Fußnoten
[1] Dieser Abschnitt ist dem Roman „Der Hetman“ entnommen, dessen erster Teil vom Autor verbrannt wurde, weil er ihn nicht befriedigte. Wir bringen an dieser Stelle die zwei einzigen Kapitel, die überhaupt im Druck erschienen sind.
[2] Diese Skizze bildet die Einleitung zu einer Geschichte Kleinrußlands; da aber der ganze erste Teil dieser Geschichte vollständig umgearbeitet wurde, so lassen wir diesen Teil als besonderen Aufsatz hier folgen.
[3] Unter Puschkins Namen wurden auch eine Reihe abgeschmackter Verse verbreitet. Das ist das gewöhnliche Los des Talents, dessen Name bekannt und berühmt ist. — Anfangs lacht man darüber, aber später fängt man an, sich zu ärgern, wenn man über die erste Jugend hinaus ist und sieht, daß diese Torheiten kein Ende nehmen. Schließlich schrieb man Puschkin sogar Werke wie „Das Cholera-Mittel“, „Die erste Nacht“ und ähnliche zu.
[4] Mir kam früher häufig ein seltsamer Gedanke; ich war der Ansicht, es müßte doch schön sein, wenn eine jede Stadt eine Straße aufzuweisen hätte, die gewissermaßen eine ganze Chronik der Architektur darstellt: dazu müßte sie mit einem schweren, finsteren Tor beginnen; hätte der Beschauer dieses passiert, so sollte er zu beiden Seiten des Weges gewaltige, mächtige Gebäude in einem ursprünglichen, noch rohen Geschmack, wie er allen Urvölkern eigen ist, erblicken, auf diese sollten die verschiedenen Entwicklungsformen des Stiles folgen: Seine machtvolle Umgestaltung, zur ägyptischen Architektur, sodann zur Schönheit des griechischen Stils, ferner zur wollüstigen Pracht der alexandrinischen und byzantinischen Architektur mit ihren flachen Kuppeln, dann zum römischen Stil mit seinen vielreihigen Arkaden, und dann wieder der Niedergang, das Zurückfallen in die rohen Zeiten und das plötzliche Sichaufschwingen zu der ungewöhnlichen Pracht der arabischen Architektur; hierauf sollte der rohe gotische, dann der gotisch-arabische und dann der reingotische Stil, diese Krone der Kunst, wie wir sie in dem Kölner Dom vorfinden, folgen; hierauf die furchtbare Vermischung aller Stile unter dem Einfluß der byzantinischen Kunst, dann die Wiederkehr der alten griechischen Architektur in neuem Gewande, und endlich müßte die Straße in ein Tor ausmünden, das alle Elemente des neuen Geschmacks in sich zusammenfaßt. Diese Straße wäre dann in gewissem Sinne eine lebendige Entwicklungsgeschichte des Geschmacks, und wer zu faul wäre, dicke Folianten durchzublättern, der brauchte nur einmal durch diese Straße zu gehen, um ein vollkommenes Bild dieser Entwicklung zu erhalten.
[5] Zur Zeit Nikolaus I. waren die Bärte verboten.
[6] d. h. Kaufleute.
[7] Übrigens dürfen sich die Freunde der Musik und der Poesie beruhigen. Vor kurzem hat Maximowitsch eine vortreffliche Sammlung dieser Lieder herausgegeben, die von Aljabjew für Gesang gesetzt sind.
[8] Schlözer.
[9] Müller.
[10] Tacitus.
[11] Über die Goten siehe Prokop, Jornandes, Gibbon.
[12] Schlegel
[13] Über die Hunnen und Attila siehe Jornandes, De Guignes, Fischer.
[14] Eine Art Semmel.
[15] Moskau = russisch Moskwa ist weiblichen, Petersburg spr. Pitirburg — männlichen Geschlechts.
[16] Eine große Markthalle in Petersburg.
[17] In der italienischen Poetik gibt es eine besondere Form, die unter dem Namen Sonett mit dem Schwanz (con la coda) bekannt ist — sie wird dann angewandt, wenn das Gedicht den ganzen Gedanken nicht zu fassen vermag und daher ein Zusatz erforderlich wird, der oft größer ist als das eigentliche Sonett.
