Aus unsrer Tätigkeit
Von Dr. Paul Goldhardt
Infolge des verlorenen Krieges und der dadurch bedingten starken Abnahme der Bautätigkeit haben in den vergangenen Jahren bauliche und künstlerische Fragen in unsern »Mitteilungen« einen viel geringeren Raum eingenommen, als unsre Leser das von früher her gewohnt waren. Hinzutrat die mit Kriegsende einsetzende und von uns aufs eifrigste geförderte Wanderbewegung und die Erstarkung der Liebe zur Natur und ihre Erforschung, Strömungen, denen wir in unsern Mitteilungen breiten Raum lassen mußten.
Die nachstehenden Zeilen sollen den Beweis liefern, daß deswegen unsre Tätigkeit auf dem Gebiete der Bauberatung nicht erlahmt ist, sondern daß wir unverdrossen an der wichtigen Kulturaufgabe, der Beeinflussung der Bautätigkeit im Sinne künstlerischer Vertiefung, an der Erhaltung der künstlerischen Eigenart der uns überlieferten Bau- und Kunstdenkmäler, an der Veredlung neuer kunstgewerblicher Aufgaben weiterarbeiten. Da sei gleich eingangs hervorgehoben, daß keineswegs, wie dies hie und da vermutet und behauptet wird, unsre Tätigkeit im Festhalten am historisch Gewordenen sich erschöpft, sondern daß wir an der folgerichtigen Lösung der modernsten Aufgaben teilhaben. Wir erinnern nur an die im Frühjahr von uns gemeinsam mit dem Deutschen Bund Heimatschutz veranstaltete Ausstellung vorbildlicher Ingenieur- und Industriebauten, die in bunter Folge meisterliche Lösungen aus alter und aus neuer Zeit brachte und die – wir dürfen das hoffen – zur weiteren Klärung dieses für die Ausdruckskultur unsrer Zeit so ungeheuer wichtigen Aufgabenkreises wesentlich beigetragen hat und noch beitragen wird.
Zahlreiche Entwürfe für Fabrikbauten haben in den letzten Jahren uns zur Begutachtung vorgelegen und in sehr vielen Fällen haben wir durch Skizzen und Beratung wertvolle Erfolge bei der Verbesserung der Pläne erzielt. Dabei war es unsre vornehmste Aufgabe, auf die oft fehlende Harmonie mit der Umgebung, mit der landschaftlichen Struktur und dem vorhandenen architektonischen Charakter der Umgebung hinzuwirken. Vielfach ist es uns auch gelungen, die Bauherren zur Annahme eines tüchtigen Architekten zur weiteren Lösung der Aufgabe zu bewegen und sie hatten in keinem Falle Veranlassung, diesen Entschluß zu bereuen.
Einen großen Umfang nahmen auch die landwirtschaftlichen Bauten an. Schon die allerorts notwendig werdenden kleinen An- und Ausbauten der Gutsgebäude mußten unsre Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, denn hier trat in vielen Gegenden fast seuchenartig das Bestreben hervor, die Eigenart der wert- und reizvollen Bauernhäuser durch häßliche flache Anbauten, die weder im Grund- noch im Aufriß überlegt waren, zu zerstören. Es war betrüblich zu beobachten, welchen geringen Sinn viele der Besitzer solcher Güter für die Schönheit ihrer Gebäude haben und wie sie oft um eines geringen geldlichen Vorteiles willen, auf der Verunstaltung ihres Eigenbesitzes bestanden haben. Wo das geschah und unser Warnungsruf ohne Erfolg verhallt ist, dürften schon heute bei der inzwischen eingetretenen Geldentwertung die Bauenden sich von der Kurzsichtigkeit ihrer Handlungsweise überzeugt haben.
Erfreulicherweise aber ist die Erkenntnis von der Unwirtschaftlichkeit solcher Behelfsbauten, denn das sind sie im Grunde, im Fortschreiten begriffen. Das zeigt sich besonders beim Um- und Erweiterungsbau größerer ländlicher Wohnhäuser und insbesondere von ländlichen Herrschaftshäusern.
