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Du bists, Quartier mit den verhängten Fenstern
Und bunten Mädchen über nassem Strich!
In allen, die vorüberschlenkern
Und denen an den Ecken seh ich dich.
Es ist nicht schön zu hungern
Und zu spazieren durch die Stadt,
Um früh in einem Beisel sich zu treffen,
Sich essen an den Brocken aus den verdreckten Töpfen satt.
Wie arm wir sind! Wir zucken beim Berühren.
Ganz aufgeschwollen bist du und dein Leib ist wund.
Nur manchmal wir wie einstmals uns verführen,
Ich liebe deinen großen Mund!
So alle Tage wir verschlafen.
Du hast noch eine Stunde Zeit —
Wir liegen berstend in den Betten
Und lesen Kriminalromane.