404. Heulendes Wasser zeigt Unglück an.

(Lehmann, Historischer Schauplatz, S. 207.)

Sonst hat man an dem Schwarz- und anderem Wasser gemerkt, daß sie bei bevorstehendem Unglück, Feuer- oder Wasserschaden, greulich geheulet. Im Jahr 1630, den Tag zuvor, ehe die Stadt Annaberg abgebrannt, hat der Elterleiner große Teich am Geyerschen Wege entsetzlich geheulet, so daß des Zainschmieds Junge, der mehr Wasser aufschlagen sollte, vor Schrecken davon gelaufen. Im Jahre 1645 den 10. Juni, am zweiten Pfingstfeiertage, heulte frühe in Elterlein ein Teich jämmerlich, so daß eine Jungfrau, welche über den Teichdamm ging, aus Furcht eilends fortlief. Darauf ist ein Schulknabe, des alten Richters Matthes Rüdels Sohn, im Teiche ertrunken.