Gebet um Hilfe aus der Not.

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Allgütiger Vater! Du bist allwissend und kennst das Leid, das meinen Geist beschwert, vor Dir ist nichts verborgen, somit auch nicht die geheimsten Gedanken meines Herzens. Vor Dir gilt kein Schein, vor Dir gilt nur die Wahrheit. Was kann es mir frommen, wenn ich auch vor Dir, gleichwie vor den Menschen, das Leid verbergen will, das mein Herz bedrückt! Aber zum Heile wird es mir, wenn ich vor Dir meinen Kummer im Gebete offenbare, weil ich nicht vergebens Trost und Hilfe bei Dir suchen werde. O, mein Gott! Ein Gedanke ist es, der mein ganzes Wesen erfüllt, der mich begleitet auf allen meinen Schritten, der jede wahre Fröhlichkeit in mir unterdrückt, der, ach, auch den Schlaf verscheucht von meiner Lagerstätte. O, mein Gott! Es bedrückt mich schwer, daß (hier ist das wörtliche Bekenntnis der betrübenden Tatsache einzuschalten). Laß durch dieses Bekenntnis mein Herz erleichtert, meine Seele mit Hoffnung erfüllt sein. Ich will das Vertrauen in mir beleben, daß Du eine Hilfe bist allen denen, die auf Dich hoffen. So ich aber selber dazu beitragen kann, daß mein Leid von mir gehe, so erleuchte mein Auge, daß den rechten Weg ich finde, stärke die Kraft meines Willens, daß auf dem rechten Wege ich ausharre. Wohl weiß ich es, daß Du auch Prüfungen den Menschen zu ihrem Heile sendest, und daß auch ich weiser und besser aus ihnen hervorgehen kann, so ich mich selbst prüfe und meine eigenen Fehler und meine falsche Auffassung der Dinge erkennen lerne. Aber das menschliche Herz ist schwach, und der Gedanke an Hilfe ist im Leide ihm der nächste. Nicht um meines Verdienstes willen flehe ich zu Dir, aber um Deiner unendlichen Liebe willen hilf mir, mein Gott! Nimm Dich meiner an, wie der Vater sich annimmt seines Kindes. Verschließe Dein Auge meiner Unwürdigkeit, denn ich bitte nicht um Deine Gerechtigkeit, ich bitte um Deine Gnade, und bei Dir ist Gnade und Erbarmen. Amen!

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