Bauernfeld, Eduard von.
Geb. zu Wien 1804, dort angestellt in einem kaiserl. Amte. Lustspieldichter von großem Rufe, dessen „Bürgerlich und Romantisch“ — „Bekenntnisse“ — „Tagebuch“ — „Großjährig“ — und viele andere, mit verdientem Glücke über alle deutschen Bühnen gingen und zum Theil noch lebendig sind. Auf ernsterem Gebiete zeichnete ihn „Ein deutscher Krieger“ aus. Sein Dialog ist eben so reich an guten Gedanken wie an sinnvollen und feinen Wendungen. Gesammelt sind seine dramatischen Arbeiten in den „Lustspielen“ (1833) — und dem „Theater“ (1836–37). Er hat Mehreres aus dem Englischen übersetzt, und zwar meisterhaft. Z. B. den Coriolanus, der in einer Gesammt-Edition Shakespeares (Wien, bei Sollinger) steht, welche leider, wie es damals üblich, viel Nachdruck, unter A., den ganzen Schlegelschen Shakespeare enthält.
Die zwei hier mitgetheilten Briefe betreffen seinen „Fortunat,“ einen Versuch hochromantischer Gattung im Drama, der sehr viel Schönheiten bietet und der wohl verdient hätte, von anderen deutschen Bühnen, außerhalb Oesterreich, wieder aufgenommen zu werden. — Aber wem fällt so etwas ein? Wir haben ja Ueberfluß an poetischen Neuigkeiten.