Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung und in ihrem Zusammenhange
dargestellt von Friedrich Dannemann.
Erster Band:
Von den Anfängen bis zum Wiederaufleben der Wissenschaften.
Mit 50 Abbildungen im Text und einem Bildnis von Aristoteles.
Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann 1910.
24 Bogen gr. 8°.
Preis geheftet Mk. 9, in Leinen gebunden Mk. 10.
Zweiter Band:
Von Galilei bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.
Mit 116 Abbildungen im Text und einem Bildnis von Galilei.
Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann 1911.
27 Bogen gr. 8°.
Preis geheftet Mk. 10, in Leinen gebunden Mk. 11.
Die vier Bände des Werkes sind einzeln käuflich. Jeder Band bildet ein in sich abgeschlossenes Ganzes.
Inhalt des ersten Bandes.
| Seite | |
| 1. In Asien und in Ägypten entstehen die Anfänge der Wissenschaften | 1 |
| 2. Die Weiterentwicklung der Wissenschaften bei den Griechen bis zum Zeitalter des Aristoteles | 51 |
| 3. Aristoteles und seine Zeit | 81 |
| 4. Archimedes | 118 |
| 5. Die erste Blüte der alexandrinischen Schule | 130 |
| 6. Die Naturwissenschaften bei den Römern | 164 |
| 7. Die zweite Blütezeit der alexandrinischen Schule | 188 |
| 8. Der Verfall der Wissenschaften zu Beginn des Mittelalters | 213 |
| 9. Das arabische Zeitalter | 223 |
| 10. Die Wissenschaften unter dem Einfluß der christlich-germanischen Kultur | 258 |
| 11. Der Beginn des Wiederauflebens der Wissenschaften | 288 |
| 12. Die Begründung des heliozentrischen Weltsystems durch Koppernikus | 315 |
| 13. Die ersten Ansätze zur Neubegründung der experimentellen und der anorganischen Naturwissenschaften | 328 |
| 14. Die ersten Ansätze zur Neubegründung der organischen Naturwissenschaften | 348 |
Inhalt des zweiten Bandes.
| Seite | |
| 1. Altertum und Neuzeit | 1 |
| 2. Die Erfindung der optischen Instrumente | 7 |
| 3. Galileis grundlegende Schöpfungen | 15 |
| 4. Die Ausbreitung der induktiven Forschungsweise | 71 |
| 5. Die Astronomie im Zeitalter Tychos und Keplers | 101 |
| 6. Die Förderung der Naturwissenschaften durch die Fortschritte der Mathematik | 136 |
| 7. Der Ausbau der Physik der flüssigen und der gasförmigen Körper | 155 |
| 8. Die Iatrochemie und die Begründung der Chemie als Wissenschaft durch Boyle | 180 |
| 9. Der Ausbau der Botanik und der Zoologie nach dem Wiederaufleben der Wissenschaften | 194 |
| 10. Die Begründung der großen wissenschaftlichen Akademien | 206 |
| 11. Newton | 215 |
| 12. Huygens und die übrigen Zeitgenossen Newtons | 244 |
| 13. Unter dem Einfluß der chemisch-physikalischen Forschung entstehen die Grundlagen der neueren Mineralogie und Geologie | 297 |
| 14. Das Emporblühen der Anatomie und der Physiologie | 313 |
| 15. Die ersten Ergebnisse der mikroskopischen Erforschung der niederen Tiere | 322 |
| 16. Die Begründung der Pflanzenanatomie und der Lehre von der Sexualität der Pflanzen | 340 |
| 17. Der Ausbau der Mechanik, Akustik und Optik im achtzehnten Jahrhundert | 353 |
| 18. Die Fortschritte der Astronomie nach der Begründung der Gravitationsmechanik | 386 |
| 19. Mineralogie und Geologie im 18. Jahrhundert | 399 |
Auszüge aus den Besprechungen des ersten und zweiten Bandes.
Der Verfasser, längst schon rühmlichst bekannt durch seine Schriften »Aus der Werkstatt großer Forscher« und »Die Entwicklung der Naturwissenschaften«, hat sich durch die vorliegende erweiterte Neuausgabe des letzteren Buches (die im Ganzen auf vier Bände berechnet ist) ein nicht genug anzuerkennendes Verdienst erworben, denn er bringt in gänzlich unparteiischer Weise das Wichtigste aus allen Gebieten naturwissenschaftlichen Wissens, und zwar so, daß es nicht nur das Interesse des Historikers von Fach erweckt, sondern die Teilnahme jedes naturhistorisch Gebildeten. Auf Einzelheiten kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden, und das bloße Aufzählen der Kapitel-Überschriften würde ermüdend wirken, ohne einen zureichenden Begriff vom Inhalte zu gewähren. Es genüge also, auf dessen unerschöpflichen Reichtum hinzuweisen und das neue Werk ganz besonders auch den Chemikern zu empfehlen, für die es eine Fülle von Belehrung und Anregung birgt. –
(Edmund O. von Lippmann in der Chemikerzeitung Nr. 32. 1911).
