XV.
Montag früh.
Ich gebe Ihnen, theurer Freund die frechen, unverständlichen, unehrlichen Aphorismen Schellings zurück. Um den „Jug“ (?) (— unlesbar —) den er gemacht zu haben sich rühmt, beneide ich ihn nicht. S. XLIV lesen Sie die verruchtesten Säze über das Recht der Staatsgewalt, auch giebt es S. XLII „ein Christenthum vor dem Christenthum.“ Zwischen den Citationen von Luthers Tischreden und der Kirchenzeitung bin ich auch p. X citirt und des „Zurücknehmens“ beschuldigt. Empfangen Sie noch meinen freundlichsten Dank für lange Geduld, die Sie mir gestern geschenkt.
Ihr
A. v. Humboldt.