Brühl, Karl Friedrich Moriz Paul, Graf.

Geb. zu Pfördten am 18. Mai 1772, gestorben zu Berlin 9. August 1837. Von 1815 bis 1828 Generalintendant der Königlichen Schauspiele, späterhin der Museen und Kunstanstalten Berlins. Sein redlicher Eifer für das Edle und Schöne, seine wahre Humanität, seine stets vermittelnde Bereitwilligkeit und Milde, seine männliche Ausdauer im kleinlichen quälenden Kriege gegen Spontini’s Intriguen und Uebergriffe, wobei er stets für deutsches Wesen und Kunst kämpfte, auch siegreich für Carl Maria Weber’s Interesse stritt — dies Alles sichert dem edlen Manne ein ehrenvolles Gedächtniß. Die fünf an Tieck gerichteten Briefchen bekunden, daß er diesem nicht minder anhänglich und ergeben gewesen, wie seinem großen Freunde Goethe, dem er bis zum Tode geistig und gemüthlich nahe stand.