Kritik der Urtheilskraft.
Herausgeber: Wilhelm Windelband.
Einleitung.
Der Springpunkt für die Entstehungsgeschichte der Kritik der Urtheilskraft liegt genau an derselben Stelle, von der auch die grossen historischen Wirkungen des Buches ausgegangen sind: es ist die Behandlung der Probleme von Schönheit und Kunst mit denjenigen des organischen Lebens unter einem gemeinsamen Gesichtspunkt. Die beiden sachlichen Gebiete, welche in den beiden Theilen des Werks als Kritik der ästhetischen und der teleologischen Urtheilskraft neben einander stehen, haben Kant je für sich lange und viel beschäftigt und zu mannigfachen Untersuchungen und Äusserungen angeregt; aber die Convergenz beider Problemreihen, vermöge deren sie zugleich ihren Abschluss unter einem gemeinsamen Princip fanden, hat sich nicht etwa stetig und allmählich durch ein Anspinnen sachlicher Beziehungen zwischen beiden Gegenständen vollzogen, sondern sie ist verhältnissmässig schnell und dem Philosophen selbst gewissermassen überraschend durch die Einordnung beider Fragen unter ein formales Grundproblem der kritischen Philosophie herbeigeführt worden.
Die teleologische Betrachtung der Natur ist für Kant, wie für das ganze 18. Jahrhundert, umsomehr zu einem Hauptproblem geworden, als die ganze Entwickelung seiner Erkenntnisslehre darauf hinauslief, die philosophischen Grundlagen für die reine Naturwissenschaft, d. h. für Newtons mathematisch-physikalische Theorie, zu finden. Je schärfer diese um den Begriff der mechanischen Causalität concentrirt war, umsomehr erwies sich das organische Leben als ein Grenzbegriff für die theoretische Naturerklärung. So hatte Kant bereits in der Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels erklärt: daß eher die Bildung aller Himmelskörper, die Ursache ihrer Bewegungen, kurz, der Ursprung der ganzen gegenwärtigen Verfassung des Weltbaues werde können eingesehen werden, ehe die Erzeugung eines einzigen Krauts oder einer Raupe aus mechanischen Gründen deutlich und vollständig kund werden wird[43]. Nachdem aber in der Kritik der reinen Vernunft die Lehre von den Kategorien und den Grundsätzen des reinen Verstandes mit principiellem Ausschluss des Zweckbegriffes festgelegt worden war, hatte der Philosoph von seiner Ideenlehre aus in dem Anhang der transscendentalen Dialektik, wo er von der Endabsicht der natürlichen Dialektik der menschlichen Vernunft handelte, der teleologischen Betrachtung der Natur die regulative Bedeutung zuerkannt, die Dinge der Welt, sofern ihre erschöpfende Erklärung nach den Grundsätzen der mechanischen Erklärung sich als unmöglich erweist, so anzusehen, als ob sie von einer höchsten Intelligenz ihr Dasein hätten. Besondere Veranlassung aber, der Frage der organischen Teleologie näher zu treten, bot sich Kant in der mit seinen geschichtsphilosophischen Überlegungen zusammenhängenden Bestimmung des Begriffes einer Menschenrace. Die Stellung, die er mit dieser im Novemberheft 1785 der »Berliner Monatsschrift« erschienenen Abhandlung eingenommen hatte, vertheidigte er gegen einen Angriff Georg Forsters in der Schrift Über den Gebrauch teleologischer Principien in der Philosophie, die im Januar-Heft 1788 des »Deutschen Merkur« gedruckt wurde. Die hier vorgetragenen Principien sind durchweg dieselben, wie dereinst in der Kritik der reinen Vernunft und wie nachher in der Kritik der Urtheilskraft, wo sie mit dem ganzen Reichthum mannigfacher Anwendung ihre nähere Ausführung gefunden haben. Aber nichts in dieser Schrift, die zur Zeit des Abschlusses der Kritik der praktischen Vernunft geschrieben worden ist, lässt auf die Absicht des Verfassers, den Gegenstand in grösseren Dimensionen zu behandeln, und nichts darin lässt auf einen Zusammenhang schliessen, in den diese Fragen mit den ästhetischen Problemen gebracht werden sollten.
Mit nicht minder lebhaftem persönlichen Interesse hat Kant von früh an die ästhetischen Fragen verfolgt. Schon die Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen zeigen eine ausserordentliche Fülle feinsinniger Bemerkungen aus einem weiten Umkreise der Kenntniss, und aus seinen Vorlesungen, wie aus seinen Reflexionen geht hervor, dass er mit den Erscheinungen der schönen Literatur und mit den kunstkritischen Theorien seiner Zeit in einem ausserordentlich ausgedehnten Maasse vertraut gewesen ist[44]. Aber sein Interesse daran war zunächst ein lediglich anthropologisches. Er betrachtete diese Gegenstände nur vom Standpunkt der Psychologie aus und hielt ihnen gegenüber die Möglichkeit einer anderen Doctrin damals für ausgeschlossen. Damit war es durchaus vereinbar, dass Kant in dieser seiner »empiristischen« Periode auf dem Katheder die Ästhetik ganz im Baumgartenschen Sinne als Ergänzung und in Parallele zur Logik behandelte. So heisst es in der Nachricht von der Einrichtung seiner Vorlesungen in dem Winterhalbjahre von 1765–1766 (II, 311) am Schlusse der Ankündigung der Logik: Wobei zugleich die sehr nahe Verwandtschaft der Materien Anlaß giebt, bei der Kritik der Vernunft einige Blicke auf die Kritik des Geschmacks, d. i. die Ästhetik, zu werfen, davon die Regeln der einen jederzeit dazu dienen, die der andern zu erläutern, und ihre Abstechung ein Mittel ist, beide besser zu begreifen. Auch weiterhin schrieb Kant sachlich den Fragen des Geschmacks so viel Bedeutung zu, dass, als er im Jahre 1771 nach der Inauguraldissertation ein Werk unter dem Titel Die Grentzen der Sinnlichkeit und der Vernunft plante, er auch sie darin behandeln wollte[45]. Es kam ihm damals wesentlich darauf an, welchen großen Einflus die gewisse und deutliche Einsicht in den Unterschied dessen, was auf subjectivischen principien der menschlichen Seelenkräfte nicht allein der Sinnlichkeit, sondern auch des Verstandes beruht, von dem was gerade auf die Gegenstände geht in der gantzen Weltweisheit, ja so gar auf die wichtigsten Zwecke der Menschen überhaupt habe. Wenn in diesem Sinne auch der Entwurf dessen, was die Natur der Geschmackslehre, Metaphysick u. Moral ausmacht, in dem geplanten Werke enthalten sein sollte, so hatte das offenbar den Sinn, dass die Geschmackslehre als eine rein empirische und durch apriorische Principien nicht bestimmte Lehre dargestellt worden wäre. Denn diesen Standpunkt nimmt Kant noch in der Kritik der reinen Vernunft ein, wo es in der Einleitung zur transscendentalen Ästhetik folgendermaassen lautet[46]: Die Deutschen sind die einzige, welche sich jetzt des Worts Ästhetik bedienen, um dadurch das zu bezeichnen, was andre Kritik des Geschmacks heißen. Es liegt hier eine verfehlte Hoffnung zum Grunde, die der vortreffliche Analyst Baumgarten faßte, die kritische Beurtheilung des Schönen unter Vernunftprincipien zu bringen und die Regeln derselben zur Wissenschaft zu erheben. Allein diese Bemühung ist vergeblich. Denn gedachte Regeln oder Kriterien sind ihren Quellen nach blos empirisch und können also niemals zu Gesetzen a priori dienen, wornach sich unser Geschmacksurtheil richten müßte; vielmehr macht das letztere den eigentlichen Probirstein der Richtigkeit der ersteren aus. Um deswillen ist es rathsam diese Benennung wiederum eingehen zu lassen und sie derjenigen Lehre aufzubehalten, die wahre Wissenschaft ist, wodurch man auch der Sprache und dem Sinne der Alten näher treten würde. Ebenso heisst es in einer Anmerkung zum Kanon der reinen Vernunft in der Transscendentalen Methodenlehre[47]: »so gehören die Elemente unserer Urtheile, so fern sie sich auf Lust oder Unlust beziehen, mithin der praktischen, nicht in den Inbegriff der Transscendentalphilosophie«.
In der fortschreitenden Beschäftigung mit diesen Gegenständen hat sich aber Kants Auffassung allmählich verändert. Schon die II. Auflage der Kritik der reinen Vernunft, deren Manuscript dem Jahre 1786 entstammt, giebt jener Stelle eine bemerkenswerthe Veränderung. Statt ihren Quellen heisst es hier[48] ihren vornehmsten Quellen und statt zu Gesetzen nur noch zu bestimmten Gesetzen. Es muss also ein, wenn auch nur äusserst geringes Maass von Apriorität in dem ästhetischen Verhalten zu dieser Zeit von Kant wenigstens nicht mehr ganz für unmöglich gehalten worden sein. Dazu kommt noch, dass er an der gleichen Stelle neben dem Vorschlage, die Baumgartensche Terminologie wieder aufzugeben, jetzt auch noch die andre Möglichkeit ins Auge fasst, sich in die Benennung mit der speculativen Philosophie zu theilen und die Ästhetik theils im transscendentalen Sinne, theils in psychologischer Bedeutung zu nehmen. Aber gerade diese terminologische Concession, die sich in der Folge dazu erweitert hat, dass Kant selbst für die Verwendung der Ausdrücke Ästhetik und ästhetisch in dem heutigen Sinne die entscheidende Bestimmung ausgeübt hat, zeigt doch an dieser Stelle, dass er auch damals noch die Ästhetik, welche die Kritik des Geschmacks bedeuten sollte, wesentlich in psychologischer Bedeutung nehmen und von ihrer Parallelstellung zu den transscendentalen Disciplinen nichts wissen wollte.
Offenbar aber ist seine Beschäftigung mit diesen Problemen immer mehr zu so geschlossenen Ergebnissen gelangt, dass er schon während der Zeit, als er seine ethischen Grundwerke ausführte, mit der kritischen Darstellung der Geschmackslehre beschäftigt war. Wir sehen aus einem Briefe von Bering[49] an ihn (28. Mai 1787), dass der Leipziger Messkatalog bereits für das Jahr 1787 eine Grundlegung zur Critik des Geschmacks von Kant angekündigt hatte; und er selber berichtet in einem Briefe an Schütz vom 25. Juni desselben Jahres[50], worin er auch mittheilt, dass er in der künftigen Woche das Manuscript der Kritik der praktischen Vernunft nach Halle zum Druck zu schicken denke, am Schluss, dass er nun alsbald zur Grundlage der Kritik des Geschmacks gehen müsse. Nach diesen Ausdrücken scheint die Annahme (Benno Erdmanns) nicht ausgeschlossen, dass Kant eine zeitlang daran gedacht hat, ebenso wie er der Kritik der praktischen Vernunft die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten vorangeschickt hatte, auch der Kritik des Geschmacks eine ähnliche Grundlegung vorangehen zu lassen, die dann wohl ebenso die Aufgabe gehabt hätte, die Überführung von der populären Auffassung des Schönen zu der philosophischen, d. h. kritischen Behandlung darzulegen. Sie würde in diesem Falle den Entwickelungsgang von Kants eigener Betrachtung des Gegenstandes, ihre Umlegung aus dem psychologischen auf den transscendentalen Standpunkt darzustellen berufen gewesen sein. Ob aber Kant ernstlich daran gegangen ist, eine solche Theilung auch auf diesem Gebiete vorzunehmen, wird sich nicht mehr entscheiden lassen.
Jedenfalls hat das Jahr 1787 den Umschwung in der Theorie des Geschmacks für Kant mit sich gebracht. Sein Brief an Reinhold vom 28. December 1787[51], worin er diesem für die »Briefe über die Kantische Philosophie« dankt und ihm zugleich das Manuscript der Abhandlung Über die teleologischen Principien für den »Deutschen Mercur« einsendet, lässt nicht den geringsten Zweifel darüber, dass die neue Erkenntniss, die Kant bei seiner Beschäftigung mit der Kritik des Geschmacks gewonnen hat, wesentlich zurückging auf das Systematische, das die Zergliederung der vorher betrachteten Vermögen mich im menschlichen Gemüte hatte entdecken lassen, und welches zu bewundern und womöglich zu ergründen, mir noch Stoff genug für den Überrest meines Lebens an die Hand geben wird. Dies Selbstbekenntniss Kants ist umso wichtiger, als es nicht nur im Allgemeinen die Bedeutsamkeit des systematischen Moments in seiner Art des Philosophirens erkennen lässt, sondern es auch deutlich ausspricht, dass das gewaltigste seiner Werke auf der Wirksamkeit dieses systematischen Momentes in dem Sinne beruht hat, dass er dadurch zu einer tiefgehenden, ihm selbst unerwarteten Änderung seiner Auffassung sich genöthigt gesehen hat. Er sagt in diesem Briefe ausdrücklich, er sei auf diesem systematischen Wege dazu gelangt, Principien a priori auf einem Gebiete zu finden, wo er dies vorher für unmöglich gehalten habe, und er zeichnet hier in kurzen Strichen den Grundriss für die Eintheilung der kritischen Philosophie überhaupt, den er nachher in der Einleitung zur Kritik der Urtheilskraft — und zwar in deren beiden Formen gleichmässig — durchgeführt hat: Der Vermögen des Gemüths sind drei: Erkenntnißvermögen, Gefühl der Lust und Unlust, und Begehrungsvermögen. Für das erste habe ich in der Critik der reinen (theoretischen), für das dritte in der Critik der practischen Vernunft Principien a priori gefunden. Die Aufgabe der Kritik des Geschmacks ist also zu dieser Zeit dahin bestimmt, Principien a priori für das Gefühl der Lust und Unlust zu finden, und Kant bezeichnet diesen Theil der Philosophie, indem er ihn neben die theoretische und die praktische Philosophie stellt, als Teleologie.
Diese Gleichsetzung der Kritik des Geschmacks mit der Teleologie würde unmöglich gewesen sein, wenn Kant nicht schon damals die Erkenntniss gewonnen hätte, dass die Apriorität des ästhetischen Urtheils auf der subjectiven Zweckmässigkeit im Zusammenspiel der Erkenntnissvermögen und damit auf der allgemeinen Mittheilbarkeit des darauf beruhenden Gefühls, in letzter Instanz somit auf dem Bewußtsein überhaupt oder dem übersinnlichen Substrat der Menschheit beruht. In der That findet sich in der Methodenlehre der Kritik der praktischen Vernunft, deren Manuskript im Sommer 1787 abgeschlossen wurde, bereits folgende Bemerkung: wie alles, dessen Betrachtung subjektiv ein Bewußtsein der Harmonie unserer Vorstellungskräfte bewirkt, und wobei wir unser ganzes Erkenntnißvermögen (Verstand und Einbildungskraft) gestärkt fühlen, ein Wohlgefallen hervorbringt, das sich auch andern mittheilen läßt, wobei gleichwohl die Existenz des Objekts uns gleichgültig bleibt, indem es nur als die Veranlassung angesehen wird, der über die Thierheit erhabenen Anlage der Talente in uns inne zu werden[52]. Ja, diese gedrängte Vorwegnahme wesentlicher Punkte der Analytik des Schönen steht dort in einem Zusammenhange, wo auch von der Zweckmässigkeit der Organisation und sogar von der Beschäftigung der Urtheilskraft, welche uns unsre eigene Erkenntnißkräfte fühlen läßt, aber freilich nur in einer Weise die Rede ist, worin der spätere systematische Zusammenhang höchstens im Keime erkennbar ist. Für das Verständniss der Gedankenentwickelung, die Kant zu diesem, ihn selbst überraschenden Ergebniss hat kommen lassen, besitzen wir keine authentischen Angaben, und wir sind deshalb auf die Begründungen des Ergebnisses angewiesen, die in der Kritik der Urtheilskraft selbst enthalten sind. Danach aber ist es klar, dass die neue Erkenntniss für Kant aus seinen Untersuchungen über die logische Structur des ästhetischen Urtheils erwachsen ist. Deshalb ist es für ihn und seine ästhetische Philosophie durchaus wesentlich, dass die Analytik des Schönen nach dem Schema seiner Kategorienlehre gegliedert ist, und es ist nicht zu verkennen, dass das entscheidende Problem, das gerade aus dieser Behandlungsweise herausspringt, in der Frage besteht, wie mit dem singularen Charakter des ästhetischen Urtheiles seine Allgemeingiltigkeit vereinbar sei. Diese Fassung des ästhetischen Problems schliesst sich mit einer zwingenden Analogie an diejenige erkenntnisstheoretische Unterscheidung, welche Kant zur Erläuterung seiner Kategorienlehre in den Prolegomena neu eingeführt hatte: die Unterscheidung des Wahrnehmungsurtheiles und des Erfahrungsurtheiles. Die Analogie dieses Verhältnisses zu demjenigen zwischen den Urtheilen über das Angenehme und das Schöne nach der Kantischen Auffassung liegt unmittelbar auf der Hand[53]. Dort nun hatte Kant gefunden, dass das singulare Wahrnehmungsurtheil zum Erfahrungsurtheil mit dem Anspruche auf Allgemeingiltigkeit nur dadurch werden könne, dass als Princip der Begründung eine Kategorie, d. h. ein Begriff, hinzutritt. Bei dem Schönheitsurtheil dagegen war diese Begründung durch einen Begriff ausdrücklich auszuschliessen, und dadurch wurde es für den Philosophen zu einem logischen Problem. In dem Augenblick, wo Kant in jener subjectiven Zweckmässigkeit das apriorische Moment entdeckte, welches die Allgemeingiltigkeit des ästhetischen Urtheiles trotz seiner formalen Singularität und trotz seiner Unabhängigkeit von Begriffen verstehen liess, musste ihm die Ästhetik aus dem Bereiche der Psychologie in dasjenige der Transscendentalphilosophie hinüberrücken. Damit war auch das dritte Gebiet des Seelenlebens, wie es Kant mit den gleichzeitigen Eintheilungen von Sulzer, Mendelssohn und Tetens annahm, das Gefühl, zum Gegenstande der kritischen Methode geworden.
Wenn nun auch der Brief an Reinhold vom 28. December 1787 die Gleichsetzung dieser philosophischen Kritik des Gefühlsvermögens mit der Teleologie ausspricht, so enthält er andererseits nicht die geringste Andeutung darüber, dass etwa dieser neuentdeckte Theil der Philosophie noch andere Probleme enthalten sollte, und er bietet ganz besonders nicht den geringsten Anhalt dafür, dass irgend ein Zusammenhang dieser transscendentalen Ästhetik des Schönen mit solchen Fragen in Aussicht genommen wäre, wie sie sonst und auch von Kant gleichzeitig als teleologische bezeichnet zu werden pflegten. Die für die systematische Gesamtgestaltung der Kritik der Urtheilskraft entscheidende Bestimmung und die Beziehung der beiderseitigen Probleme auf das Grundprincip der reflectirenden Urtheilskraft war somit um diese Zeit noch nicht gefunden oder wenigstens nicht zu deutlicher Erkenntniss und Formulirung gelangt. Daher gingen auch die Hoffnungen, welche Kant am 24. December 1787 brieflich an Marcus Herz über den baldigen Abschluss seines gesammten philosophischen Hauptwerkes geäussert hatte[54], nicht in Erfüllung, und es kamen nicht nur die Rectoratsgeschäfte, von denen er in dem Briefe an Reinhold vom 7. März 1788 spricht[55], und dann die Abfassung der Streitschrift gegen Eberhard verzögernd dazwischen, sondern hauptsächlich die Neugestaltung der Probleme, die zuerst darin zum Ausdruck kommt, dass das Werk in dem Briefe an Reinhold vom 12. Mai 1789 zum ersten Mal unter dem Titel meine Critik der Urtheilskraft (von der die Critik des Geschmacks ein Theil ist) für die nächste Michaelismesse in Aussicht gestellt wird[56]. Jetzt also erst war die Vereinigung der ästhetischen und der im engeren Sinne teleologischen Probleme unter dem Princip der Urtheilskraft gelungen: und es fragt sich, wie diese abschliessende Wendung der Kantischen Philosophie gefunden worden ist. Die Urtheilskraft, von der nun die Rede ist, hat bekanntlich als die reflectirende Urtheilskraft einen ganz anderen Sinn, als jene Urtheilskraft, von der Kant in der Kritik der reinen Vernunft gehandelt hatte, die dort in der Analytik der Grundsätze als die transscendentale Urtheilskraft eingeführt und von der eben die Analytik der Grundsätze die transscendentale Doctrin gebildet hatte. Dieser bestimmenden Urtheilskraft wird nun die reflectirende als dasjenige Princip gegenübergestellt, welches die transscendentalen Bedingungen für die apriorischen Functionen des Gefühlsvermögens enthalten soll.
