Wiesenbad
eine Stunde Wegs von Annaberg. Nur die Sommermonate wird es häufig besucht und für die Kur auf längere oder kürzere Zeit bewohnt. Der Besitzer dieses Bades, Herr Kaufmann Eisenstuck, hat viel für eine freundlichere Aufnahme der Badegäste und für bequeme Logis gethan und rühmlich dafür gesorgt, daß es nicht an abwechselnden Vergnügungen fehlt. Eine Menge Gänge über hoch emporsteigende, mit Wald bewachsene Felsentrümmer und enge Thalschluchten, schattige Wege an den Ufern des Flusses, der durch bunte Wiesen wandelt, werden gar sehr besucht.
Die Amethistgänge zu Wiesenbad, von schöner hoch violblauer Farbe, sind bekannt, weniger der Granitstock, welcher durch den Straßenbau nach Annaberg aufgeschlossen wurde, mit seinem Stockscheider, der grünen und blauen Flußspath mit kleinen weißen Apatiten führte.
Lith. Anst. v. Rudolph & Dieterici in Annaberg
Der PÖHLBERG bei ANNABERG
von Geiersdorf aus.
Wir gehen vom Einfall der Pöhla hinauf nach Geyersdorf, und von da zurück nach Annaberg. Am Ende des gedachten Dorfes und mithin von der Thalsohle aus, erhebt sich der Pöhlberg (auch Bielaberg, folglich – der weiße Berg) an seiner Nordseite zum kahlen riesenhaften Kegel empor, dessen Oberfläche 2000 Schritte beträgt. Die Grundmasse ist Basalt, mithin schwarz, dennoch wird der Berg »der weiße Berg« genannt, weil ihn gegen das Frühjahr hin ein weißes Schneeband an der Stirne noch lange umgiebt, was aus der Ferne gesehen, an die Zoll- und Grenzaufsicht erinnert. Es ist Schade, daß eine so große Fläche mit ihren Abhängen noch nicht für Holzcultur benutzt worden ist, da die Sterilität derselben nur eine kümmerliche Viehweide gewähren kann.
Von Annaberg nach Catharinenberg am Buchholz, gemeinhin