III

Nun, da längstens hörten auf zu rollen

Wilder Städte Donner von den Hängebrücken,

Schrille Laute, die vom Platz erschollen

Ruhen starr in tränenden Mondes Blicken:

Treiben wir dahin, wo die Blätter fielen,

Die ein weißer Sturm des Tags herabgejagt,

Die Allee entlang im laubichten Gewühle,

Das jetzt eines Turmes silbernes Horn durchragt.

Und wir schlafen ein im großen Bette,

Das, ein Schiff, uns von der Erde trägt.

Unserer heißen Küsse dichte Kette

Sich, als Traum süß, über Müde legt.

Lasset uns auch beten für die Armen,

Die wir sahn an windiger Ecke stehn,

Lasset uns auch wünschen Frierenden Tücher warme,

Linderung der Mütter Wehn!

Wir jetzt liegen wie in Zuchthaushallen,

Nackte Büßer auf verfaultem Stroh.

Draußen heulend schwarze Regen fallen

Unter Blitze zackichtem Geloh.

Die erfüllen mit verworrener Helle

Unser niedriges Gemach.

Züge flattern durch mit Hundgebelle,

Pferdewiehern und mit Schüssekrach . . .

O, so fasse meine zitternden Hände,

Daß ich in empörte Gründe stürze nicht!

Da in weiße Wälder wandeln schon sich kalkige Wände,

Heiliger Morgen frischet dunsenes Gesicht.

Fette Kräuter aus dem Boden sprießen.

Werden wir mit Sommer schön beschenkt?

Die Gebirge schaukeln hinter Wiesen,

Ein Gewitter grau am Himmel hängt . . .