Angst.
Verglimmende Fackelbrände
Vermooste Stufen und Wände —
Mein Traum ging schauernd durch’s Haus,
Und streckte die ängstlichen Hände
Empor und löschte die Fackeln aus.
In’s Haar den welken Kranz
Gedrückt und noch im Aug’ den Glanz
Gefeierter Feste, stand ich schmal
Mit herbem Mund und müd vom Tanz
Allein und wie ein Geist im Saal.
Der Traum schritt mir vorüber,
Er war so blaß wie ich, —
Ich hörte wohl, wie sein trüber
Gang durch die Halle schlich.
Und ich fürchtete mich.
Da stand der Traum und bog die Hand
Nach mir. Die Hand war kalt und schwer.
Und da er meine Rechte fand
Erklang er schrill, und schrak, und schwand,
Und war nicht mehr.
Die Halle scholl. In meinem Haar
War noch der Kranz,
In meinem Auge war
Von gefeierten Festen ein Flackerglanz.
Ich fürchtete mich — es war so nacht!
Da ward von Händen muttersacht
Des Schlummers Pforte aufgemacht.