[18] Die Römer nennen alle, die nicht in Rom leben, Fremde (forestieri), auch wenn sie nur zehn Meilen außerhalb der Stadt wohnen.
Anmerkungen zur Transkription
Die Schreibweise der Buchvorlage wurde weitgehend beibehalten. Auch Variationen in der Transliteration der russischen Namen wurden nicht verändert.
Im Original ist in den »Memoiren eines Wahnsinnigen« im [letzten Eintrag] ([Seite 384]) der Monatsname »Februar« um 180 Grad gedreht (kopfstehend) geschrieben. Um dies korrekt darzustellen, muß im CSS dieser HTML-Datei der Abschnitt »span.transform« aktiviert werden.
Die Reproduktion des Gemäldes »Der letzte Tag von Pompeji« ist in der Buchvorlage schwarz-weiß. Sie wurde hier durch eine farbige Abbildung des Originales ersetzt.
Offensichtliche Fehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):
- ... kann man wohl schon die Unvollkommenheit deines Ganzen ...
... kann man wohl schon die Unvollkommenheit [des] Ganzen ... - ... apelliert an unsere Sympathie und nicht an unsere Genußfähigkeit. ...
... [appelliert] an unsere Sympathie und nicht an unsere Genußfähigkeit. ... - ... plötzlich in schrecklicher Majestät auf, diese endenlosen ...
... plötzlich in schrecklicher Majestät auf, diese [endlosen] ... - ... der inmitten seiner unvermeßlichen Ländereien, im Kreise ...
... der inmitten seiner [unermeßlichen] Ländereien, im Kreise ... - ... singen — der unerbitterliche Dolch erreichte sie am Ende ...
... singen — der [unerbittliche] Dolch erreichte sie am Ende ... - ... ist, und niemand erfährt etwas von von ihnen. ...
... ist, und niemand erfährt etwas [von] ihnen. ... - ... der heute den Pirjatinsker Kreis von dem Lublinschen ...
... [die] heute den Pirjatinsker Kreis von dem Lublinschen ... - ... des Mirgorodschen Regiments nannte, zu tun! ... Man ...
... des Mirgorodschen Regiments nannte, zu tun[?] ... Man ... - ... heuzutage nie eine kurze, klare Antwort geben, er wird ...
... [heutzutage] nie eine kurze, klare Antwort geben, er wird ... - ... doch gar nicht gehört, daß bei Lochwitze ein Lager aufgeschlagen ...
... doch gar nicht gehört, daß bei [Lochwitza] ein Lager aufgeschlagen ... - ... nachdem er zweiundfünzig Seelenmessen für den verstorbenen ...
... nachdem er zweiund[fünfzig] Seelenmessen für den verstorbenen ... - ... erwürgst ja den Kater? Ich habe dir was Süßes mitgebracht! ...
... erwürgst ja den Kater[!] Ich habe dir was Süßes mitgebracht! ... - ... Nordosten in drohender Majestät die Wacht; die bebefreiten ...
... Nordosten in drohender Majestät die Wacht; die [befreiten] ... - ... kein harmonisches Ganze mehr. ...
... kein harmonisches [Ganzes] mehr. ... - ... so wurden dieser schließlich primitiv und einfach bis zur ...
... so [wurde] dieser schließlich primitiv und einfach bis zur ... - ... Wölbung nach den Wolken strebt oder in einen gegewaltigen ...
... Wölbung nach den Wolken strebt oder in einen [gewaltigen] ... - ... mit ihrem bunten Gewande, und ihrem kostbarem Halsgeschmeide. ...
... mit ihrem bunten Gewande, und ihrem [kostbaren] Halsgeschmeide. ... - ... Äußere annehmen, bald wieder einen fröhlichen Ausdruck, ...
... [Äußeres] annehmen, bald wieder einen fröhlichen Ausdruck, ... - ... die keine bestimmte Gesetze kennen, liegt die ...