Aus diesen ganz kurzen Inhaltsangaben geht ohne weiteres hervor, daß wir es hier mit einem Werke zu tun haben, das die Naturwissenschaften als Ganzes in ihrem Werdegange verfolgt. Dieser Versuch, in einem Werke von verhältnismäßig geringem Umfang alles, auch für jemand, der nicht selbst auf dem Gebiet arbeitet, sondern sich im allgemeinen darüber unterrichten will, lesbar zusammenzufassen, ist sehr zu begrüßen. Denn wie der Verfasser in der Einleitung zum ersten Band hervorhebt, erhalten die zahllosen Einzelergebnisse der Forschung erst im Gesamtbild ihren vollen Wert. –
(C. Matschoß in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure Nr. 13. 1911).
In kürzester Frist ist dem ersten Bande dieses ausgezeichneten Werkes der zweite gefolgt. Man weiß nicht, was man mehr bewundern soll, die überraschende Belesenheit des Autors oder seine Gabe, selbst die schwierigsten Probleme wissenschaftlicher Forschung nicht nur dem Kenner, sondern auch dem interessierten Laien leichtfaßlich in ernst-vornehmer Form vorzutragen. Ein Vorzug dieses zweiten Bandes gegenüber dem ersten liegt in der größeren Beigabe von guten Abbildungen.
(Pharmazeutische Zeitung Nr. 13. 1911.)
Besonders dankenswert erscheint, wie Dannemann in allen diesen Wissenschaften die verbindenden großen Gedanken herauszuschälen weiß, die im hohen Maße geeignet sind, die Vertreter der einzelnen naturwissenschaftlichen Disziplinen vor Einseitigkeit zu bewahren. Es handelt sich hier aber nicht um ein Werk für den Fachmann allein, jeder gebildete Mensch wird daraus reiche Anregung schöpfen.
(Ärztliche Rundschau XX. Jahrgang Nr. 47. 1910.)
Dem Techniker, dem Lehrer, dem Arzte, jedem, der sich lebhafter für Naturwissenschaften interessiert, vor allem also auch unseren Studierenden, dürfte das Buch eine unerschöpfliche Quelle des Genusses und der Anregung sein. Einen ganz besonderen Wert besitzt das Werk dadurch, daß es gewissermaßen den Rahmen für Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften (jetzt 173 Bände) abgibt und so die Beziehungen aufweist, durch welche die einzelnen Gebiete sich gegenseitig beeinflußt haben.
Für die Hebung der Kultur unseres Volkes kann dieses Buch, das die Wissenschaft und ihre Erfolge als etwas Werdendes vorstellt, von größtem Nutzen sein, da es die Erfolge fortschrittlichen Denkens gegenüber den Schwächen dogmatischer Gesinnung aufs deutlichste vergegenwärtigt.
(Prometheus, XXII. Jahrgang. 26. Nov. 1910.)
Das erfolgreiche Bestreben des Verfs., stets nur die für den Fortschritt der Wissenschaften wirklich bedeutungsvollen Ereignisse zu berücksichtigen und die Entwicklung der Naturwissenschaften in ihren Beziehungen zu den übrigen Wissenschaften, insbesondere zur Philosophie, Mathematik und Technik darzustellen, gereicht dem Werke zu besonderem Vorteil und macht es dienlich für jeden, der sich für die Naturwissenschaften interessiert.
(W. May im Zoologischen Zentralblatt 18. Jahrgang Nr. 110.)
Wenn die weiteren Bände (bei denen die Schwierigkeiten der Darstellung natürlich steigen, je mehr die Schilderung sich unserer Zeit nähert, wo der Stoff fast unübersehbar anschwillt) das halten, was der erste verspricht, so wird uns D. ein Werk schenken, das einzigartig dasteht.
(Literarisches Zentralblatt für Deutschland Nr. 44. 1910.)