Meist handelt es sich darum, das zu eng und unwohnlich gewordene Gutswohnhaus zu erweitern oder durch ein neues zu ersetzen. Hier zeigte sich einerseits vielfach eine bedenkliche Vorliebe für Prunkfassaden und geringes Verständnis für die künstlerischen Feinheiten des Gutscharakters, die durch Hineinstellung eines Fremdkörpers gründlich verdorben worden wären. Es offenbarte sich hier deutlicher als irgendwo, daß solche Aufgaben in die Hand eines feinsinnigen Baukünstlers gehören, denn gerade das Einfügen eines Neubaues in eine alte wertvolle Baugruppe, wie sie unsre prächtigen Gutsgehöfte fast immer sind, bedarf großen künstlerischen Taktes.
Es ist heute einfach ein Naturgebot, daß alles was geschaffen wird, möglichst hochwertig entsteht, denn wir können uns eine Verschleuderung wertvoller Werkstoffe und Arbeitskräfte an minderwertige Leistungen einfach nicht mehr gestatten. Von einer Verteuerung durch die Annahme eines tüchtigen Architekten kann auch keine Rede sein, da durch diese meist auf Vereinfachung hingewirkt und eine wirksame Rechnungskontrolle ermöglicht wird.
Anderseits soll hier gern hervorgehoben werden, daß viele der altansässigen Gutsfamilien stolz auf das bauliche Erbe ihrer Vorfahren sind und alles daran setzen, um die künstlerische Einheit zu wahren, wenn sie daran gehen, Neues erstehen zu lassen.
Hier spielt unsre Tätigkeit hinüber in das Gebiet der Denkmalpflege und die in Frage kommenden Arbeiten werden in solchen Fällen in engem Meinungsaustausch mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Ministerium des Innern durchgeführt.
Wir werden in nächster Zeit über diese Aufgabe näher berichten können.
Abb. 1 und 2 zeigen uns den Entwurf des in Ausführung begriffenen Herrenhauses Dr. Lieber in Stroga bei Großenhain, er stammt von Architekt Dr. Otto Schubert, Dresden und wurde im Einvernehmen mit uns aufgestellt. In diesem Fall waren uns wegen der wenig günstigen Bauweise des in den siebziger Jahren erbauten Hauses – es handelt sich um einen Umbau – bei Gestaltung des Äußeren die Hände sehr wenig gebunden, weshalb ein völlig neuer Baukörper geschaffen werden konnte. Gewählt wurde das allseitige Mansardendach mit zeltartigem Anbau an der Parkseite als Betonung des angefügten Hallenvorbaues, der dem Haus Eigenart und Vornehmheit geben wird.
Es braucht kaum hervorgehoben zu werden, daß wir dem Kleinwohnungsbau und Siedelungsproblem und der damit verknüpften Fragen ständig unsre größte Aufmerksamkeit zugewendet haben. In bestem Einvernehmen mit den Verwaltungsbehörden haben wir in Hunderten von Fällen Gegenvorschläge für ungenügende Eingabezeichnungen angefertigt oder aber, wo dies angängig erschien, auf Zuziehung tüchtiger Architekten gedrungen. Nicht immer war uns Erfolg beschieden, aber in zahlreichen Fällen fanden wir verständnisvolles Entgegenkommen der Bauherren und Ausführenden. Besonders dankbar aber begrüßen wir die Förderung unsrer Ziele durch das Landeswohnungsamt, die Amtshauptmannschaften und Stadträte, die – besonders in einigen Gegenden unsres Sachsenlandes – mit zäher Ausdauer den Kampf gegen die Unkultur und Kunstlosigkeit gemeinsam mit uns durchkämpfen.
Dieser Unterstützung bedürfen wir auch, wenn es sich um die Einflußnahme auf die Gestaltung ländlicher Schul- und Verwaltungsgebäude sowie kirchlicher Gebäude handelt. Letzten Endes muß eben der Heimatschutz in die Herzen aller eindringen, von allen gewollt werden und Angriffe auf unsre schönen alten Städte- und Dorfbilder als auf uns alle persönlich gerichtet erkannt und abgewehrt werden.
