SAAL IV.

Schrank I. Antike Bronzen römischer, griechischer, etruskischer und ägyptischer Herkunft. Hausgeräte, die noch heute in ihrer Zweckmäßigkeit und Schönheit mustergültig sind, Kannen, Schalen, Amphoren und andere Weinsiebe, Schöpfer u. dgl. m. Gefäßdeckel und -henkel. Zwei etruskische Dreifüße, einer davon ein Geschenk weiland Erzherzogs Rainer. Altjonische Bronzemaske mit eingesetzten Augen. Flügel von der Statue einer Siegesgöttin. Deckenrosetten aus den Grabkammern von Cotona, griechischer Gesichtshelm.

Schrank II. Figurale Bronzen. Relief mit der Beweinung Christi, ein oberitalienisches Werk des XV. Jahrhunderts (Geschenk des Fürsten Johann von und zu Liechtenstein). Bronzebüste der Niobe von dem Mantuaner Antico. Statuette eines kleinen vorwärtsschreitenden Pferdes, das auf einen Vorwurf des Leonardo da Vinci zurückzuführen ist. Pferdestatuette, niederländisch um 1600. Zwei Bronzekandelaber, italienisch, XV. Jahrhundert, Statuetten von Aphrodite und Ares, italienische Arbeiten des XVI. Jahrhunderts. Gruppe der Ringer, ein Geschenk des Fürsten Johann von und zu Liechtenstein. Putto, Nürnberger Arbeit, XVI. Jahrhundert.

Wandschrank III. Heiliger Sebastian, vergoldete Bronzestatuette, italienisch, XVI. Jahrhundert. Tabernakeltüre, deutsch, XVII. Jahrhundert. Bronzerahmen vergoldet, XVII. Jahrhundert. Zwei schwebende Engel, XVIII. Jahrhundert. Engelstatuette, XVIII. Jahrhundert.

Tischvitrine IV. Renaissanceplaketten oberitalienischer, toskanischer und römischer Meister, wie Riccio, Moderno, Ulocrino, Vicentino, Francesco da Brescia und anderer.

Tischvitrine V. Deutsche und niederländische Plaketten. Bleiabstöße von Peter Flötner. Niederländischer Meister der Triumphzüge.

Wandpult VI. Niederländische und deutsche Plaketten, XVII. bis XIX. Jahrhundert.

Relief, Grablegung, Bronze, Türchen eines Tabernakels.
Oberitalienisch, XVI. Jahrhundert


GRÖSSERES BILD

Schrank VII. Deutsche Bronzemörser und Kannen aus dem XV. und XVI. Jahrhundert. Italienischer Mörser mit Faunen, XVI. Jahrhundert. Zwei Bronzebügeleisen, XVI. und XVII. Jahrhundert. Bronzenes Tintenfaß, italienisch, XVI. Jahrhundert. Nach Giov. da Bologna, Raub der Dejanira. Kupferkannen und Kupferbecken, XVI. bis XVIII. Jahrhundert. Tiroler Messingschüsseln. Ein Bindenwickler, Messing durchbrochen und vergoldet, XVI. Jahrhundert. Uhr, Wien, um 1800, Bronze vergoldet. Lichtschirm, ca. 1800. Lichtputzschere, Bronze vergoldet, ca. 1860.

Wandschrank VIII. Kamingarnitur, Uhr und Leuchterpaar, von Thomire. Spiegel mit Bronzefassung, ca. 1800. Uhr in Lyraform. Uhr (als Trommel von Amor getragen), Schale und Räuchergefäß, Ebenholz mit Bronzeverzierung. Zwei Bronzebüsten.

IX. Alt-Wiener Möbelbeschläge.

Wandpult X. Möbelbeschläge.

Diesen Schränken steht gegenüber die kleine Sammlung von Arbeiten des Ostens.

Schrank XI. Persische Geräte von Kupfer, Zinn u. dgl. Verzinnte Kupferschüssel mit Jagdszenen. Tauschierte und gravierte Arbeiten mit Metalleinlagen.

Wandschrank XII. Gleichartige Stücke derselben Provenienz.

Schrank XIII. und Wandschrank XIV. Japanische und chinesische Bronzen, zumeist Stücke aus neuerer Zeit.

Schrank XV. Japanische und chinesische Bronzen. Metallgefäße aus Zentralasien und Indien.

