Jimmy.
Die Fieberzeit, trotz ihren Schrecken von den Amerikanern scherzweis »der gelbe Jack« genannt, war vorüber; der Oktober hatte, gleich von Anfang an mit kalten und scharfen Nordwest-Winden einsetzend, die Seuche seewärts geweht, und die Luft gereinigt, und vom Norden herunter kehrten die geflüchteten Bewohner der gefährdeten Stadt in Schaaren zu ihren Wohnsitzen zurück.
Welch ein Unterschied zwischen dem New-Orleans jetzt, und dem, vier Wochen früher. Welch Drängen und Treiben überall von frischem, fröhlichem, kräftigem Volk, das herüber und hinüber drängt, kauft und verkauft, und plaudert, lacht und singt. Welch Treiben und Leben an der Levée, wo Boot nach Boot, Schiff nach Schiff anlegt, seine Waaren der neugeborenen Stadt zuzuführen; welch Treiben und Leben in den Straßen, den kleinen Adern des Verkehrs, in denen das warm pulsirende Herzblut herüber und hinüber treibt, und nur vier Wochen Unterschied, wie sahen da die Straßen aus? — wie der Strom? — wo war das Leben, das jetzt, dem schäumenden Bache gleich, aus seinen Ufern quoll?
Der Wanderer, der die Stadt in der Zeit, im August und September, betrat, und das lebendige Bild von ihr im Herzen, ein fröhlich schaffendes, lebenslustiges Volk zu finden erwartete, steht entsetzt und traut den Augen kaum.
New-Orleans, des Südens Königin, der keine andere Stadt im weiten Reich die Spitze bieten kann, scheint in der Zeit ein weiter offener Sarg — die Straßen liegen todt und leer, der Fußtritt des einzelnen flüchtigen Wanderers schallt hohl und unheimlich von den verschlossenen Häusern wieder — dort begegnet ihm ein anderer, eben so rasch, das Tuch am Munde — aber scheu weicht man sich aus und will aneinander vorüber — da zuckt der Fuß fast unwillkürlich — es ist ein Freund, den man so lange nicht gesehn, schon todt gewähnt — einerlei, vorbei; die Krankheit könnte in seiner Nähe weilen, sein Hauch vielleicht sie bringen, und mit stummem, traurigem Nicken fliehen sich die Beiden.
Wo ist dann der fröhliche Lärm der Dampfbootlandung, das Rasseln der schwerbeladenen Güterkarren mit den trunkenen Irländern, das Singen und Lachen der Neger. Dort fährt etwas über das Pflaster — wie hohl das in den leeren Straßen klingt — es ist nur der Leichenwagen, der im scharfen Trab hinausfährt, seine Doppellast abzuwerfen und neue, schon lang bestellte Fuhre zu holen. Wo ist das rege geschäftige Treiben der Läden — die meisten sind geschlossen, wer soll jetzt kaufen, und der Trauerflor an den Thüren dort und hier, und da und drüben, kündet die Stelle, wo sich die Seuche mit den langen gelben, gierigen Krallen ihre Opfer herausgeholt.
Und jetzt? — kaum ein Monat ist verflossen, daß diese Straßen wüst und öde lagen, und der große Vernichter seine Erndte in der scheinbar menschenleeren Stadt hielt; wo er mit schwülem Flügelschlag über die Dächer strich, und rechts und links in boshafter Lust seinen Giftodem einbließ in das, in jenes Haus — und seht, wie das wieder drängt und wogt, und lacht und singt und fröhlich ist, und die Todten in ihren stillen Gräbern schon lange, lange vergessen hat. Lieber Gott, Wochen sind ja auch schon darüber hingegangen, und eine fast neue Bevölkerung hat Besitz von dem Grund und Boden genommen, den die Seuche gelichtet und verödet.
Was damals freilich New-Orleans verlassen konnte, that es, und die Wirths- und Gasthäuser standen öd' und leer, ja man vermied die Schwellen derselben mit scheuer Angst, aus Furcht, gerade dort am meisten Kranke zu treffen, und in dem Athemzug vielleicht den Tod schon einzuziehen. So flohen auch »das deutsche Vaterland« sechs Wochen lang die meisten »Boarder«, aber die dort Wohnenden konnten nicht alle fort. Viel arme Deutsche, die mit verspäteten Schiffen nach langer Reise hier eingetroffen waren, fanden theils kein Boot mehr, das sie mit fortnahm von hier, theils hatten sie kein Geld, die in der Zeit entsetzlich hohe Passage zu bezahlen. Die Capitaine der wenigen dort anlegenden Dampfer wußten recht gut, daß Alles, was jetzt die Stadt verlassen konnte, ging, und rechneten fünf- und sechsfache Passagepreise, sich selbst für die Gefahr bezahlt zu machen, der sie die Stirn boten.