... die keine [bestimmten] Gesetze kennen, liegt die ... - ... Fanatismus, — einen Fantismus, der die Massen auseinanderriß, ...
... Fanatismus, — einen [Fanatismus], der die Massen auseinanderriß, ... - ... des Menschen. Alles ist vergänglich. Gemein ist alle ...
... Menschen. Alles ist vergänglich. Gemein ist alle ... - ... ein unzertrennliches Ganze ist das Ziel, nach dem seine ...
... ein unzertrennliches [Ganzes] ist das Ziel, nach dem seine ... - ... Lesen von Journälen beschäftigen, mit einem Wort, ...
... Lesen von [Journalen] beschäftigen, mit einem Wort, ... - ... Epaulette bringen sie schon in solch eine Vewirrung, daß ...
... Epaulette bringen sie schon in solch eine [Verwirrung], daß ... - ... Licht dies Lächeln vorgegaukelt hatt. Allein, der ...
... Licht dies Lächeln vorgegaukelt [hatte]. Allein, der ... - ... nie ein schönes Ganze zurückbleiben. — Es werden ...
... nie ein schönes [Ganzes] zurückbleiben. — Es werden ... - ... in Kiew, einen King Bench? Über diese wird das ...
... in Kiew, einen King Bench[!] Über diese wird das ... - ... ein organisches Ganze zu bilden. ...
... ein organisches [Ganzes] zu bilden. ... - ... Schrecken und doch wieder seinen Schreck plötzlich vergessend, ...
... Schrecken und doch wieder [ihren] Schreck plötzlich vergessend, ... - ... der Zivilisation wären überhaupt um viele Jahrhunderte ...
... der Zivilisation [wäre] überhaupt um viele Jahrhunderte ... - ... von selbst, daß diese Taten in seine Untertanen keinen allzu ...
... von selbst, daß diese Taten in [seinen] Untertanen keinen allzu ... - ... durchaus zu verwerfen wären. Dies erinnnerte an den ...
... durchaus zu verwerfen wären. Dies [erinnerte] an den ... - ... Beobochter“ die Erwartungen des nach Neuem ...
... [Beobachter]“ die Erwartungen des nach Neuem ... - ... Biene“ unb die „Lesebibliothek“ waren, die natürlich nie ...
... Biene“ [und] die „Lesebibliothek“ waren, die natürlich nie ... - ... allerhand Kämpfer laut miteinander im Streite liegen. ...
... allerhand Kämpfer laut miteinander im Streite liegen[?] ... - ... mit jeder orginalen Schöpfung: aus ihr lernen wir den ...
... mit jeder [originalen] Schöpfung: aus ihr lernen wir den ... - ... Verhältnissen Talente entwickeln. Gebt uns um Gottes ...
... Verhältnissen Talente entwickeln[?] Gebt uns um Gottes ... - ... Autoren förmlich in ihre Stücken geschleppt werden, so wie ...
... Autoren förmlich in ihre [Stücke] geschleppt werden, so wie ... - ... hob sich mir ihrer schirmartigen, wie in der Luft schwebenden ...
... hob sich [mit] ihrer schirmartigen, wie in der Luft schwebenden ... - ... klingendem, diamentenem Strahl das Wasser emporsprang ...
... klingendem, [diamantenem] Strahl das Wasser emporsprang ... - ... Adel verleiht. Wie klein erschien ihm vor dieser unschütterlichen, ...
... Adel verleiht. Wie klein erschien ihm vor dieser [unerschütterlichen], ... - ... ründeten sich die Kuppeln, die Statuen des lateranischen ...
... [rundeten] sich die Kuppeln, die Statuen des lateranischen ... - ... ihm seinen entschwundenen Glanz wiederzugeben.“ Und ...
... ihm seinen entschwundenen Glanz wiederzugeben[?]“ Und ... - ... er gedacht der Zeit, als er noch als Student der Universität, ...
... er [gedachte] der Zeit, als er noch als Student der Universität, ... - ... er kann von diesen etwas erfahren, kann in alle Cafés ...
... er kann von [diesem] etwas erfahren, kann in alle Cafés ...