Vorwort.
Die hohe Bedeutung, welche den Naturwissenschaften für die Erziehung der Jugend zukommt, ist nach Ansicht des Verfassers bisher noch keineswegs genügend gewürdigt worden. Namentlich in der Großstadt mit ihren endlos sich dehnenden Straßenzügen ist der heranwachsenden Generation jede innigere Beziehung zur lebenden Natur fast völlig verloren gegangen. Die Schule allein mit ihren kärglich bemessenen Unterrichtsstunden kann hier nicht helfen. So lag denn der Gedanke nahe, das vorliegende Werkchen zu schreiben, das die lern- und wißbegierige Jugend in möglichst lebendiger Darstellung zum naturwissenschaftlichen Denken anregen und ihr die Naturobjekte der nächsten Umgebung, vor allem also des väterlichen Hauses, geistig näherbringen soll.
Die gewählte Form des Dialogs mag als veraltet gelten; sie erschien jedoch dem Verfasser als die für den erstrebten Zweck am besten geeignete, wohl aus denselben Erwägungen, welche den großen Meister der griechischen Philosophie bei der Abfassung seiner klassischen Gespräche geleitet haben.
Der von O. Schwindrazheim mit gewohnter Meisterschaft ausgeführte Bilderschmuck dürfte nicht unerheblich zum Verständnis der behandelten Gegenstände beitragen.
Schließlich sei noch bemerkt, daß diese „Naturstudien im Hause“ den ersten, die geringsten Vorkenntnisse voraussetzenden und daher auch wohl zuerst zu lesenden Band einer Serie von Naturstudien bilden, die nacheinander das Haus, den Garten, die nähere Umgebung des Heimatortes (Naturstudien in Wald und Feld), die entferntere Umgebung (Naturstudien in der Sommerfrische) und schließlich die „fernen Zonen“ behandeln.
Der Verfasser.