So lag eine ganze Schaar Baiern, ohne Mittel fortzukommen, in den kleinen dumpfigen Hinterstuben des »deutschen Vaterlands«, und wie die Seuche hereinbrach über die Stadt, suchte sie sich schon ihre ersten Opfer aus der Schaar.
Im »deutschen Vaterland« war aber indessen auch noch außerdem eine große Veränderung vorgegangen, und Hedwig hatte das Haus nicht allein nicht verlassen, sondern Franz seinem Vater frei und offen erklärt, daß er das junge wackere Mädchen, sobald er nur erst einmal selbstständig dastehe, wenn sie ihn haben möge, zum Weibe nehmen wolle.
Den alten Mann fesselte in dieser Zeit ein Sturz, den er von der Treppe gethan, an sein Lager, und Franz mußte überdieß indessen die Leitung der ganzen Wirthschaft übernehmen. Mit dem Plane seines Sohnes war er im Anfang aber gar nicht einverstanden, hatte die und jene Einwendungen, erklärte, er sei doch nicht ganz so arm wie Franz zu glauben scheine (und wie er ihm allerdings selber oft genug betheuert) und sein Sohn könne da wohl schon noch eine bessere Parthie machen, und sich seine Frau aus einem anderen Hause — und wenn es das größte Steingebäude in der Stadt wäre — holen. Da Franz aber, nicht gerade gleich auf eine Einwilligung dringend, hartnäckig bei dem einmal gefaßten Entschlusse blieb, gewöhnte er sich zuletzt an den Gedanken, und sah, wenn er dem Sohne das auch nicht gestand, selbst seiner abnehmenden Kräfte wegen, eher noch eine Stütze in dem fleißigen, wirthschaftlichen Mädchen.
Nur der »verschwenderische Geist« des Sohnes, wie er es nannte, machte ihm Sorge; er rief ihn deshalb auch oft an sein Bett, und beschwor ihn, doch nur um Gottes Willen auf sein eignes Gut mehr zu achten, den eigenen Nutzen mehr im Auge zu haben, denn wenn er selber einmal die Augen schließe, und nicht mehr rathen, nicht mehr wehren könne, wie bald seien dann die paar gesparten Thaler auch wieder fort, an der die Undankbarkeit der Menschen schon lange arbeite und wühle und zehre.
Franz hatte ein zu gutes Herz, dem Eigennutz mehr zu folgen als diesem, und der Vater würde dem einzigen Sohne auch wirklich schon lange den Willen gelassen, und die Wirthschaft ganz übergeben haben, hätte ihn nicht Messerschmidt bis jetzt noch immer aus allen Kräften davon abgehalten und gewarnt; wie dieser denn auch sein Möglichstes that, die Heirath mit dem jungen Hamann und dem fremden »hergelaufenen« Mädchen aus allen Kräften zu hintertreiben.
Die Seuche unterbrach das Alles — Niemand, der nicht mußte, verkehrte mit dem Anderen; Messerschmidt selber betrat in dieser ganzen Zeit das Haus nicht, Franz aber lernte gerade da den Werth des holden anspruchlosen Kindes, mit seiner Aufopferung und Herzensgüte im reinsten Lichte kennen. Hier war kein Schein mehr, wo der Tod grinsend und drohend an der Schwelle stand; hier war nicht mehr Verstellung denkbar, »das Herz des reich geglaubten Wirthssohnes«, wie Messerschmidt dem jungen Hamann oft und heimlich warnend zugeflüstert, zu fesseln; unbekümmert um Alles, wo sie nur nützen konnte, ging Hedwig ihren stillen Weg, und an den Krankenbetten stand sie oft ein Engel des Trostes und der Hülfe.
Schon seit Clara damals sich von ihrer Krankheit erholt, und selber im Stande gewesen war durch weibliche Arbeiten ihren Unterhalt wenigstens zu verdienen, hatte Hedwig Gehalt bezogen, den ihr der alte Hamann selber, trotz seinem Geiz, freiwillig erhöht, als er sich doch nicht leugnen konnte, wie sie arbeitete und schaffte, und wie sie Alles ihm zusammenhielt. Was sie aber an Geld bekommen, nahm die schwere Zeit auch wieder fort, denn keine Woche verging, in der nicht hülflose Wittwen und Waisen den Sarg des Gatten und Vaters hinausbegleitet zu seiner stillen Ruhestätte, dann aber selber verlassen und allein in der fremden Welt gestanden hätten, die ihnen eine Heimath werden sollte, und jetzt nur Tod und Elend zeigte, wohin sie schauten. Für wie viele zahlte sie da nicht das Passagegeld auf den einzelnen Dampfbooten, sie nur fort, einer gesunden Gegend zuzubringen, ehe sie hier ihr Letztes verzehrt, und mehr noch vielleicht von ihren Lieben begraben mußten; wie viele unterstützte sie hier mit Rath und That, löste die schon versetzten Koffer für sie ein, und zog sich scheu und schüchtern in ihr kleines Kämmerchen zurück, wenn ihr die Leute nur dafür danken wollten, was sie gethan.