Des Verfassers Grundriß einer Geschichte der Naturwissenschaften hat in zweiter Auflage G. W. A. Kahlbaum (I, 160 u. III, 75) in anerkennendster Weise besprochen und zugleich die Gefühle ausgesprochen, die angesichts der Erfolge dieses Werkes jeden Historiker der Naturwissenschaften beseelen müssen. Aus den gleichen Gründen begrüßen wir es heute freudigst, daß unser Gesellschaftsmitglied und Mitarbeiter den zweiten Teil dieses Buches zu einem vierbändigen Werke ausgestalten will und davon bereits den ersten Band vorzulegen vermag.
(H. Stadler in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften Bd. X. 2. Heft.)
Der soeben erschienene 2. Band dieses großen Werkes behandelt die Zeit von Galilei bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, also jene Epoche, in welcher die Grundlagen der neueren Naturwissenschaft gelegt wurden. Auch in diesem Bande hat sich der Verfasser mit Erfolg bemüht, eine Darstellung zu schaffen, die nicht nur dem Historiker dient, sondern für jeden anregend ist, der sich überhaupt für die Naturwissenschaften interessiert.
(Kölnische Zeitung 20. Februar 1911.)
Der Verfasser sagt zu wenig von sich, wenn er seine Arbeit als Ergänzung zu Ostwalds großem Unternehmen einschätzt; sie hat einen ganz eminenten Eigenwert; sie zeigt zum ersten Male in zusammenfassender Weise den Arbeitsanteil einzelner Völkergruppen an der Ausbildung einer Wissenschaft, die, mehr als jede andere, unmittelbar zurückstrahlt auf die Gesamtkultur. Und dieser eigenartige Zusammenhang ist es, den der Verfasser mit Erfolg und bedeutender Sachkenntnis herausgehoben hat. So steckt er seinem Werk ein großes und weites Ziel. Ganz überraschende Schlaglichter fallen da auf die einzelnen Gebiete, die, in getrennter Einzeldarstellung, nie so plastisch herausgearbeitet werden konnten.
Jeder Historiker wird sich dieses Werk aneignen müssen. Und abgesehen vom Fachmann sollte jeder, der sich für Kulturprobleme interessiert, sei er nun Lehrer, Student, Techniker, Arzt – jeder Gebildete überhaupt – sollte sich vom Verfasser in diese großen Zusammenhänge hineinführen lassen; denn erst in ihren Zusammenhängen wird uns das Wesen und die Wirkung einer Wissenschaft verständlich.
(Badische Schulzeitung 21. Januar 1911.)
Jeder Lehrer, dem daran gelegen ist, der wichtigen Forderung (Hineinziehung des geschichtlichen Elements in den exaktwissenschaftlichen Unterricht) gerecht zu werden, wird daher mit Freuden das Erscheinen eines neuen Werkes von Dannemann begrüßen, das dazu bestimmt ist, ein ausführliches Gesamtbild von dem Entwicklungsgange aller naturwissenschaftlichen Disziplinen im engen Zusammenhange mit der Mathematik und mit der allgemeinen Geschichte zu geben.
Ähnlich wie Cantors Vorlesungen über Geschichte der Mathematik ein »standard work« allerersten Ranges bleiben werden, so wird auch Dannemanns Werk von bleibendem Wert sein, das für den Geschichtsforscher wie für den Mediziner, für den Lehrer wie für den Techniker großen Nutzen haben und dessen Lektüre für jeden, der sich für die Naturwissenschaften interessiert, eine Quelle hohen Genusses bilden wird.
(Monatsschrift für höhere Schulen, 6. Heft 1911.)
Dr. Fr. Dannemann,
Aus der Werkstatt großer Forscher.
Allgemeinverständliche erläuterte Abschnitte aus den Werken hervorragender Naturforscher aller Völker und Zeiten.
3. Aufl., geb. 6,80 Mk.
Aus den Besprechungen der ersten Auflage.
Der Leser gewinnt hierdurch ein klares und anschauliches Bild nicht allein von der Bedeutung der Leistung des betreffenden Forschers, sondern auch von der Eigenart seiner Geistesarbeit und seiner Darstellungsweise und kann so die Entwicklung der Gesamtwissenschaft, wenn auch nur skizzenhaft, in objektiver Form verfolgen.
(Naturwissensch. Rundschau 1897. Nr. 26.)
