XI.

Bonn, 28ten November 1846.

Mein theurer, geliebter Freund!

Mit der größten Theilnahme habe ich erfahren, daß Sie wieder ein mal recht krank waren, und heißen Dank zum Himmel gesandt, daß Sie uns noch ein mal erhalten sind. — Vor einigen Monaten hat mir Schack in Frankfurt triumphirend einen Brief von Ihnen gezeigt, und da hoffe ich denn die Weltgeschichte, die Sie durch den Verleger erhalten haben werden und die Kleinigkeit die ich hier beilege, werden der gleichen Gunst für Ihren alten Freund werth seyn. Die Worte über Schlegel habe ich fast mehr in Rücksicht auf Sie als auf ihn dem Druck übergeben, und da hörte ich doch gar zu gern durch Zeilen von Ihrer eigenen lieben Hand, was Sie dazu sagen. Erfüllen Sie also diese Bitte, wenn ich auch in Bezug auf die beiden gedruckten Briefe heute ganz kurz seyn zu dürfen glaube, und nichts hinzusetze, als daß ich noch ganz erfüllt bin von den alten Gefühlen für Sie, und mit den innigsten Wünschen für Ihr Wohlergehen wie immer bleibe in Liebe und Anhänglichkeit

Ihr treuer Freund

Loebell.