Die Schönheit des Friedhofs ist ein Ideal, von dem wir noch himmelweit entfernt sind. Sowohl die Großstadtfriedhöfe als die der kleinen Orte bieten noch immer ein betrübliches Bild der Anhäufung von Schlechtem und Aufdringlichem. Hier liegt noch viel ernste und harte Arbeit vor uns. Soweit wir einwirken konnten, haben wir durch zeichnerische oder plastische Vorschläge zunächst einmal auf die Schaffung einer Generalidee gesehen, der sich das gesamte Friedhofsbild unterzuordnen hat. In vielen Fällen konnte als Ausgangspunkt der neuen Ordnung die eben im Entstehen begriffene Ehrung der Opfer des Weltkrieges dienen. So haben wir in Eppendorf gemeinsam mit Bildhauer Lippert Kirche, Denkmal und Friedhof zu einer festen Einheit zusammenschließen können und erkennen gern das verständnisvolle Entgegenkommen des Kirchenvorstandes an.
Anderorts war es nötig, durch strenge Vorschriften auf die Erhaltung des Charakters alter Friedhöfe zu sehen, so galt es in Cavertitz einen wundervollen alten Friedhof, der lange Zeit nicht mehr belegt worden war, zu schützen und die künftige Belegung zu regeln. Hier drangen wir, wie in ähnlichen Fällen, darauf, daß weder Baum noch Strauch noch die wichtigen alten Denkmäler angerührt wurden, daß vielmehr die neue Belegung auf alle diese erhaltenswerten Bestandteile des einzigartigen Friedhofsbildes Rücksicht nehmen mußte. Die besonders schwierige Lösung einiger Familiengrüfte, von denen leider zwei in schlechter Form schon aufgestellt waren, vertrauten wir im Einverständnis mit dem Kirchenvorstand und den ausführenden Gewerken Herrn Professor Groß von der Kunstgewerbeakademie an. Wir halten es überhaupt für die wichtigste Forderung bei der Verbesserung der Friedhöfe, daß die künstlerische Gesamtlösung in die Hände eines tüchtigen Bildhauers oder Architekten gelangt, denn die Praxis lehrt, daß mit geschriebenen Friedhofsordnungen nicht viel geholfen ist, solange nicht ein künstlerisch Tätiger ihre Durchführung überwacht; also auch hier kann sich der Heimatschutz nicht auf die Verhinderung des Schlechten beschränken, sondern er muß Positives schaffen.
Bei dem Arbeitsausschuß der Landesberatungsstelle für Kriegerehrungen gingen in den vergangnen Jahren täglich mehrere Entwürfe zur Begutachtung ein. Auch hier konnte ganz allgemein festgestellt werden, daß gute Lösungen nur dort entstanden, wo rechtzeitig ein tüchtiger bildender Künstler zugezogen worden war. Die vielen schlechten Ehrendenkmäler, die leider im Lande stehen und die wir trotz energischer Werbetätigkeit nicht verhindern konnten, beweisen, wie gering im Volke noch immer das Verständnis für künstlerische Werte ist. Glücklicherweise können wir aber auf eine stolze Reihe von Denkmälern blicken, die auf unsre Einwirkung hin entstanden sind und die, hoffen wir es, dazu beitragen werden, Urteil und Kritik zu schärfen. Allein von Beginn des Jahres 1922 bis jetzt wurden in etwa fünfzig Gemeinden Denkmäler nach unsren Vorschlägen ausgeführt, während die Ausführung unsrer Vorschläge an zehn andren Orten beschlossen wurde.
Abb. 1 Haus Dr. Lieber, Stroga, Hofseite
Nicht immer wurden unsre Anregungen freundlich aufgenommen, oft hielt man unsre Einwirkung für Besserwisserei und oft glaubte man unsre Einwände damit abtun zu können, daß man erklärte, man könne für sein Geld bauen, was man wolle. Solche Denkungsweise entspricht nicht der Kultur eines hochstehenden Volkes und ist der Ausdruck rohester materieller Gesinnung.