Mit der gesunden Jahreszeit kehrte aber auch die gewöhnliche Arbeit wieder für das deutsche Gasthaus; Schiff nach Schiff traf ein, alle mit Auswanderern schwer beladen, und da sich nicht Alle gleich entschließen konnten die eben betretene Stadt, die keine Spur der überstandenen Pest mehr zeigte, gleich wieder zu verlassen, füllten sich die Gasthäuser, wie das um diese Zeit fast stets der Fall ist, bis unter die Dächer mit Fremden und ihren Gütern an. Dieß war auch immer die geschäftigste und einträglichste Zeit für den alten Hamann gewesen, und jetzt saß er, in sein Zimmer gebannt, regungslos fest auf seinem Stuhl, und durfte und konnte nicht hinaus.
Zuerst quälte und sorgte er sich denn auch ab dabei, und wollte es wohl gar erzwingen, trotz allen Ärzten und Medicinen; endlich sah er aber doch wohl ein daß es nicht ging, daß er sich Ruhe gönnen müsse, bis ihn die Glieder wieder trügen, und die Hauptarbeitszeit wohl überhaupt für ihn vorbei sei. Der Sohn drängte und bat dabei daß er nun endlich in seine Verbindung mit Hedwig willigen möchte; es sei ein anderes Leben wenn eine Hausfrau in der Wirthschaft wäre, besonders solche Hausfrau, und er, der Vater selber, könne ruhiger sein, wo er nicht fremden Menschen nur sein Eigenthum anzuvertrauen habe.
Der alte Hamann gab endlich seine Einwilligung, und Hedwig, die dem jungen Mann von Herzen zugethan war, und mehr fast noch in dem Bewußtsein nun freier handeln, noch mehr Gutes thun zu können, sich wohl und glücklich fühlte, legte am Altar ihre Hand in die seine, und zog als Herrin in das Haus hinein, das sie in Noth und Sorge, als Dienerin betreten.
Franz schwelgte in der Zeit in einem Meer von Wonne, und wenn er auch von seinem Vater — der Termin dazu war auf den ersten December festgesetzt worden — die ganze unbeschränkte Führung des Hauses noch nicht überkommen hatte, fühlte er sich doch zu glücklich im Besitz seines braven, inniggeliebten Weibes, anderen Gedanken in dieser Zeit noch Raum zu geben. Hedwig aber wirthschaftete nach wie vor, in stiller anspruchsloser Weise — wo sie helfen konnte, half sie gern, und das »deutsche Vaterland,« früher der einträglichste Platz für alle Arten diebischer Agenten, und die Höhle, in der hunderte von armen Einwanderern ihr Alles verloren, und nackt in die Welt hinausgestoßen wurden, schien ein Asyl der Hülfsbedürftigen zu werden, und erweckte deshalb auch besonders in den Herzen einzelner, bei dem früheren Gewinn Betheiligter, rege Besorgnisse.
Unter diesen standen der Agent Messerschmidt, und Jimmy der Barkeeper vorne an, denen Beiden die Hochzeit zwischen den jungen Leuten ein Dorn im Fleisch geworden, und was sie nicht mehr hintertreiben konnten, suchten sie wenigstens so viel als möglich zu stören. Franz wußte das, vermochte aber noch nicht selber irgend etwas mit Beiden anzufangen, bis er nicht die Wirthschaft allein in Händen hielt, und als unumschränkter Herr darin gebieten konnte. Der Tag rückte jedoch mehr und mehr heran, und als der November endlich verflossen war und der alte Hamann am 1sten Morgens, wie schon früher verabredet, einen Advokaten zu sich in's Zimmer kommen, und in dessen Gegenwart dem einzigen Sohne schon bei seinen Lebzeiten Haus und Wirthschaft überschreiben ließ, war Franzes erstes Geschäft, hinunter in die Bar zu gehn und dem darüber allerdings verdutzten Jimmy, wie ihr Contrakt zusammen lautete, mit vierwöchentlicher »Warnung« auf den ersten Januar des nächsten Jahres zu kündigen.
