einer neuen Methode, um die Maxima und Minima unbestimmter Integralformeln zu bestimmen. Im 47. Bande von Ostwalds Klassikern herausgegeben von P. Stäckel. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[756] Ein anderer Ausdruck für Maxima- und Minimaaufgaben.
[757] Siehe S. 159 dies. Bandes.
[758] Siehe an früherer Stelle (S. [407]).
[759] Lagrange, Über die Methode der Variation. 1770. Im 47. Bande von Ostwalds Klassikern herausgegeben von P. Stäckel. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[760] Die betreffenden Arbeiten von Legendre und Jacobi hat P. Stäckel gleichfalls im 47. Bande von Ostwalds Klassikern veröffentlicht.
[761] Mec. analyt. Partie II, Sect. II.
[762] E. Mach, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. Leipzig 1897. S. 458.
[763] Mach, a. a O. S. 471.
[764] Essai d'une nouvelle méthode pour résoudre le problème des trois corps. Paris 1788.
[765] Siehe Ostwalds Klassiker. Bd. 54.
[766] Siehe Ostwalds Klassiker. Bd. 93.
[767] J. L. de Lagrange, Über die Konstruktion geographischer Karten (1779). Im 55. Bande von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von A. Wangerin. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[768] Lambert, Photometria sive de mensura et gradibus luminis, colorium et umbrae, 1760. Das Werk wurde als 31., 32. und 33. Band von Ostwalds Klassikern d. exakten Wissensch. übersetzt und mit zahlreichen Anmerkungen herausgegeben von E. Anding. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1892.
[769] Lamberts philosophische Werke verdienen deshalb besondere Beachtung, weil sie aus dem Bestreben hervorgegangen sind, die Mathematik und die exakte Beweisführung auf dem Gebiete der Philosophie zur Geltung zu bringen. Ihre Titel lauten: 1. Neues Organon oder Gedanken über die Erforschung und Bezeichnung des Wahren und dessen Unterscheidung von Irrtum und Schein. Leipzig 1764. 2. Architektonik oder Theorie des Einfachen und Ersten in der philosophischen und mathematischen Erkenntnis. Riga 1771.
[770] Bouguer, Traité d'optique sur la gradation de la lumière. Ouvrage posthume. Paris 1760.
[771] Siehe darüber Zöllners Photometrische Untersuchungen.
[772] Zöllner, Photometrische Untersuchungen. S. 27 u. f.
[773] Über die Beziehung von Lamberts Photometrie zum neueren Standpunkte der Wissenschaft handelt G. Recknagels gekrönte Preisschrift: Lamberts Photometrie. München 1861.
[774] Ostwalds Klassiker Nr. 33. S. 63.
[775] Ostwalds Klassiker Nr. 31. S. 5.
[776] Durch die Entdeckung der konischen Refraktion.
[777] Ostwalds Klassiker. Bd. 31. S. 21. Auf diesen Grundsatz hatte auch schon Euler hingewiesen.
[778] Ostwalds Klassiker. Bd. 32. S. 1 u. f.
[779] Ostwalds Klassiker. Bd. 32. S. 71.
[780] Dan. Bernoulli, Sur le son et sur les tons des tuyaux d'orgues Mém. de Paris. 1762.
[781] Über die drehenden Schwingungen eines Stabes berichtete Chladni in den neuen Schriften der naturforschenden Freunde in Berlin. II. Bd. 1799.
[782] Chladni, Entdeckungen über die Theorie des Klanges. 1787. Taf. VIII. Fig. 87–90.
