| Brindisi. – Der gute »Poseidon« liegt
hier gemüthlich im engen Hafen, wenige
Schritte vom Landungsplatze, dem Hôtel
gerade gegenüber, darüber blinkt die einsame
korinthische Säule, der letzte Rest des
alten Brundusium – ans Land zu gehen ist
kaum der Mühe wert, nur Fuchs unternimmt
es, uns Whistkarten zu kaufen, da wir keine
auf dem Schiffe auftreiben können. Am Ufer
stehen schon die längste Zeit zwei Damen
und schauen den Dampfer an, wir beobachten
sie unsererseits mit Feldstechern; kommen
sie mit oder nicht? Grosse Aufregung, –
während wir alle bei Tische sind, erscheinen
die interessanten Frauenzimmer endlich, –
also neue Gefährtinnen. Es ist eine Mrs.
Mackenzie, Frau des Collector of Berar in
Central-Indien, Colonel M. und ihre bildsaubere
17jährige Tochter Rose, sehr nette
Leute. – Um 2 Uhr dampfen wir langsam
ins Ionische Meer hinaus: Mar Morte, heftiges
Rollen! Das machen die sieben Missionarii! | | RÖM. SÄULE BRINDISI |