Daß die Bekanntschaft mit den Quellen auch die reiferen Schüler nach jeder Richtung hin fördert und anregt, ist... anerkannt; demgemäß hat man eine Reihe von Hilfsmitteln solcher Art bereits in den Dienst der höheren Schule gestellt. Dem Verf. vorliegenden Werkes ist es hoch anzurechnen, daß er eine solche, bis dahin fehlende Quellensammlung aus dem Gesamtgebiet der Naturwissenschaften veranstaltet und damit auch dem naturwissenschaftlichen Lehrer ein treffliches Anregungsmittel geboten hat.
(Literarisches Zentralblatt 1896. Nr. 41.)
Let us hope the English language will soon possess a like work.
(Pharmaceutical Review 1896. Nr. 12.)
The choice of material is excellent and too much has been offered in no case, the collection is as admirable for what it omits as for what it includes.
(Journal of Physical Chemistry Nr. 3. 1896.)
Den Schülerbibliotheken sei die Anschaffung des Grundrisses in zahlreichen Exemplaren besonders empfohlen, um diese beim Unterricht unter möglichst viele Schüler verteilen zu können. Ebenso wird das Buch zu Prämien nützlichste Verwendung finden.
(Jahresberichte üb. d. höhere Schulwesen. XI. Jahrg.)
Auch erfolgten Empfehlungen seitens höherer Schulbehörden wie des Großherzoglich Badischen Oberschulrates, der Königl. Württemb. Kultusministerial-Abteilung und des k. k. österr. Kultusministeriums.
Inhalt.
| 1. | Aristoteles begründet die Zoologie. |
| 2. | Theophrast begründet die Botanik. |
| 3. | Archimedes entwickelt die Prinzipien der Mechanik. |
| 4. | Des Archimedes Sandesrechnung. |
| 5. | Die Begründung der Mechanik der Gase und Dämpfe. |
| 6. | Die naturwissenschaftlichen Kenntnisse des Altertums werden von Plinius gesammelt. |
| 7. | Die Naturwissenschaften im Mittelalter. |
| 8. | Die Aufstellung des heliozentrischen Weltsystems. |
| 9. | Die Ausbreitung der Koppernikanischen Lehre durch Galilei. |
| 10. | Die Entdeckung der Jupitermonde und der Saturnringe. |
| 11. | Galilei als Begründer der Dynamik. |
| 12. | Der weitere Ausbau der Astronomie durch Kepler. |
| 13. | Kepler begründet die neuere Optik. |
| 14. | Gilbert erforscht die Natur des Magneten. 1600. |
| 15. | Bacons Eintreten für die induktive Forschungsweise. 1620. |
| 16. | Pascal entdeckt die Abhängigkeit des Barometerstandes von der Höhe des Ortes. 1648. |
| 17. | Die Erfindung der Luftpumpe. |
| 18. | Newton erforscht die Natur des Sonnenlichtes. 1670. |
| 19. | Newton entdeckt das Gravitationsgesetz. 1682. |
| 20. | Newton entwickelt die Prinzipien der Naturlehre. |
| 21. | Das Licht wird von Huygens für eine Wellenbewegung des Äthers erklärt. 1678. |
| 22. | Die Entdeckung des Mariotteschen Gesetzes. |
| 23. | Das Auftauchen der ersten klaren Vorstellungen über die Verbrennung und die Atmung. |
| 24. | Swammerdam zergliedert die Insekten. |
| 25. | Die Begründung der Pflanzenphysiologie. |
| 26. | Celsius führt die hundertteilige Thermometerskala ein. |
| 27. | Die Lehre von der Sexualität der Pflanzen. |
| 28. | Das künstliche Pflanzensystem Linnés. |
| 29. | Die Polypen werden als tierische Organismen erkannt. |
| 30. | Kant erklärt den Ursprung des Weltgebäudes. 1755. |
| 31. | Laplace entwickelt ähnliche Ansichten über den Ursprung des Weltgebäudes wie Kant. Kant-Laplacesche Hypothese. 1796. |
| 32. | Herschel begründet die Astronomie der Fixsterne. |
| 33. | Die Meteore werden als kosmische Massen erkannt. 1794. |
| 34. | Die Wellentheorie findet einen hervorragenden Verfechter. 1760. |
| 35. | Die photometrischen Grundbegriffe. |
| 36. | Die Erfindung des Blitzableiters. 1753. |
| 37. | Die Entdeckung der elektrischen Influenz und der Pyroelektrizität. 1758. |
| 38. | Scheele entdeckt den Sauerstoff und analysiert die atmosphärische Luft. 1773. |
| 39. | Lavoisier erklärt die Verbrennungserscheinungen. 1774. |
