Achter Auftritt.

Jeronimo. Maria.

Maria (erwacht).

Er ruft! Wo bist du, Balboa? O komm!

So matt, so weh! — Die Kraft verläßt mich — Ach!

Jeronimo.

Maria, ruhig!

Maria.

Ruhig! Nein! Unmöglich!

Mein Balboa! o komm! — Weh’ mir! mein Herz! Es glüht!

Wo ist er? — Auf! — Nicht hier? O großer Gott!

Jeronimo, wo kam er hin? — Ihr zittert!

Verwendet euer Antlitz nicht! — Schon todt?

Ihr weint! — ha, todt! gewiß!!

Jeronimo.

Nein, Donna!

Maria (reißt sich auf).

Nicht todt? Und fort! Jetzt also?

Jeronimo.

Haltet! haltet!

Wo wollt ihr hin?

Maria.

Zu ihm!

Jeronimo.

Ich laß euch nicht!

Maria.

Fort, Grausamer! O was beginn’ ich — was?

Hilf, Himmel! Ach, mein Herz! Es bricht! — Erbarmung!

Laßt mich! —

Jeronimo.

O Kind!

Maria (knieend).

Steh’, guter Gott, ihm bei,

Mir bei in Todesängsten!

(Kurzer Trommelwirbel in der Ferne.)

Maria.

(reißt sich auf, und stürzt mit einem Schrei zu Boden.)

Ah! Ich folge!

(Pause.)

Jeronimo.

Bewegungslos. — Ich fühle keinen Odem!

Gott möge mir den bösen Wunsch verzeihen!

Wenn sie so schlummern könnte, fort! hinüber!

Wohl war’s für sie das Beste! — Schlumm’re, Kind!