Dr Trinkspruch.
's war zu darer Zeit, wu's noch Schützenfast un Königschießen gob. 's war, wies bei allen is: 's muß allemol Assen un Trinken drbei sei. Un desderwaang gobs aah allemol e richtigs Königsassen. Bei jeden Assen gibt 'rsch welche, die die Gelaanghät net verpassen wolln, emol ellä reden ze könne, weil die anern Leut – mit Respekt ze soong – 's Maul voller hobn un nutgedrunge zuhörn müssen. Esu sei die Trinksprüch aufkomme, die när dan en Nachteil hobn, daß manning Leiten bei dan Gemahr 's Assen drweile kalt werd. Korz un gut – in M. wur nochn Königschießen racht gut gegassen un aah feine Reden wurn drzu gehalten. In darer Sach warn se konservativ: jeds Gahr un jeds Gahr gings noch ener ganz bestimmten Reihefolg. Erscht fing dr Bergemäster aa un hiel ene Red ofn richting König in Drasen. Dann kam dr Virstand vu de Stadtverordneten. Dar hiel sei Red ofn Antritt an neue Schützenkönig. Wenn dar fertig war, stand dr Schul-Bräuer, dr alte Schulgaldkassierer, auf un hiel Gahr für Gahr immer diesalbe Red:
»Meine Herren! Nachdem wir nu ne Antritt von neue König gebührend gefeiert hobn, könne mir aah an Abtritt von alten König net uhne Sang un Klang verbeigiehe; un ich beatroog, daß mer ne e kräftigs Huch ausbränge, daß'r auch in der Verborgenheit wachse, blühe und gedeihe!«