Auch hierbei sind für Kant wesentlich systematische Erwägungen maassgebend gewesen. Für die drei Gebiete des Seelenlebens, die er als Vorstellungsvermögen, Gefühlsvermögen und Begehrungsvermögen unterschied, konnten apriorische Principien, wenn es solche gab, wiederum nur in den drei Arten des sogenannten oberen Erkenntnissvermögens gesucht werden. Diese aber waren Verstand, Urtheilskraft und Vernunft. Die Principien apriorischer Erkenntniss hatte er im Verstand, d. h. in den Kategorien und den Grundsätzen, diejenigen des Begehrungsvermögens oder des reinen Willens nach den Untersuchungen der Kritik der praktischen Vernunft in der »Vernunft« im engeren Sinne des Wortes gefunden. So blieb für ein Apriori des Gefühls, wenn es ein solches geben sollte, nur die Urtheilskraft als Quelle übrig. Diese Function aber konnte die Urtheilskraft nicht in Gestalt der Bedeutung übernehmen, welche sie in der transscendentalen Deduction der reinen Verstandesbegriffe als die Unterordnung der Daten der Sinnlichkeit unter die Kategorien besass. Vielmehr musste in diesem Falle eine ganz andersartige Function der Urtheilskraft angenommen werden. Im Allgemeinen sah Kant das Wesen der Urtheilskraft darin, die Unterordnung des Besonderen unter ein Allgemeines zu vollziehen[57]. Wo diese Unterordnung so erfolgt, dass die Specification des Allgemeinen zum Besonderen als eine begriffliche Nothwendigkeit eingesehen werden kann, da haben wir es mit der bestimmenden Urtheilskraft als einem transscendentalen oder empirischen Vermögen zu thun: die transscendentale Urtheilskraft hatte Kant in diesem Sinne in der transscendentalen Analytik als die Subsumption der Sinnlichkeit unter die Kategorien vermöge des Schematismus der reinen Verstandesbegriffe dargelegt. Nun hatte Kant gefunden, dass die Nothwendigkeit und Allgemeingiltigkeit, welche das ästhetische Urtheil für sich in Anspruch nimmt, auf der subjectiven Zweckmässigkeit der Form des Gegenstandes für das Zusammenspiel der Erkenntnisskräfte, Sinnlichkeit und Verstand, niemals aber auf Begriffen beruht. Hier zeigte sich also eine Art der Urtheilskraft, worin der vorgestellte Gegenstand nicht mehr für die Erkenntniss auf allgemeine Begriffe, sondern vielmehr für das Gefühl auf ein Princip der Zweckmässigkeit in allgemeingültiger Weise bezogen wurde. So entdeckte Kant das Princip einer Urtheilskraft ohne allgemeine Begriffe, und diese nannte er die reflectirende Urtheilskraft, in welcher das Allgemeine, worunter das Besondere subsumirt werden soll, nicht in Begriffen gegeben ist, sondern erst gesucht werden muß[58]. Damit war einerseits der Weg gefunden, Gefühle, wie die der Lust und Unlust, die im Allgemeinen durchaus empirischen Characters sind, auf die reflectirende Urtheilskraft zu beziehen und ihnen damit den apriorischen Character zu gewinnen, andererseits aber auch die Möglichkeit gegeben, im Bereiche der Erkenntnissthätigkeit überall da, wo die Unterordnung des Besonderen unter das Allgemeine in der Form der bestimmenden Urtheilskraft unmöglich war, die Betrachtung der reflectirenden Urtheilskraft für sie eintreten zu lassen. Wenn die synthetische Einheit des Mannigfaltigen durch die begriffliche Function der bestimmenden Urtheilskraft nicht einzusehen ist, so kann an ihre Stelle die reflectirende mit dem Princip der Unterordnung des Mannigfaltigen unter einen einheitlichen Zweck treten. Unter diesem Gesichtspunkte konnte die Zweckmässigkeit der organischen Naturproducte, deren Nothwendigkeit aus den begrifflichen Voraussetzungen des causalen Mechanismus nicht zu verstehen war, von der reflectirenden Urtheilskraft angesehen werden. Insbesondere aber eignete sich dieses Princip zur Ergänzung von Kants Bemühungen um die Metaphysik der Natur. Denn wenn in dieser die Ableitung des Besonderen aus dem Allgemeinen, die Specification des Allgemeinen zum Besonderen auf dem begrifflichen Wege der bestimmenden Urtheilskraft unmöglich war, wenn deshalb die besonderen Erscheinungen und Gesetzmässigkeiten der Natur im Sinne einer begrifflich erkennbaren Nothwendigkeit zufällig blieben, so konnte die synthetische Einheit der Erscheinungen, die wir als Natur denken, nach dem Princip der reflectirenden Urtheilskraft als ein zweckmäßiges Ganzes betrachtet werden.
Den springenden Punkt für die Beziehung des Gefühlsvermögens auf die im engeren Sinne sogenannten teleologischen Probleme müssen wir deshalb wiederum in logisch-erkenntnisstheoretischen Problemen allgemeinster Art suchen. Denn von der Auffassung der nachher sogenannten objectiven Zweckmässigkeit der organischen Wesen führt zu der sogenannten subjectiven Zweckmässigkeit in dem Zustande des Gemüthes, der das ästhetische Urtheil begründet, kein directer Weg. Das Zwischenglied, das die letzte Vereinheitlichung in den Gedanken der kritischen Philosophie vermittelt hat, liegt vielmehr bei denjenigen Überlegungen, welche Kant als das Problem der Specification der Natur bezeichnet hat. Es ist die Frage, wie weit aus den Grundsätzen des reinen Verstandes, die zugleich die allgemeinen Gesetze sind, welche nach der transscendentalen Deduction der reinen Verstandesbegriffe der Verstand der Natur vorschreibt, sich die besonderen Naturgesetze deduciren lassen. Diese Frage blieb für Kant, nachdem er in den metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft durch die Combination der kategorialen Grundsätze mit mathematischen Principien bereits weiter in die Besonderheit des Systems der Naturgesetze eingedrungen war, ein systematisches Hauptinteresse, und er hat an ihrer Beantwortung bekanntlich in seinem Alter mit unermüdlich erneuten Versuchen gearbeitet, die in dem hinterlassenen Manuscript über den Übergang aus der Metapyhsik in die Physik niedergelegt sind. Dass ihn dies in der Zeit der Entstehung der Kritik der Urtheilskraft beschäftigte, sehen wir aus dem Briefe an Marcus Herz, wo er am 26. Mai 1789 schreibt: mir, der ich in meinem 66sten Jahre noch mit einer weitläuftigen Arbeit meinen Plan zu vollenden (theils in Lieferung des letzten Theils der Critik, nämlich dem der Urtheilskraft, welcher bald herauskommen soll, theils in Ausarbeitung eines Systems der Metaphysik, der Natur sowohl als der Sitten, jenen critischen Forderungen gemäß,) beladen bin[59]. Er erkennt also die metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft noch nicht als Metaphysik der Natur an, ebenso wenig wie die Kritik der praktischen Vernunft als Metapyhsik der Sitten. Die Herleitung der besonderen Naturgesetze aus den transscendentalen Principien erkannte er aber damals noch mit vollkommen kritischer Schärfe als eine Unmöglichkeit, und er fand hier nur den Ausweg der teleologischen Betrachtung, wonach die Zusammenstimmung aller einzelnen, der empirischen Erkenntniss zugänglichen Gesetzmässigkeiten zu einem einheitlichen System der Erfahrung als die Zweckmässigkeit der Natur für die Erkenntnissthätigkeit angesehen werden sollte. Das ist der Grundgesichtspunkt der teleologischen reflectirenden Urtheilskraft, welcher diese mit der ästhetischen reflectirenden Urtheilskraft in unmittelbare Analogie treten liess. Daher handelt es sich auch in den beiden Einleitungen in die Kritik der Urtheilskraft — sowohl in derjenigen, welche Kant schliesslich an die Spitze des Werkes gestellt hat, als auch in derjenigen, von der wir nur die Auszüge von Sigismund Beck kennen —, wo von den teleologischen Problemen die Rede ist, nicht in erster Linie um die Frage nach der Zweckmässigkeit der Lebewesen, sondern vielmehr principiell zunächst um das Problem der Einheit der Natur als eines Systems der Erfahrung. In demselben Sinne gliedert sich auch für die Einleitung der Kritik der Urtheilskraft das Princip der formalen Zweckmäßigkeit der Natur mit den Abschnitten VII und VIII in die ästhetische Vorstellung von der Zweckmäßigkeit der Natur und die logische Vorstellung von der Zweckmäßigkeit der Natur. Offenbar liegt dabei das aus der Kritik der reinen Vernunft bekannte Eintheilungsschema von Ästhetik und Logik zu Grunde und wird, wie dort auf die Erkenntniss a priori, so hier auf die apriorische Betrachtung der reflectirenden Urtheilskraft bezogen. Aber das Gemeinsame für beide Theile bleibt die Vernunftnothwendigkeit einer formalen Zweckmässigkeit der Natur. Dies war der neue Grenzbegriff, den Kant in der Durchführung der kritischen Metaphysik auf dem Boden der Kritik der reinen Vernunft entdeckte, und so mussten die ästhetische und die teleologische Problemreihe miteinander auf das Princip der reflectirenden Urtheilskraft convergiren.
Nachdem auf diese Weise unter einem völlig neuen Gesichtspunkte der systematische Rahmen für das neue Werk gefunden war, konnte die Ausarbeitung verhältnissmässig schnell alle die besonderen Untersuchungen zusammenfassen, welche Kant zum grossen Theil im Anschluss an seine Vorlesungen über die ästhetischen und über die teleologischen Probleme im Einzelnen schon fortwährend angestellt hatte. Das Wesentliche der principiellen Entwickelung bildete die Einsicht in den Zusammenhang zwischen dem Gefühlsvermögen und der reflectirenden Urtheilskraft: nachdem Kant gefunden hatte, dass es die letztere ist, welche für das erstere die Begründung der Apriorität ihrer ästhetischen Functionen im Schönen wie im Erhabenen abgiebt, musste der Theorie des ästhetischen Urtheils diejenige des im engeren Sinne teleologischen Urtheils an die Seite gestellt werden, weil auch diese darauf hinauslaufen muss, seine Begründung in der von der reflectirenden Urtheilskraft bestimmten Betrachtung der Natur als eines zweckmässigen Systems der Erfahrung darzulegen. Die so überaus wirkungsvolle Zusammenfassung der Probleme des organischen Lebens und der Kunst hat sich also unter dem den letzten Abschluss der Kantischen Weltanschauung bestimmenden Gedanken von der Einheit des Systems der Erfahrung als eines zweckmässigen Ganzen vollzogen. In den ursprünglichen Voraussetzungen der Kantischen Erkenntnisslehre mit ihrer scharfen Sonderung von Form und Stoff lag es begründet, dass der gegebene Inhalt der Erfahrung den synthetischen Formen des Erkenntnissvermögens gegenüber in letzter Instanz etwas Zufälliges bleiben musste und dass seine Formbarkeit durch Kategorien, seine Subsumirbarkeit unter die Grundsätze eine unbegreifliche, »glückliche« Thatsache bildete, die einen Charakter der Nothwendigkeit nicht mehr für die begriffliche Einsicht, sondern nur noch für die teleologische Betrachtung erhalten konnte: von diesem Verhältniss aus gesehen, bildet die Kritik der Urtheilskraft eine ebenso unerlässliche Ergänzung für die Kritik der reinen Vernunft, wie sie nach einer andern Richtung durch die Kritik der praktischen Vernunft von Kant gegeben ist. So hat die Gedankenarbeit des 9. Jahrzehnts vollendet, was in der des 8. Jahrzehnts begonnen worden war.
Nachdem Kant diese Gedankenzusammenhänge zu ihrem systematischen Abschluß gebracht hatte, ist die Abfassung der Kritik der Urtheilskraft, wie es scheint, verhältnissmässig schnell von statten gegangen. Wegen des Verlages hatte Kant mit dem Berliner Buchhändler de la Garde abgeschlossen. Der Sohn seines alten Verlegers, Johann Friedrich Hartknoch in Riga, dem Kant auf seine Bitte um den Verlag der Kritik des schönen Geschmacks, (vgl. dessen Brief vom 15./26. August 1789)[60] eine unbestimmte Zusage ertheilt hatte, war davon, wie sein Brief vom 9./20. October 1790 zeigt[61], schmerzlich überrascht. Die Wahl Kants scheint durch Rücksichten auf die Leistungsfähigkeit des Verlags hinsichtlich der Schnelligkeit der Herstellung und der Sicherheit des Betriebes veranlasst gewesen zu sein: denn er schreibt an seinen Schüler Kiesewetter, den er de la Garde als Corrector empfohlen hatte (Brief an de la Garde vom 15. October 1789 und von Kiesewetter vom 19. November 1789)[62] bei Gelegenheit der Absendung des ersten Theils des Manuscriptes am 21. Januar 1790, es solle, falls de la Garde das Werk nicht bis zur Ostermesse fertig zu bringen vermöchte, Kiesewetter Verhandlungen mit einem andern Buchhändler, Himburg, einleiten[63]. An de la Garde schreibt er an demselben Tage, mit der Zusendung des Manuscripttheils: Die erste und vornehmste Bedingung, unter der ich Ew: Hochedelgeb. dieses Mcrpt. zu Ihrem Verlage übergebe, ist: daß es zur rechten Zeit auf der nächsten Leipz. Ostermesse fertig geliefert werde. Sollten Sie dieses zu leisten sich nicht getrauen, so bitte es an Hrn. Kiesewetter zu melden, der hierüber von mir einen Auftrag bekommt. Allein ich hoffe: daß es doch irgend eine Presse in Berlin oder dem benachbarten Sachsen geben wird, welche in 14 Tagen 5 Bogen drucken wird, dadurch denn der Druck ganz zeitig vollendet seyn kann. Da ich aber nicht zweifle: daß Sie einen solchen Buchdruker in Berlin antreffen werden, so wiederhole meine Empfehlung, den Hrn. Kiesewetter zum Corrector zu brauchen, den Sie dann auch dafür so reichlich als für dergleichen Arbeit nur zu geschehen pflegt, zu bezahlen belieben werden[64]. Die Briefe Kiesewetters und de la Gardes vom 29. Januar 1790[65] zeigen, dass Verleger und Corrector die Wünsche Kants auf das eifrigste zu befolgen begannen. Kant liess dann am 9. Februar eine zweite Manuscriptsendung an de la Garde abgehen, wonach vom Text nur noch ein kleiner Rest ausstand[66]. Er zeigte in dem weiteren Briefwechsel mit dem Verleger und dem Corrector[67] eine rührende Bescheidenheit in der Bekundung seiner Zufriedenheit über die Ausstattung und die Drucklegung des Buches. Der Corrector hatte dabei, wie sein Brief vom 3. März 1790 beweist, mancherlei Verlegenheiten zu überwinden: »es sind nämlich Stellen im Manuscript, die offenbar den Sinn entstellende Schreibfehler enthalten, und wo ich mich genöthigt gesehen habe zu ändern.« Wir erfahren dabei auch, dass er »bei der Correctur vom 2ten bis 6ten Bogen krank war, und also ein anderer[68], der dem Manuscripte treulich folgte, die Correctur übernahm«. Dabei sei es zu seinem grössten Ärger gekommen, dass zwei den Sinn entstellende Fehler stehen blieben, die unter den Errata aufgeführt werden sollten[69]. Am 9. März 1790 hat dann Kant (vgl. Brief an de la Garde)[70] den Rest des Textes im Manuscript an den Verleger abgeschickt und Vorrede und Einleitung für das Ende der Passionswoche in Aussicht gestellt. Die letztere Zusicherung wurde sodann am 22. März erfüllt (vgl. den Brief an de la Garde vom 25. März 1790)[71]. Zugleich giebt Kant die Adressen für seine Dedikations-Exemplare an, deren Zusammenstellung nicht uninteressant ist: Graf von Windisch-Grätz in Böhmen, Geheimerath Jacobi in Düsseldorf, Professor Reinhold in Jena, Professor Jacob in Halle, Professor Blumenbach in Göttingen, ferner Geheimer Finanzrath Wloemer in Berlin, D. Biester, Kiesewetter, D. u. Prof. Hertz[72]. Inzwischen hatte Kant, wie aus dem Brief an Kiesewetter vom 20. April 1790[73] zu ersehen, einen Theil der Probebogen durchgesehen, aber er schreibt darüber: Ich fing an sie durchzugehen, (wegen der Druckfehler) aber es war mir nachgerade verdrieslich und schob es also auf, bis ich mehr derselben bekommen haben würde, um es auf einmal abzumachen. Er legt dann einen Aufsatz von den gefundenen Druckfehlern, auch einen Auslassungsfehler, bey, welche vielleicht noch dem Werke angehängt werden können, und spricht dann des Näheren über einen Schreibfehler, der bei einer Überschrift untergelaufen war. Jenes freilich sehr wenig sorgfältige Druckfehlerverzeichniss ist dann der ersten Auflage des Werkes beigefügt worden, die rechtzeitig nach Kants Wunsch zur Ostermesse 1790 erschien.
Mit dem Absatz des Buches war, wie Kiesewetter schon im Mai 1790 an Kant berichtete[74], der Verleger so zufrieden, dass er für das folgende Jahr schon eine neue Auflage in Aussicht nahm. Auch de la Garde bestätigt dies in dem Briefe vom 22. Mai 1790[75]. Indessen kam es nicht so bald zur zweiten Auflage. Kant fragte am 2. September und nochmals am 19. October 1790[76] bei dem Verleger an, bis wann er spätestens seine Verbesserungen für die neue Auflage einzusenden habe. Die Antwort darauf (Briefsammlung 427a) ist nicht erhalten, sie muss, wie wir aus dem Briefe von de la Garde vom 5. Juli 1791 ersehen[77], dahin gelautet haben, dass die neue Auflage bis zum Sommer 1791 Zeit habe; nunmehr schreibt de la Garde, dass er nach der Michaelmesse den Druck beginnen möchte und schickt ein durchschossenes Exemplar, dessen Empfang Kant unter dem 15. August 1791 quittirt. Die Bitte der Verlegers, die Verbesserungen bis zu Ende October zu erhalten, hat Kant nach seinem Briefe vom 28. October 1791 nicht erfüllen können: da ich nothwendig meine ganze Zeit ununterbrochen dem Durchdenken der hier abgehandelten Sachen widmen muß, welche ich aber im vergangenen Sommer bis in den October hinein, durch ungewohnte Amtsgeschäfte und auch manche litterärische unvermeidliche Zerstreuungen abgehalten, nicht habe gewinnen können[78]. Er bat damals um Aufschub nur bis Ende November, theilte dann aber — wie sich de la Garde dazu stellte, wissen wir nicht, da seine Antwort (Briefsammlung Nr. 463a) nicht erhalten ist — erst am 30. März 1792 dem Verleger mit, dass er das corrigirte Exemplar bald nach Ostern zu überschicken bedacht seyn werde[79]. In der That ist dies, wie der Brief vom 12. Juni besagt,[80] am 10. Juni geschehen. Die Correctur zur Einleitung freilich kam erst am 2. October 1792, und Kant bemerkte dabei: Auf den Titel den Ausdruck: zweyte Verbesserte Ausgabe zu setzen, halte ich nicht für schicklich, weil es nicht ganz ehrlich ist; denn die Verbesserungen sind doch nicht wichtig genug, um sie zum besonderen Bewegungsgrunde des Ankaufs zu machen: deshalb ich jenen Ausdruck auch verbitte[81]. Was die letztere Frage angeht, so war Kant, nachdem ihm de la Garde unter dem 2. November 1792 bedauernd mitgetheilt hatte, dass im Messkatalog schon »zweite verbesserte Auflage« stehe[82], auch damit einverstanden, weil es im Grunde wenig zu bedeuten habe. Er schrieb darüber am 21. December 1792: Unwahr ist es wenigstens nicht, wenn es mir gleich ein wenig prahlend zu seyn schien[83]. Auf dem Titel des Buchs ist aber dann der Zusatz »verbesserte« doch fortgefallen. Jedenfalls aber konnte Kant schon am 4. Januar 1793 dem Verleger für das herrlich gebundene Exemplar der neuen Auflage seinen Dank abstatten[84]. Die Änderungen, die Kant für die zweite Auflage selbst gemacht hat, lassen sich schwer und auf jeden Fall nur hypothetisch von denjenigen unterscheiden, zu welchen offenbar, wie Kiesewetter bei der ersten Auflage, der Berliner Corrector auch jetzt freie Hand hatte. Wer aber in diesem Falle der Corrector gewesen ist, lässt sich nicht mit voller Sicherheit feststellen. Dass es wieder Kiesewetter gewesen sein sollte, ist nicht anzunehmen, einerseits weil sich in der fortlaufenden Correspondenz mit diesem nichts darüber findet, andrerseits weil zwischen ihm und Kant wegen der Logik Kiesewetters eine vorübergehende Verstimmung eingetreten war (vgl. Brief von Kiesewetter 3. Juli 1791, von de la Garde 5. Juli 1791, von Kant 2. Aug. 1791); der Briefwechsel mit Kiesewetter wird dann erst am 15. Juni 1793 von diesem wieder aufgenommen, nachdem ihm Kant durch die Zusendung einer Schrift — der Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft — entgegengekommen war. Dagegen ist es im höchsten Maasse wahrscheinlich, dass der Corrector der zweiten (und ebenso der dritten) Auflage Fr. Gentz gewesen ist. Dessen bisher veröffentlichter Briefwechsel giebt zwar direct nur über seine Mitwirkung bei der Correctur der ersten Auflage Aufschluss. Aber wie er schon diese wesentlich auch aus Liebe zu seiner »alten Pflegemutter, der Kantischen Philosophie« (er war Kant's Zuhörer gewesen[85]) übernommen hatte[86], so las er auch das Werk zum zweiten Male aus sachlichem Interesse und dabei auch zugleich mit Rücksicht auf die Druckfehler, deren noch immer viele übrig geblieben seien. Er erwähnt dabei die Erforderlichkeit der neuen Auflage, zu der aber — 5. Dec. 1790 — noch keine Anstalten gemacht seien. Da nun ferner der Buchhändler de la Garde sein »sehr vertrauter Freund und Verwandter« war[87], da auch seine finanziellen Verhältnisse dauernd derart waren, dass ihm eine solche Nebenarbeit willkommen sein musste, so spricht alles dafür, in ihm den bisher vergebens gesuchten Corrector der zweiten (und dritten) Auflage zu sehen: und wenn die Herausgeber immer die Hand dieses Correctors gerade in der Vermeidung sprachlicher Härten und der Abrundung des Ausdrucks glücklich gefunden haben, so stimmt es dazu, dass es die eines Stilisten ersten Ranges wie Friedr. Gentz gewesen ist.
