Lebewohl einer Missouri-Maid an Alabama.
»Leb' wohl, Alabama, dich liebe ich,
Und doch muß lassen, muß meiden ich dich.
Es naget die Trauer am Herzen mein,
In heißer Sehnsucht gedenk' ich dein.
Wie hab' ich die blum'gen Wälder durchstreift,
Längs den Ufern deiner Gewässer geschweift,
Dem Murmeln der Wellen träumend gelauscht,
In Aurorens Strahl mich wonnig berauscht.
Nicht scheu verberg' ich mein übervoll Herz,
Erröt' nicht, zu zeigen den brennenden Schmerz.
Er gilt ja nicht Fremden im fernen Land,
Den Freunden, den Lieben nur, die ich gekannt.
Sie waren mein Trost mir, mein ganzes Glück;
Alabamas Thäler ersehn' ich zurück.
Ach, nun ich's verloren, erkenn' ich's zu spät:
Dort wurzelt mein Leben, mein Herz, – zu spät!«
Zunächst erschien eine schwarzäugige und schwarzhaarige junge Dame auf dem Podium, machte eine wirkungsvolle Kunstpause, nahm eine tragische Haltung an und begann gemessenen, ausdrucksvollen Tones vorzulesen: