Erster Auftritt.
Ein kranker Offizier. Oberarzt. Unterarzt. Wärter.
Kranker. Ich sage Ihnen, Sie machen mich hier krank. Habe mich mehrfach schon ganz gesund gefühlt.
Oberarzt. Regen Sie sich nur nicht auf. Ich bin durchaus einverstanden, Sie zu entlassen; aber Sie wissen selbst, daß die Freiheit für Sie gefährlich ist. Wenn ich wüßte, daß Sie gute Pflege haben …
Kranker. Sie denken, ich würde wieder trinken? Nein, ich hab’ meinen Denkzettel weg. Dagegen wirkt jeder Tag, den ich hier noch verbringe, höchst schädlich auf mich. Sie tun das gerade Gegenteil von dem – (erregt) was Sie müßten. Sie sind grausam. Sie haben es freilich gut …
Oberarzt. Beruhigen Sie sich. (Er gibt den Wärtern ein Zeichen.)
Wärter (treten von hinten heran).
Kranker. Sie haben gut von Freiheit reden; was wird aber aus unsereins zwischen all den Verrückten? (Zu den Wärtern.) Was schleichst du da heran, Kerl! Scher dich fort!
Oberarzt. Ich bitte Sie, beruhigen Sie sich.
Kranker. Und ich bitte Sie und fordere Sie auf, mich zu entlassen. (Er kreischt laut auf und stürzt vorwärts.)
Wärter (packen ihn).
(Kampf; der Kranke wird abgeführt.)