[783] Chladni wurde von Napoleon, der den Ergebnissen der physikalischen Forschung das größte Interesse entgegenbrachte, ehrenvoll aufgenommen. Napoleons Ausspruch: »Chladni läßt uns die Töne sehen«, machte die Runde durch die ganze gebildete Welt. Siehe J. Ebstein »Aus Chladnis Leben und Wirken« (Mitteilungen zur Geschichte der Med. und der Naturw., IV. Bd. Nr. 3 (1905), S. 438 u. f.). Ebsteins Abhandlung enthält 18 bisher ungedruckte Briefe Chladnis. Chladni hat die Aufnahme, die er bei den französischen Gelehrten und am Hofe Napoleons fand, ausführlich geschildert (in der musikalischen Zeitschrift »Cäcilia«). Er hielt sich in Paris fast 1½ Jahre auf (1808–1810). Im Jahre 1809 wurde er durch Laplace und Berthollet dem Kaiser vorgestellt, um seine Versuche zu zeigen und seinen Klavizylinder vorzuführen. Der Besuch dauerte mehrere Stunden. Am anderen Tage wurde Chladni eine Gratifikation von 6000 Frank gesandt. Napoleon zeigte sich auf dem Gebiete der Akustik gut bewandert. Er wußte recht wohl, daß man noch nicht imstande sei, Flächen so dem Kalkül zu unterwerfen wie Kurven. Er setzte daher 3000 Frank als Preis für eine mathematische Theorie der Flächenschwingungen aus, auf denen die Chladnischen Figuren beruhen.
[784] Chladni, Die Akustik. Leipzig 1802.
[785] Siehe S. 316 ds. Bds.
[786] Pierre Bouguer wurde im Jahre 1698 in der Bretagne geboren und starb 1758.
[787] Charles Maria de la Condamine wurde 1701 in Paris geboren und starb im Jahre 1774.
[788] Pierre de Maupertuis wurde 1698 zu St. Malo geboren und trat im Jahre 1731 in die Akademie ein. Zehn Jahre später berief ihn Friedrich der Große nach Berlin und ernannte ihn zum Präsidenten der dortigen Akademie. Während er diese Stellung bekleidete, hat Maupertuis wissenschaftlich wenig geleistet; um so größeres Aufsehen erregte sein Streit mit Voltaire, der die Entfremdung zwischen dem letzteren und dem Könige zur Folge hatte. 1753 kehrte Maupertuis nach Paris zurück. Er starb im Jahre 1759.
[789] 1 Toise = 1,949 m.
[790] Alexis Claude Clairaut (Clairault) wurde 1713 in Paris geboren. Sein Vater war dort Lehrer der Mathematik. Er förderte seinen Sohn, der einen ganz außergewöhnlichen Fall frühreifen mathematischen Talentes darbot, in solchem Grade, daß der junge Clairaut schon in seinem 13. Lebensjahre der Pariser Akademie eine Arbeit vorlegte, in der mehrere Kurven mit den Hilfsmitteln der Infinitesimalrechnung diskutiert waren. Mit 16 Jahren reichte Clairaut der Akademie eine Abhandlung ein, von welcher der Berichterstatter sagte, die geschicktesten Mathematiker würden es sich zur Ehre anrechnen, Verfasser dieser Schrift zu sein. (Näheres darüber siehe bei Cantor, Gesch. d. Math. III. 1901. S. 779.) Clairaut starb 1765 in Paris.
[791] Clairaut, Théorie de la Figure de la Terre, tirée des Principes de l'Hydrostatique. Paris 1743. Eine deutsche Ausgabe erschien als 189. Band von Ostwalds Klass. d. exakt. Wiss. Leipzig, W. Engelmann. 1913.
[792] Mach, Die Mechanik in ihrer Entwicklung, historisch-kritisch dargestellt. 1901. S. 428 u. f.
[793] Dieser Satz besagt, daß bei einem kugelähnlichen Sphäroid die Schwere von dem Gesetz, nach dem sich die innere Dichtigkeit ändert, unabhängig ist. Er lautet:
g_{φ} = g0(1 + sin2φ(5/2 f/g0 - α)).
In dieser Formel bedeutet α die Abplattung, g0 und gφ die Beschleunigung am Äquator, bzw. unter der Breite φ, und f die Zentrifugalkraft am Äquator.
[794] Siehe Bd. II S. 374.
[795] Siehe Bd. III Abschnitt 20.
