Anmerkungen zur Transkription
Der vorliegende Text wurde anhand der 1921 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und altertümliche Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert; fremdsprachliche Zitate wurden nicht korrigiert.
Doppelte Anführungszeichen wurden im Original in drei verschiedenen Varianten verwendet: „so“, »so« und “so”; je nach Zusammenhang. Diese Varianten wurden auch in der vorligenden elektronischen Version beibehalten. Fußnoten wurden an das Ende des jeweiligen Kapitels bzw. an das Ende des betreffenden Briefes von Helen Keller verschoben.
Zur Fußnote [11]:
Bei der hier zitierten Übersetzung eines Auszuges aus Goethes ‚Faust‘ handelt es sich sehr wahrscheinlich um die klassische Übertragung von Bayard Taylor (1870/71). Insbesondere bei den letzten beiden Versen scheint es sich um einen Druckfehler zu handeln (Im vorliegenden Buch: ‘The Woman Soul leads usupwar don, and’; in einem Vers). Diese Passage wurde an Taylors Übersetzung angeglichen:
‘The Woman-Soul leadeth us
Upward and on!’
Die Gegenüberstellungen von Briefen Helen Kellers mit einem Gedicht von Oliver Wendell Holmes[A] bzw. mit einem Märchen von Margaret T. Canby[B] wurden im Original in zwei Spalten gedruckt. Mit Rücksicht auf kleinere Bildschirmgrößen werden diese Vergleiche jeweils nacheinander dargestellt.
Abhängig von der im jeweiligen Lesegerät installierten Schriftart können die im Original gesperrt gedruckten Passagen gesperrt, in serifenloser Schrift, oder aber sowohl serifenlos als auch gesperrt erscheinen.
Das Umschlagbild wurde vom Bearbeiter gestaltet und in die Public Domain eingebracht. Ein Urheberrecht wird nicht geltend gemacht. Das Bild darf von jedermann unbeschränkt genutzt werden.
Memoirenbibliothek
Zweite Reihe Band 6
Die Geschichte meines Lebens
Von Helen Keller
Die
Geschichte meines Lebens
Von Helen Keller
Mit einem Geleitwort von Felix Holländer
Autorisierte Übersetzung von Paul Seeliger
Achtundfünfzigste Auflage
Verlag von Robert Lutz in Stuttgart
1921
Druck der Chr. Belserschen Buchdruckerei, Stuttgart.
(Als Studentin)
Widmung
(Verkl. Faksimile)
Eine neue Helen Keller-Stiftung für deutsche Blinde, Taube, Stumme.
Herrn Robert Lutz, Verlagsbuchhandlung,
Stuttgart.
Meinen Ihnen unterm 11. November 1916 gegegebenen Auftrag, alle meine Einkünfte (royalties) aus der deutschen Ausgabe meiner Schriften bis zum Ende des Jahres, in dem der Friedenszustand wiederhergestellt wird, den deutschen Kriegsblinden zuzuwenden, möchte ich erweitern. Ich bestimme daher, daß fortan alle die genannten Einkünfte von Ihnen oder Ihren Rechtsnachfolgern den deutschen Blinden, nächstdem auch den Tauben und Stummen zugewiesen werden sollen, in erster Linie solchen Deutschen, die durch den Krieg das Augenlicht, die Sprache oder das Gehör verloren haben. Ihnen und Ihren Rechtsnachfolgern steht es frei, welchen Einzelpersonen, Gesellschaften oder Organisationen Sie die Gelder überweisen wollen, sofern nur der Zweck meiner Stiftung erreicht wird.
Der Verzicht auf meine Einkünfte in dem ausgeführten Sinne ist zeitlich nicht begrenzt, sondern endgültig.
New York, den 10. Januar 1920.
(Gez.) Helen Keller.
Helen Kellers Bücher:
Die Geschichte meines Lebens. Mit Bildern. 55. Auflage. Optimismus, ein Glaubensbekenntnis. 42. Auflage. Meine Welt. 22. Auflage. Dunkelheit. 13. Auflage. Briefe meiner Werdezeit. 7. Auflage. Wie ich Sozialistin wurde. Neue Auflage in Vorbereitung.
(Verlag von Robert Lutz in Stuttgart).