Noch eine dritte Auflage des Werks ist bei Kants Lebzeiten im Jahre 1799 bei de la Garde erschienen. Allein über diese schweigen die brieflichen Nachrichten vollständig. Aus der Correspondenz mit de la Garde und mit Kiesewetter ist nichts erhalten, was mit dieser neuen Auflage in Zusammenhang stünde. Selbst der Versuch, darüber in dem ungedruckten Briefwechsel zwischen de la Garde und dem Kriegsrath Scheffner Auskunft zu finden, hat nur ergeben, dass de la Garde am 4. August 1798 (Briefwechsel Nr. 773a) an Kant eine Anweisung für das Honorar der dritten Auflage der Kritik schickte und dabei meinte, Kant solle wohl sich seines Versprechens erinnern und ihm von seinen Werken wenigstens eines noch zukommen lassen; und weiterhin findet sich in dem Briefe vom 30. September 1798 eine Bemerkung über die, wie es scheint, nicht eben freundliche Art, in der Kant, vielleicht unter dem Druck seines körperlichen Zustandes, die Verbindung mit dem Verleger abgebrochen hatte: »Was Sie mir von Kant sagen, erklärt freilich in etwas sein sonderbares Benehmen gegen mich. Gleich nach meiner Rückkunft aus Paris überschickte ich ihm das Honorarium der dritten Auflage seiner Kritik und dankte bei der Gelegenheit für die freundschaftliche Äußerungen gegen Vg. (Vieweg) ferner noch Geschäfte mit mir machen zu wollen. Als ich nach zwei Monat keine Antwort von ihm erhielt, bat ich ihn, mir wenigstens der Ordnung wegen den Empfang des Geldes anzuzeigen, allein hierauf hat er bis jetzt mit keiner Sylbe geantwortet. Er scheint zu glauben, dass mein Dank eine Aufforderung enthält, von seinem jetzigen Verleger abzugehen. Dadurch würde er nun wohl freylich sein Versprechen erfüllen, allein mich nicht so sehr beglücken, da ich mehr Verlagsprojecte habe als meine Kräfte es erlauben in 3 Jahren zu bestreiten.«
Die dritte Auflage stimmt zwar in der Seitenzahl und in der Abtheilung der Seiten mit der zweiten durchgängig überein, ist aber doch nicht, wie man wohl gemeint hat, ein unveränderter Abdruck davon, sondern zeigt wiederum eine Anzahl sprachlicher Veränderungen und gelegentlich auch eine sachliche Abweichung, — Änderungen, die sich stilistisch in der Richtung derjenigen der zweiten Auflage bewegen. Es ist deshalb nicht unwahrscheinlich, obwohl in keiner Weise bezeugt, dass hier derselbe Corrector, also vermuthlich Gentz, mitgewirkt hat, wie bei der zweiten Auflage, und dass er wiederum dazu freie Hand hatte.
Was wir somit von der Geschichte des Drucks der drei Auflagen wissen, lässt es als ausgeschlossen erscheinen, mit Sicherheit eine Form des Werkes herzustellen, die in jeder Hinsicht auf Kants eigene Textprüfung zurückginge. Schon bei der ersten Auflage haben Kiesewetter und gelegentlich der andere Corrector ihre Hand im Spiele gehabt; bei der zweiten gehen zweifellos die bedeutsamsten Textänderungen auf Kants durchschossenes Exemplar zurück, aber es sind auch die stilistischen Ausfeilungen durch Gentz als den wahrscheinlichen Corrector hinzugekommen; bei der dritten endlich haben wir keinen Grund zu der Annahme, dass Kant bei den Änderungen direct mitgewirkt hätte, wohl aber zu der Voraussetzung, dass der Philosoph wiederum seine allgemeine Einwilligung zu den Änderungen gegeben hat, welche der Corrector vornahm. Über das Verhältniss der drei Texte zu einander hat Benno Erdmann in seiner Sonderausgabe der Kritik der Urtheilskraft (1880) eine vergleichende Untersuchung von so umfassender Sorgfalt gemacht, dass darauf hier verwiesen werden muss. Für die vorliegende Ausgabe ist im allgemeinen auf Grund der dargelegten Verhältnisse der Text der zweiten Auflage (A2) zu Grunde gelegt worden als derjenigen, bei der Kant selbst noch in nachweisbarer Weise, wenn auch nicht allein mitgewirkt hat. Doch erwies es sich als zweckmässig und unter Umständen als erforderlich, gewisse Änderungen der dritten Auflage für welche ja die Legitimation von Seiten Kants schliesslich auch soweit reicht, wie für viele der Änderungen der zweiten Auflage, an denjenigen Stellen einzusetzen, wo sie offenbare Verbesserungen des Ausdrucks oder Erleichterung des Verständnisses bedeuteten.
Drucke: 1. Critik der Urtheilskraft von Immanuel Kant. Berlin und Libau, bey Lagarde und Friederich, 1790.
2. — — Zweyte Auflage. Berlin, bey F. T. Lagarde. 1793.
3. — — Dritte Auflage. Berlin, bey F. T. Lagarde. 1799. (2 Drucke.)
Es erschienen ausserdem noch drei Nachdrucke:
1. — — Frankfurt und Leipzig 1792.
2. — — Neueste Auflage. Frankfurt und Leipzig 1794.
3. — — Neueste, mit einem Register vermehrte Auflage. 2 Bde. Grätz 1797.
Sachliche Erläuterungen.
1689.10 sicheren alleinigen Besitz] Der überlieferte Text sicheren, aber einigen Besitz ist verständlich, wenn man einigen im Sinne von einzigen nimmt, macht jedoch mit dem aber eine Schwierigkeit, die Erdmann zu heben suchte, indem er statt aber: oder conjicirte. Auch dies jedoch ist sachlich nicht ohne Bedenken, und deshalb wurde die Schwierigkeit durch alleinigen zu umgehen gesucht.
17818 (O mihi praeteritos, etc.)] Vergil Aen. VIII 560, der Vers lautet vollständig: O mihi praeteritos referat si Juppiter annos.
20432 Irokesische Sachem]. Sachem bedeutet eine Art von Häuptling oder Friedenshäuptling: vgl. »Kantstudien« Bd. I, S. 155 f. Die von Kant mitgetheilte Anecdote beruht, wie P. Menzer gefunden hat, auf einer Stelle bei Charlevoix, histoire et description générale de la Nouvelle-France. III S. 322. Paris 1744. »Des Iroquois, qui en 1666 allèrent à Paris, et à qui on fit voir toutes les maisons royales et toutes les beautés de cette grande ville, n'y admirèrent rien, et auraient préféré les villages à la capitale du plus florissant royaume de l'Europe, s'ils n'avaient pas vu la rue de la Huchette, où les boutiques des rotisseurs, qu'ils trouvaient toujours garnies de viandes de toutes les sortes, les charmèrent beaucoup.«
22428 (woran ich doch gar nicht zweifle)] Da die beiden ersten Auflagen in dieser Klammer schreiben: woran ich doch gar sehr zweifle, so lag hier ein Punkt totaler sachlicher Verschiedenheit vor. Denn dass in der dritten Auflage das nicht an die Stelle des sehr getreten ist, kann unmöglich nur die Sache eines Druckfehlers sein. Diese Änderung der dritten Auflage, die vermuthlich auf deren Corrector zurückgeht und die in den Text dieser Ausgabe aufgenommen ist, entspricht nämlich durchaus der Stellung, welche Kant zu den dort berührten Fragen eingenommen hat. An der Eulerschen Theorie, der Undulationstheorie des Lichts, hat Kant, wie namentlich schon eine Stelle in seiner Promotionsschrift De igne zeigt, in der That nicht gezweifelt. Er nennt diese Theorie dort (Sectio II, Prop. VIII; I, 378): hypothesin naturae legibus maxime congruam et nuper a clarissimo Eulero novo praesidio munitam. In den Metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft behandelt er (2. Hauptst. Lehrs. 8 Anm. 1 Note IV, 520) Eulers Hypothese mit entschiedener Zustimmung und sucht die ihr aus der nur geradlinigen Fortpflanzung des Lichts erwachsende Schwierigkeit auf eine gar wohl vermeidliche mathematische Vorstellung der Lichtmaterie zurückzuführen: vgl. daselbst 520, 21ff. Auch die Wendung in der Anthropologie § 19 (VII, 1564) kann nicht als eine Concession an die Emissionstheorie des Lichtes angesehen werden. Jedenfalls hat Kant in der Kritik der Urtheilskraft überall Licht und Schall in Bezug auf die beiden »höheren« Sinne nach dieser Richtung durchaus parallel behandelt. Vgl. z. B. § 42 S. 3027 oder § 51 S. 32417 und 32431. Aber auch, was das Wichtigere und wesentlich Bedeutsame ist, die ästhetische Verwendung dieser physicalisch-physiologischen Theorie, wonach die reinen Farben wie die reinen Töne nicht bloss eine Wirkung auf den Sinn, sondern eine Reflexion auf das regelmässige Spiel der Eindrücke enthalten, ist von Kant überall ausdrücklich bejaht worden. Zwar führt er die eingehendere Erwägung dieser Frage im § 51, 3 (S. 32420f.) mit der Bemerkung ein, man könne nicht recht ausmachen, ob die Besonderheit der Ton- und Farbenempfindung den Sinn oder die Reflexion zum Grunde habe, — man könne nicht mit Gewissheit sagen, ob eine Farbe oder ein Ton bloß angenehme Empfindungen, oder an sich schon ein schönes Spiel von Empfindungen sei und als ein solches ein Wohlgefallen an der Form in der ästhetischen Beurtheilung bei sich führe. Aber seine weiteren Ausführungen lauten dann ausdrücklich: So möchte man sich genöthigt sehen, die Empfindungen von beiden nicht als bloßen Sinneneindruck, sondern als die Wirkung einer Beurtheilung der Form im Spiele vieler Empfindungen anzusehen. Daraus folgt ihm dann, dass die Musik als schöne Kunst und zwar als ein schönes Spiel der Empfindungen durch das Gehör erklärt werden soll: und dasselbe gilt nach dem Eingange des Abschnitts für die Farbenkunst. Damit wird ausdrücklich bejaht, woran Kant nach der Lesart der ersten und zweiten Auflage an dieser Stelle gar sehr gezweifelt haben soll. Ebenso aber heisst es § 42 S. 3028f. von Licht und Schall: diese sind die einzigen Empfindungen, welche nicht bloß Sinnengefühl, sondern auch Reflexion über die Form der Modificationen der Sinne verstatten. Und weiterhin (3294f.) sagt Kant bei Behandlung der Tonkunst hinsichtlich der proportionirten Stimmung, welche, weil sie bei Tönen auf dem Verhältniß der Zahl der Luftbebungen in derselben Zeit, sofern die Töne zugleich oder auch nacheinander verbunden werden, beruht, mathematisch unter gewisse Regeln gebracht werden kann: An dieser mathematischen Form, obgleich nicht durch bestimmte Begriffe vorgestellt, hängt allein das Wohlgefallen, welches die bloße Reflexion über eine solche Menge einander begleitender oder folgender Empfindungen mit diesem Spiele derselben als für jedermann gültige Bedingung seiner Schönheit verknüpft; und sie ist es allein, nach welcher der Geschmack sich ein Recht über das Urtheil von jedermann zum Voraus auszusprechen anmaßen darf. Selbst wenn es also, wie vermuthlich, der Corrector der dritten Auflage sein sollte, auf den die Ersetzung des gar sehr durch das gar nicht zurückgeht, und selbst wenn die von ihm mit Anschluss an den früheren Text eingesetzte Form einen etwas zu starken Ausdruck hergestellt hätte, so entspricht doch die Änderung der von Kant in dem Werke durchgängig vertretenen Ansicht derart, dass ihre Aufnahme in den Text nicht nur berechtigt, sondern auch erforderlich schien.
31533f. Die Verse lauten im Original:
»Oui, finissons sans trouble, et mourons sans regrets,
En laissant l'Univers comblé de nos bienfaits.
Ainsi l'Astre du jour, au bout de sa carrière,
Répand sur l'horizon une douce lumière,
Et les derniers rayons qu'il darde dans les airs
Sont ses derniers soupirs qu'il donne à l'Univers.«
Sie finden sich am Schlusse der Epitre XVIII, Au Maréchal Keith, Imitation du troisième livre de Lucrèce: »Sur les vaines terreurs de la mort et les frayeurs d'une autre vie«, in den Poésies diverses, Berlin 1762, Bd. 2, S. 447; vgl. Oeuvres de Frédéric le Grand, 1846 ff. tome X, p. 203.
31613 Der Vers steht in den »Academischen Gedichten« von Withof im 3. Gesang der »Sinnlichen Ergötzungen«, Leipzig 1782, I, S. 70, und lautet genau:
»Die Sonne quoll hervor, wie Ruh' aus Güte quillt.«
(Nachgewiesen von E. Schmidt und R. M. Meyer.)
32836 Der Ausspruch stammt nicht von Cicero, sondern von Cato; vgl. Catonis fragmenta ed. H. Jordan Lpz. 1860 S. 80; vgl. Quintilianus Institut. orat. XII cap. 1, 1: Sit ergo nobis orator, quem constituimus, is, qui a M. Catone finitur, vir bonus dicendi peritus. Nachgewiesen von Schöndörffer.
34313 welche] Richtiger wäre welches bezogen auf darstellen. Denn das, was, wenn sie (nämlich die Anschauung) a priori ist, das Construiren heisst, ist eben das in der Anschauung darstellen.
35320 vorige Paragraph] Dies Selbstcitat könnte sich im § 58 nur auf den Nebensatz Seite 35023f. die aus einem übersinnlichen Grunde für nothwendig und allgemeingültig erklärt werden soll beziehen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Kant an dieser Stelle das im Auge hatte, was er im § 57 von dem übersinnlichen Substrat der Menschheit als dem einzigen Schlüssel der Enträthselung des Geschmacksurtheils (vgl. S. 34021 und 3417ff.) dargelegt und in der Anmerkung I näher ausgeführt hatte. Darnach hiesse es genauer: der vorvorige Paragraph.
42422 Blumenbach] Vgl. Erl. zu VII 89 5 und B's. Schrift »Über den Bildungstrieb und das Zeugungsgeschäfte«. Göttingen 1781 und mit dem abgekürzten Titel: »Über den Bildungstrieb« ebenda 1789.
4274 Linné] Vgl. Caroli a Linné, Systema naturae ed. XII Holmiae 1766 I p. 17: »Politia naturae manifestatur ex tribus naturae regnis simul: quemadmodum enim imperantium causa populi non sunt nati, sed subditorum ordinis servando imperantes constituti, ita vegetabilium causa animalia phytiphaga, phytigorum carnivora, et ex his maiora ob parva, homo (qua animal) ob maxima et singula, sese vero praecipue, saeva mercede conducta tyrannidem exercent, ut proportio cum nitore reipublicae naturae perennet.«
42815.16 Camper] Vgl. VII 895 und die Erläuterung dazu.
46719.20 Hirngespinste — Hirngespenster] beide Formen finden sich auch sonst in dem überlieferten Text Kantischer Werke, Hirngespinste z. B. in der Kritik der reinen Vernunft III 14515, Hirngespenster in den Krankheiten des Kopfes II 26315 und 26437. Dass Kant in einem und demselben Werk beide Formen angewendet haben sollte, ist kaum anzunehmen; die Verschiedenheit scheint auf Rechnung der Setzer bzw. der Correctoren zu fallen, zumal da an dieser Stelle die auf alle Fälle fehlerhafte Form von A Hirngespinster auf Hirngespenster geführt haben dürfte. Der Gleichmässigkeit halber war deshalb auch hier Hirngespinste zu setzen, was an drei andern Stellen, 41126, 46618, 47225 sicher überliefert ist.
47636.37 Reimarus in seinem noch nicht übertroffenen Werke] Gemeint ist R's. Schrift: »Die vornehmsten Wahrheiten der natürlichen Religion in zehn Abhandlungen auf eine begreifliche Art erklärt und gerettet« Hamburg 1754 u. ö. Vgl. II 16122.
Lesarten.
16711 dem] den? Vorländer || 16718 kann. — also] kann: so, daß die Critik A1 und dementsprechend Z. 20 nichts übrig läßt A1 || 16725 dienen] fehlt A1 || 1683 das erste der] fehlt? Hartenstein || 16810 alleinigen] Windelband aber einigen A oder einzigen Erdmann || welche] A2.3 die A1 || 1696 sie — sie] Vorländer es — es A || 16926 logische] teleologische? Rosenkranz || 1715 Logik Principien] A2.3 Logik thut, die der Form A1 || 1735 Naturlehre gehalten, endlich? Erdmann || 1736 Vorschriften]? Kehrbach || 17315.16 unterworfen — also] fehlt A1 || 17335.36 vorhergehende] vorgehende A || 17427 und ihre] A2.3 und auf welchem ihre A1 || 1753 sie] A1.2 jene A3 || 175 32 aber] fehlt A1 || 17537 als] A2.3 also A1 || 1764 deren] A2.3 davon die A1 || 1765 soll] fehlt A1 || 17610 welches] A2.3 was A1 || 17635 überdem] überdies? Rosenkranz, fehlt Erdmann || 17721ff. Die Anmerkung ist Zusatz von A2 || 1791 durch das] A2.3 durchs A1 || 1792 vom] Erdmann von A || 17932 allgemeinen] A1.2 allgemein A3 || 18015 diese sich nicht] Erdmann diese nicht A || 18034 desselben] Windelband derselben A || 1835 ist. — ist] A2.3 ist, und unter diesen Gesetzen ist A1 || 18326 können); — Ansehung] A2.3 könnten); und in Ansehung deren A1 || 18333.34 Naturdingen — besonderen] Erdmann Naturdinge — solche besondere A || 18417.18 erfreuet — werden] A2.3 steht A1 erst nach dem Conditionalsatze wenn — antreffen || 18430 überdem — überdies? Rosenkranz || 1857 nach] Zus. Hartenstein || 18711 jeder] Hartenstein || 18728.29 Abtheilung] A1.2 Abtheilungen A3 || 18734 das] A2.3 was A1 || 1884 voraus sagte] A1.2 vorhersagte A3 || 1885 eine] A2.3 eine solche A1 || 1896 sein mögen] A2.3 seyn A1 || 18924 ja — ohne] A2.3 ja ohne sogar A1 || 19013 Wessen Gegenstandes] A2.3 Ein Gegenstand, dessen A1 || 19019 überhaupt] überhaupt giltig? Erdmann || 19030 den] dem? Rosenkranz || 19119 ein] A1 fehlt A2.3 || 19125 werden] Erdmann wird A || 1926 am] vom? Erdmann || 19210 entsprungenes] entsprungen? Erdmann || 19211 wird] Windelband fehlt A werden Erdmann || 19319 und] A1.2 und der A3 || 19337 enthält] Windelband enthalte A || 19511 könnten] A1.2 können A3 || 19526 gemäß ihren] A2.3 gemäß dieser ihren A1 || 19632.33 reinen und praktischen] A2.3 reinen praktischen A1.