»Jimmy,« sagte er, als er zu dem Burschen hinunter in den gerade unbesetzten Schenkraum kam, »ich bin jetzt eben Herr hier im Haus geworden, und da wir Beide nicht recht zusammenpassen, meine Frau mir auch Manches von Euch erzählt hat was mir nicht gefällt, so ist's besser, daß Ihr zu der zwischen Euch und meinem Vater abgemachten Zeit das Haus verlaßt. Heute ist der erste December — am ersten Januar könnt Ihr eine andere Stelle antreten, und habt bis dahin Zeit Euch umzusehen; wollt Ihr aber früher fort, hält Euch Niemand hier — verstanden?«
»Das war deutlich genug Mr. Hamann, anyhow,« sagte Jimmy, der dabei wieder ganz in Gedanken an seiner Lieblingsbeschäftigung begann — die Finger zu knacken, »werde aber von Ihrer Güte wohl keinen Gebrauch machen, vor der bestimmten Zeit, da ich dann ebenfalls zu heirathen gedenke. Sonderbar — wollte Ihnen auch heute aufsagen.«
»Desto besser, Jimmy,« sagte Franz, »dann haben wir Einer dem Andern nicht weh gethan, und können und werden uns ziemlich gut ohne einander behelfen.«
»Jes,« sagte Jimmy, eine gleichgültige Miene dabei annehmend, »verdammt gut, denk' ich mir so; — werden eine sehr schöne Wirthschaft hier anrichten, Mr. Hamann junior.«
»Jes, Jimmy — denk' ich mir so,« lachte Franz leise vor sich hin, und verließ dann, ohne sich weiter um den Menschen zu bekümmern, das Zimmer.
»Denk' ich mir so — Einfaltspinsel« — knurrte der Barkeeper finster und verdrießlich hinter seinem neuen Principale her — »Du wirst noch Manches zu denken kriegen, mein Bursche, bis wir Beiden auseinander sind, denk' ich mir so. Und noch bist Du mich auch nicht los, und es müßte doch mit dem Henker zugehn, wenn zwischen hier und da nicht noch was auftauchen sollte, was der Sache eine andere Wendung gäbe. Was, weiß ich freilich selber noch nicht, aber daß Jimmy eine sich etwa bietende und ihm passende Gelegenheit nicht unbenutzt wird vorübergehn lassen, darauf mein Juwel, könntest Du allenfalls Gift nehmen.«
»Hallo Jimmy,« sagte da eine bekannte Stimme, und als sich der Barkeeper rasch nach der Thür umdrehte, sah er den eben nur hereingesteckten, etwas dicken Kopf des Agenten Julius Messerschmidt.
»Ah — Ihr kommt gerade recht Alterchen,« sagte Jimmy, in einer Art Instinkt dabei hinter die Bar tretend und zwei Gläser umsetzend — »was trinkt Ihr?«
»Immer Brandy Jimmy, im Winter,« sagte Messerschmidt jetzt ganz zur Thüre hereinkommend, und den Kautabak, den er nach Amerikanischer Sitte im Munde hielt, daraus entfernend, dem besprochenen Getränke Raum zu geben; »immer Brandy, und im Sommer erst recht Brandy, denn da kühlt er; besonders wenn er so gut ist wie der Hamann'sche.«
»Ihr seid doch der Einzige der ihn lobt, weil Ihr ihn selbst geliefert habt;« lachte Jimmy.
»Unsinn, Jimmy — baarer Unsinn — an dem Brandy hab' ich mein Geld verloren, und such' es nur dadurch wieder einzubringen, daß ich recht viel davon trinke. Der Brandy ist spottbillig mit sechs Cent das Glas, und an der Levée verkaufen sie ihn aus demselben Faß für zwölf und einen halben.«
»Werden wohl ihre Gründe dafür haben,« meinte Jimmy, »aber was führt Euch gerade heute Morgen her?«
»Mich gerade heute? — ist heute ein besonderer Tag, Jimmy?« frug Messerschmidt.
»Hm, nicht das ich wüßte,« meinte Jimmy, der erst herauszubekommen wünschte, was der Agent hatte, ehe er ihm von dem heute abgeschlossenen Vertrag zwischen dem alten und jungen Hamann sagte. Er wußte recht gut, wie Messerschmidt bei dem letzteren angeschrieben stand.
»Nun also, Jimmy;« meinte Messerschmidt, »aber Ihr könnt mir wohl sagen, wie's mit dem Alten steht; ich möcht' ihm ein Anerbieten machen.«
»Nicht zu sprechen,« sagte Jimmy trocken, »alle Geschäfte heute an die junge Firma angewiesen.«
»Hm — mit dem Jungen hab' ich gerade nicht gern viel zu thun,« brummte der Agent langsam zwischen den Zähnen durch, »wenn aber der Alte ja sagt, kann der mir auch den Hobel ausblasen. Also den Alten kann man nicht sprechen?«
»Ertheilt Niemand Audienz.«
»Und wo ist der Junge?«
Jimmy mache eine entsprechende Bewegung mit dem über die Schulter gestoßenen Daumen nach dem Hof hinaus.
»Wollt Ihr ihn einmal rufen, Jimmy?«
»Wenn's sein muß, ja,« sagte dieser.
