Roßhalde

Roman. 20. Auflage. Geh. 4 Mark, geb. 5 Mark 50 Pfg.

Das Buch beschreibt ein unwiederholbares, bis in die tiefsten und dunkelsten Gemütsquellen hinein individualisiertes Einzelschicksal. Zwischen Mann und Frau in einer Künstlerehe ist eine Fremdheit in die Höhe gewachsen, grundlos, mit der Unüberwindlichkeit alles Elementaren. Es liegt wie eine dumpfe Last über beiden, die sie nicht heben können, weil ihr Kind es ihnen unmöglich macht, auseinanderzugehen. Nie hat Hermann Hesse künstlerisch etwas so Starkes gestaltet, wie die seelische Spannung dieses Gebundenseins, den schmerzhaften Bann der zwiefachen Einsamkeit dessen, der zum engsten Zusammenleben mit einem einst nahen und nun willenlos feindlich fernen Menschen verdammt ist. »Roßhalde« ist eines der menschlich tiefsten und wahrsten Bücher, die geschrieben sind.

(Die Hilfe)