204 22 was] A1.2 das A3 || 20433.34 überdem] überdies? Rosenkranz || 20434 auf — Rousseauisch] A1.2 auf gut Rousseauisch auf die Eitelkeit der Großen A3 || 20522 eben] A2.3 so eben A1 || 2065 bloße] bloß? Erdmann || 20613 da die] A2.3 da nur die A1 || 20617 welches] A2.3 das A1 || 20621.22 Erkenntnißvermögen] A2.3 Erkenntniß A1 || 20637 mein] ein? Hartenstein || 2072 Gegenstande] Erdmann Gegenstände A1 Gegenständen A2.3 || 2078.9 so gar] A2.3 sogar A1 || 20711 Urtheilens] Urtheils? Hartenstein || 20730 welches] A2.3 das A1 || 20813 andre Zusätze] A2.3 andern Zusätzen A1 || 20822 aufgelegt — der] A2.3 auferlegt macht. Aber von der A1 || 20830 an sich] fehlt A1 || bloß] A2.3 nur blos A1 || 2091 absoluten fehlt A1 || 2093 ungeachtet] A2.3 unerachtet A1 || 20921.22 Nicht — gefällt] Zusatz A2 || 20922 Dagegen] Rosenkranz Daher A || 20927 (weder — praktisches)] A2.3 (ein theoretisches) A1 || 2105 gebilligt] fehlt A1 || 2108.9 aber — thierische] Zusatz A2 || 21013.14 denn — ab] A2.3 denn ein Interesse, sowohl das der Sinne, als das der Vernunft, zwingt den Beifall ab A1 || 21017 einzige] A1.2 einzig A3 || 21017.18 einer, welcher] A2.3 der, so A1 || 21030 objectiv] A2.3 auch A1 || 21035 einen] Erdmann eines A || 21120 hinge] A1.2 hängte A3 || 21125 ausmachend] Windelband ausmachen A1 st. ausmachen l. ausmachen Druckfehlerverz. A1 ausmache A2.3 auszumachen Rosenkranz; Erdmann stellt, um ausmache beizubehalten, wäre vor die Klammer || 21215 in] fehlt A1 || 21221 in] A2.3 und in A1 || 21222 also] fehlt A1 || 21223 eigenen] A2.3 besondern A1 || 21230 Reiz] A2.3 Einen Reiz A1 || 21235 Anderer] A2.3 andere A1 || 2134 besondern] eignen Erdmann vgl. zu 21222 || 21316.17 Das Eingeklammerte Zusatz von A2 || 21317 letzteren] A2.3 letztere A1 || 21323 das zweite beim fehlt A1 || 21331 seine] A2.3 ihre A1 || 21334 geblieben] fehlt? Erdmann || 2146 gebrauchen] A2.3 brauchen A1 || 2148 jeglichem] A1.2 jeglichen A3 || 21436 bezeichnet] fehlt A1 || 21511 sie] A1 sich A2.3 || 21512 logischen] fehlt A1 || 21517 können — Urtheile] A3 kann es nicht die Quantität eines objectiv-gemeingültigen Urtheils A1.2 || 21524 ästhetischen] A2.3 ästhetisches A1 ein ästhetisches Rosenkranz || 21526 Geruche] Erdmann Gebrauche A || 21527 ein] fehlt A1 || 2162 aufschwatzen] A3 abschwatzen A1 beschwatzen A2 || 2165 glaubt] A2.3 so glaubt A1 || 2167 den Betrachtenden] A3 ihn A1.2 || 21612 betrachtet] A1.2 angesehen A3 || 216 16 es] A3 er A1.2 || 21627.28 wenn — fällte] A2 A3 wider die er aber öfters fehlt und — fället A1 || 21723 besondere] bestimmte? Hartenstein || 21725 an] A1.2 in A3 | 21730 Dieser] A2.3 und dieser A1 || 2195.6 unbestimmter] A1.2 sc. begrifflich unbestimmter bestimmter A3 || 21910 sofern] A2.3 wenn A1 || 21917 einzeln] A2.3 einzelne A1 || 21921 für] A2.3 als für A1, Erdmann || 2201 Zweck] der Zweck? Hartenstein || 22013.14 Das Eingeklammerte Zusatz von A2 || 22023 Ursachen] A2.3 Ursache A1 || 22024 einem] A1.2 einen A3 || 2213 der] fehlt A1 || 22120 Vorstellung von] Zusatz von A2 || 22133 ein Causalverhältniß] A2.3 ein besonderes Causalverhältniß A1 || 22133/2221 nur jederzeit] jederzeit nur? Vorländer || 222 4 Unlust] der Unlust? Erdmann || 22214 nur] A2.3 nur alsdenn A1 || 22220 Urtheil hingegen] A2.3 aber A1 || 22223 einen] Erdmann ein A || 22235 analogisch] analog? Erdmann || 2237 dieses] Windelband diese A || 22315 Indessen] A1.2 Indeß A3 || 22317 an] A2.3 für A1 || 22331 von der] fehlt A1 || 22332 (als formale) Zusatz von A2 || 22413 verdienten] A1.2 verdienen A3 || 22414 zu gelten] A2.3 gehalten zu werden A1 || 22421 gleiche] A1.2 solche A3 || 22428 nicht] A3 sehr A1.2 vgl. Erläuterungen || würde] A1.2 würden A3 || 22436 welchen] Erdmann welcher A || 22519 was] fehlt A1 || 22522 belebt] A2.3 beliebt A1 || 22524 erstere] A2.3 schöne Form A1 || 22529 bloßes] fehlt A1 || 2261.2 die — sie] Zusatz von A2 || 2262.3 erhalten] A2.3 erheben A1 ||. 2264 Parerga)] fehlt A1 || 2268 Einfassungen — oder] fehlt A1 || 22616 Das Eingeklammerte Zusatz von A2 || 22720 Hiervon ist], welche von der quantitativen etc. A1 || 22722.23 bei welchem] der A1 || 2283 wozu] womit? Erdmann || 2284.5 wenn es — wäre] Zusatz von A2 || 2289 eine — subjective] A2.3 formalen subjectiven A1 || 22812 Unterschied] A2.3 Unterschied der A1 || 22813.14 der — der] Vorländer die — die A || 22820 gründen] A2.3 gründet A1 || 22821 einzig] A3 einig A1.2 || 22826 in der Bestimmung] fehlt A1 || 22830 sofern sie] A2.3 die A1 || 22832 wollte — nennen] A1.2 ästhetisch nennen wollte A3 || 22834 vorstellte] A1.2 vorstellt A3 || welches — widerspricht] Zusatz von A2 || 2291.2 als — Urtheils] A3 der Bestimmung desselben A1.2 || 22914 Arten der] Zusatz von A3 || 22919 jemand] A1.2 niemand A3 || 22920 daran] A darin Erdmann || 22925 der Paradiesvogel] A2.3 die Paradiesvögel] A1 || 22931 Phantasieen] A1.2 Phantasiren A3 || 2301 wodurch] A2.3 daß dadurch A1 || 2305 Schönheit] fehlt A1 || 2307 voraus] erst nach Vollkommenheit A3 || 23014 Gefallende] A2.3 gefallendes A1 || 23017 ihrem] A2.3 ihren A1 || 23022.23 ein Wohlgefallen, das auf einem Begriffe gegründet ist A1, auf einem Begriffe gegründetes Wohlgefallen A2.3, ein Zusatz Vorländer || 23025 das erste wodurch] A2.3 dadurch A1 || 23031–33 zwar — können] A2.3 ist zwar nicht allgemein, doch können ihm in — werden A1 || 23036 jenes] A2.3 jener A1 || 2316 wodurch] A2.3 dadurch A1 || 23117 auf] A2.3 der auf A1 || 23123 halte] A2.3 wende A1 || 2323 nach zureichende noch einmal empirische A1.2 || 2328 anderen] A2.3 andere A1 || 23210 wer aber] A2.3 der aber, so A1 || 23214 wonach] A2.3 darnach A1 || 23231 dem eines] Zusatz Windelband || 23233 Veränderung] A3 Veränderungen A1.2 || 23234 lebenden] A1.2 lebenden Sprachen A3 || 23237 hat] A1.2 behält A3 || 2338 die] A diese? Erdmann || 23321 eines fehlt A1 || 23324 seiner] Erdmann einer A || 23332 des] A1.3 der A2 || 2346.7 Bewußtsein, ein] A2.3 Bewußtsein, zu reproduciren, ein Bild A1 || 23414 in dem] A2.3 der A1 || 23421 das erste und] A1.2 nebst A3 || 23426–28 liegt — wo — Grunde] A2.3 ist diese Gestalt das Ideal des — da — angestellt wird A1 || 23428.29 unter — Bedingungen fehlt A1 || 23429 eine — Normalidee] A2.3 ein anderes Ideal A1 || 23437 ihren] A1.2 ihrer A3 || 2352 ganze fehlt A1 || 23524 welcher] A2.3 der A1 || 23525 wer] A2.3 der A1 || 2361 darin] A2.3 daran A1 || 23614 dem Gegenstande] A1.2 den Gegenständen A3 || 23621 nun] A2.3 aber A1 || 23622 wo] A2.3 da A1 || 23626.27 eine — deutlich] A1.2 deutlich eine Zweckmäßigkeit A3 || 2373 wo] A2.3 da A1 || welcher] A2.3 der A1 || 2379 als] Windelband wie A wie ein Erdmann || 23728 Beistimmung fehlt A1 || 23810.11 nach — dunkel] A2.3 nach, ihnen als nur dunkel A1 || 23826 wodurch] A2.3 dadurch A1 || 23832 desselben] Vorländer derselben A || 23910 muß] A1 fehlt A2.3 || 23929 das — subjectiv] Windelband zwar das Princip nur subjectiv A zwar — subjectiv ist Erdmann || 24014 und] A1.2 um A3 || 24017 vom] A1.2 des A3 || 24132–35 Wo — wahrgenommen wird] A2.3 Wo eine Absicht — in einer Eintheilung A1 || 24216 alsdann] A2.3 fehlt A1 || 24219 wobei] A2.3 wo A1 || 24229 Möbeln] A2.3 Mobilien A1 || 24231 dieser] A diese Erdmann || 24316.17 wogegen die dort] A2.3 dagegen daß die dorten A1 || 24334 indessen daß] A1.2 während A3 ||
24432 (das Schöne) fehlt A1 || 2451.2 (das Gefühl des Erhabenen) fehlt A1 || 24510 enthält] A2.3 fehlt A1 || 24518 führt] Windelband führe A || 24519 hingegen] A3 statt dessen A1.2 || 24521 zwar] A2.3 gar A1 || 24523 aber] A2.3 fehlt A1 || 24529 aufgefaßt] A2.3 abgefaßt A1 || 24610 zur — der] A2.3 fehlt A1 || 24613 Begriff] A2.3 fehlt A1 || 24616 so gar] Hartenstein sogar A || 24619 sich] A2.3 sie A1 || 24710 Interesse, der] A Interesse sein, der Erdmann || 2488 was] A1.2 etwas A3 || als sagen] A3 als zu sagen A1.2 || 24812 ist — wird] A2.3 ist er nicht A1 || 24813 es] Erdmann er A || 24814 Es] A2.3 Er A1 || 24823 die — letztern] A2.3 dieser ihre Größe A1 || 24824 sie] A2.3 es A1 || 24832.33 Beistimmung] Hartenstein Bestimmung A || 24910 übrigens] A2.3 nun A1 || 24913 beurtheilenden] fehlt A1 || 24923 enthält] Windelband enthalte A || 25015 werde] A2.3 würde A1 || 25019.20 Teleskope Mikroskope] A2.3 Telescopien Microscopien A1 || 25024.25 auf eine reelle] A2.3 als einer reellen A1 || 25030–32 klein. Mithin ist — erhaben] A2.3 klein, mithin Geistesstimmung — ist erhaben A1 || 2516.7 zwar — nur durch] A2.3 zwar nur bestimmte — sei, durch A1 || 25224 Idee] Windelband Ideen A || 25233 vermischt) und] A vermischt) ist und Erdmann? || 25310 der] A1 Druckfehlerverz. die A || 25322 diese] A die Erdmann? || 25332.33 ist — Zweck-]mäßiges A2.3 ist etwas, was zwar — zweckmäßig ist, A1 || 25328 Zusammensetzung] A Zusammenfassung Erdmann? || 2547 Zusammensetzen] A Zusammenfassen Erdmann || 25426 sich dasselbe] A2.3 es sich A1 || 25435 Das — Unendliche] A2.3 Das Unendliche A1|| 2551 Noumenons] A2.3 Noumens A1 || 25521 gegebenen fehlt A1 || 25523 die] Zusatz Windelband || 25525 dieses — Vermögens] A2.3 dieses Vermögens, welches im Fortschreiten unbegrenzt ist A1 || 25535.36 welches] A2.3 das A1 || 2566 sie] A1 sich A2.3 || 2567 erhabenen] Vorländer Erhabenen A || 25618 wenn — sich] wenn es sich A1 wenn, indem es sich A2.3 || 25622 ihren] A2.3 ihrer A1 || findet] A2.3 befindet A1 || 25631 die unermeßliche] A3 der unermeßlichen A1.2 || 25633 lassen] läßt Hartenstein || 2574 eine ihnen] ihnen eine Erdmann || 25714 unveränderliches] A2.3 veränderliches A1 || 25717 in — Ganzes] A2.3 in einem Ganzen A1 Hartenstein || 25729 zu — durch] A2.3 für die durch A1 || 25731 mit] A2.3 zu A1 || 2589 der Vernunft] Erdmann des Verstandes A || unangemessen] A2.3 angemessen A3 || 25820 die fehlt A1 || 25827 hier] fehlt A1 || 25829 oder] fehlt A1 || 2593 einer] einer jeden Erdmann || 2594 wodurch] A2.3 dadurch A1 || 2599 aber zur] Erdmann aber, als zur A || 25913 sie] A es Vorländer || 25919 ward] A2.3 wurde A1 Druckfehlerverz. || 25922 als gegeben] Windelband als bloß gegeben A2.3 als ganz gegeben A1 Erdmann || 25923.24 weil — gar] A2.3 weil auf — Maaß, da gar A1 || 25930 Äußerste] A1.2 äußere A3 || 2602 Einbildungskraft — als] A1.2 Einbildungskraft für — Erweckung doch als A3 || 2603 wird aber] A2.3 aber wird A1 || 26022 dem] A1.2 welchem A3 || 2612 ihn] A1.2 Ihn A3 || 2613 Wer A2.3] Der A1 || 2615 Jener] A2.3 Er A1 || 2616 Scheu] A2.3 diesen Scheu A1 || 26133 physische fehlt A1 || 2621 wobei] A2.3 dabei A1 || 2628 solche fehlt A1 || anzusehen] Erdmann ansehen A || 26221 bleibt] A2.3 ist A1 || 2637 Handelsgeist] A3 Handlungsgeist A1.2 || 26315 über fehlt A1 || 26330.31 befindet — in der] A2.3 ist in gar keiner A1 || 26332 ganz freies] A2.3 zwangfreies A1 || 26334 der] A2.3 seiner A1 || 26335.36 eine erkennt] A2.3 einer seinem Willen gemäßen Erhabenheit der Gesinnung an ihm selbst bewußt ist A1 || 2648 dem übermächtigen] A2.3 das übermächtige A1 || 26423 dieselbe] A2.3 sie A1 || 2653 den] A2.3 dem A1 || 2653.4 unter — derselben] A2.3 unter dieser ihrer Voraussetzung A1 || 2655 letztern] A2.3 letztere A1 || 26530 zu dem] A2.3 den A1 || 2667 im Menschen fehlt A1 || 2667.8 auch diesem] A2.3 dem A1 || 26611 die] dieselbe Erdmann || 26614 würden] A2.3 würde A1 || 26617 hinüberzuziehen] A2.3 herüberzuziehen A1 || 26635 worin] A2.3 darin A1 || 2679 die fehlt A1 || 26733 dieselbe — Zwecke] A2.3 die Zwecke A1 || 2689 dieser] Windelband diesen A || 2693.4 durch ein Werkzeug] A3 einem Werkzeuge A1.2 || 26910 welche] A2.3 so sie A1 || 26930 sich] Zus. Windelband die Natur Erdmann || 26931 doch] A1.2 nur A3 || 26934 doch] A1.2 dennoch A3 || 27018 als] A3 fehlt A1.2 || 27021 macht: denn] A2.3 macht, vorstellen, denn A1 || 2716 versetzen] versetzten Vorländer || 27134 gewisse] A2.3 die A1 || 27135 moralische] Hartenstein menschliche A || 2726.7 macht — bestimmen] A2.3 macht sich nach freier Überlegung durch Grundsätze zu bestimmen A1 || 2747 in dem] Erdmann indem A || 27425 Epoche] A1.2 Periode A3 || 2758 Sinnlichkeit] A2.3 Sittlichkeit A1 || 27524 wovon] A2.3 davon A1 || 27525 uns selbst, was] Erdmann uns, selbst was A || 27530 sondern auch] A3 und A1.2 || 27534 genug sein] A3 genug zu sein A1.2 || 27614 selbst unter] selbst und unter Erdmann? || 27624 Saussure] A2.3 v. Saussure A1 || 2772 physiologische] A2.3 psychologische A1 || 27730 sogar] A2.3 so gar A1 || immer] A2.3 alles A1 || 27831–33 herbeizuschaffen — Denn] A2.3 herbeizuschaffen, so ist doch eine transscendentale Erörterung dieses Vermögens zur Kritik des Geschmacks wesentlich gehörig; denn A1 || 27833 derselbe] A2.3 dieser A1 || 27835 Verwerfungsaussprüche] A2.3 Verwerfungsurtheile A1 ||
27836—2791 Das Übrige — Urtheile] A2.3 Drittes Buch. Deduction der ästhetischen Urtheile A1, cf. Kant's Briefwechsel II 136, 152 und A1 Druckfehlerverz. || 27910 muß] A2.3 mußte A1 || 27918 Gemüth — zeigt] A2.3 Gemüth gemäß ist A1 || 27924 hingelangt] A2.3 hinlangt A1 || 2804.5 das erste werden — Veranlassung] A2.3 werde, welcher sich bewußt zu werden, die Auffassung — Gegenstandes, die bloße Veranlassung giebt A1 || 28015 enthält] A2.3 ist A1 || 28016.17 der Urtheile über] derer über A1 || 28025 indeß] A2.3 indessen daß A1 || 28036 haben] A2.3 ist A1 || 2815 könne fehlt A1 || 2816 hat] A1 habe A2.3 || 2817.8 auch — für A2.3 auch ein Wohlgefallen für A1 || 2817 dürfe] A1.2 dürfte A3 || 28116.17 erstlich — die] A2.3 erstlich der — einer logischen — sondern der A1 || 28122 worin] A2.3 darin A1 || 28213 unter — anderer] A2.3 unter anderer ihren Urtheilen A1 || 28215–17 belehren — aussprechen] A2.3 belehren, mithin nicht — gefällt, folglich a priori ausgesprochen werden A1 || 28216.17 aussprechen] nach A1 absprechen A2.3 || 28220 Erkenntniß] Erkenntniß- (sc. Urtheile) Erdmann || 28222 Publicums, noch] A2.3 Publicums, nicht durch das A1 || 28231 bloß] fehlt A1 || 2835.6 hervorzubringen] A2.3 hervorzubringen, darthue A1 || 28311 vorgegangen] vorangegangen v. Kirchmann || 28319 haben mag] fehlt A1 || 28323 einen] A2.3 einem A1 || 28328 ablernen] A2.3 abzulernen A1 || 2847 stellen] A2.3 anstellen A1 || 28415 die — Schönheit] A2.3 die der Schönheits-Beurtheilung A1 || abgebe; daß] A2.3 abgebe und daß A1 || 28416 mögen fehlt A1 || 28416.17 haben — hinreichender] A2.3 haben einen hinreichenden A1 || 28418 mithin logischen fehlt A1 || 28430 auch] A2.3 wenigstens A1 || 28432 ich stopfe] A2.3 so stopfe ich A1 || 28432.33 keine — Vernünfteln] A2.3 nach keinen Gründen und Vernünfteln A1 || 28434 seien] Hartenstein seyn A || 2857 auch] A2.3 und A1 || 2859 meinem] fehlt A1 || 28517 macht] A2.3 machte A1 || 2865 den] A2.3 um den A1 || 2867 sondern] A2.3 sondern um A1 || 2873 desselben (das] A2.3 derselben (zum A1 || 2877.8 wodurch] A2.3 dadurch A1 || 28710 u. 11.12 Zusammensetzung] Zusammenfassung Erdmann || 28711 des Verstandes] A2.3 den Verstand A1 || 28714 () fehlt A1 || 28715 Bedingung, daß] Windelband Bedingungen daß A Bedingungen, wodurch Erdmann || 28722 der Erkenntnißvermögen], Erdmann des Erkenntnißvermögens A || 28819 damit — werde] A2.3 um zu begreifen A1 || 28825 wo — sich] A2.3 ihr A1 || 2906.7 eingeschränkt] A1 eingerichtet A2.3 || 2907 auf] A1.3 fehlt A2 || 29022.23 haben. — unvermeidliche] A2.3 haben, welches letztere zwar unvermeidliche A1 || 2913–5 kann — benommen] A2.3 kann, dadurch aber doch — benommen wird A1 || 29114 als] A2.3 auch als A1 || 29116 ein fehlt A1 || 29116.17 Natur — für] A1.2 Natur, der ihrem — anhinge, angesehen werden mußte, für] A3 || 29119 Wirklichkeit] Wirksamkeit Hartenstein? || 29120 offen] A2.3 blos A1 || 29124 Sinnesempfindung] Windelband cf. 29127 Sinnenempfindung A umgekehrt Erdmann || 29133 bei der] A2.3 durch die A1 || 29214–18 hat. — berechtigt] A2.3 hat, worauf aber, daß andere — ich nicht — berechtigt bin A1 || 29229 vermittelst — Verfahrens] A2.3 durch ein Verfahren A1 || 29234 den] A2.3 seinen A1 || 29235 genöthigt fehlt A1 || 2934 das zweite nicht fehlt A1 || 29325 zwar fehlt A1 || 29326 hierin] A2.3 in diesem A1 || 2941 anderer] A2.3 anderer ihre A1 || 2945 dem] A2.3 unserm A1 || 29417 u. 18 denken] A2.3 zu denken A1 || 29422 und — ist] A2.3 unter welchen das größte ist A1 || sich — Regeln] A3 sich die Naturregeln A2 die Natur sich Regeln A1 sich die Natur den Regeln Erdmann || 29423 sein] A1 ihr A2.3 || 29511 wegsetzt] Windelband wegsetzen A wegsetzen kann Erdmann || 29518 die — Verstandes] A2.3 die des Verstandes A1 || 29522 daß fehlt A1 || 29532 wiederum fehlt A1 || 2963 versetzt] A2.3 setzt A1 || 29618.19 daß — verbunden] A2.3 daß ein solches, nachdem — worden, damit nicht verbunden A1 || 29628 als] als die Erdmann || 29634 dem] A2.3 den A1 || 2981 es] A2.3 so A1 || 29810–12 könne — Ursache] A2.3 könne, welcher, ob er nicht — könne, wir — Ursache haben A1 || 29814 Vom] A1.2 Von dem A3 || 29816 diese] A2.3 sie A1 || 29821 öfter] A2 öfters A1 oft A3 || 29833 aber fehlt A1 || 29834 haben] zu haben Erdmann || 29835 und daß fehlt A1 || 2996 zur] A1.2 zu A3 Vorländer || 29915 ihm fehlt A1 || 29922 was] A1.2 welches A3 || 29928 was] A1.2 das A3 || 29929.30 nur — verbundenes] A2.3 nur mit — verbunden A1 || 29933.34 allein — erwecken] A2.3 an jener allein — Interesse zu nehmen A1 || 29936 um fehlt A1 || 30034 welcher A2.3 so A1 || 30112 und] Erdmann mit A || 30134 erwecken] Zus. Erdmann || 30217 seiner] ihrer Erdmann, nicht nöthig || 30229 hatte] A2.3 hat A1 || 30237 sollen] A2.3 sollten A1 || 30322 desselben] Vorländer derselben A || 30324 seiner Ursache vor seiner Wirklichkeit] Windelband ihrer — ihrer A || 3046 Beschäftigung] A2.3 als Beschäftigung A1 || 30416 Handwerken] A1.2 Handwerkern A3 || 3055.6 man — abgefertigt] A2.3 man uns — abfertigen A1 || 30510 der] in den Erdmann || 30511 deshalb] A2.3 um daher A1 || 30534 wunderliches] A2.3 wunderlich A1 || 30621 als] wie Erdmann || 30622 als] wie Erdmann || 3076 ohne — durchblickt] fehlt A1 || 30726.27 mithin — lege] A2.3 mithin ohne einen — Grunde zu legen A1 || 3084 doch] noch Rosenkranz? || 3086 beschreiben oder] fehlt A1 || 30810 solchen fehlt A1 || 30816.17 und — schöne] A2.3 und dieses auch nur, sofern sie schöne A1 || 30827 welcher — etwas] A2.3 der, weil er niemals was A1 || 30834 vorgetragen hat fehlt A1 || 30915 jener] A2.3 jener ihr A1 || 30916 der Erkenntnisse] A2.3 in Erkenntnissen A1 || 30929 Formel] Form Erdmann || 31026 wobei] A2.3 bei dem A1 || 3114 der] A1.2 zur A3 || 31121 für] als Erdmann || 31210.11 als Schädlichkeiten fehlt A1 || 31213 die] A2.3 der A1 | 31216 aufdränge] A1.2 aufdrängte A3 || 31231 welchem] welchen Erdmann || 3131 derselben] jener Erdmann || 31310 bleibt] A2.3 ist A1 || 31329 denn das] A2.3 das denn A1 || 3144 die] A2.3 den A1 || 31417 nach — uns] A1.2 so daß uns nach demselben A3 || 31418.19 dieser — dem] A2.3 der von uns aber — anderem und A1 || 3156 nämlich fehlt A1 ||3158 gemacht] A2.3 gedacht A1 || 31514 Jupiters] A2.3 des Jupiters A1 || 3169 letztere] A3 letztern A1.2 || 31611 anhänglich] anhängig v. Kirchmann || 31621 der] A1.2 von A3 || 31623 die] A3 der A1.2 || 31624 dessen] A2.3 davon das A1 || 31627 ausmacht] Windelband ausmachen A || 31628.29 Einbildungskraft] A1.2 erstere A3 || 31629 Verstandes || A1.2 Verstandes steht A3 || 31630—3171 Absicht — über] A1.2 Absicht sie hingegen frei ist, um noch über A3|| 3172 doch] A2.3 noch A1 || 31711 Das letztere] A2.3 Des letztern A1 || 31714 das] A1.2 dies A3 || 31719 der Regeln fehlt A1 || 31811.12 verloren gehen] A2.3 wegfallen A1 || 31820 diese] A2.3 die A1 || 31829 welchen] A2.3 dergleichen A1 || 3199 welcher fehlt A1 || 31921 schöne] schöner Erdmann || 31922.23 Reich — Angemessenheit] A1.2 Zum Behuf der Schönheit bedarf es nicht so nothwendig, reich — zu sein, als vielmehr der Angemessenheit A3 || 31926 hingegen] A3 aber A1.2 || 31931 es] A2.3 er A1 || 32026 übergetragen] A2.3 übertragen A1 || 3214 und fehlt A1.2 || 3216 nicht — Begriffen] A1.2 den gemeinen Begriffen nicht so angemessen A3 || 3217 redenden] redenden A || 32112 Zuhörer] A1 Zuschauer A2.3 || 32117 können fehlt A1.2 || 32123 als] Erdmann sondern A || 32134.35 mithin — verspricht. fehlt A1 || 3224.5 dem — letzteren] für das Gesicht — für das letztere Erdmann || 32211 was] Windelband wenn A1 das erstere scil. Urbild || 32225 das zweite von] A1.2 zu A3 || 32228 alle] Erdmann alles A || 32230 gezählt] A1.3 gewählt A2 || 32231 dagegen] A1.2 wogegen A3 || 3236 von — Gebrauch] A2.3 einer Benutzung und Gebrauchs A1 || 32313.14 der — kann] A3 und der Sinn des Gefühls kann A1 der Sinn des Gefühls aber kann A2 || 32322 ist, um] A2.3 ist, und um A1 || 32335 von der] A3 die A1.2 || 32337 Analogie] A1 Anlage A2.3 || 3241.2 erfordern — über] A2.3 erfordern, so ist doch das Geschmacksurtheil über A1 || 32415 lassen)] Frey, dies Klammerzeichen in A nach werden Z. 14. || 32418 der — Empfindungen] A2.3 mit dem Tone der Empfindung A1 || 32429 Empfindungen] Empfindung Erdmann || 32430 sei] A2 seyn A1 seien A3 || 32431 führe] A2 führen A1.3 || 32433.34 u. 32437 dieselben] Erdmann, dieselbe A || 3256 zieht — zweitens] A2.3 zweitens, zieht man] A1 || 3258 zu Rath fehlt A1 || 32511 imgleichen] A1.2 ferner A3 || 32517–19 man — erklärte] A2.3 sie — erklärten A1 || 32518 schöne] schöne A || 32528 Oper] A2.3 Opera A1 || 3266.7 nach und nach fehlt A1 || 3278 dessen] A2.3 seinem A1 || 32711 oder] A2.3 und A1 || 32716 irgend jemandes] A2.3 seinem A1 || 32717–19 lassen. — verwerflich] A2.3 lassen, welche, wenn — doch dadurch verwerflich wird A1 || 32721.22 das zweite es — ist] A2.3 dieses auch aus dem Grunde, weil es allein Recht ist A1 || 32726.27 die — ausmachen] A1.2 welches — ausmacht A3 || 32727 an] A2.3 für A1 || 3281 um] A2.3 um den A1 || 32817 denn] dann Rosenkranz || 32821.22 ausübt] A3 ausübe A1.2 || 32823 mittheilt] A3 mittheile A1.2 || 32834 deren] A2.3 ihrem A1 || 3292 Zusammensetzung] Zusammenfassung Erdmann || 3293 dient] A3 diene A1.2 || 32935 sie] Windelband sich A || 3308–18 Außerdem — gekommen ist fehlt wie die Anmerkung 33031–35 A1 || 33024 § 54 fehlt A || 33034 auflegen] A2 auflegten A3 || 33035 nöthigen] A2 nöthigten A3 || 33117.18 Aussicht — mögliches] A2.3 Aussicht eines, aus — sei, auf ein mögliches A1 || 33125 ins] A1.2 in A3 || 33128 das — an] A2.3 das an A1 || 3321 ihre Rolle fehlt A1 || 3326 Hingegen] A2.3 Aber A1 || 3328.9 und dennoch fehlt A1 || 33212 jenem] A2.3 jener ihrem A1 || 33219 machen] macht Erdmann || 33230 Schwingung] A2.3 Schwingungen A1 || 3333 ist (denn)] A2.3 ist, wie etwa bei einem, der von einem großen Handlungsgewinn Nachricht bekommt (denn] A1 || 3335 Gleichgewicht] A2.3 Spiel A1 || 3337 ein] A2.3 als ein A1 || 3339 sah, mit] A2.3 sah und mit A1 || 33310 anzeigte und auf] A2.3 anzeigte, auf A1 || 33318 will, aber] A2.3 will und A1 || 33322 positive fehlt A1 || 33323 oft] A2.3 öfters A || 33336 lang] A2.3 durch A1 || 3344 Aufmerksamkeit] A2.3 Mühe A1 || 33414 Bewegung fehlt A1 || 33423.24 könne — die Luft] A2.3 könne, welche (gleich — fühlen) die Luft A1 || 33428 sagte] sagt Erdmann || 33432 sind] A2.3 ist A1 || 33433 ist fehlt A1 || 3353 welches] A2.3 welche A1 || 33512 vorsichtig] sorgfältig Erdmann? 33514 die] fehlt A1 || welcher] A2.3 so sie A1 || 33523 eine — Erscheinung] A2.3 nur eine kurze Zeit Erscheinung A1 || 33527.28 zugleich — darüber] A2.3 zugleich auch die Verlegenheit dessen, der — hergiebt, darüber A1 || 33529 gewitzigt] A1.2 gewitzt A3 ||
33720 findet] A2.3 vorfindet A1 || 33836 ungeachtet] A2.3 unerachtet A1 || 33921 was] A1.2 welches A3 || 33922 theoretisch] fehlt A1 || 33935 daher] fehlt A1 || 3404 was] A1.2 das A3 || 3406 als] fehlt A1 || 34010 beigeben] A2.3 geben A1 || 34110 aber] oder Hartenstein? || 34127 mit — welchen] A2.3 als den A1 || 3422 einige] A2.3 welche A1 || 34210 können] A2.3 und können A1 || 34224 wozu] A2.3 dazu A1 || 34228.29 (wenn — wird) fehlt A1 || 3438 werden. Allein] A2.3 werden; aber A1 || 34311 im] A1 in A2.3 || 34313 welche] welches? Windelband || 34314 wenn — ist] A2.3 ist diese aber auch empirisch A1 || 34323 von der] A2.3 der A1 || 34324 ist dies fehlt A1 || 34414 das — Beziehung] A2 das, worauf in Beziehung A1 das, in Beziehung auf welches A3 || 34521 bestimmen] A2.3 sollen bestimmen A1 || 34531 so daß] Windelband daß A und zu behaupten, daß Hartenstein d. i. zu behaupten, daß Erdmann || 3461 seien] sind Rosenkranz || 3473 ungeachtet] A2.3 unerachtet A1 || 34719 im zweiten Falle fehlt A1 || 34732.33 der — Schalthieren] A2.3 von Farben (am Fasan, Schalthieren A1 || 34810 ihnen] A2.3 ihr A1 || 34815 dem] A2.3 im A1 || 34833 Wärmestoff] A2.3 Wärmstoff A1 || 34910 eigenes — Luftberührung] A2.3 eigen Gewicht oder Luftberührung A1 || 34914 nunmehriges ruhiges] Erdmann nunmehrigen ruhigen A || 34930 scheiden] Hartenstein scheidet A || 35019.20 Gunst — erzeigt] A2.3 eine solche, die — erzeugt A1 || 35026 würde] Erdmann wurde A || 35126 und] A2.3 aber A1 || 35129 ist] Erdmann fehlt A || 3521 exhibitiones] A2.3 exhibitio A1 || 35222 den Regeln] Erdmann der Regel A || 3535 an sich sei] Windelband an sich A an sich ist Erdmann 3535 der] fehlt A1 || 35316 Beistimmung] A2.3 Bestimmung A1 || 3543 was] A1.2 welches A3 || 3544 was] A2.3 welches A3 || 35430 finden] A2.3 zu finden A1 || 3559 worunter] A2.3 darunter A1 || 35531 Geselligkeit] A1 Glückseligkeit A2.3 || 35536 einem] A1.2 dem A3 || 3563 des] Windelband der A || 35616 wovon — der] A2.3 davon auch und der A1 || 35619 eines Jeden] A2.3 jedes sein A1 || 35622.23 sei — eine] A2.3 sei; mit welchem in Einstimmung die Sinnlichkeit gebracht, der ächte Geschmack allein eine A1 ||
3596 ein] A2.3 einem A1 || 3599 solche — Formen] Erdmann eine solche — Form A || 36025 der] A1.2 zu der A3 || 36031 befindlich] A2.3 belegen A1 || 36035 wogegen] A2.3 dagegen A1 || 3613 ein fehlt A1 || 3618 Begriff] A2.3 der A1 || 36314 ahnen] A2.3 ahnden A1 || 36333 so] A2.3 was so A1 || 36334 gleichwohl aber] A2.3 was gleichwohl A1 || 36419.20 meiner — Umgränzung] A2.3 meiner beliebigen Umgränzung A1 || 3659 empirisch] fehlt A1 || 36521 welcher] A2.3 welche A1 || 36525 dem] Erdmann den A || 36531 ahnen] A2.3 ahnden] A1 || 36532–36 mag. — ein] A2.3 mag, welchen zu kennen — nöthig haben, wenn — thun ist, wohin aber auch nur — müssen für — einflößt. A1 || 3661.2 wegen — Erkenntnißgebrauch] A2.3 um — Erkenntnißgebrauch willen A1 || 3668 machte] A1 macht A2.3 || 36612 Die] A1.2 Diese A3 || 36621 desselben] A2.3 derselben A1 || 36631–35 Weil — werden] A2.3 Daher, weil — kann, alle daselbst — werden muß A1 || 3679 indeß] A2.3 indessen daß A1 || 36716 gewinnt] A2.3 nimmt A1 || 36725 Zwecke] A1 Mittel A2.3 || 3689 seiner] einer Hartenstein || 36821 den Esel und] fehlt A1 || 36822 zuträglich] A1 zuträglicher A2.3 || 3699 Völker] fehlt A1 || 36915 der Jakute] A2.3 oder J. A1 || 36920 alle die] alle diese Erdmann || 36926 ohne das] A2.3 ohnedem A1 || 36933 d. h.] A2.3 d. i. A1 d. i. um Erdmann || 3709 gleichwohl] Erdmann gleichwohl aber A || 37017 ein — Sechseck] A2.3 vom regulären Sechsecke A1 || 37037 (obgleich — Sinne)] fehlt A1 || 37115 dieses] A2.3 dieser A1 || es] A2.3 er A1 || 37118 er] A es Erdmann || 37119 ihm] Erdmann ihr A || 37126 daß — unendlich] A2.3 von der alle Kunst unendlich A1 || 37127 erhält] fehlt A1 || 37134 das] A2.3 der A1 || 3723 ihrer] A2.3 dieser ihrer A1 || 37210 ungeachtet] A2.3 unerachtet A1 || 3731 Ursachen] Ursache Rosenkranz || 37332 Princip sein] Windelband Princip A Princip ist Erdmann || 37410 ein Rad] fehlt A1 || des] A2.3 der A1 || 37415 auch nicht ein] A1 auch so wenig wie ein A2.3 || 37422 es] A3 sie A2 sie fehlt A1 || 37423 es] A3 sie A1.2 || 37511 wie sie diejenigen] A2.3 dergleichen A1 || 37523 derselben] A2.3 desselben A1 || sondern] A2.3 als A1 || 37632 von] fehlt A1 || 37633 Verlassung] A2.3 Veranlassung A1 || 3775 daß] A2.3 dessen A1 || 37710–13 Denn, wenn — da] A2.3 weil wenn — beziehen, wir sie auch — beurtheilen müssen und kein — da ist A1 || 37719 Doch muß] A2.3 so muß doch A1 || 37720 formt] fehlt A1 || 37725 das zweite der] Erdmann über A || 37732 Völkern] A3 Völker A1.2 || 3797 das] Hartenstein daß A || 37927 seien] A2.3 sind A1 || 3809 daß — ohne] A2.3 und daß, ohne A1 || 38010 ermüdende] A2.3 die ermüdende A1 || 38020 hat] A2.3 haben A1 || es] Vorländer sie A || 38031 ihrer] A2.3 dieser ihrer A1 || 38113 Platz] A2.3 ihren Platz A1 || 38126 hereinbringt] A1.2 hineinbringt A3 || 3826 nur] fehlt A1 || 38215 einheimisches] einheitliches Erdmann? || 3842 den Experimenten] A2.3 Experimenten A1 ||
3858 keinem] Erdmann einem A || 3866.7 jede — widerstreitenden] A2.3 jede zweier einander widerstreitender A1 || 38618 der allgemeinen A3 den allgemeinen A1.2 || 38631 eine] A2.3 die eine A1 || 3871 hervorthut] A2.3 hervorfindet A1 || 38720 doch] A2.3 aber A1 || 38722 von] von der Vorländer || 38736 bei einigen] A2.3 einigen A1 || 3881 spüren] A2.3 nachzuspüren A1 || 38814 nicht — vereinigen] A2.3 zu vereinigen nicht A1 || 38910 auch] fehlt A1 || 3906 die] Erdmann der A || 39018.19 Fremdling — der] A2.3 Fremdling vom Begriffe in — nämlich der der A1 || 39111 sind — etwa] A2.3 sind und nicht etwa A1 || 39132 aufhalten] A2.3 verweilen A1 || 39413 des] Erdmann der A || 39433 ihrer] A2.3 seiner A1 || 3965 müßten] Kirchmann mußten A || 39614 bloß] A2.3 nicht bloß A1 || 39621 darnach] fehlt A1 || 3975 eines — Ganzen] A2.3 ein — hängendes Ganzes A1 || 39715 eben sowohl] A2.3 eben so wohl A1 ebensowohl Hartenstein ebenso wohl Erdmann || 39830 den — Erzeugung] A2.3 die einer Erzeugung A1 || 3992 des] fehlt A1 || 3993 Wesen] A1 Wesens A2.3 || 3993–5 daß — findet] A2.3 und die Teleologie findet — Theologie A1 || 3998 nach] A2.3 nach der A1 || 39918 von] A2.3 unter A1 || 4001 Menschen] A2.3 als Menschen A1 || 4005 (eines Gottes) fehlt A1 || 40028 gar] A ganz Hartenstein || 40116 zwar] Rosenkranz zuvor A || 40126 liege] A1.2 liegt A3 || 40127 und auch Schwierigkeit fehlt A1 || 4023 gehen] fehlt A1 || 4029 (außer — Begriffe)] fehlt A1 || 40221.22 unablaßlichen] A2.3 unnachlaßlichen A1 || 40236 seiner] Windelband ihrer A || 4039 Erkenntnisses] Erkenntnisses nach Erdmann || 40314 diese] A2.3 die A1 || 40326 der] A1.2 in der A3 || 40414 mit nicht] A1.2 nicht mit A3 || 40415 Regel] Regeln Erdmann || 40417 vorhabenden] A1.2 vorliegenden A3 || 40531 die] Hartenstein der A || 40533.34 Verstandes — absichtlich] Verstandes ihrer Möglichkeit nach von uns als absichtlich A1 Verstandes, von uns ihrer Möglichkeit nach absichtlich A2.3 || 4069 diese] A1 die A2.3 || 40625 (negativ — discursiven) fehlt A1 || 40633 dessen] fehlt A1 || 4086 ihrer] Erdmann seiner A || 40812 die — mögliche] Hartenstein der — möglichen A || 4109 es ist fehlt A1 || 41018 die] Erdmann der A || 41033 Naturerkenntniß] A3 Naturkenntniß A1.2 || 4118 darlegen] Erdmann darlegt A || 41122 gar] A ganz Erdmann || 4124 zur] der Hartenstein || 4129 dem] A1.2 das A3 || 41211.12 im Übersinnlichen] A1.2 ins Übersinnliche A3 || 41223 nach Zwecken] Zusatz Erdmann durch Technik Schopenhauer-Rosenkranz || 4132 ausmache] A1 ausmacht A2.3 || 41327 absichtlich] eine absichtlich Erdmann? || 41332 ist] Zusatz Erdmann. || 41428 liegt] fehlt A1 || 4159 sein] sc. müsse; seyn A seien Rosenkranz sei Erdmann ||