»Apropos Jimmy —«
»Nun? — was giebt's noch?«
»Wißt Ihr, die Mecklenburger Bauern, die ich Euch gestern zugebracht —«
»Nun? — kein Geld?«
»Kein Geld?« — wiederholte der Agent, indem er die Lippen vorspitzte, so weit er sie bringen konnte — »oh Jimmy, wenn wir Beide das nur hätten, was in den zwei grünen Koffern steckt — nachher könnten wir zufrieden sein.«
»Nun, wird das Große eben nicht sein,« meinte Jimmy gleichgültig.
»Das Große nicht sein? — wenn ich ihnen nicht hätte Amerikanisches Gold für Dänisches geben müssen — und das Säckchen voll, was da drin stand — und die goldenen Uhren und Ketten die daneben lagen. Die Menschen müssen ein heidenmäßiges Geld haben, und das ist nur erst ein Theil, denn das Meiste haben sie, wie sie sagen, zu Hause gelassen, um mit dem erst einmal zu probiren, wie es hier eigentlich ist. — Jammerschade, daß sie keine Schwiegersöhne brauchen.«
»Wir Beide wären ein paar kostbare Exemplare,« schmunzelte Jimmy.
Die beiden liebenswürdigen Gesellen lachten noch zusammen als die Thür aufging, und der junge Hamann wieder in's Zimmer trat.
»Ah Franz, das ist mir lieb, daß Sie kommen,« sagte Messerschmidt in seiner vertrauten Weise; »ich hatte eine Bitte an den Alten, aber da ich höre, daß er noch auf der Kante liegt, können Sie mir auch den Gefallen thun.«
»Und das wäre?« sagte Franz, dem Mann ruhig in's Gesicht sehend.
»Sie wissen, daß ich in letzter Zeit ein Bischen in Geldverlegenheit gewesen bin,« sagte der Agent, »das verdammte Spielen, was ich schon so oft verschworen, hat mich wieder einmal angeführt, und ich mußte sogar, wogegen ich mich bis jetzt hartnäckig gesträubt, mein Quadroonmädchen, das allerdings das letzte Jahr in einem fort gekränkelt und keinen Dollar verdient hat, verkaufen. Ein deutscher Violinspieler hatte einen Narren an ihr gefressen und mir die Dirne noch gut genug bezahlt; jetzt hab' ich Niemand Anderem im Haus; Lohn möcht' ich auch nicht gern viel zahlen —«
»Bitte, kommen Sie zur Sache,« sagte Franz.
»Nun die ist einfach genug,« meinte Messerschmidt — »Sie haben da ganz kürzlich ein paar arme, aber ganz hübsche Braunschweiger Mädchen in's Haus genommen, die der jungen Frau glaub' ich, um ihren Boarding zu bezahlen, mit in der Küche helfen — bitte — Sie brauchen sich deshalb gar nicht zu entschuldigen —« setzte er rasch hinzu, als ob er etwas Derartiges von dem jungen Hamann vermuthete — »das versteht sich von selber, und ist ganz in der Ordnung; aber ich möchte gern eine von denen, die Jüngste hat mir am besten gefallen, zu mir in's Haus nehmen, das zu besorgen, was ich eben zu besorgen habe; sollte sie dann etwa noch eine Kleinigkeit im Hause schuldig sein, so könnten wir das ja am nächsten Geschäfte abrechnen.«
»Ist sonst noch etwas, Herr Messerschmidt, was Sie vielleicht an das Haus hier zu fordern haben?« sagte Franz ruhig.
»Für den Augenblick Nichts; die letzte Sendung Mecklenburger hat mir Ihr Alter ja gleich ausbezahlt; ich war damals besonders klamm.«
»Also sind wir Ihnen weiter Nichts schuldig?«
»Nicht einen Cent, bewahre, aber ich hoffe Ihnen morgen früh vielleicht —«
»Erlauben Sie mir Ihnen dann zu bemerken,« unterbrach ihn Franz ziemlich kalt und trocken, »daß von jetzt an jede Geschäftsverbindung zwischen uns aufgehört hat —«
»Unsinn, Franz — Sie wissen ja —«
»Entschuldigen Sie, mein Name ist für Sie Mr. Hamann; mein Vater hat heute die Führung dieses Hauses in meine Hände gelegt, und ich ersuche Sie, alle weiteren Bemühungen für mich zu unterlassen.«
»Hoho« — rief Messerschmidt dunkelroth im Gesicht werdend, und sich hoch dabei aufrichtend — »weht der Wind aus der Richtung, und hat der Alte richtig den dummen Streich, gemacht?«
»Ich verbitte mir solche Bemerkungen, Herr Messerschmidt —«
»Oh Herr — ich werde Ihre Schwelle nicht mehr betreten —«
»Ich bin davon überzeugt,« sagte Franz, vollkommen ruhig, »würde auch sonst mich in die unangenehme Nothwendigkeit versehn, Sie hinauszuwerfen.«
»Herr Hamann!« rief der Agent drohend.
»Herr Messerschmidt?« sagte Franz ihm ruhig aber fest und entschlossen in's Auge sehend.
