II.
Schloß Raitz, 27. Juni 1825.
Obgleich Ihre eigene Aussage, theuerster Freund, bekräftigt, daß Sie es mit Ihrer Correspondenz, selbst gegen gekrönte oder zu krönende Häupter eben nicht allzu gewissenhaft zu nehmen pflegen, erlaube ich mir doch, Ihnen eine Briefetikette vorzuschlagen, die Ihnen weder viel Zeit, noch viel Mühe kosten wird und von der Etikette des alten französischen Hofes erborgt ist, wo man bekanntlich, nur mit einem einzigen Wort auf alle Fragen antworten durfte. — Es sollte sie zwar auch in München ein Briefchen von mir ereilt haben, allein das thut nichts zur Sache. — Schreiben Sie mir nur gütigst wenige Buchstaben und wenige Ziffern auf die rückwärts stehenden Fragen, durch den Überbringer dieses. — Das ganze Salmische Haus grüßt Sie hochachtungsvoll und mit den allerbesten Wünschen. — Anschütz empfiehlt sich voll Dank und Verehrung Ihrem Gedächtniß.
Ganz der Ihrige
Hormayr.
I.
Haben Sie den gütigst übernommenen Brief und Paquet richtig zu behändigen Gelegenheit gehabt?
Nein.
Ja.
II.
Wie lange bleiben Sie in Dresden und wann gehen Sie nach Töplitz?
Datum.
III.
Wann ist es Zeit, gegen den Nachdruck Ihrer Werke, die gehörigen Schritte zu thun und Ihnen die diesfälligen Formulare zuzusenden?
Datum.