Wenn wir die Denkmäler des Weltkrieges mit denen andrer Völker vergleichen, können wir immer noch stolz auf die Leistungen unsrer bildenden Künstler sein, die sich glücklicherweise freihalten von Schematisierung, und wenn wir der Ursache des Erfolges nachspüren, so finden wir, daß unsre deutschen Künstler es viel besser verstanden haben, landschaftlich geeignete Aufstellungsplätze zu finden und was noch wichtiger ist, die Eigenart des Aufstellungsplatzes im Denkmal zum Ausdruck zu bringen, also der künstlerische Takt der Einfügung des Kunstwerkes in die Umgebung ist auch hier ausschlaggebend für seine Wirkung.
Aber auch kunstgewerbliche Aufgaben, die mit dem Orts- und Landschaftsbild irgendwie zusammenhängen, haben uns laufend beschäftigt. Hierzu gehören vor allem Orts- und Warnungstafeln, Flaggen, Standarten, Ehrenurkunden und dergleichen. Zur Lösung dieser Aufgaben stellte sich uns Professor Rößler von der Kunstgewerbeakademie in uneigennütziger Weise zur Verfügung und ihm ist es zu verdanken, daß unter Heranziehung seiner Schülerschaft eine große Reihe dekorativer Arbeiten öffentlichen Gepräges in gute Form gebracht wurde. Gleichzeitig bereitet uns diese Art der Erledigung die Befriedigung, dem akademischen Unterricht durch Überweisung praktischer Aufgaben positiven Gehalt verschaffen zu können. Aber auch die im Erwerbskampf stehenden dekorativen Künstler konnten wir des öfteren zu größeren Aufgaben heranziehen.
Abb. 2 Haus Dr. Lieber, Stroga, Gartenseite
Überhaupt lag es uns daran, nicht nur auf dem Gebiet der reinen Architektur sondern auch auf dem der übrigen bildenden Künste, insoweit sie Stadt- und Landschaftsbild beeinflussen, mitzuarbeiten und zur Lösung der auftauchenden Probleme mitzuwirken. Hierbei beschäftigten uns in erster Linie zwei Probleme: die Farbe im Stadtbild und die Außenreklame.
Ausgehend von den zahlreichen verunglückten farbigen Bemalungen in unsern Groß- und Kleinstädten hielten wir mehrmals im Kreise unsrer Sachverständigen eingehende Beratungen über diese für das Ortsbild so wichtigen Frage ab und kamen dabei einheitlich zu der Überzeugung, daß bessere Lösungen nur dann erwartet werden können, wenn eine behördliche Melde- und Genehmigungspflicht eingeführt und rechtzeitige Heranziehung künstlerischer Kräfte durchgesetzt wird. Wir hatten hier Gelegenheit, den Herren Vertretern der Stadt Dresden gegenüber die alsbaldige Erlassung eines besonderen Gesetzes zum Schutze des Ortsbildes zu fordern, in dem wir auf zahlreiche andre sächsischen Städte hinwiesen, wo dies bereits in vorbildlicher Weise geschehen ist. Inzwischen haben wir in einigen Orten, so in Königstein, Neustadt, Hartenstein usw., bereits für die praktische Lösung farbiger Straßenbemalung positive Vorschläge gemacht, die von Erfolg begleitet sind. Anderorts, so in Meißen, haben wir eine aus wenigen schaffenden Künstlern und dem Bürgermeister bestehende Kunstkommission zur Überwachung des Stadtbildes ins Leben gerufen und wir hoffen, auf diesem Wege fortzuschreiten, bis überall der Gemeinsinn geschärft, bis überall die Schönheit unsrer Städte und Landschaft Gemeingut aller geworden ist. Allenthalben haben wir dabei uns möglichst von der Theorie und dem Aufstellen von Richtlinien ferngehalten, sondern glaubten der Allgemeinheit am besten durch praktische Vorschläge dienen zu können.