4161 Anhang fehlt A1 || 41832 welches — keine] A2.3 das es ohne dem keine A1 || 41933 würde] A2.3 wurde A1 || 41938 univoca] univoca ist Erdmann || 4204 welcher] A2.3 der A1 || 4207 so — füglich] A2.3 kann nicht füglich A1 || denn] Zusatz Vorländer || 42034 ein] A2.3 nie A1 || 4214 außer] Hartenstein aus A || 42117 Zweckbeziehung] A1.2 Zweckverbindung A3 || 42126 die] Zusatz Erdmann || intelligenten] A2.3 intelligibelen A1 || 42128 finden] Zusatz Windelband || 42132 Princip] fehlt A1 || 4224 hin] fehlt A1 zu Rosenkranz || 4226 der] A1 des A2.3 || 4235 Epigenesis] A2.3 Epigenesis A1 || Dieses — System] A2.3 dieses kann auch das System A1 || 42314 wollten] A2.3 wollen A1 || 42320 im] A2.3 ob im A1 || 42323 wären] A2.3 sein würden A1 || 42329 würden] A2.3 wurden A1 || 42333.34 fanden] Erdmann finden A || 42516.17 Begriff] fehlt A1 || 42528 dient. Dieses] A2.3 dient und diese A1 || 4267 denn] Zusatz Vorländer || 4268 deren — zugleich] A2.3 die zugleich A1 || 42625 welchen] A3 welches A1.2 || 42630 mannigfaltigen] Windelband mannigfaltige A || 4276.7 derselben] desselben Erdmann || 4277.8 um — jener] A2.3 jener ihrer Gefräßigkeit A1 || 42735 Erdlager] Erdlagen Erdmann || 4281 auch] A2.3 wie auch A1 || 42811 einen] Zusatz Vorländer || 42813 diese] die Erdmann || 42911 ungeachtet] A2.3 unerachtet A1 || 42913.14 Verstandes — können] A2.3 Verstandes niemals auslangen können (und nicht — widerspräche) A1 || 42916 sich] A2.3 und A1 || 42928 vorigen] vorigen Paragraphen Erdmann || 43029 in — noch] A2.3 ihn selbst A1 || 4319 genug] A2.3 gnugsam A1 || 4321 den Willen A2.3 die Freiheit A1 || 43210 indeß] A2.3 indessen daß A1 || 43211 Vernunft] Natur Erdmann? || 43230 wechselseitig] A2.3 wechselseitigen A1 || 43233 geschehen. Zu derselben] A2.3 geschehen, zu welcher A1 || 43237 erforderlich — Ermangelung] A2.3 wäre, in Ermangelung dessen A1 || 4333 ist] fehlt A1 || 4335 unvermeidlich: der] A2.3 unvermeidlich ist, der A1 || 4337 vielleicht] fehlt A1 || 43310 vorzubereiten — ungeachtet] A2.3 vorzubereiten, unerachtet A1 || 43323 und fehlt A1 || 43327.28 angehören] A1.2 gehören A3 || 43329 (der — Genusses] A2 (denen des Genusses) A1 (den Neigungen des Genusses A3 || 43332 durch] A2.3 die A1 || 43336 indeß] A2.3 indessen daß A1 || 4341 zu unterliegen] A3 unterzuliegen A1.2 || 43427 oder] A2.3 aber A1 || 43427.28 selbstentworfenen] Windelband selbst entworfenen A || 43429.30 Leben — nach A2.3 Leben habe, nach dem, was es nach A1 || 43431 welches fehlt A1 || 4361 ein] fehlt A1 || 43624.25 der Menschen] A2.3 des Menschen A1 || 43632 die] Erdmann der A || 43715 das] A2.3 die A1 || 43815 kann] Hartenstein können A || 43816 es fehlt A1 || 43819.20 welches viel] A2 das viel A1 welches viele A3 || 43833 suchen. — sehen] A2.3 suchen und bei näherer Prüfung sehen A1 || 4395.6 wenn — Götter] A2.3 sie entweder ihre Götter sich als A1 | 43918 eines] A2.3 eines einigen A1 || 43926 wären — Substanz] A2.3 wären, die zwar A1 || 43928 wäre; — zwar] A2.3 wäre, welches zwar A1 || 43931.32 mußten. — ein] A2.3 mußten, und so den Idealism — einführeten A1 || 44012 der] A2.3 seiner A1 || 44116.17 ergänzen? — voraussetzen] A2.3 ergänzen, welches wenn — voraussetzen würde A1 || 44130 denn] Zusatz Vorländer || 4426 Physikotheologie] A1.2 die Physicotheologie A3 || 44216 wie — wie] A2.3 so — so A1 || 44221 eine bloße Wüste fehlt A1 || 44224 etwa — Jemand] A2.3 nicht etwa damit irgend wer A1 || 44225.26 Betrachtung — Welt] A2.3 Weltbetrachtung A1 || 44236 er dann] A2.3 er, der Mensch, dann A1 || 4438 welcher fehlt A1 || 44311 Wille, ist dasjenige] A2.3 Wille, dasjenige A1 || 44333 dem] A2.3 von dem A1 || 44334 von dem] A2.3 dem A1 || 44335 ist] A2.3 sey A1 || 4445 nach] A2.3 nach der A1 || 44420 es] Erdmann er A || 44424.25 alle — übrigen] A2.3 alle übrige A1 || 44426 (denn — Eigenschaften] fehlt A1 || 4456 Daß] Da Rosenkranz || 44521.22 kann — werden] A2.3 eingesehen werden kann A1 || 4461 hätte] Erdmann hatte A || 4463 diesem gemäß] A2.3 darnach A1 || 4467 Gemüthsstimmungen] A2.3 Gemüthsbestimmungen A1 || 44612.13 sich vorzustellen] fehlt A1 || 44615 gewinnt] A2.3 gewinne A1 || 44634 Ursache] A1.3 Ursachen A2 || 44636 in ihren Wirkungen fehlt A1 || 4471 diesem] fehlt A1 || 44716 Teleologie] A2.3 Theologie A1 || 44730 oder — unsere] A2.3 oder uns selbst in Ansehung ihrer als Endzweck, unsere A1 || 44734 die] A2.3 der A1 || 4482 betrifft fehlt A1 || 44813 Zusammenhang ist] A2.3 zusammenhängt A1 || 44819 den] Erdmann der A || 44828 gedacht] A2.3 vorgestellt A1 || 4491 zwar — Theil] A2.3 zum Theil zwar A1 || 44918 verhalte] A3 verhält A1 verhalten A2 || 45033—45137] Die Anmerkung fehlt A1 || 4512 erstern] A3 letztern A1.2 || 4513 letztern] A3 ersteren A1.2 || 4514 letztern] A3 ersteren A1.2 || 4517 des höchsten Weltbesten] Erdmann das höchste Weltbeste A || 45110 ohne — die] A2.3 unangesehen aller Zwecke (als der A1 || 4522 erfüllte. Umgekehrt] A2.3 erfüllte; und umgekehrt A1 || 4528 wie — Spinoza] fehlt A1 || 4529 fest] A2.3 festiglich A1 || 45219 Zusammenstimmung] A2.3 Zusammenstimmung der Natur A1 || 45312.13 Objects — und welches] A2.3 Objects, welches — kann, an die Hand, das durch A1 || 45319 denselben] A3 demselben A1.2 || 45324 indeß] A2.3 indessen daß A1 || 45426 muß] A3 mußte A1.2 || 4557.8 Ausführbarkeit] (Ausführbarkeit) Erdmann || 45521 müsse] A3 mußte A1.2 || 45528 müsse] A3 mußte A1.2 || 45529.30 sei — mithin] A2.3 sei, mithin wir A1 || 45618 moralischen] moralischen Endzwecks Erdmann || 45622 bereits] Hartenstein bereit A || 45627 dieselbe] Erdmann dasselbe A || 45629 bestimmende] A2.3 bestimmte A1 || 45636 beabsichtete] beabsichtigte Erdmann || 4576 zu dieser] Erdmann dieser A || 45713 Anziehung] fehlt A1 || 45736 indeß] A2.3 indessen daß A1 || 45827 Weise] A2.3 Art A1 || 45832 innere fehlt A1 || 45935 Idol] A2.3 Ideal A1 || 46017 werden] Zusatz Windelband || 46018 auf] A2.3 auch auf A1 || Vorschrift] A1.3 Vorsicht A2 || 46022 über] A1 für A2.3 || 46027 keine] Hartenstein keines A || 46033 praktischer nothwendiger] praktisch-nothwendiger Vorländer || 46035 erforderlichen] A2.3 erforderlicher A1 || 46112 teleologischen] Rosenkranz moralischen A || 46119 nicht — ein] A2.3 nicht ein bloß A1 || 4625 einer fehlt A1 || 46223 müßte] A2.3 mußte A1 || 46311 er — dahin] A2.3 er auf dem Wege dazu A1 || 46313.14 Urtheils] A2.3 Urtheilens A1 || 46323 Satz — der] A2.3 Satz, die Existenz A1 || 46411 ungeachtet] A2.3 unerachtet A1 || 46412–14 sich — Statt] A2.3 sich (d. i. — betrachtet), welche den Grund — enthalten, statt A1 || 46417 Analogon] A1.3 Anlagen A2 || 46430 mit dem] mit Erdmann || 46439 (dergleichen — Verstand) ist, kann] A2.3 (dergleichen ist die durch Verstand) kann A1 || 46523 nicht] fehlt A3 || 46633 also] A3 aber A1.2 || 4677 unsern] A2.3 unserm A1 || 46719.20 Hirngespinsten] Erdmann Hirngespinstern A2 Hirngespenstern A2.3 cf. 41126, 47225 || 46735 wirkliche fehlt A1 || 46816 (—) Thatsachen] A2.3 Thatsachen (—) A1 || 46822 an sich] A1.2 sich an A2 || 4698.9 kann — durch] A2.3 kann, aber doch durch A1 || 46910–13 Wirkung — Glaubenssachen] A2.3 Wirkung ist, zusammt — Unsterblichkeit, Glaubenssachen A1 || 46920 und Geographie fehlt A1 || 46935–36 sich nicht (gleich — gründen) Windelband Glaubenssachen fürwahrhalten (gleich — nicht gründen) A1 sich (gleich — nicht gründen) A2.3 || 4709.10 oder die — Selbstliebe fehlt A1 || 47013 zugleich fehlt A3 || 4717.8 wegen — demselben] A2.3 um der — demselben willen A1 || 47116 obliegen] obliegt Erdmann || 47117 von] Zusatz Erdmann || 47120 Pflicht] A1.3 Absicht A2 || 47126 das erste und] fehlt A1 || 47134–36 aber — Grunde] fehlt A1 || 4721 aber] A1.2 jedoch A3 || 4729 dessen fehlt A1 || 47231 seiner] A3 ihrer A1.2 || 47322 konnte] A2.3 könnte A1 || 47331 ihrer] A2.3 dieser ihrer A1 || 47411 ist. Daß] A2.3 ist und daß A1 || 47415 der] A2.3 || den A1 || 47418 deren] A2.3 die A1 || 47428 desselben] A2.3 desjenigen A1 || 4753 praktische] A1 praktisch A2.3 || 4755 der — letzteren] A2.3 dieser ihr ganzer Besitz A1 || 4759 sie] A1.3 sich A3 || 47531 den] A2.3 den bloßen A1 || 4765 mir] A1 wir A2 uns A3 || 47610 müsse] A2.3 muß A1 || 47611 lasse] A2.3 läßt A1 || 47623 den] A3 der A1.2 || 47631 nun] A2.3 uns A1 || 47719–21 voraus. In — Genüge] A2.3 voraus; in — dessen (—) die Zwecke — Genüge thun A1 || 47724 sein] A1 ein A2.3 || 47727 Benützung] Hartenstein Bemühung A || 47730 ihn fehlt A1 || 47732 in den] A2.3 im A1 || 47735—4782 ergänzt. In — das] ergänzt, so daß in der That nur — fühlt, hervorbringt, der — aber nur das Verdienst hat, das A1 || 4785 theologischer] A1.3 theoretischer A2 || 47814 etwa fehlt A1 || 47815 er fehlt A1 || 47823 Begriffe] Beweise Erdmann || 47832 sich — Wesen] A1.2 vernünftige Wesen sich A3 || 4796 jener] A2.3 jenen A1 || 47913 welches] A2.3 welcher A1 || 47933 müßte] A2.3 mußte A1 || 48020 Euch] A1.3 auch A2 || 48029 anpreisen] A2.3 auspreisen A1 || 48031 vorgeblichen] A2.3 vergeblichen A1 || 48032 Eurer] A2.3 einer Schlußkette A1 || 48033.34 welchen — heraussagt] A2 den — A1 welcher gegen — herausgesagt wird A3 || 4825 Naturkenntniß] A2.3 Naturerkenntniß A1 || 48210 allein nicht] A2.3 allein A1 || 48212 desselben] Windelband derselben A || 48225 aber — in] A2.3 aber zum Verdruß — Vernunft auch in A1 || 48227 nachstehende] A2.3 beigehende A1 || 48229 Schönheit] A2.3 Schönheiten A1 || 4835 ihm] A2.3 ihnen A1 || 48320 ersten] A1 ersteren A2.3 || 48322 desselben] Erdmann derselben A || 48336 Zweckmäßigkeit] A2.3 Zweckverbindung A1 || 4843 uns] Zusatz v. Kirchmann || 48418 ich] A2.3 und A1 || 48423 durch eine] A2.3 einer A1.
Wilhelm Windelband.
Orthographie, Interpunction und Sprache.
Trotz ihres bedeutenden Umfanges enthält die Kritik d. Urth. wenig störende Schreibungen und Sprachformen, von denen allerdings manche durch häufiges Vorkommen das Bild des Druckes bestimmen. Andrerseits treten orthographische und sprachliche Besonderheiten auf, die unserm Brauch entsprechen, dagegen in den Kantdrucken sonst fast gar nicht belegt sind. Die Sprache des Druckes und der gleichzeitigen Kant-Manuscripte stehen sich zwar nahe, decken sich aber nicht.
Orthographie. Vocale. Charakteristisch ist nur das aa in Maaß (selten anmaßen), das ey in Freyheit, Befreyung, zwey, zweyte, zweyerlei, gemeynt, sey, seyn (esse), Malerey (doch fällt mehrfach ei auf: Freiheit öfter, zwei, sein = esse, beilegen!). — Consonanten. Widerspruchsvoll ist wie so oft die Behandlung der k-Laute. c steht häufig in Wörtern griechischer Abkunft: Critik, Microscop, Telescop, Character, dialectisch, apodictisch, collossalisch, categorisch, practisch (doch auch oft praktisch); vgl. dazu Cameel, Orcan, Punct. Hingegen haben aus dem Lateinischen stammende k: Prädikat, Produkt, Objekt, Instinkt, Publikum, traktirt, reflektirend (indessen überwiegt hier c: Product, Object, reflectirend). Auffällig ist ferner f vor Consonant und im Auslaut: Begrif, Begrifs, Stof. (selten Begriff, Stoff), Hofnung, eröfnet, herbeygeschaft, betrift, vortreflich. — Dehnungs-h war verhältnissmässig selten zu beseitigen: Gebehrde, Spuhr, willkührlich, stöhrt (häufiger: willkürlich, zerstörend). — Auch die s = Laute boten wenig Anlass zu Eingriffen: ss in Ausschliessung, heissen, ausser (vorwiegend ß: einschließen, bloße, außer u. s. w.), Caussalität (selten Causalität). — Sonst findet sich noch v statt u: Propädevtik, Pnevmatologie. — Anfangsbuchstaben. Abweichungen von der Regel sind selten: Doctrinalen (Geschäft), Savoyische Bauer; ungleichartiges, etwas bloß subjectives. — Zusammensetzung. — Es finden sich: ob zwar (auch obzwar), ob gleich, oben ein, so fort. — Eigennamen: Epicur, Schakespeare.
Interpunction. Der Gebrauch von Komma und Semikolon stört recht oft. Komma schliesst häufig adverbiale Bestimmungen ein, steht vor Satztheilen, die durch und angefügt sind, aber auch hinter anderen, welche durch mithin, aber, zugleich, sondern, wie eingeleitet werden. Es erscheint vielfach überflüssig vor und hinter Appositionen mit als, in Verbindungen wie und, da; und, wenn; denn, wenn; denn, weil; denn, daß; daher, wenn; dagegen, wenn; allein, wenn. Doch fehlt es in allen diesen Fällen auch oft. — Wiederum vermissen wir es an Satzgrenzen, vor obzwar, aber, ohne zu, zwischen unverbundenen gleichartigen Satztheilen, vor und hinter Appositionen, praedicativen Attributen 25015.16; doch steht es in der Regel. — Recht beliebt ist im Drucke Semikolon, das vielfach im Verhältniss der Subordination durch Kolon 19017 19120 u. a., oder, besonders zwischen nebengeordneten Satztheilen, auch durch Komma 19321 30929 3114 ersetzt werden musste.
Sprache. Laute. Vocale. Den Umlaut vermissen wir bei abzuhangen, überhangende, zusammenhangenden u. ä. (nicht immer; im Ganzen 8 Beispiele). — alsdenn steht 9 mal, sonst stets alsdann. Die Formen wechseln. Ein Unterschied nach Bogen wie in manchen älteren Drucken ist weder hier noch bei anderen Schwankungen zu beobachten. — Ableitungs- und Flexionssilben sind wie immer beim Verbum am wenigsten fest. Wir finden die Ind. Imp. beruheten, austheilete (aber z. B. zählte); die Conj. Imp. fällete, beurtheilete, kennete, beruhete (aber z. B. fehlte, erfüllte, vorstellte, führte, bestimmte, glaubte); die unflectirten Part. Perf. gestellet, beygesellet, geführet, bestimmet, nachgeahmet, abgefasset, überzeuget (16 Belege; Synkope herrscht, z. B. vorgestellt, erschwert, bestimmt, entfernt, aufgefaßt, geschätzt, erzeugt u. s. w.) und 1 mal die flectirte Form überfülletem. — Dem entspricht die 3. Pers. Sing. Präs. erhellet, gehöret, bestimmet, siehet, veranlasset, hinflößet, schätzet, besorget u. a. (17 mal; sonst Synkope: gefällt, spielt, führt, bestimmt, scheint, geht, läßt, schätzt, gelangt u. s. w.). — Von Substantiven sind zu nennen Ursach 18122.23 (sonst Ursache, z. B. 18124 Tischgeräthe 31311 (Sing.), je 1 mal. — Consonanten. Einzelfälle sind Zierrathen 2264, geschicht 40329. — Flexion. Auch hier stören nur vereinzelte Formen: der Gedanken 34235 3431 (Sing., 2 mal), der Blumenbeeten (1 mal, seyn = seien 28434 (nur 1 mal!, sonst ist stets sind, 4 mal auch seyen gesetzt!). — Wortbildung. Es finden sich mehrmalen (1 Beleg) und mehrfach vornämlich (vielleicht orthographisch aufzufassen). — Syntax. Änderungen wurden gleichfalls nur vereinzelt nöthig aus einem gemeinschaftlichem Grunde; zu deren Bekenntniß (innerem oder äußeren); denen=den (17320); an allem diesen Schmucke, mit allem seinen Vermögen, mit diesem allen; zwischen diesen zweyen Gemeinörtern, jenen zweyen Principien, jener zweyen Reiche, von zweyen Geschöpfen; ankommen auf m. Dativ 20510–12; vor jetzt 24013.14 (statt für jetzt). Die angeführten Fälle sind je nur 1 mal belegt, die beiden ersten vielleicht aus Druckfehlern zu erklären.
Ewald Frey.