»Es ist gut!« rief dieser, keineswegs gewillt dem jungen Mann entgegenzutreten; »das ist mein Dank jetzt für die jahrelange Protektion dieses Hauses, das aber jetzt kein Gast mehr betreten soll, den ich daran verhindern kann.«
»Sie werden zu spät zu Ihrem Lunch[4] kommen,« sagte Franz ziemlich bedeutungsvoll auf die Thür zeigend.
»Jimmy, Sie sind mein Zeuge, wie ich hier behandelt werde,« rief Messerschmidt mit gekränktem Stolz, »Sie werden mir dafür Rede stehn müssen, Herr Hamann.«
»Sie werden wirklich zu spät zu Ihrem Luncheon kommen,« sagte der junge Hamann, die Thüre jetzt selber öffnend und mit einer ungeduldigen, nicht miszuverstehenden Bewegung hinausdeutend.
»Guten Morgen Herr Hamann!« rief da der Agent, bebend vor Zorn, drückte sich den Hut fest in die Stirn, und flog im nächsten Augenblick voll und breit gegen die Gestalten zweier anderer Männer an, die eben im Begriff waren, die beiden steinernen Stufen in das Schenkzimmer hinaufzusteigen.
»Hallo,« sagte der Erste von diesen, nur mit Mühe sein Gleichgewicht bewahrend und dem Davonstürmenden erstaunt nachsehend, »der hat's verdammt eilig — das Gesicht sollt' ich auch kennen, ging der freiwillig, oder wurd' er gegangen?«
Der junge Hamann warf einen flüchtigen Blick auf die neu Eintretenden und drehte sich dann, ohne sich weiter mit ihnen einzulassen, rasch herum und verließ das Zimmer.
»Alle Wetter, Mr. Meier!« rief da der Barkeeper den früheren »Boarder« erkennend — »wo haben Sie die Zeit gesteckt — man hat Sie ja mit keinem Auge mehr gesehn.«
»Geschäftsreisen, mein junger Freund, Geschäftsreisen,« sagte der Passagier der Haidschnucke, indem er die Augenbrauen in die Höhe zog, und mit den Achseln zuckte, »komme gerade von Milwaukie herunter, die »balsamische Luft« des Südens einzuathmen. Aber weshalb war der Mann, der da zur Thür hinaussprang und mich beinah über den Haufen warf, so in Eile? — irgend etwas Unangenehmes vorgefallen?«
»Häusliche Scenen wie sie manchmal in einer Familie vorkommen,« lachte Jimmy ausweichend — »soll ich Gläser aufsetzen?«
»Hm, ja — aber nicht hierher,« sagte Meier — »gebt uns ein paar Glas rechten steifen kalten Punch — lieber etwas reichlich Zucker und Citrone, aber desto mehr Arrak — dort in das Eßzimmer an den kleinen Ecktisch — wir haben 'was mit einander zu reden — werft auch ein paar Stück Eis hinein, und wenn Ihr noch zwei andere Gläser in Vorrath macht, schadet's ebenfalls Nichts — wir sind alle Beide durstig.«
»Ich auch,« sagte Jimmy.
»Gut mein Herz, macht Euch dann auch ein Glas zurecht; uns aber nicht schlechter, verstanden? — werdet ja wohl irgendwo so eine bestaubte Flasche noch stecken haben.«
Meier winkte dabei seinen Gefährten ihm zu folgen, und ging mit ihm in das Nebenzimmer, wo ein paar deutsche Zeitungen auflagen, und sie, mit diesen zwischen sich, ohne jedoch darin zu lesen, an einem kleinen Tisch dicht am Fenster und der nächsten Wand, Platz nahmen.
»Nun, was war's also Kamerad, was Du mir sagen wolltest,« frug hier Meier seinen Gefährten — »wir sind hier ungestört.«
»Wißt Ihr, was aus Euerer Frau geworden ist?« frug der Andere, eine kleine, gedrungene Gestalt mit struppigem, grau gesprenkelten Bart und darüber unstät umhersuchenden kleinen grauen, stechenden Augen, sonst aber in anständiger behäbiger Tracht.
»Meiner Frau?« sagte Meier erstaunt, »wie kommt Ihr auf die? lebt sie denn noch?«
»Ein zärtlicher Gatte, das muß wahr sein,« lachte Pelz — auch eigentlich ein alter Bekannter von uns, wenn auch jetzt in anderer Schaale — »sie war noch vor acht Tagen hier in New-Orleans.«
»'S ist mir lieb daß Ihr sagt sie war« — brummte Meier, »hol' der Teufel das Weibervolk, das flennt und heult und wimmert und ist immer eine Kette am Fuß, wo der Mann einmal einen raschen, entscheidenden Schritt zu thun gedenkt. Wo ist sie hin?«
»Zu Schiff fort.«
»Zu Schiff?« rief Meier, rasch und erstaunt in seinem Stuhle auffahrend.
