Das Gänsemännchen
In diesem tiefen Buche hat Wassermann nach seinem »Caspar Hauser« sein Größtes gegeben; ein Werk menschlicher und künstlerischer Reife, voll unheimlicher Abgründe und lichter Höhen; Höllenfahrt und Himmelfahrt, Dämonen und Engel haben ihr Wesen darin; ekles Gewürm und strahlende Schönheit. Zum Schlusse steigt das Ganze wunderbar auf wie ein gotischer Dom; eins und groß, einheitlich in der scheinbaren Launenhaftigkeit und Krausheit des Bildwerkes.
(Der Tag, Berlin)