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Die Wünsche, die ich Tags gedacht,

Sehnsüchte, die ich Tags nicht stillen konnte,

Werden die Ängste meiner Nacht.

Ich rings in Feuern steh,

In der Geliebten meine Mutter seh,

Meinen Vater wie einen Fraß der Hunde.

Aus den Wänden trete ich,

Geschändet am Geschlecht,

Der weiße Leib

Beglüht und fein gehüftet,

So ganz und echt:

Ich Weib.

Ich hebe meine furchtbar spitzen Hände, im innern Mark

Längst leer und schlimm vergiftet,

Will um meine Sehnsucht zu übertören

Allen, o allen gehören,

Geb mich jedem Bettler hin,

Nur kummervoll besorgt, daß ich Gefallen fände,

Und kühn,

Daß ich sie alle niederkrallen könnte.

Schon höre ich die Dämmerung fallen.

Klänge wiegen mich in die Welt.

O Tag!

Jetzt bin ich allen Träumen fremd . . .

Sei gütig! Dein Toben

Will sich erlösen.

Was du gewesen

Im träumenden Bösen

Befreit sich nach oben.