Geständnis.

Wer meine Freunde sind? —

Zugvögel, über’m Ozean verirrt,

Schiffbrüchige Schiffer, Herden ohne Hirt,

Die Nacht, der Traum, der heimatlose Wind.

Am Wege liegen hinter mir

Zerstörte Tempel, Liebesgärten

Verwildernd, schwül und sommerzier,

Und Frau’n mit welken Liebesgeberden,

Und Meere, die ich überfuhr.

Sie liegen stumm und ohne Spur;

Kennt keiner, was versunken liegt,

Die Königskronen, die Herrscherstunden,

Die Freundesstirnen epheuumwunden.

Sie liegen von meinen Liedern gewiegt

Und dämmern blaß in meine Nächte,

Wenn hastig meine schmale Rechte

Mit raschem Stift in meinem Leben wühlt.

Ich habe nie ein Ziel errungen,

Meine Faust hat nie einen Feind gezwungen,

Mein Herz hat nie ein volles Glück gefühlt.