| 40. | Die Erfindung des Eiskalorimeters und die Bestimmung von spezifischen Wärmen und Verbrennungswärmen mittelst desselben. 1780. |
| 41. | a) Die Entdeckung der galvanischen Elektrizität. |
| b) Volta, Über die Elektrizität, welche durch die bloße Berührung verschiedenartiger leitender Stoffe hervorgerufen wird. | |
| 42. | Die Botanik unter dem Einflusse der Metamorphosenlehre. |
| 43. | Die Begründung der Blütenbiologie. |
| 44. | Saussure begründet die Ernährungsphysiologie der Pflanzen. 1800. |
| 45. | Das Menschengeschlecht wird in fünf Rassen eingeteilt. |
| 46. | Cuvier begründet durch Verschmelzung der Zoologie mit der vergleichenden Anatomie ein natürliches System. 1812. |
| 47. | Die Aufstellung der atomistischen Hypothese. 1808. |
| 48. | Gay-Lussac entdeckt das Volumgesetz. 1808. |
| 49. | Das von Courtois (1811) entdeckte Jod wird von Gay-Lussac eingehend untersucht. |
| 50. | Die Entdeckung von Natrium und Kalium. 1807. |
| 51. | Die Entdeckung des Aluminiums. 1827. |
| 52. | Cuviers Katastrophentheorie. 1812. |
| 53. | Lyell begründet die neuere Richtung der Geologie. 1830. |
| 54. | Die Entdeckung des Elektromagnetismus. 1820. |
| 55. | Die Entdeckung der galvanischen und der magnetischen Induktion. 1832. |
| 56. | Es werden die experimentellen Grundlagen für eine elektromagnetische Theorie des Lichtes gewonnen. |
| 57. | Die Entdeckung des Diamagnetismus. |
| 58. | Die Erfindung der Photographie. |
| 59. | Die Physiologie erhält durch Johannes Müller eine wissenschaftliche Grundlage. |
| 60. | Die Zelle wird als das Elementarorgan des tierischen und pflanzlichen Organismus erkannt. 1839. |
| 61. | Die Physiologie wendet sich gegen die Annahme einer besonderen Lebenskraft. |
| 62. | Liebig beantwortet die Frage nach der Ernährung der Pflanzen. 1840. |
| 63. | Die Kryptogamenkunde wird durch wichtige Beobachtungen über die Fortpflanzung der Algen bereichert. |
| 64. | Darwin erklärt die Entstehung der Koralleninseln. |
| 65. | Carnot entwickelt eine Theorie der Dampfmaschine. 1824. |
| 66. | Die erste Bestimmung der Entfernung eines Fixsterns. 1838. |
| 67. | Das Dopplersche Prinzip. 1842. |
| 68. | Das Prinzip von der Erhaltung der Kraft. |
| 69. | Die Entdeckung des Ozons. 1840. |
| 70. | Der rote Phosphor wird als eine Modifikation des Elementes Phosphor erkannt. 1850. |
| 71. | Alexander von Humboldt vereinigt die Summe des Naturwissens seiner Zeit zu einem Gesamtbilde. 1845. |
| 72. | Kirchhoff und Bunsen schaffen die Spektralanalyse. |
| 73. | Pasteur weist nach, daß auch die niedrigsten Organismen aus Keimen und nicht durch Urzeugung entstehen. 1860. |
| 74. | Das Protoplasma wird als die Grundlage des organischen Lebens erkannt. |
| 75. | Hertz erforscht die Beziehungen zwischen dem Licht und der Elektrizität. |
Nachdem wir beim Erscheinen der dritten Auflage des Werkes: Dannemann, Grundriß einer Geschichte der Naturwissenschaften den Preis für den I. Band:
Aus der Werkstatt großer Forscher
auf 6 Mk. herabgesetzt haben, offerieren wir den II. Band
Die Entwicklung der Naturwissenschaften
zu dem gleichfalls herabgesetzten Preise von 8 Mk. Beide Bände zusammen sind für 12,50 Mk. (gebunden für 14,50 Mk.) zu beziehen.
Von demselben Verfasser erschienen ferner:
Otto von Guerickes neue »Magdeburgische« Versuche über den leeren Raum (Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 59). Mit 15 Textfiguren. Leipzig, 1894. Verlag von Wilhelm Engelmann. Geb. M. 2.–.
Leitfaden für den Unterricht im chemischen Laboratorium. Vierte Auflage. 1909. Hahnsche Buchhandlung in Hannover und Leipzig. (Als Vorwort diene des Verfassers Abhandlung »Über die Bedeutung, Einrichtung und Leitung praktischer Übungen im Laboratorium.« Fries und Meyer, Lehrproben und Lehrgänge. Heft XXXV.) M. 1.80.