Der Eingangstür zum Saal I gegenüber hängen an der Wand Bleireliefs des XVIII. Jahrhunderts, ein Pygmalion-Relief von G. R. Donner, zwei Reliefs mit der Sage von Orestes und Pylades aus der Zeit des Klassizismus, Geschenk des regierenden Fürsten Johann von und zu Liechtenstein.

Vitrine XVI. Bleimodell zu einem Denkmal für Katharina von Rußland, XVIII. Jahrhundert.

Vitrine XVII. Bleiarbeiten. Zwei Arbeiten G. R. Donners, die eine offenbar eine Modellfigur für den Brunnen am Neuen Markt, die andere ein Relief mit Faun und Knaben. Zwei Statuetten von Hagenauer, ein Vermächtnis der Frau Rosalia Goldschmied an das Museum. Bleiplaketten vom Ende des XVII. Jahrhunderts.

Die zweite Hälfte des Saales ist den Kunstschmiedearbeiten reserviert. Nur eine kleine Sammlung von Bronzetürklopfern des XVI. Jahrhunderts ist hier noch untergebracht.

An der Wandverschalung hängt chronologisch geordnet eine Sammlung von Schlössern und Schloßbeschlägen vom XIV. bis XIX. Jahrhundert. Gotische Schloßplatten. Spätgotischer Türklopfer. Reichverziertes Kastenschloß, Ende des XVI. Jahrhunderts, mit einer Inschrift. Kastenschloß aus dem XVII. Jahrhundert. Reihe von großen Prunkschlössern des XVII. und XVIII. Jahrhunderts, die sich an der Schmalwand des Saales hinzieht.

Vitrine XVIII. Zwei Hauptwerke süddeutscher Schlosserkunst des XVI. Jahrhunderts, die Vorhängschlösser aus Stift Heiligenkreuz mit eingeätzten Ornamenten.

Gruftgitter, Schmiedeeisen, deutsch, XVII. Jahrhundert


GRÖSSERES BILD

Größere Kunstschmiedearbeiten: Renaissancegitter mit durchgezogenen Stäben, aus Steiermark; Grabkreuz, Tiroler Arbeit des XVII. Jahrhunderts; Balkon- und Stiegengitter mit Figuren, prächtigem Durchzugswerk und tief eingeschlagenen Ornamenten, eine Wiener Schmiedearbeit des XVII. Jahrhunderts; zwei venezianische Feuerböcke des XVI. Jahrhunderts, einer davon ein Geschenk des regierenden Fürsten Johann von und zu Liechtenstein. Auf der gegenüberliegenden Seite des Saales Kunstschmiedearbeiten des XVIII. Jahrhunderts. Ein Balkongitter aus Bandeisen, um 1700; an der Wand ein geschmiedeter Wandarm mit Laubwerk an den Enden seiner schön gezogenen Spiralen, um 1700; vom Anfang des XVIII. Jahrhunderts das Balkongitter aus dem abgebrochenen Hause Gumpendorferstraße 94; Gruftgitter mit dem ausgebildeten Laub- und Bandelwerk der deutschen Schmiede aus der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts; ein kolossaler geschmiedeter Toraufsatz vom Anfang des XVIII. Jahrhunderts in der Mitte des Saales. An der Wand (wie vorhin) ein kleiner Wandarm mit schönem Laubwerk, erste Hälfte des XVIII. Jahrhunderts; das mächtige Wirtshausschild („zum goldenen Stern“), eine Augsburger Schmiedearbeit, in der sich Rokoko mit Zopfstil mischt. Mit dem Rokoko ging das Kunstschmiedehandwerk seinem Ende entgegen; das Empire mit seinen strengen, einfachen Formen konnte das Handwerk, das im Louis XIV-Stil und im Rokoko seine höchste Blüte gefunden hat, nicht mehr in gleichem Maße beschäftigen und der Eisenguß hat das Handwerk vollends verdrängt. Die Arbeiten vom Ende des XVIII. Jahrhunderts sehen neben den reichen, kunstvollen Barockarbeiten recht dürftig und sogar in ihrer Technik herabgekommen aus.

Vitrine XIX. Eine Sammlung von Schlüsseln kunstvoller Arbeit, XVI. bis XVIII. Jahrhundert.

Vitrine XXII. Schlüssel. Ein Kassaschloß vom Ende des XVIII. Jahrhunderts. Schlüssel aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert. In der Mitte der Vitrine ein in Eisen geschnittener Doppeladler.