Hallwachs.
Geheimrath H. und dessen Gemahlin bildeten gewissermaßen den Mittelpunkt des Kreises, von dem zu seiner Zeit in Darmstadt das geistige Leben ausging. Staatsbeamter, Familienvater — und Musensohn zugleich, belebte dieser für Kunst und Wissen lebende Mann, im Vereine mit Höpffner, Gottfr. Weber, Jaup, Georg Heumann, Hout’s u. a. Gleichgesinnten jene Geselligkeit, die nicht einzig und allein auf Essen und Trinken gestellt sein will. — Sein unbedingter, fast ausschließlicher Goethe-Cultus hat ihn, wie drei Briefe bezeugen, doch nicht abgehalten, einen hübschen Seitenaltar für eine Tieck-Kapelle zu stiften, und diesen ebenfalls gebührend auszustatten. —
Er starb als Großherzogl. Minister. Die Lücke, die sein Tod in der Staatsverwaltung verursachte, mag genügend ausgefüllt worden sein.
Was er den Seinigen, den Freunden, der gebildeten Welt Darmstadt’s gewesen ist und bedeutet hat, — dafür giebt es keinen Ersatz.