Fußnoten.

[1] Dies war der Titel, der damals dem Frankfurter Senat gegeben werden mußte.

[2] Man vergesse nicht, daß Frau Rat Goethe im Jahr 1789 spricht.

[3] Voltaire selbst erzählt die ihn betreffenden Frankfurter Vorfälle ganz ähnlich, nur etwas zugespitzter.

[4] Ich habe später zu Paris einen Invaliden gekannt, der mir erzählte, daß er damals zwölf Livres von seinem Kapitän erhalten habe, um zu schreien: „Nous sommes trahis!“

[5] Cüstine spielt hier auf den Verkauf Hessen-Kasselscher Untertanen an die Engländer an, für welche der Landgraf einen bestimmten Preis per Kopf erhielt, und die die Engländer als Soldaten in ihren Kolonien verwandten. Das ganze Land hatte kaum 400000 Einwohner, von denen mehr als 20000 der kräftigsten Männer für den englischen Dienst verhandelt wurden. Die englischen Seelenkäufer kamen nach Kassel, wo sie Mann für Mann wie erkauftes Vieh untersuchten und betasteten, ob sie auch tauglich seien! Eltern, die klagten oder murrten, wenn man ihnen die Kinder mit Gewalt raubte, kamen sofort in Ketten oder ins Zuchthaus. Daher stammte auch der reiche Privatschatz Georg Wilhelms, den er bei seiner Flucht dem alten Rothschild in Verwahrung gab, den dieser so gut verwaltete, daß er selbst Millionen erwarb, und daher datiert sich der ursprüngliche Reichtum der Rothschilde.

[6] Leider ist aus diesem Badeörtchen, was es damals noch nicht war, in neuerer Zeit eine schmachvolle Spielhölle geworden, in welchem ehrlose Industrieritter die Gimpel zu jeder Jahreszeit rupfen dürfen.

[7] Wenn einmal das Roulement (Wirbel) vor dem Abmarsch geschlagen war, wurden keine Reklamationen wegen unbezahlter Schulden von den Chefs mehr angenommen.

[8] Daß er ihm nur einen Strohsack zum Schlafen geben könne.

[9] Groß-Major hieß damals der erste Stabsoffizier eines Regiments, der im Rang nach dem Oberst folgte.

[10] Bei jedem Bataillon der leichten Infanterie befanden sich damals eine Kompagnie Karabiniers und eine Kompagnie Voltigeurs, die Kompagnien dü Centre hießen Chasseurs. Die beiden erstern hatten eine haute paye von 5 Centimes per Mann und per Tag.

[11] Je weiter ein Regiment marschiert, desto mehr häufen sich die Gewehre, Säbel, Patrontaschen und so weiter desselben, weil die von allen zurückbleibenden Kranken mitgeführt werden.

[12] Eine Felukke ist ein offenes Küstenschiffchen, mit einem Mastbaum, aber ohne Vordeck, das auch durch Rudern in Bewegung gesetzt wird.

Anmerkungen zur Transkription

Diese Ausgabe von 1916 wurde gegenüber der Erstausgabe von 1948/49 „um Weitschweifigkeiten und Wiederholungen verkürzt“, wie der Herausgeber im Nachwort konstatiert (Band 3). Die Kürzungen im Text wurden in der 1916’er Ausgabe folgerichtig in den Rubriken sowohl im Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches als auch am Beginn der jeweiligen Kapitel reflektiert. Wo dies versehentlich zu Diskrepanzen zwischen den beiden jeweiligen Rubriken geführt hatte, wurden in dieser eBook-Ausgabe nach eingehendem Vergleich mit der Erstausgabe die jeweils überzähligen Rubriken entfernt. Darüber hinaus wurde jedoch kein weitergehender Versuch unternommen, die generelle Übereinstimmung von Kürzungen im Text und im Inhaltsverzeichnis zu überprüfen.

Fußnoten wurden am Ende des Buches gesammelt.

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigert. Weitere Änderungen sind hier aufgeführt (vorher/nachher):