Weil ich Dich liebe.
Weil ich Dich liebe, bin ich des Nachts
So wild und flüsternd zu Dir gekommen,
Und daß Du mich nimmer vergessen kannst,
Hab’ ich Deine Seele mit mir genommen.
Sie ist nun bei mir und gehört mir ganz
Im Guten und auch im Bösen;
Von meiner wilden, brennenden Liebe
Kann Dich kein Engel erlösen.
Ich weiß, Du gehst —
So oft ich spät noch auf der Straße geh,
Senk’ ich den Blick und eile voller Angst,
Du könntest plötzlich schweigend vor mir stehn
Und meine Blicke müßten all Dein Weh
Und müßten sehn,
Wie Du von mir Dein totes Glück verlangst.
Ich weiß, Du gehst da draußen jede Nacht
Mit scheuem Schritt im schlechten Dirnenputz
Und gehst nach Geld, und siehst so elend aus!
An Deinen Schuhen klebt der Schmutz,
Der Wind spielt frech mit Deiner Haare Pracht —
Du gehst und gehst, und findst nicht mehr nach Haus.