»Mit einem deutschen Schiffe zurück,« bestätigte aber der Andere.
»Nach Deutschland zurück; ist sie denn toll? — aber Ihr habt Euch geirrt, Pelz, das kann sie nicht gewesen sein.«
»Geirrt? — ich werde die Frau nicht kennen;« sagte der Mann mürrisch — »sie sah noch dazu weit besser aus als an Bord, ging einfach und reinlich gekleidet, und hatte 'was höllisch Ordentliches an sich; trug auch keinen Schmuck mehr, weder am Hals noch in den Ohren, und kam mir nur verdammt elend vor.«
»Und hat sie Euch gesehn?«
»Ja; aber ob sie mich nicht gekannt hat, oder mich nicht kennen wollte,« sagte Pelz, »weiß ich nicht. Sie sah mir ein paar Secunden starr in's Gesicht, und ging dann still und ernst an mir vorüber auf's Schiff, das etwa eine halbe Stunde später seine Taue einholte und, von einem Dampfer in's Schlepptau genommen, den Strom hinunter qualmte.«
»Glückliche Reise,« brummte Meier, sein Glas, das ihm in diesem Augenblick Jimmy hereinbrachte, auf einen Zug leerend.
»Danke,« sagte dieser etwas erstaunt, »aber woher wißt Ihr, daß ich fort will?«
»Ihr?« sagte Meier, mit einem halbspöttischen Lächeln den Barkeeper über sein Glas ansehend, »nun dazu braucht man kein Prophet zu sein; Ihr habt Euch ja, so lange wir hier sind, die Gelenke schon in einem fort zum Marschiren eingerenkt.«
»Hundeleben hier,« sagte Jimmy, der sich Meiers Einladung nach sein Glas mit zum Tisch gebracht hatte, und jetzt daran nippte, »möchte hier nicht länger abgemalt sein.«
»Wär auch Schade um die Farbe,« lachte Meier — »aber was ist im Wind? — Skandal im Haus?«
»Neue Wirthschaft!« sagte Jimmy mit einem vorsichtigen Blick nach der Thür — »moralische, verstanden? — der Sohn hat die Haushälterin endlich geheirathet, und nun wird's fromm im Hause hergehn. Wie das Geld verdient ist, kommt jetzt nicht mehr darauf an; obendrauf legt man ein Gesangbuch.«
»Viel Geld hier verdient, sollt' ich denken,« sagte Meier, den Rest seines Glases hinunterspülend und dieses dem Barkeeper zu neuer Füllung hinreichend.
»Ein Haufen,« versetzte dieser, aber wieder leise — »der Alte muß oben einen Kasten voll haben, Gott weiß wie groß.«
»Kostet auch viel so eine Wirthschaft,« sagte Pelz, ruhig vor sich niedersehend — »wer das nicht weiß, glaubt's kaum — das geht meist Alles wieder d'rauf.«
»Wie Ihr's versteht,« rief Jimmy, in Eifer gerathend, seine Behauptung bezweifelt zu sehn; ich weiß was da hinauf gekommen ist, und daß Nichts wieder herunter geht, denn Alles, was die Wirthschaft selber kostet, wird aus der Kasse hier bestritten — so scharf geht's. Wenn der alte Hamann in seinem Geldkasten oben nicht seine Hunderttausend liegen hat, will ich Holz hacken mein Lebelang.«
»Noch ein Glas, Jimmy, bitte,« sagte Meier — »mein Kamerad ist auch fertig, und Ihr trinkt so langsam, als ob's Wasser wäre, wir haben Durst.«
»Gleich,« sagte Jimmy, mit den Gläsern wieder zurück in die Bar gehend, während die beiden Männer bedeutsame Blicke mitsammen wechselten.
»Ich glaube, der Junge taugte dazu,« flüsterte Pelz leise und rasch.
»Vielleicht — vielleicht auch nicht,« sagte Meier, mit dem Kopf schüttelnd — »nur um Alles in der Welt vorsichtig.«
»Nu versteht sich; aber der weiß Hausgelegenheit —«
»Pst — er kommt.«
»Da — der wird Euch noch besser schmecken,« sagte Jimmy, mit den frisch gefüllten Gläsern hereinkommend, und die Lippen schon im Voraus ableckend, »der ist famos.«
»Ne zum Donnerwetter Jimmy, das sollte mir wirklich leid thun wenn Ihr fort gingt,« sagte Meier — »wo kriegt denn der Esel von Wirth auch gleich wieder einen solchen Barkeeper her? Ihr kennt doch das Geschäft von innen und außen.«
»Sollt' es denken,« brummte Jimmy an seinem zweiten Glas vorsichtig nippend.
