I.
V. J., d. 20st. Juni 1831.
Innigst verehrter Herr Hofrath,
Seit drei Tagen sitze ich unter den Heften meiner Zöglinge, deren Arbeiten mir zur Correctur vorliegen; Sie verzeihen mir daher gewiß, wenn ich, was ich gestern und heute mündlich thun wollte, aber leider nicht konnte, jetzt mit zwei Worten schriftlich thue.
Ich war am Sonnabend in Retzsch’s Hause, fand ihn aber nicht und erfuhr, daß er seit längerer Zeit schon seinen Weinberg bewohnt und nur Donnerstag in die Stadt kommt. Wünschen Sie es nun, so gehe ich künftigen Donnerstag oder Freitag, wo er auch noch hier seyn wird, zu ihm.
Athme ich morgen freier, so hole ich mir selbst Ihre Antwort.
Mit immer treuer Verehrung und Liebe
ganz der Ihrige
Förster.