Die Reklame ist die am meisten umstrittene Aufgabe, mit der wir uns befaßt haben. Sie hat uns oft mehr als uns lieb war in Anspruch genommen. Seit Bestehen unsres Vereins haben wir ihre Auswüchse bekämpft und versucht, ihre Formen in bessere Bahnen zu lenken, sind aber nie Reklamefeinde gewesen, wie man uns gern in die Schuhe schieben will. Als nach Kriegsende unsre Reichsverkehrsbehörden – Post und Eisenbahn – dazu übergingen, eine schranken- und geschmacklose Reklame an ihren Bauten zuzulassen, die ihnen nachweislich ganz geringe Einkünfte und wenn man die Beamtengehälter einrechnet, eigentlich nur Verluste einbringt, legten wir gemeinsam mit allen in Frage kommenden Künstlerverbänden und Wirtschaftsvereinigungen eine energische Verwahrung gegen die Verunstaltung des Stadtbildes ein, die Presse schloß sich unserm Vorgehen auf der ganzen Linie an. Nachdem auch der Reichskunstwart auf unsre Seite getreten ist, hoffen wir bestimmt, daß die gröbsten Verunstaltungen binnen Kurzem verschwinden werden.
Die erregteste Form nahm der Reklamekampf aber bei der Beurteilung der sogenannten Reklamestraße am Stadion auf den vormaligen Güntzwiesen an.
Wir hatten uns in einer Ausschußsitzung mit dem auftauchenden Plan der Reklamestraße beschäftigt und in einer Sachverständigensitzung beschlossen, die Zerreißung des wundervollen vom Großen Garten, den Güntzwiesen, der Bürgerwiese und dem Garten des Prinzenpalais gebildeten Grüngürtels abzulehnen und zu bekämpfen. Wie berechtigt unsre Bedenken waren, hat die Stellungnahme der breiten Öffentlichkeit nach Ausführung der Reklamestraße bewiesen. Die Reklamestraße ist als Versuch der Konzentration der Reklame entstanden und wir betonen hier ausdrücklich, daß wir alle großzügigen Versuche zur Verbesserung der Reklame nur begrüßen, aber die Güntzwiesen sind ein Gebiet, das für solche Versuche nicht geeignet ist.
Wie schon hervorgehoben, bringt der innige Zusammenhang zwischen Heimatschutz und Denkmalpflege mit sich, daß unsre Bauberatungsstelle eine Reihe der vorliegenden Aufgaben im ständigen Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Ministerium des Innern erledigt. Bei allen Veränderungen, Erweiterungen und Zutaten an Baudenkmälern, bei denen die Beratungsstelle gehört werden sollte, werden Gutachten und Vorschläge nur nach gemeinsamen Beratungen abgegeben. Es handelt sich vielfach um sehr wichtige Fragen, die öfters im Kreise der maßgebenden Dresdner Künstler besprochen werden. So machten wir einen Vorschlag für den geplanten, bisher allerdings noch unterbliebenen Ausbau von Schloß Übigau für die Zwecke der Schiffswerft Übigau, und hatten die Genugtuung, daß unser Vorschlag angenommen wurde. Ebenso bearbeiteten wir gemeinsam mit dem Stadtbauamt Löbau einen Entwurf für die Wiederherstellung des »Goldenen Schiffs« in Löbau und seine Verwendung für städtische Diensträume sowie die Verbindung des Gebäudes mit dem benachbarten Rathaus durch einen Übergang. Bis auf den kleinen Dachgiebel an der Marktseite, den wir nicht wünschten, sind dabei unsre Vorschläge durchgeführt worden und damit die reizvolle Barockarchitektur des früheren Hotels wieder hergestellt worden.
Weiterhin beschäftigten uns noch Planungen von Bankneu- und -umbauten für Meißen, insbesondere ein geplanter Neubau am ehemaligen Franziskanerkloster. Hier waren Probleme der Denkmalpflege mit städtebaulichen und Verkehrsfragen innig verknüpft und es gelang trotzdem zwischen Bauherrschaft, entwerfendem Architekten und Baupolizei eine Einigung in unserm Sinne zu erzielen, wenn freilich auch die Verwirklichung der Pläne noch aussteht.