»Und das Haus und die Wirthschaft —«
»Wie meine Tasche, jede Ecke, jeden Winkel drinne.«
»Apropos Jimmy,« sagte Meier, seinen Punch dabei mit dem Löffel umrührend, »ist noch Platz hier im Haus für uns Beide?«
»Das wird schwer halten,« meinte der Barkeeper, die Augenbrauen in die Höhe ziehend — »so arg ist's noch beinah nicht gewesen wie heuer, mit der Einwanderung.«
»Oh das wird alle Jahr besser, Kamerad,« lachte der Alte dazwischen — »je hübscher sie's drüben in Deutschland treiben, desto mehr Leute glauben, daß sie so ein Glück gar nicht verdienen. Wie bei einem vollen Kelterfaß — je mehr man oben drauf preßt, je mehr läuft über den Rand fort, bis die Presse unten aufsitzt — und dann kann man vielleicht wieder frisch nachgießen.«
»Und das Beste läuft oben ab,« sagte Jimmy, nicht ohne einen gewissen Humor die Beiden betrachtend.
»Wenn man uns drei hier ansieht,« bestätigte Pelz, »sollte man's beinah glauben.«
»Don't flatter me, Mr. Mac Karthy wie die Wittwe sagte,« meinte Jimmy in einem breiten Schmunzeln.
»Also es wird wohl noch Platz für uns werden, nicht wahr Jimmy?« nahm Meier die vorige Frage wieder auf.
»Platz? ja das weiß ich wahrhaftig nicht; wenn's gestern gewesen wäre, wo noch vernünftige Menschen im Hause regierten, ja, da wäre Platz gemacht worden, wenn keiner mehr da war; ob sich aber der gestrenge Herr von Heute dazu verstehen wird, ist eine andere Frage — es könnte Einer von dem Bauerpack dabei incommodirt werden, und in der Hinsicht werden jetzt furchtbar strenge Rücksichten genommen.«
»Hm so? und erst seit heute Morgen?«
»Heute ist die Geschichte an den jungen Hamann übergeben worden,« sagte Jimmy leise, »und der Alte lebt von jetzt ab von seinen Interessen.«
»Alle Wetter, da muß er sich einen hübschen Pfennig gespart haben,« sagte Meier, dem Barkeeper mit dem linken Auge zuwinkend, »wenn wir das hätten, Jimmy, wir legten's nicht hin, einen faulen Bauch bis an sein Ende zu füttern, so viel weiß ich.«
»Ne, das ist sicher,« sagte Jimmy, der plötzlich wieder an seinen Fingern begann, »aber an unser Einen kommt so 'was auch nicht.«
»Ih nu,« brummte Pelz, sich seinen kurzen Bart kratzend, »die Mecklenburger z. B., die vor ein paar Tagen hier eingezogen, sind doch auch nur ganz gewöhnliche Bauern, und ich möcht' es nicht auf einmal fortschleppen, was sie in ihren Koffern mit herumführen.«
»Die Koffer sind mordmäßig schwer,« betheuerte Jimmy.
»Jimmy, 's ist wahrhaftig Schade, daß Ihr hier Euere Fähigkeiten so nutzlos verschwendet, Brandy und Bier einzuschenken,« meinte Meier, nach kurzer Pause — »ich wüßte eine famose Beschäftigung für Euch.«
»Und die wäre?« frug der Barkeeper neugierig.
»Wir sprechen ein andermal darüber,« erwiederte Meier ausweichend, »wenn's nur einen Platz für uns im Hause gäbe.«
»Ich denke, ich kann noch einen schaffen,« sagte Jimmy, sich die Sache ein wenig überlegend — »Ihr macht Euch doch natürlich Nichts draus in einem Bett zu schlafen?«
»Keine Objektion in der Welt,« betheuerte Meier.
»Und die Aussicht ist auch ziemlich gleichgültig?«
»Total.«
»Gut, gleich über den Mecklenburgern ist noch ein kleines Käfterchen mit einem Bett drin, dicht unter dem Dach; sonst nicht viel Bequemlichkeiten oben, aber famose frische Luft, wenn Ihr das haben wollt, frag ich den Schlaps, den jungen Herrn Hamann gar nicht, und schaff Euch hinauf. Aber wo ist Euer Gepäck?«
»Kommt in einer halben Stunde etwa mit der dray. — Also sind wir eingezogen?«
»Denke so,« sagte Jimmy, die geleerten Gläser mit dem dazu gelegten Geld mit fortnehmend nach der Bar. Ohne dann weiter seinen jungen Herrn um Erlaubniß zu fragen, wieß er den beiden neuen Gästen ihr kleines Kämmerchen an, es ihnen selber überlassend, ihr Gepäck hinaufzuschaffen, und ging wieder in die Bar hinunter, wo er, die Hände auf dem Rücken, mit raschen Schritten und in tiefen Gedanken auf- und ablief. Das Gespräch mit den beiden Leuten hatte ihn auf allerlei Ideen gebracht, und Jimmy brauchte einige Zeit, die gehörig zu verarbeiten.