FRÜHLING
SOYUTI
O Frühlingstage! Tage des Entzückens!
Die Vögel singen jubelnd um die Wette,
Und aus dem Strauche glänzt die Rose auf,
Weißschimmernd, wie die reine Stirn der Scham,
Oder errötend, gleich den holden Wangen
Furchtsamer Jungfraun.
Seht, das frische Laub
Schwankt hin im Zephir wie ein Mensch, der leise
Im holden Dunste alten Weines schwankt,
Und durch die Ebene sickert sacht der Strom,
So wie der Schlaf sich in die stillen Augen
Der Kinder einschleicht, welche müde sind.