FUSSNOTEN — FOOTNOTES

[1]: In Arkansas kann und darf kein Ansiedler wegen irgend welcher Schulden gepfändet werden, wenn er nicht mehr hat, als ihm das Gesetz an Eigenthum gestattet und für seine Existenz für nöthig hält. Seine Wohnung, sein Bett, seine Büchse, sein Ackergeräth, sein Pferd und zwei Kühe dürfen nicht angerührt werden, und so gerecht und wohlthätig das Gesetz auch sein mag, läßt sich denken daß es manchmal gemißbraucht wird, indem der Farmer sein »überzähliges Vieh« nur auf kurze Zeit zu verleugnen und einem andern Nachbar zuzusprechen braucht.

[2]: Ich frug einst in Arkansas die Frau, in deren Hause ich wohnte, eine geborene Irländerin und sonst ganz vernünftige, brave Matrone, die ebenfalls dieser Sekte angehörte, ohne jedoch selber jemals vom »Geiste befallen zu werden,« ob sie denn wirklich glaube, daß die in solchen Zustand verfallenden Menschen etwas Derartiges ohne ihren freien Willen, ohne jede Absicht thäten, und also wirklich begeistert würden? — worauf sie mir antwortete: »Ja! — ich habe auch früher geglaubt, die Menschen verstellten sich, wenn ich mir auch den Schaum auf den Lippen nicht erklären konnte; ich dachte aber doch, der Wille des Menschen vermöchte auch dieß zu bewirken, und so sehr mich die Religion der Methodisten erfaßte und zu sich hinzog, so sehr schreckte mich diese Begeisterung, die ich für Heuchelei hielt, zurück. Da kam ich eines Abends auch aus einer solchen Versammlung zu Hause, und war recht traurig, uneinig mit mir selber; ich wußte nicht was ich thun, was lassen sollte, und bat den lieben Gott noch unterwegs recht inbrünstig, er solle mir ein Zeichen geben. Als ich mein Haus betrat hörte ich ein Flattern und mit den Flügeln Schlagen; ich hatte ein paar kleine zierlich gefleckte Hennen, die oft zu mir ins Haus (das Zimmer ist in Arkansas gewöhnlich gleich das ganze Haus) kamen, und die Brosamen aufsuchten. Ich sah mich danach um, und fand das eine von den beiden Hühnern unter dem Bett, anscheinend in Krämpfen, mit den Flügeln schlagend, mit den Beinen strampelnd, die Augen verdrehend, gerade wie ich die Bewegungen bei den Begeisterten gesehen hatte, und — es gab mir ordentlich einen Stich in's Herz — mit Schaum am Schnabel. Da war ich überzeugt; das Huhn — ob sich die Menschen verstellten — das Huhn verstellte sich nicht; das war Natur; der Zustand war also natürlich, er existirte, und von dem Augenblick an beschloß ich zu dieser Sekte überzutreten.«

[3]: Das Prairiehuhn ist ein Mittelding etwa zwischen dem wilden Truthahn und Rebhuhn; es erreicht die Größe eines gewöhnlichen Haushuhns, hat aber einen ziemlich langen Hals und befiederte Stender, den kurzen, niedergekehrten Schwanz aber vom Rebhuhn. Das Fleisch ist nicht besonders, ziemlich dunkel und leicht zäh; nur die Brust ist gut, doch trocken zu essen. Sie finden sich in ungeheueren Mengen über die ganzen Prairieen von Illinois, und schaaren sich im Winter besonders zu Völkern von vielen hunderten zusammen. Aufgescheucht gehen sie aber ziemlich weit, ehe sie wieder einfallen, und verlangen einen tüchtigen Schuß und schweren Schroth, erlegt zu werden.

[4]: Zweites Frühstück

[5]: Sie sind mein Gefangener.

[6]: Fertig für die Hölle!


TRANSCRIBER'S NOTE — ZUR KENNTNISNAHME

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Zeitgenössische Schreibungen wurden generell beibehalten,auch wenn gelegentlich mehrere Variaten auftauchen.Einige wenige orthografische Fehler wurden korrigiert und Namen vereinheitlicht;fehlende Zeichensetzung wurde ergänzt.
Die folgende zusätzliche Änderung wurden vorgenommenund ist im Text grau unterstrichelt:

das junge, ängstlich umherschauende, und ihrem Glück noch immernicht trauende Mädchendas junge, ängstlich umherschauende, und seinem Glück noch immernicht trauende Mädchen