Fußnoten:
[1] Die Verdienste, welche sich der Breslauer Stud. philol. Herr Karl Schuler durch unermüdlichen Fleiß und eingehendes Verständniß um Herstellung eines brauchbaren Manuskriptes erwarb, sind dankbar hervorzuheben.
[2] Daß sie dieses mehrfach geblieben sind, ist nicht meine Schuld; ich habe weder Zeit noch Mühe gespart, Aufschlüsse zu erhalten, welche kein Hand- und Hilfsbuch, kein Lexikon, keine Litteraturgeschichte gab. Um eine aus wenigen Worten bestehende Notiz über Geburt und Tod zu erhalten, habe ich oft Briefe geschrieben die eben so viele Seiten zählten. Und auch diese haben nicht immer Rath geschafft. H.
[3] In ein paar Monate hoff ich doch das Buch mit die Zueignung senden zu können.
[4] Nebst ein paar Schaumünze, über Geyer und Wallin.
[5] Prof. G. Hermann übersandte mir bald nach meiner Ankunft das Diplom eines Ehrenmitgliedes der, von ihm gestifteten, Societas graeca, so daß ich nun 3 Gelehrtenvereinen angehöre, diesem, der lat. Gesellschaft in Jena und der Ges. für deutsche Sprache in Berlin. Ehre genug, aber —
[6] Dr. Fr. Hermann, der das Nibelungen-Epos in einige Dramen zwängte. Der Erste auf dieser seither öfters beschrittenen steilen Bahn. Er hat sein Leben mit fruchtlosen Versuchen hingequält, jene Versuche bei Bühnen anzubringen, und ist dann in Elend und Wahnsinn untergegangen. Es finden sich einige von ihm an Tieck gerichtete Briefe vor.
[7] Diesem Propheten begegnen wir bald noch einmal auf umstehenden Blättern. Ist es möglich, möchte man fragen, daß derlei Unsinn Aufmerksamkeit erregte bei solchen Hörern?
[8] Anmerkung. Die vielleicht ungerechte Härte dieser und ähnlicher, in anderen Briefen enthaltener Urtheile, geben wir mit gewissenhafter Treue, wie sie der Redaktion gebührt, wieder, indem wir unsere eigne Ansicht bescheidentlich im Innern vorbehalten. Leider steht die moderne dramatische Poesie nicht auf der Höhe, daß man Raupachs produktive Kraft so unbedingt verwerfen dürfte.
[9] Wir verdanken diese umfassende Belehrung der Güte des Herrn Dr. Jos. Lehmann, Redakt. des Magazins für ausl. Literatur.
[10] Mehrere hier durch Striche angedeutete Lücken sind (mit innigem Bedauern) gemacht worden, weil wir uns kein Recht anmaßen, vertrauliche Mittheilungen in die Oeffentlichkeit zu bringen. Tiecks Wille scheint allerdings gewesen zu sein, den herrlichen Brief unverstümmelt abdrucken zu lassen. Er hätt’ es verantworten können.
[11] Die erste Bearbeitung, (1845) die wir im Manuskripte genießen und uns an ihr ergötzen durften, erweckte im Leser ungleich günstigere Meinung, als hier der gegen sich strenge Dichter selbst ausspricht.
[12] „Begleiten“ statt: bekleiden; so hat der Sekretair geschrieben. Das ist im Sächsischen und auch in Süddeutschland häufig. Wie man auch nicht selten „verleiten“ anstatt: verleiden lieset.
[13] Hat Hoffmann falsch gelesen, und ist vielleicht „Molbach“ gemeint?
[14] Kühne, mit seinem Familiennamen Lenz, ein Enkelneffe des Dichters, der sich als Schauspieler zuerst Kühne genannt hatte, während der späteren Periode seiner Künstlerlaufbahn aber den nom de guerre wieder gegen den ursprünglichen Vaternamen umtauschte. Hoffmann muß das gar nicht gewußt haben. Wir bringen unter L. ein Schreiben von diesem Lenz-Kühne.
Anmerkungen zur Transkription:
Der vorliegende Text wurde anhand der 1864 erschienenen Buchausgabe möglichst originalgetreu wiedergegeben. Die Zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert. Aufgrund der Vielfalt der persönlichern Schreibstile der verschiedenen Autoren wurden ungewöhnliche und inkonsistente Schreibweisen aber beibehalten, jedoch wurden offensichtliche Druckfehler korrigiert:
- S. XVI: ‚Hagen, Friedrich Heinrich van der‘ → ‚[Hagen, Friedrich Heinrich von der]‘
- S. 24: ‚quittter‘ → ‚[quitter]‘
- S. 33: ‚von der‘ → ‚[von dem]‘
- S. 52: doppeltes ‚[sich]‘; eines entfernt
- S. 98: ‚Sie als äußerst‘ → ‚[sie als äußerst]‘
- S. 142: ‚Friedrichs des Streibaren‘ → ‚[Friedrichs des Streitbaren]‘
- S. 159: ‚zu ersten Male‘ → ‚[zum ersten Male]‘
- S. 161: ‚lettre d’intorduction‘ → ‚[lettre d’introduction]‘
- S. 174: Briefnummer ‚VI‘ → ‚[IV]‘
- S. 200: ‚zu zuzurufen‘ → ‚[zuzurufen]‘
- S. 203: ‚Liebeshoffnungenn‘ → ‚[Liebeshoffnungen]‘
- S. 216: ‚Bedenkliches dabe‘ → ‚[Bedenkliches dabei]‘
- S. 229: doppeltes ‚[zu]‘; eines entfernt
- S. 251: ‚würden Sie‘ → ‚[würden sie]‘
- S. 270: doppeltes ‚[er]‘; eines entfernt
- S. 289: ‚bei denen, dei‘ → ‚[bei denen, die]‘
- S. 293: ‚kannte sie weniger‘ → ‚[konnte sie weniger]‘
- S. 304: ‚Dich und Sie‘ → ‚[Dich und sie]‘
- S. 329: ‚Vergeben sie‘ → ‚[Vergeben Sie]‘
- S. 367: ‚Im empfehle‘ → ‚[Ich empfehle]‘
- S. 269: doppeltes ‚[und]‘; eines entfernt
- S. 375: ‚Or i shall live yours epitaph to make‘ → ‚[Or I shall live your epitaph to make]‘
Die Nummerierung der Briefe auf S. 127/128 von K. G. Carus (Nr. [V] bzw. [VI]) ist im Original vertauscht wiedergegeben; die korrekte Zahlenreihenfolge wurde wiederhergestellt.
Gesperrter Text wird in serifenloser Schrift wiedergegeben.