[796] Gabriel Mouton (1618–1694), Observationes diametrorum solis et lunae apparentium, medianarumque. pag. 427.
[797] Der Bericht über diese, von Méchain und Delambre ausgeführte Messung erschien in drei Bänden in Paris in den Jahren 1806 bis 1810. Eine Auswahl wurde übersetzt und herausgegeben im 181. Bande von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Dieser enthält auch die von Borda und Cassini verfaßte Abhandlung über die Länge des Sekundenpendels. Leipzig, W. Engelmann. 1911.
[798] Um sie gegen Kugeln aus anderen Substanzen leicht auswechseln zu können und auf diese Weise zu zeigen, daß der Wert von g für alle Substanzen der gleiche sei.
[799] Bessel wiederholte die Bestimmung (Untersuchungen über die Länge des einfachen Sekundenpendels. 1826. S. Bd. IV dies. Werkes). Er bediente sich gleichfalls der Methode der Koinzidenzen und fand für Königsberg die Länge gleich 440,8179 Linien, sowie für die entsprechende Beschleunigung g = 9,81443 m. Kater bestimmte (1818) mit Hilfe des Reversionspendels g zu 9,80804 m unter der Breite von London und auf den Meeresspiegel reduziert. Kater, Experiments for determining the length of the pendulum vibrating seconds in the latitude of London (Phil. Trans. 1818. Näheres siehe im IV. Bande).
[800] Ostwalds Klassiker Nr. 181. S. 186.
[801] De visibili conjunctione inferiorum planetarum cum Sole.
[802] Methodus singularis, qua Solis parallaxis ope. Veneris intra Solem conspiciendae tuto determinari poterit.
[803] Da sich die Abstände der Erde und der Venus von der Sonne wie 1 : 0,723 verhalten, so ergibt sich die Proportion cd : ab = 0,723:(1 - 0,723), woraus folgt, daß das zunächst gesuchte Stück cd = 2,6ab ist.
[804] Joh. Müllers Lehrbuch der kosmischen Physik, 5. Aufl. Braunschweig 1894, Fig. 97.
[805] Siehe S. 274 d. Bds.
[806] Philosophical Transactions von 1718.
[808] Maskelyne, An account of observations made on the mountain Shehallien for finding its attraction. Philosophical Transactions for the year 1795 (Vol. LXV), pg. 500. Nevil Maskelyne wurde 1732 in London geboren und starb 1811 in Greenwich als Astronom der dortigen Sternwarte. Im Jahre 1761 beobachtete er den Durchgang der Venus von St. Helena aus. Ferner war er Begutachter der Ansprüche Harrisons und Mayers an den großen Preis, den die englische Regierung für die Lösung des Längenproblems ausgesetzt hatte. (Siehe S. 416.)
[809] Siehe Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher, S. 354.
[810] Die Instrumente gaben damals schon einzelne Sekunden an, während die Genauigkeit sich zur Zeit Tychos nur auf Minuten belief.
[811] Halley starb im Jahre 1742.
[812] Bradley, Account of a new discovered motion of the fixed stars (Phil. Transact. 1728).
[813] bc/ab = cotg 20ʺ; bc = ab · cotg 20ʺ
[814] J. H. Lamberts Abhandlungen zur Bahnbestimmung der Kometen erschienen 1761, 1771 und 1772. Sie wurden neuerdings von J. Bauschinger als 133. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann. 1902.
[815] Ostwalds Klassiker Nr. 133. S. 36.
[816] Miscell. Berol. Tom. VII. pag. 20.
[817] Ostwalds Klassiker Nr. 133. S. 65.
[818] Ostwalds Klassiker Nr. 133. S. 141.
[819] J. H. Lambert, Anmerkungen und Zusätze zur Entwerfung der Land- und Himmelskarten. Herausgegeben von A. Wangerin als 54. Band von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1894.
