CXL.
Seyd ihr ein Fremder, mein Herr? bewohnt ihr Venedig? so fragten
Zwey Lacerten die mich in die Spelunke gelockt.
Rathet! - Ihr seyd ein Franzos! ein Napolitaner! Sie schwatzten
Hin und wieder und schnell schlürften sie Kaffe hinein.
Thun wir etwas! Sagte die Schönste, sie setzte die Tasse
Nieder, ich fühlte sogleich ihre geschäftige Hand.
Sacht ergriff ich und hielte sie fest; da streckte die zweyte
Zierliche Fingerchen aus und ich verwehrt es auch ihr.
Ach! es ist ein Fremder! so riefen sie beyde; sie scherzten
Baten Geschencke sich aus, die ich doch sparsam verlieh.
Drauf bezeichneten sie mir die entferntere Wohnung
Und zu dem wärmeren Spiel spätere Stunden der Nacht.
Kannten diese Geschöpfe sogleich den Fremden am Weigern,
O so wißt ihr warum blaß der Venetier schleicht.