10. Die Anlegung einen weißen Kleides.

Seit dem 4. Jahrh. wurde es Sitte, den Täuflingen unmittelbar nach der Taufe ein weißes Kleid anzulegen, welches sie acht Tage hindurch tragen mußten, „und wurden in demselben an dem auf Ostern folgenden Sonntage, welcher eben daher den Namen: Dominice in albeis (der weiße Sonntag) erhielt, der Gemeinde vorgestellt“.[257] Womit will man diesen Gebrauch rechtfertigen? Durch das N. Testament kann es nicht geschehen, denn dasselbe berichtet uns nichts von einem achttägigen Tragen der weißen Kleider nach der Taufe.