[820] Ein entsprechendes Unternehmen war für Mitteleuropa die Reymannsche Karte, von der 1806 die ersten 6 Sektionen erschienen. Die Karte wuchs bis 1874 auf 405 Blätter (1 : 200000). Dann ging sie in den Besitz des preußischen Generalstabs über, der den Umfang auf 796 Blätter erweiterte.
[821] Das Nähere hierüber siehe in Ostwalds Klassikern Bd. 54. S. 24 u. 67.
[822] Sie wurden 1777 in den Berichten der Petersburger Akademie der Wissenschaften veröffentlicht und, übersetzt und erläutert, von A. Wangerin als 93. Band von Ostwalds Klassikern wieder herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann. 1898.
[823] Über Kartenprojektion. Abhandlungen von Lagrange (1779) und Gauß (1822). Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Bd. 55. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[824] Die Projektionsart rührt nicht von De Lisle, sondern von Mercator her, der sie schon 1585 benutzt hat.
[825] L. Euler, Grundlage der sphärischen Trigonometrie, im 73. Bande von Ostwalds Klassikern in deutscher Übersetzung herausgegeben von E. Hammer. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1896.
[826] Elemente der sphäroidischen Trigonometrie. Abhandlungen d. Berliner Akademie. 1753. IX. 268–293.
[827] Tropfke, Geschichte der Elementarmathematik. II. S. 295.
[828] Zum Vergleich mögen Eulers Schreibweise und die damals übliche Schreibweise des pythagoräischen Satzes für jedes beliebige ebene Dreieck hier Platz finden:
a2 = b2 + c2 - 2bc cos A
und
BCq = ABq + ACq - 2AB × AC × (Cosin BAC)/(sin. tot.).
[829] Sie wurden 1807 und 1808 durch Mollweide und durch Delambre bekannt gegeben.
[830] L. Euler, Allgemeine sphärische Trigonometrie in kurzer und durchsichtiger Entwicklung von den einfachsten Voraussetzungen ausgehend. Im 73. Bande von Ostwalds Klassikern übersetzt und herausgegeben von H. Hammer. Leipzig, W. Engelmann. 1896.
[831] Caroli a Linné, Systema naturae. 1768. Bd. III. S. 29 u. f.
[832] Die Natur dieses Vorganges konnte sich erst später durch die antiphlogistische Lehre enthüllen.
[833] Natriumammoniumhydrophosphat, das man damals aus Harn darstellte.
[834] Als Blech und Draht kam Platin erst seit 1772 in den Handel.
[835] Wallerius, 1768.
[836] Hauy, 1801.
[837] Hauy, Traité de Minéralogie. 1801. Bd. V, p. VIII, Fig. 77.
[838] W. Nicholson (1753–1815). Description of a new instrument of measuring the specific gravities of bodies. (Mem. Manchest. Soc. II. 1787.)
[839] Romé de l'Isle (1736–1790). Cristallographie ou description des formes propres à tous les corps du règne minéral. Paris 1783.
[840] Namens Carangeot.
[841] Zittel, Geschichte der Geologie und der Paläontologie. S. 64.
[842] Kant, Geschichte der Naturbeschreibung des Erdbebens vom Jahre 1755. Die kleine Schrift erschien 1756.
[843] Lazzaro Moro, 1687–1740.
[844] Antonio Vallisneri (1661–1730) war Professor in Padua.
[845] A. Vallisneri, Dei corpi marini che sui monti si trovano. Venezia 1721.
[846] J. G. Lehmann war Professor der Chemie und Mineralogie in Berlin. Er starb 1767.
[847] J. G. Lehmann, Versuch einer Geschichte der Flözgebirge. Berlin 1756.
[848] Jean Etienne Guettard wurde 1715 geboren und war Verwalter einer naturgeschichtlichen Sammlung. Er machte zahlreiche Reisen und starb 1786 in Paris.
[849] Mém. Acad. roy. des Sciences pour 1702. S. 27. Sur quelques montagnes de la France qui ont été Volcans.
[850] Nicolas Desmarest, 1725 geboren und 1815 als Leiter der Porzellanfabrik zu Sèvres gestorben. Er reiste viele Jahre, um Frankreich und Italien geologisch zu durchforschen.