FUSSNOTEN:
[1] Es ist von Nutzen: zu Begriffen, welche man als empirische Principien braucht, wenn man Ursache hat zu vermuthen, daß sie mit dem reinen Erkenntnißvermögen a priori in Verwandtschaft stehen, dieser Beziehung wegen eine transscendentale Definition zu versuchen: nämlich durch reine Kategorieen, sofern diese allein schon den Unterschied des vorliegenden Begriffs von anderen hinreichend angeben. 25 Man folgt hierin dem Beispiel des Mathematikers, der die empirischen Data seiner Aufgabe unbestimmt läßt und nur ihr Verhältniß in der reinen Synthesis derselben unter die Begriffe der reinen Arithmetik bringt und sich dadurch die Auflösung derselben verallgemeinert. — Man hat mir aus einem ähnlichen Verfahren (Krit. der prakt. V., S. 16 [9] der Vorrede) einen Vorwurf gemacht und die Definition 30 des Begehrungsvermögens, als Vermögens durch seine Vorstellungen Ursache von der Wirklichkeit der Gegenstände dieser Vorstellungen zu sein, getadelt: weil bloße Wünsche doch auch Begehrungen wären, von denen sich doch jeder bescheidet, daß er durch dieselben allein ihr Object nicht hervorbringen könne. — Dieses aber beweiset nichts weiter, als daß es auch Begehrungen im 35 Menschen gebe, wodurch derselbe mit sich selbst im Widerspruche steht: indem er durch seine Vorstellung allein zur Hervorbringung des Objects hinwirkt, von der er doch keinen Erfolg erwarten kann, weil er sich bewußt ist, daß seine mechanischen Kräfte (wenn ich die nicht psychologischen so nennen soll), die durch jene Vorstellung bestimmt werden müßten, um das Object (mithin mittelbar) zu bewirken, entweder nicht zulänglich sind, oder gar auf etwas Unmögliches gehen, z. B. das Geschehene ungeschehen zu machen (O mihi praeteritos, etc.) oder im ungeduldigen Harren die Zwischenzeit bis zum herbeigewünschten Augenblick vernichten zu können. — Ob wir uns gleich in solchen phantastischen Begehrungen der Unzulänglichkeit unserer 20 Vorstellungen (oder gar ihrer Untauglichkeit), Ursache ihrer Gegenstände zu sein, bewußt sind: so ist doch die Beziehung derselben als Ursache, mithin die Vorstellung ihrer Causalität in jedem Wunsche enthalten und vornehmlich alsdann sichtbar, wenn dieser ein Affect, nämlich Sehnsucht, ist. Denn diese beweisen dadurch, daß sie das Herz ausdehnen und welk machen und so die Kräfte erschöpfen, daß die 25 Kräfte durch Vorstellungen wiederholentlich angespannt werden, aber das Gemüth bei der Rücksicht auf die Unmöglichkeit unaufhörlich wiederum in Ermattung zurück sinken lassen. Selbst die Gebete um Abwendung großer und, so viel man einsieht, unvermeidlicher Übel und manche abergläubische Mittel zu Erreichung natürlicherweise unmöglicher Zwecke beweisen die Causalbeziehung der Vorstellungen auf ihre 30 Objecte, die sogar durch das Bewußtsein ihrer Unzulänglichkeit zum Effect von der Bestrebung dazu nicht abgehalten werden kann. — Warum aber in unsere Natur der Hang zu mit Bewußtsein leeren Begehrungen gelegt worden, das ist eine anthropologisch-teleologische Frage. Es scheint: daß, sollten wir nicht eher, als bis wir uns von der Zulänglichkeit unseres Vermögens zu Hervorbringung eines Objects 35 versichert hätten, zur Kraftanwendung bestimmt werden, diese großentheils unbenutzt bleiben würde. Denn gemeiniglich lernen wir unsere Kräfte nur dadurch allererst kennen, daß wir sie versuchen. Diese Täuschung in leeren Wünschen ist also nur die Folge von einer wohlthätigen Anordnung in unserer Natur.
[2] Einer von den verschiedenen vermeinten Widersprüchen in dieser gänzlichen Unterscheidung der Naturcausalität von der durch Freiheit ist der, da man ihr den Vorwurf macht: daß, wenn ich von Hindernissen, die die Natur der Causalität nach Freiheitsgesetzen (den moralischen) legt, oder ihre Beförderung durch dieselbe rede, ich doch der ersteren auf die letztere einen Einfluß einräume. Aber wenn 35 man das Gesagte nur verstehen will, so ist die Mißdeutung sehr leicht zu verhüten. Der Widerstand, oder die Beförderung ist nicht zwischen der Natur und der Freiheit, 30 sondern der ersteren als Erscheinung und den Wirkungen der letztern als Erscheinungen in der Sinnenwelt; und selbst die Causalität der Freiheit (der reinen und praktischen Vernunft) ist die Causalität einer jener untergeordneten Naturursache (des Subjects, als Mensch, folglich als Erscheinung betrachtet), von deren Bestimmung das Intelligible, welches unter der Freiheit gedacht wird, auf eine übrigens 35 (eben so wie eben dasselbe, was das übersinnliche Substrat der Natur ausmacht) unerklärliche Art den Grund enthält.
[3] Man hat es bedenklich gefunden, daß meine Eintheilungen in der reinen Philosophie fast immer dreitheilig ausfallen. Das liegt aber in der Natur der Sache. Soll eine Eintheilung a priori geschehen, so wird sie entweder analytisch 20 sein nach dem Satze des Widerspruchs; und da ist sie jederzeit zweitheilig (quodlibet ens est aut A aut non A). Oder sie ist synthetisch; und wenn sie in diesem Falle aus Begriffen a priori (nicht wie in der Mathematik aus der a priori dem Begriffe correspondirenden Anschauung) soll geführt werden, so muß nach demjenigen, was zu der synthetischen Einheit überhaupt erforderlich ist, nämlich 1) Bedingung, 25 2) ein Bedingtes, 3) der Begriff, der aus der Vereinigung des Bedingten mit seiner Bedingung entspringt, die Eintheilung nothwendig Trichotomie sein.
[4] Die Definition des Geschmacks, welche hier zum Grunde gelegt wird, ist: daß er das Vermögen der Beurtheilung des Schönen sei. Was aber dazu erfordert wird, um einen Gegenstand schön zu nennen, das muß die Analyse der Urtheile des 20 Geschmacks entdecken. Die Momente, worauf diese Urtheilskraft in ihrer Reflexion Acht hat, habe ich nach Anleitung der logischen Functionen zu urtheilen aufgesucht (denn im Geschmacksurtheile ist immer noch eine Beziehung auf den Verstand enthalten). Die der Qualität habe ich zuerst in Betrachtung gezogen, weil das ästhetische Urtheil über das Schöne auf diese zuerst Rücksicht nimmt. 25
[5] Ein Urtheil über einen Gegenstand des Wohlgefallens kann ganz uninteressirt, aber doch sehr interessant sein, d. i. es gründet sich auf keinem Interesse, aber es bringt ein Interesse hervor; dergleichen sind alle reine moralische Urtheile. Aber die Geschmacksurtheile begründen an sich auch gar kein Interesse. Nur in der Gesellschaft wird es interessant, Geschmack zu haben, wovon der Grund in der 35 Folge angezeigt werden wird.
[6] Eine Verbindlichkeit zum Genießen ist eine offenbare Ungereimtheit. Eben das muß also auch eine vorgegebene Verbindlichkeit zu allen Handlungen sein, die zu ihrem Ziele blos das Genießen haben: dieses mag nun so geistig ausgedacht (oder verbrämt) sein, wie es wolle, und wenn es auch ein mystischer, sogenannter himmlischer Genuß wäre. 35
[7] Muster des Geschmacks in Ansehung der redenden Künste müssen in einer todten und gelehrten Sprache abgefaßt sein: das erste, um nicht die Veränderung erdulden zu müssen, welche die lebenden unvermeidlicher Weise trifft, daß edle Ausdrücke platt, gewöhnliche veraltet und neugeschaffene in einen nur kurz daurenden Umlauf 35 gebracht werden; das zweite, damit sie eine Grammatik habe, welche keinem muthwilligen Wechsel der Mode unterworfen sei, sondern ihre unveränderliche Regel hat.
[8] Man wird finden, daß ein vollkommen regelmäßiges Gesicht, welches der Maler ihm zum Modell zu sitzen bitten möchte, gemeiniglich nichts sagt: weil es nichts Charakteristisches enthält, also mehr die Idee der Gattung, als das Specifische einer Person ausdrückt. Das Charakteristische von dieser Art, was übertrieben ist, d. i. welches der Normalidee (der Zweckmäßigkeit der Gattung) selbst Abbruch thut, 30 heißt Caricatur. Auch zeigt die Erfahrung, daß jene ganz regelmäßigen Gesichter im Innern gemeiniglich auch nur einen mittelmäßigen Menschen verrathen; vermuthlich (wenn angenommen werden darf, daß die Natur im Äußeren die Proportionen des Inneren ausdrücke) deswegen: weil, wenn keine von den Gemüthsanlagen über diejenige Proportion hervorstechend ist, die erfordert wird, bloß einen fehlerfreien Menschen 35 auszumachen, nichts von dem, was man Genie nennt, erwartet werden darf, in welchem die Natur von ihren gewöhnlichen Verhältnissen der Gemüthskräfte zum Vortheil einer einzigen abzugehen scheint.
[9] Man könnte wider diese Erklärung als Instanz anführen: daß es Dinge giebt, an denen man eine zweckmäßige Form sieht, ohne an ihnen einen Zweck zu erkennen; z. B. die öfter aus alten Grabhügeln gezogenen, mit einem Loche als zu einem Hefte 25 versehenen steinernen Geräthe, die, ob sie zwar in ihrer Gestalt eine Zweckmäßigkeit deutlich verrathen, für die man den Zweck nicht kennt, darum gleichwohl nicht für schön erklärt werden. Allein, daß man sie für ein Kunstwerk ansieht, ist schon genug, um gestehen zu müssen, daß man ihre Figur auf irgend eine Absicht und einen bestimmten Zweck bezieht. Daher auch gar kein unmittelbares Wohlgefallen an ihrer Anschauung. 30 Eine Blume hingegen, z. B. eine Tulpe, wird für schön gehalten, weil eine gewisse Zweckmäßigkeit, die so, wie wir sie beurtheilen, auf gar keinen Zweck bezogen wird, in ihrer Wahrnehmung angetroffen wird.
[10] Affecten sind von Leidenschaften specifisch unterschieden. Jene beziehen 30 sich bloß auf das Gefühl; diese gehören dem Begehrungsvermögen an und sind Neigungen, welche alle Bestimmbarkeit der Willkür durch Grundsätze erschweren oder unmöglich machen. Jene sind stürmisch und unvorsätzlich, diese anhaltend und überlegt: so ist der Unwille als Zorn ein Affect; aber als Haß (Rachgier) eine Leidenschaft. Die letztere kann niemals und in keinem Verhältniß erhaben 35 genannt werden: weil im Affect die Freiheit des Gemüths zwar gehemmt, in der Leidenschaft aber aufgehoben wird.
[11] Nach der deutschen Übersetzung seiner Schrift: Philosophische Untersuchungen über den Ursprung unserer Begriffe vom Schönen und Erhabenen. Riga, bei Hartknoch 1773. 35
[12] Um berechtigt zu sein, auf allgemeine Beistimmung zu einem bloß auf subjectiven 25 Gründen beruhenden Urtheile der ästhetischen Urtheilskraft Anspruch zu machen, ist genug, daß man einräume: 1) Bei allen Menschen seien die subjectiven Bedingungen dieses Vermögens, was das Verhältniß der darin in Thätigkeit gesetzten Erkenntnißkräfte zu einem Erkenntniß überhaupt betrifft, einerlei; welches wahr sein muß, weil sich sonst Menschen ihre Vorstellungen und selbst das Erkenntniß nicht mittheilen 30 könnten. 2) Das Urtheil habe bloß auf dieses Verhältniß (mithin die formale Bedingung der Urtheilskraft) Rücksicht genommen und sei rein, d. i. weder mit Begriffen vom Object noch Empfindungen als Bestimmungsgründen, vermengt. Wenn in Ansehung dieses letztern auch gefehlt worden, so betrifft das nur die unrichtige Anwendung der Befugniß, die ein Gesetz uns giebt, auf einen besondern Fall, wodurch die Befugniß überhaupt nicht aufgehoben wird. 35
[13] Man sieht bald, daß Aufklärung zwar in Thesi leicht, in Hypothesi aber eine schwere und langsam auszuführende Sache sei: weil mit seiner Vernunft nicht 30 passiv, sondern jederzeit sich selbst gesetzgebend zu sein zwar etwas ganz Leichtes für den Menschen ist, der nur seinem wesentlichen Zwecke angemessen sein will und das, was über seinen Verstand ist, nicht zu wissen verlangt; aber da die Bestrebung zum letzteren kaum zu verhüten ist, und es an andern, welche diese Wißbegierde befriedigen zu können mit vieler Zuversicht versprechen, nie fehlen wird: so muß das bloß Negative 35 (welches die eigentliche Aufklärung ausmacht) in der Denkungsart (zumal der öffentlichen) zu erhalten oder herzustellen sehr schwer sein.
[14] Man könnte den Geschmack durch sensus communis aestheticus, den gemeinen 35 Menschenverstand durch sensus communis logicus bezeichnen.
[15] In meinen Gegenden sagt der gemeine Mann, wenn man ihm etwa eine solche Aufgabe vorlegt, wie Columbus mit seinem Ei: das ist keine Kunst, es ist nur eine Wissenschaft. D. i. wenn man es weiß, so kann man es; und eben dieses sagt er von allen vorgeblichen Künsten des Taschenspielers. Die des Seiltänzers dagegen wird er gar nicht in Abrede sein, Kunst zu nennen. 35
[16] Vielleicht ist nie etwas Erhabneres gesagt, oder ein Gedanke erhabener ausgedrückt worden, als in jener Aufschrift über dem Tempel der Isis (der Mutter Natur): »Ich bin alles, was da ist, was da war, und was da sein wird, und meinen Schleier hat kein Sterblicher aufgedeckt.« Segner benutzte diese Idee durch eine sinnreiche seiner Naturlehre vorgesetzte Vignette, um seinen Lehrling, den er in 35 diesen Tempel zu führen bereit war, vorher mit dem heiligen Schauer zu erfüllen, der das Gemüth zu feierlicher Aufmerksamkeit stimmen soll.
[17] Die drei ersteren Vermögen bekommen durch das vierte allererst ihre Vereinigung. Hume giebt in seiner Geschichte den Engländern zu verstehen, daß, obzwar sie in ihren Werken keinem Volke in der Welt in Ansehung der Beweisthümer 30 der drei ersteren Eigenschaften, abgesondert betrachtet, etwas nachgäben, sie doch in der, welche sie vereinigt, ihren Nachbaren, den Franzosen, nachstehen müßten.
[18] Der Leser wird diesen Entwurf zu einer möglichen Eintheilung der schönen Künste nicht als beabsichtigte Theorie beurtheilen. Es ist nur einer von den mancherlei Versuchen, die man noch anstellen kann und soll. 35
[19] Daß die Lustgärtnerei als eine Art von Malerkunst betrachtet werden könne, ob sie zwar ihre Formen körperlich darstellt, scheint befremdlich; da sie aber ihre Formen wirklich aus der Natur nimmt (die Bäume, Gesträuche, Gräser und Blumen aus Wald und Feld, wenigstens uranfänglich) und sofern nicht etwa wie die Plastik Kunst ist, auch keinen Begriff von dem Gegenstande und seinem Zwecke 30 (wie etwa die Baukunst) zur Bedingung ihrer Zusammenstellung hat, sondern bloß das freie Spiel der Einbildungskraft in der Beschauung: so kommt sie mit der bloß ästhetischen Malerei, die kein bestimmtes Thema hat (Luft, Land und Wasser durch Licht und Schatten unterhaltend zusammen stellt), sofern überein. — Überhaupt wird der Leser dieses nur als einen Versuch von der Verbindung der schönen 35 Künste unter einem Princip, welches diesmal das des Ausdrucks ästhetischer Ideen (nach der Analogie einer Sprache) sein soll, beurtheilen und nicht als für entschieden gehaltene Ableitung derselben ansehen.
[20] Ich muß gestehen: daß ein schönes Gedicht mir immer ein reines Vergnügen gemacht hat, anstatt daß die Lesung der besten Rede eines römischen Volks- oder jetzigen Parlaments- oder Kanzelredners jederzeit mit dem unangenehmen Gefühl der Mißbilligung einer hinterlistigen Kunst vermengt war, welche die Menschen als 25 Maschinen in wichtigen Dingen zu einem Urtheile zu bewegen versteht, das im ruhigen Nachdenken alles Gewicht bei ihnen verlieren muß. Beredtheit und Wohlredenheit (zusammen Rhetorik) gehören zur schönen Kunst; aber Rednerkunst (ars oratoria) ist, als Kunst sich der Schwächen der Menschen zu seinen Absichten zu bedienen (diese mögen immer so gut gemeint, oder auch wirklich gut sein, als sie 30 wollen), gar keiner Achtung würdig. Auch erhob sie sich nur sowohl in Athen als in Rom zur höchsten Stufe zu einer Zeit, da der Staat seinem Verderben zueilte und wahre patriotische Denkungsart erloschen war. Wer bei klarer Einsicht in Sachen die Sprache nach deren Reichthum und Reinigkeit in seiner Gewalt hat und bei einer fruchtbaren, zur Darstellung seiner Ideen tüchtigen Einbildungskraft 35 lebhaften Herzensantheil am wahren Guten nimmt, ist der vir bonus dicendi peritus, der Redner ohne Kunst, aber voll Nachdruck, wie ihn Cicero haben will, ohne doch diesem Ideal selbst immer treu geblieben zu sein.
[21] Diejenigen, welche zu den häuslichen Andachtsübungen auch das Singen geistlicher Lieder empfohlen haben, bedachten nicht, daß sie dem Publicum durch eine solche lärmende (eben dadurch gemeiniglich pharisäische) Andacht eine große Beschwerde auflegen, indem sie die Nachbarschaft entweder mit zu singen oder ihr Gedankengeschäft niederzulegen nöthigen. 35
[22] Ein vernünftelndes Urtheil (iudicium ratiocinans) kann ein jedes heißen, das sich als allgemein ankündigt; denn sofern kann es zum Obersatze in einem Vernunftschlusse dienen. Ein Vernunfturtheil (iudicium ratiocinatum) kann dagegen nur ein 25 solches genannt werden, welches als der Schlußsatz von einem Vernunftschlusse, folglich als a priori gegründet gedacht wird.
[23] Das Intuitive der Erkenntniß muß dem Discursiven (nicht dem Symbolischen) entgegen gesetzt werden. Das erstere ist nun entweder schematisch durch 35 Demonstration; oder symbolisch als Vorstellung nach einer bloßen Analogie.
[24] Weil in der reinen Mathematik nicht von der Existenz, sondern nur der Möglichkeit der Dinge, nämlich einer ihrem Begriffe correspondirenden Anschauung, mithin gar nicht von Ursache und Wirkung die Rede sein kann: so muß folglich alle daselbst angemerkte Zweckmäßigkeit bloß als formal, niemals als Naturzweck betrachtet werden. 35
[25] Man kann umgekehrt einer gewissen Verbindung, die aber auch mehr in der Idee als in der Wirklichkeit angetroffen wird, durch eine Analogie mit den genannten 30 unmittelbaren Naturzwecken Licht geben. So hat man sich bei einer neuerlich unternommenen gänzlichen Umbildung eines großen Volks zu einem Staat des Worts Organisation häufig für Einrichtung der Magistraturen usw. und selbst des ganzen Staatskörpers sehr schicklich bedient. Denn jedes Glied soll freilich in einem solchen Ganzen nicht bloß Mittel, sondern zugleich auch Zweck und, indem es zu 35 der Möglichkeit des Ganzen mitwirkt, durch die Idee des Ganzen wiederum seiner Stelle und Function nach bestimmt sein.
[26] In dem ästhetischen Theile wurde gesagt: wir sähen die schöne Natur 30 mit Gunst an, indem wir an ihrer Form ein ganz freies (uninteressirtes) Wohlgefallen haben. Denn in diesem bloßen Geschmacksurtheile wird gar nicht darauf Rücksicht genommen, zu welchem Zwecke diese Naturschönheiten existiren: ob um uns eine Lust zu erwecken, oder ohne alle Beziehung auf uns als Zwecke. In einem teleologischen Urtheile aber geben wir auch auf diese Beziehung Acht; und da können 35 wir es als Gunst der Natur ansehen, daß sie uns durch Aufstellung so vieler schönen Gestalten zur Kultur hat beförderlich sein wollen.
[27] Das deutsche Wort vermessen ist ein gutes, bedeutungsvolles Wort. Ein Urtheil, bei welchem man das Längenmaß seiner Kräfte (des Verstandes) zu überschlagen vergißt, kann bisweilen sehr demüthig klingen und macht doch große Ansprüche und ist doch sehr vermessen. Von der Art sind die meisten, wodurch man die göttliche Weisheit zu erheben vorgiebt, indem man ihr in den Werken der 35 Schöpfung und der Erhaltung Absichten unterlegt, die eigentlich der eigenen Weisheit des Vernünftlers Ehre machen sollen.
[28] Man sieht hieraus: daß in den meisten speculativen Dingen der reinen Vernunft, 25 was die dogmatischen Behauptungen betrifft, die philosophischen Schulen gemeiniglich alle Auflösungen, die über eine gewisse Frage möglich sind, versucht haben. So hat man über die Zweckmäßigkeit der Natur bald entweder die leblose Materie, oder einen leblosen Gott, bald eine lebende Materie, oder auch einen lebendigen Gott zu diesem Behufe versucht. Für uns bleibt nichts 30 übrig, als, wenn es Noth thun sollte, von allen diesen objectiven Behauptungen abzugehen und unser Urtheil bloß in Beziehung auf unsere Erkenntnißvermögen kritisch zu erwägen, um ihrem Princip eine, wo nicht dogmatische, doch zum sichern Vernunftgebrauch hinreichende Gültigkeit einer Maxime zu verschaffen. 35
[29] Eine Hypothese von solcher Art kann man ein gewagtes Abenteuer der Vernunft nennen; und es mögen wenige selbst von den scharfsinnigsten Naturforschern sein, denen es nicht bisweilen durch den Kopf gegangen wäre. Denn ungereimt ist es eben nicht, wie die generatio aequivoca, worunter man die Erzeugung eines organisirten Wesens durch die Mechanik der rohen unorganisirten Materie versteht. Sie 30 wäre immer noch generatio univoca in der allgemeinsten Bedeutung des Worts, sofern nur etwas Organisches aus einem andern Organischen, obzwar unter dieser Art Wesen specifisch von ihm Unterschiedenen, erzeugt würde; z. B. wenn gewisse Wasserthiere sich nach und nach zu Sumpfthieren und aus diesen nach einigen Zeugungen zu Landthieren ausbildeten. A priori, im Urtheile der bloßen Vernunft, 35 widerstreitet sich das nicht. Allein die Erfahrung zeigt davon kein Beispiel, nach der vielmehr alle Zeugung, die wir kennen, generatio homonyma ist, nicht bloß univoca im Gegensatz mit der Zeugung aus unorganisirtem Stoffe, sondern auch ein in der Organisation selbst mit dem Erzeugenden gleichartiges Product hervorbringt, und die generatio heteronyma, so weit unsere Erfahrungskenntniß der Natur 35 reicht, nirgend angetroffen wird.