Der naturwissenschaftliche Unterricht auf praktisch-heuristischer Grundlage. brosch. M. 6.–. Dasselbe gebunden M. 6.80. Hahnsche Buchhandlung in Hannover und Leipzig. 1907.
Naturlehre für höhere Lehranstalten, auf Schülerübungen gegründet. 2 Teile. Hahnsche Buchhandlung in Hannover und Leipzig. 1908. geb. M. 6.40.
Die »Naturlehre« ist nach den Gesichtspunkten verfaßt, die in dem Buche »Der naturwissenschaftliche Unterricht auf praktisch-heuristischer Grundlage« entwickelt wurden. Sie ist der erste Versuch, den Unterrichtsstoff mit grundlegenden Schülerübungen in engste Verbindung zu setzen. Der erste Teil enthält den Lehrstoff für Chemie und Mineralogie; zwei kurze Abschnitte bringen das Wichtigste aus der Geologie und eine Anleitung zu pflanzenphysiologischen Versuchen. Der zweite Teil bringt die Physik.
Quellenbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften in Deutschland. (Deutsche Schulausgaben Nr. 39.) 158 Seiten. Geb. M. 1.20. Verlag von L. Ehlermann in Dresden.
Bei der Transkription vorgenommene Änderungen und weitere Anmerkungen:
In "Die Bestäubung der weiblichen Misteln, sie mögen nun mit den männlichen auf einem Baume stehen oder in großer Entfernung auf anderen Bäumen wachsen" stand "wirklichen" statt "weiblichen".
Im Abschnitt "Von französischer Seite wurden deshalb Prioritätsansprüche hinsichtlich dieser Methode erhoben und, wenn das Datum der Veröffentlichung allein darüber zu entscheiden hätte, gewiß mit Recht. Gauß gebührt indessen außer der selbständigen und seinen eigenen Angaben nach viel früheren Entdeckung das Verdienst, daß er es war, der diese Methode in einem fundamentalen Werke wissenschaftlich begründete und die Begriffe schuf, auf denen alle neueren Arbeiten über diese Methode beruhen." fehlte ein Verweis auf die Fußnote "Theoria combinationis observationum erroribus minimis obnoxiae. 1821.". Dieser wurde nach "fundamentalen Werke" eingefügt.
Im Absatz "Ampère zeigte darauf, daß infolgedessen der Leiter, wenn nur der Erdmagnetismus auf ihn wirkt, eine Stellung einnimmt, in welcher seine Ebene den magnetischen Meridian senkrecht schneidet. Diese Entdeckung erregte ein Aufsehen wie wenig andere. Ampère beschreibt sie mit folgenden Worten: »Hängt man in der in Abbildung [41] dargestellten Weise einen beweglichen Leiter auf, ohne daß in der Nähe dieses Leiters ein anderer Teil des Stromkreises sich befindet. (Wir müssen uns also in der Abbildung 41 das Drahtstück CILB, das auf den beweglichen Bügel einen richtenden Einfluß ausübt, entfernt denken), verbindet man hierauf die Kapseln C und Z mit den Polen der galvanischen Batterie, so sieht man den Bügel sich drehen, bis seine Ebene zu derjenigen des magnetischen Meridians NS senkrecht steht und der Strom in dem unteren Teil des Leiters, also in FG, von Ost nach West gerichtet ist, das Südende der Magnetnadel also zur Linken liegt.« Ließ Ampère den Strom in umgekehrter Richtung durch den Bügel gehen, so drehte sich dieser um einen Halbkreis zurück, um endlich nach einigen Schwingungen sich wieder senkrecht zur Richtung NS einzustellen." fehlte das Anführungszeichen, welches das Zitat abschließt. Nach Sinn- und Textzusammenhang wurde dieses hinter "liegt" eingefügt.
Der Name "Légendre/Legendre" ist uneinheitlich geschrieben, es handelt sich aber offenbar nicht um Satzfehler, daher wurde die uneinheitliche Schreibweise beibehalten.
In "Meine naturwissenschaftlichen Arbeiten", schrieb Goethe damals, "sind durch Humboldt aus ihrem Winterschlafe geweckt worden." fehlten die Anführungszeichen für das wörtliche Zitat.
Der mit "Daraus folgt," beginnende Satz in Fußnote 98 ist auch im Original unvollständig.