[851] Zittel, Geschichte der Geologie. S. 56.
[852] George Louis Leclerc de Buffon.
[853] Buffon, Epoques de la Nature. 1778.
[854] Simon Peter Pallas.
[855] De Saussure, Rélation d'un voyage à la cime du Montblanc en août 1787. Er ermittelte die Höhe des Montblanc zu 2426 Toisen. Vorher hatte ein Führer den Montblanc erstiegen und dadurch Saussures Expedition ermöglicht.
[856] Voyage dans les Alpes. 1779–1796. 4 Bde.
[857] Ein Jahr vorher war sein erstes Werk unter dem Titel »Von den äußerlichen Kennzeichen der Fossilien« erschienen.
[858] Werner, Von den äußerlichen Kennzeichen der Fossilien.
[859] Georgius Agricola, De natura fossilium. Basileae 1546.
[860] Wallerius, De systematibus mineralogicis et systemate mineralogico rite condendo. 1768.
[861] Werner, a. a. O. S. 89.
[862] Werner, Von den äußeren Kennzeichen der Mineralien. S. 197.
[863] v. Kobell, Geschichte der Mineralogie. S. 93.
[864] Werner, a. a. O. S. 274.
[865] Werner, a. a. O. in der Einleitung.
[866] Er hieß K. W. Voigt und sammelte in der Rhön eine große Anzahl von Beobachtungen, die auf das Deutlichste gegen den neptunischen Ursprung des Basalts sprachen.
[867] Zittel, Geschichte der Geologie. S. 90.
[868] J. Hutton, Theory of the Earth. Edinburg 1795. 2 Bände. Ein Auszug in deutscher Sprache erschien im 6. Bande von Voigts Magazin der Physik.
[869] Die von Hall benutzten Vorrichtungen, sowie die mit ihnen in den Jahren 1787–1805 erzielten geologischen Präparate werden im Museum der Geologischen Gesellschaft zu London aufbewahrt. Es befinden sich darunter Porzellanröhren, in denen Kreide unter Druck geschmolzen wurde, sowie Proben von Basalt und Lava, die geschmolzen und unter verschiedenen Bedingungen abgekühlt wurden, usw.
[870] Beide Anschauungen vertritt nach dem Vorgange Demokrits schon Aristoteles. Siehe Bd. I S. 124 u. f.
[871] John Playfair (Schüler Huttons, lebte von 1748–1819), Illustration of the Huttonian Theory. 1802.
[872] Scheuchzer, Herbarium diluvianum. 1721.
[873] Knorrs mit 300 vortrefflichen Kupfertafeln versehenes Werk vom Jahre 1755, das unter dem Titel »Sammlung von Merkwürdigkeiten der Natur und Altertümern des Erdbodens« in Nürnberg erschien.
[874] Georg Wolfgang Knorr, 1706–1761.
[875] G. A. Suckow, Näheres siehe Zittel, Geschichte der Geologie. S. 214.
[876] Siehe S. [476] dieses Bandes.
[877] Dr. G. Berthold, John Toland und der Monismus der Gegenwart. Heidelberg 1876, Carl Winter.
[878] A. a. O. S. 5.
[879] Siehe die Bemerkung in den Zusätzen.
[880] Principia philosophiae. 1677. P. II. § 36. Es wird also irrtümlicherweise die Bewegungsgröße für konstant gehalten.
[881] Richtig lautet der Name La Métherie.
[882] Système de la nature ou des lois du monde physique et morale. 1770.
[883] Siehe auch E. du Bois-Reymond, Lamettrie. Berlin 1875. Verlag von A. Hirschwald. Eine deutsche Ausgabe des Systems der Natur erschien 1841 in Leipzig.
[884] Sie rühren zum großen Teile von E. Wiedemann (Wi) und J. Würschmidt (Wü) her. Die Bemerkungen E. v. Lippmanns konnten sämtlich im Text Platz finden.