[30] Wenn der einmal angenommene Name Naturgeschichte für Naturbeschreibung bleiben soll, so kann man das, was die erstere buchstäblich anzeigt, nämlich eine Vorstellung des ehemaligen, alten Zustandes der Erde, worüber man, 30 wenn man gleich keine Gewißheit hoffen darf, doch mit gutem Grunde Vermuthungen wagt, die Archäologie der Natur im Gegensatz mit der Kunst nennen. Zu jener würden die Petrefacten, so wie zu dieser die geschnittenen Steine u. s. w. gehören. Denn da man doch wirklich an einer solchen (unter dem Namen einer Theorie der Erde) beständig, wenn gleich wie billig langsam arbeitet, so wäre dieser 35 Namen eben nicht einer bloß eingebildeten Naturforschung gegeben, sondern einer solchen, zu der die Natur selbst uns einladet und auffordert.
[31] Was das Leben für uns für einen Werth habe, wenn dieser bloß nach dem geschätzt wird, was man genießt (dem natürlichen Zweck der Summe aller Neigungen, 25 der Glückseligkeit), ist leicht zu entscheiden. Er sinkt unter Null; denn wer wollte wohl das Leben unter denselben Bedingungen, oder auch nach einem neuen, selbstentworfenen (doch dem Naturlaufe gemäßen) Plane, der aber auch bloß auf Genuß gestellt wäre, aufs neue antreten? Welchen Werth das Leben dem zufolge habe, was es, nach dem Zwecke, den die Natur mit uns hat, geführt, in sich enthält und 30 welches in dem besteht, was man thut (nicht bloß genießt), wo wir aber immer doch nur Mittel zu unbestimmtem Endzwecke sind, ist oben gezeigt worden. Es bleibt also wohl nichts übrig, als der Werth, den wir unserem Leben selbst geben durch das, was wir nicht allein thun, sondern auch so unabhängig von der Natur zweckmäßig thun, daß selbst die Existenz der Natur nur unter dieser Bedingung 35 Zweck sein kann.
[32] Es wäre möglich, daß Glückseligkeit der vernünftigen Wesen in der Welt ein Zweck der Natur wäre, und alsdann wäre sie auch ihr letzter Zweck. Wenigstens 15 kann man a priori nicht einsehen, warum die Natur nicht so eingerichtet sein sollte, weil durch ihren Mechanism diese Wirkung, wenigstens so viel wir einsehen, wohl möglich wäre. Aber Moralität und eine ihr untergeordnete Causalität nach Zwecken ist schlechterdings durch Naturursachen unmöglich; denn das Princip ihrer Bestimmung zum Handeln ist übersinnlich, ist also das einzige Mögliche in der Ordnung der Zwecke, 20 was in Ansehung der Natur schlechthin unbedingt ist und ihr Subject dadurch zum Endzwecke der Schöpfung, dem die ganze Natur untergeordnet ist, allein qualificirt. — Glückseligkeit dagegen ist, wie im vorigen § nach dem Zeugniß der Erfahrung gezeigt worden, nicht einmal ein Zweck der Natur in Ansehung der Menschen mit einem Vorzuge vor anderen Geschöpfen: weit gefehlt, daß sie ein Endzweck 25 der Schöpfung sein sollte. Menschen mögen sie sich immer zu ihrem letzten subjectiven Zwecke machen. Wenn ich aber nach dem Endzwecke der Schöpfung frage: Wozu haben Menschen existiren müssen? so ist von einem objectiven obersten Zwecke die Rede, wie ihn die höchste Vernunft zu ihrer Schöpfung erfordern würde. Antwortet man nun darauf: Damit Wesen existiren, denen jene oberste Ursache wohlthun 30 könne, so widerspricht man der Bedingung, welcher die Vernunft des Menschen selbst seinen innigsten Wunsch der Glückseligkeit unterwirft (nämlich die Übereinstimmung mit seiner eigenen inneren moralischen Gesetzgebung). Dies beweiset: daß die Glückseligkeit nur bedingter Zweck, der Mensch also nur als moralisches Wesen Endzweck der Schöpfung sein könne; was aber seinen Zustand betrifft, Glückseligkeit nur 35 als Folge nach Maßgabe der Übereinstimmung mit jenem Zwecke, als dem Zwecke seines Daseins, in Verbindung stehe.
[33] Ich sage mit Fleiß: unter moralischen Gesetzen. Nicht der Mensch nach 35 moralischen Gesetzen, d. i. ein solcher, der sich ihnen gemäß verhält, ist der Endzweck der Schöpfung. Denn mit dem letztern Ausdrucke würden wir mehr sagen, als wir wissen: nämlich daß es in der Gewalt eines Welturhebers stehe, zu machen, daß der Mensch den moralischen Gesetzen jederzeit sich angemessen verhalte; welches einen Begriff von Freiheit und der Natur (von welcher letztern man allein einen äußern Urheber denken kann) voraussetzt, der eine Einsicht in das übersinnliche Substrat der 20 Natur und dessen Einerleiheit mit dem, was die Causalität durch Freiheit in der Welt möglich macht, enthalten müßte, die weit über unsere Vernunfteinsicht hinausgeht. Nur vom Menschen unter moralischen Gesetzen können wir, ohne die Schranken unserer Einsicht zu überschreiten, sagen: sein Dasein mache der Welt Endzweck aus. Dieses stimmt auch vollkommen mit dem Urtheile der moralisch über den Weltlauf 25 reflectirenden Menschenvernunft. Wir glauben die Spuren einer weisen Zweckbeziehung auch am Bösen wahrzunehmen, wenn wir nur sehen, daß der frevelhafte Bösewicht nicht eher stirbt, als bis er die wohlverschuldete Strafe seiner Unthaten erlitten hat. Nach unseren Begriffen von freier Causalität beruht das Wohl- oder Übelverhalten auf uns; die höchste Weisheit aber der Weltregierung setzen wir darin, 30 daß zu dem ersteren die Veranlassung, für beides aber der Erfolg nach moralischen Gesetzen verhängt sei. In dem letzteren besteht eigentlich die Ehre Gottes, welche daher von Theologen nicht unschicklich der letzte Zweck der Schöpfung genannt wird. — Noch ist anzumerken, daß wir unter dem Wort Schöpfung, wenn wir uns dessen bedienen, nichts anders, als was hier gesagt worden ist, nämlich die Ursache 35 vom Dasein einer Welt, oder der Dinge in ihr (der Substanzen), verstehen; wie das auch der eigentliche Begriff dieses Worts mit sich bringt (actuatio substantiae est creatio): welches mithin nicht schon die Voraussetzung einer freiwirkenden, folglich verständigen Ursache (deren Dasein wir allererst beweisen wollen) bei sich führt.
[34] Dieses moralische Argument soll keinen objectiv-gültigen Beweis vom Dasein Gottes an die Hand geben, nicht dem Zweifelgläubigen beweisen, daß ein Gott sei; sondern daß, wenn er moralisch consequent denken will, er die Annehmung dieses Satzes unter die Maximen seiner praktischen Vernunft aufnehmen müsse. — Es soll damit auch nicht gesagt werden: es ist zur Sittlichkeit nothwendig, die Glückseligkeit aller vernünftigen Weltwesen gemäß ihrer Moralität 35 anzunehmen; sondern: es ist durch sie nothwendig. Mithin ist es ein subjectiv, für moralische Wesen, hinreichendes Argument.
[35] Abgötterei in praktischem Verstande ist noch immer diejenige Religion, 30 welche sich das höchste Wesen mit Eigenschaften denkt, nach denen noch etwas anders, als Moralität die für sich taugliche Bedingung sein könne, seinem Willen in dem, was der Mensch zu thun vermag, gemäß zu sein. Denn so rein und frei von sinnlichen Bildern man auch in theoretischer Rücksicht jenen Begriff gefaßt haben mag, so ist er im Praktischen alsdann dennoch als ein Idol, d. i. der Beschaffenheit 35 seines Willens nach anthropomorphistisch, vorgestellt.
[36] Analogie (in qualitativer Bedeutung) ist die Identität des Verhältnisses 10 zwischen Gründen und Folgen (Ursachen und Wirkungen), sofern sie ungeachtet der specifischen Verschiedenheit der Dinge, oder derjenigen Eigenschaften an sich, welche den Grund von ähnlichen Folgen enthalten (d. i. außer diesem Verhältnisse betrachtet), Statt findet. So denken wir uns zu den Kunsthandlungen der Thiere in Vergleichung mit denen des Menschen den Grund dieser Wirkungen in den ersteren, den wir 15 nicht kennen, mit dem Grunde ähnlicher Wirkungen des Menschen (der Vernunft), den wir kennen, als Analogon der Vernunft; und wollen damit zugleich anzeigen: daß der Grund des thierischen Kunstvermögens unter der Benennung eines Instincts von der Vernunft in der That specifisch unterschieden, doch auf die Wirkung (der Bau der Biber mit dem der Menschen verglichen) ein ähnliches Verhältniß habe. — Deswegen 20 aber kann ich daraus, weil der Mensch zu seinem Bauen Vernunft braucht, nicht schließen, daß der Biber auch dergleichen haben müsse, und es einen Schluß nach der Analogie nennen. Aber aus der ähnlichen Wirkungsart der Thiere (wovon wir den Grund nicht unmittelbar wahrnehmen können), mit der des Menschen (dessen wir uns unmittelbar bewußt sind) verglichen, können wir ganz richtig nach der 25 Analogie schließen, daß die Thiere auch nach Vorstellungen handeln (nicht, wie Cartesius will, Maschinen sind) und ungeachtet ihrer specifischen Verschiedenheit doch der Gattung nach (als lebende Wesen) mit dem Menschen einerlei sind. Das Princip der Befugniß, so zu schließen, liegt in der Einerleiheit eines Grundes, die Thiere in Ansehung gedachter Bestimmung mit dem Menschen, als Menschen, so weit 30 wir sie äußerlich nach ihren Handlungen mit einander vergleichen, zu einerlei Gattung zu zählen. Es ist par ratio. Eben so kann ich die Causalität der obersten Weltursache in der Vergleichung der zweckmäßigen Producte derselben in der Welt mit den Kunstwerken des Menschen nach der Analogie eines Verstandes denken, aber nicht auf diese Eigenschaften in demselben nach der Analogie schließen: weil hier das Princip 35 der Möglichkeit einer solchen Schlußart gerade mangelt, nämlich die paritas rationis, das höchste Wesen mit dem Menschen (in Ansehung ihrer beiderseitigen Causalität) zu einer und derselben Gattung zu zählen. Die Causalität der Weltwesen, die immer sinnlich-bedingt (dergleichen die durch Verstand) ist, kann nicht auf ein Wesen übertragen werden, welches mit jenen keinen Gattungsbegriff, als den eines Dinges 40 überhaupt gemein hat.
[37] Man vermißt dadurch nicht das Mindeste in der Vorstellung der Verhältnisse dieses Wesens zur Welt, sowohl was die theoretischen als praktischen Folgerungen aus diesem Begriffe betrifft. Was es an sich selbst sei, erforschen zu wollen, 35 ist ein eben so zweckloser als vergeblicher Vorwitz.
[38] Ich erweitere hier, wie mich dünkt, mit Recht, den Begriff einer Thatsache über die gewöhnliche Bedeutung dieses Worts. Denn es ist nicht nöthig, ja nicht einmal thunlich, diesen Ausdruck bloß auf die wirkliche Erfahrung einzuschränken, wenn von dem Verhältnisse der Dinge zu unseren Erkenntnißvermögen die Rede ist, da eine bloß mögliche Erfahrung schon hinreichend ist, um von ihnen bloß als Gegenständen 35 einer bestimmten Erkenntnißart zu reden.
[39] Glaubenssachen sind aber darum nicht Glaubensartikel, wenn man unter den letzteren solche Glaubenssachen versteht, zu deren Bekenntniß (innerem oder äußerem) man verpflichtet werden kann: dergleichen also die natürliche Theologie nicht enthält. Denn da sie als Glaubenssachen sich nicht (gleich den Thatsachen) auf 35 theoretische Beweise gründen können: so ist es ein freies Fürwahrhalten und auch nur als ein solches mit der Moralität des Subjects vereinbar.
[40] Der Endzweck, den das moralische Gesetz zu befördern auferlegt, ist nicht der Grund der Pflicht; denn dieser liegt im moralischen Gesetze, welches als formales 10 praktisches Princip kategorisch leitet, unangesehen der Objecte des Begehrungsvermögens (der Materie des Wollens), mithin irgend eines Zwecks. Diese formale Beschaffenheit meiner Handlungen (Unterordnung derselben unter das Princip der Allgemeingültigkeit), worin allein ihr innerer moralischer Werth besteht, ist gänzlich in unserer Gewalt; und ich kann von der Möglichkeit, oder Unausführbarkeit der 15 Zwecke, die mir jenem Gesetze gemäß zu befördern obliegen, gar wohl abstrahiren (weil in ihnen nur der äußere Werth meiner Handlungen besteht), als von etwas, welches nie völlig in meiner Gewalt ist, um nur auf das zu sehen, was meines Thuns ist. Allein die Absicht, den Endzweck aller vernünftigen Wesen (Glückseligkeit, so weit sie einstimmig mit der Pflicht möglich ist) zu befördern, ist doch eben durch das Gesetz 20 der Pflicht auferlegt. Aber die speculative Vernunft sieht die Ausführbarkeit derselben (weder von Seiten unseres eigenen physischen Vermögens, noch der Mitwirkung der Natur) gar nicht ein; vielmehr muß sie aus solchen Ursachen, so viel wir vernünftiger Weise urtheilen können, einen solchen Erfolg unseres Wohlverhaltens von der bloßen Natur (in uns und außer uns), ohne Gott und Unsterblichkeit anzunehmen, für eine 25 ungegründete und nichtige, wenn gleich wohlgemeinte Erwartung halten und, wenn sie von diesem Urtheile völlige Gewißheit haben könnte, das moralische Gesetz selbst als bloße Täuschung unserer Vernunft in praktischer Rücksicht ansehen. Da aber die speculative Vernunft sich völlig überzeugt, daß das letztere nie geschehen kann, dagegen aber jene Ideen, deren Gegenstand über die Natur hinaus liegt, ohne Widerspruch 30 gedacht werden können: so wird sie für ihr eigenes praktisches Gesetz und die dadurch auferlegte Aufgabe, also in moralischer Rücksicht, jene Ideen als real anerkennen müssen, um nicht mit sich selbst in Widerspruch zu kommen.
[41] Er ist ein Vertrauen auf die Verheißung des moralischen Gesetzes; aber nicht als eine solche, die in demselben enthalten ist, sondern die ich hineinlege und 35 zwar aus moralisch hinreichendem Grunde. Denn ein Endzweck kann durch kein Gesetz der Vernunft geboten sein, ohne daß diese zugleich die Erreichbarkeit desselben, wenn gleich ungewiß, verspreche und hiemit auch das Fürwahrhalten der einzigen Bedingungen berechtige, unter denen unsere Vernunft sich diese allein denken kann. Das Wort Fides drückt dieses auch schon aus; und es kann nur bedenklich scheinen, 40 wie dieser Ausdruck und diese besondere Idee in die moralische Philosophie hineinkomme, da sie allererst mit dem Christenthum eingeführt worden, und die Annahme 30 derselben vielleicht nur eine schmeichlerische Nachahmung seiner Sprache zu sein scheinen dürfte. Aber das ist nicht der einzige Fall, da diese wundersame Religion in der größten Einfalt ihres Vortrages die Philosophie mit weit bestimmteren und reineren Begriffen der Sittlichkeit bereichert hat, als diese bis dahin hatte liefern können, die aber, wenn sie einmal da sind, von der Vernunft frei gebilligt und als solche 35 angenommen werden, auf die sie wohl von selbst hätte kommen und sie einführen können und sollen.
[42] Die Bewunderung der Schönheit sowohl, als die Rührung durch die so mannigfaltigen Zwecke der Natur, welche ein nachdenkendes Gemüth noch vor einer 30 klaren Vorstellung eines vernünftigen Urhebers der Welt zu fühlen im Stande ist, haben etwas einem religiösen Gefühl Ähnliches an sich. Sie scheinen daher zuerst durch eine der moralischen analoge Beurtheilungsart derselben auf das moralische Gefühl (der Dankbarkeit und der Verehrung gegen die uns unbekannte Ursache) und also durch Erregung moralischer Ideen auf das Gemüth zu wirken, wenn sie 35 diejenige Bewunderung einflößen, die mit weit mehrerem Interesse verbunden ist, als bloße theoretische Betrachtung wirken kann.
[43] Vorrede, vgl. I 230.
[44] Das sehr umfangreiche Material dazu findet sich bisher am ausführlichsten gesammelt bei Otto Schlapp, Kants Lehre vom Genie und die Kritik der Urtheilskraft. Göttingen, 1901.
[45] Siehe Kants Brief an Marcus Herz, vom 7. Juni 1771, X 117.
[46] Kritik der reinen Vernunft, 1. Aufl., S. 21, Anmerkung. IV 30.
[47] III 520 Anm.
[48] III 50 Anmerkung.
[49] X 465.
[50] X 467.
[51] a. a. O. S. 487f.
[52] V 160.
[53] Diese Analogie ist ausgeführt bei Fr. Blencke, Die Trennung des Schönen vom Angenehmen in Kants Kritik der aesthetischen Urteilskraft. Leipzig 1889.
[54] X 486.
[55] X 505.
[56] XI 39.
[57] Vgl. Kritik der reinen Vernunft III 131: so ist Urtheilskraft das Vermögen unter Regeln zu subsumiren.
[58] Vgl. Kritik der reinen Vernunft III 429, wo der apodiktische und constitutive Gebrauch der Vernunft in diesem Sinne von dem problematischen und regulativen unterschieden wird.
[59] XI 49.
[60] XI 71.
[61] XI 217.
[62] XI 95 u. 106.
[63] XI 121.
[64] XI 122f.
[65] XI 124 u. 126.
[66] XI 129f.
[67] Vgl. XI 141, 193, 383.
[68] Dieser »andere« war vermuthlich Friedr. Gentz, der wie aus seinem jetzt veröffentlichten Briefwechsel (Briefe von und an F. v. Gentz, herausgegeben von Fr. Karl Wittichen, I, München und Berlin 1909) hervorgeht, bei der ersten Auflage der Kritik der Urtheilskraft die zweite Correctur gelesen hat und sich in einem Briefe an Garve (5. Dec. 1790, vgl. das. I 182) rühmt, dabei einige tausend Druckfehler weggeschafft zu haben.
[69] XI 136.
[70] XI 140f.
[71] XI 142f.
[72] Dazu sind nach dem Verzeichniss in de la Gardes Brief vom 22. Mai 1790 (XI 172) noch Salomon Maimon und Prof. Michelsen gekommen.
[73] XI 151f.
[74] XI 161.
[75] XI 172. Vgl. Gentz an Garve am 5. Dec. 1790 (Briefe von und an Gentz I 182).
[76] XI 193f. u. 216f.
[77] XI 257f.
[78] XI 288.
[79] XI 317.
[80] XI 327.
[81] XI 359.
[82] XI 369.
[83] XI 383.
[84] XI 389.
[85] Vgl. den Brief seines Vaters an Kant (X, 294) und dessen Aeusserung an Mendelssohn (X, 322), sowie den Brief von Fr. Gentz an Kant (X, 346).
[86] Briefe von und an Gentz I, 156.
[87] Ibid. 159.
ÄNDERUNGEN IM TEXT:
| Seite | Original | Änderung |
| [210] | Gesetzt | Gesetz |
| [252] | Agypten | Ägypten |
| [280] | rechfertigen | rechtfertigen |
| [292] | Erkennntnißvermögen | Erkenntnißvermögen |
| [295] | ereichen | erreichen |
| [302] | mir | wir |
| [333] | im | ihm |
| [339] | Subjets | Subjects |
| [388] | wi | wir |
| [n. 28] | gegemeiniglich | gemeiniglich |
| [394] | keines eges | keinesweges |
| [449] | End- | Endzweck |
| [476] | gemeinnen | gemeinen |