Footnotes

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Die Vermutung, daß hierbei Ebrach die Vermittlerrolle gespielt habe, liegt nahe, wenn auch von eigentlicher Nachahmung nicht die Rede sein kann.

Öfters ist in der Literatur von Brandspuren am Hochschiff die Rede, woraus gefolgert wird, daß dieses den Brand von 1185 überdauert habe, also ottonisch sei. Nach Versicherung eines materialkundigen Gewährsmannes ist die rote Färbung einzelner Steine in der Tat nur durch Erhitzung zu erklären. Allein diese Steine bilden keine zusammenhängenden Flächen, sondern sind zwischen naturfarbenen zerstreut. Es kann sich also nur um Benutzung einzelner Werkstücke aus dem abgebrochenen älteren Bau handeln.

Die rechtwinklige Umrahmung mit abschließendem Bogenfries ist neu und so wenig organisch, daß sie schwerlich auf alte Ansätze zurückgehen kann (bei Puttrich nichts davon zu erkennen).

Die Mauern des jetzigen Hochgadens stoßen auf die Fensteröffnungen an der Ostseite der Türme.