3. Holzgewächse.

(Zum Bestimmen nach dem Laube[11]).

1. Blätt. nadel- od. schuppenf.

43

— Blätt. weder nadel- noch schuppenf.

2

2. Blätt. gegenständig

44

— Blätt. einzeln od. gebüschelt

3

3. Blätt. aus getrennten Blättch. zusammengesetzt[12] od. vom Rande aus bis mindestens halb zur Mittelrippe eingeschnitten (Fig. [181][193])

53

— Blätt. ganzrand. od. durch wenig tiefe Einschnitte gesägt, gezähnt od. gekerbt (Fig. [157][180]), stets einfach

4

4. Blätt. ganzrandig

46

— Blätt. gesägt, gezähnt, gekerbt

49

Blätter nadel- oder schuppenförmig.

1. Nadeln hohl (Querschnitt); Stengel seiner ganzen Länge nach dem Erdboden aufliegend, bis 50 cm lang

Émpetrum [91]

— Nadeln od. Schuppen nicht hohl; Stengel meist aufrecht

2

2. Zweige mit langen Dornen (Fig. [509]); Blätt. stechend; Bltn gelb. Strauch

Ulex [198]

— Zweige dornenlos

3

3. Pfl. mindestens 1 m hoch

6

— Kleine, bis 80 cm hohe Sträucher

4

4. Blätt. bis 1½ cm lang, nadelf., stachelspitzig; Bltn gelb. Stengel 1–5 cm hoch

Heliánthemum fumána [148]

— Blätt. kürzer, nadel- oder schuppenförmig; Bltn weiß oder rötlich

5

5. Blätt. zu 3–4quirlig genähert, kahl od. steif behaart, mehr nadelf.

Eríca [231]

— Blätt. gegenst., 4reihig, dachziegelart. sich deckend, am Grunde mit 2 kleinen Öhrchen, schuppenf., grau behaart

Callúna [231]

6. Zweige rutenf., schlank, rötlichgelb; Blätt. sehr klein, stumpf, bläulichgrün, dachziegelig; Bltn rot. H. 1–2 m. An kiesigen Flußufern wachsender Strauch

Myricária [149]

— Zweige nicht rutenf.; Blätt. lang nadelf. od. als kleine blattart. Schuppen die Zweige dicht dachziegelart. bedeckend

Gymnospérmae [412]

Blätter gegenständig.

1. Blätt. aus völlig getrennten Blättch. zusammengesetzt

25

— Blätt. nicht aus mehreren Blättch. zusammengesetzt

2

2. Stengel windend; Bltn in Köpfen

Lonícera [289]

— Stengel nicht windend

3

3. Blätt. ganzr. od. am Rande mit ganz seichten Einschnitten

6

— Blätt. durch tiefe Einschnitte gelappt od. gespalten

4

4. Blattstiel mit Höckern; Blätt. 3–5lappig (Fig. [138])

Vibúrnum [289]

Fig. 138.

— Blattstiel ohne Höcker

5

5. Alle Blätt. 3–51appig (Fig. [168])

Acer [159]

— Blätt. desselben Strauches z. T. gelappt, z. T. einfach, oft rundl. (Fig. [139])

Symphoricárpus [290]

Fig. 139.

6. (3). Blätt. am Rande etwas eingeschnitten (gesägt, gezähnt usw.)

15

— Blätt. durchaus ganzrandig

7

7. Auf Baumästen schmarotzende kleine Sträucher

Lorantháceae [87]

— Im Erdboden wurzelnde Pfl.

8

8. Blätt. bis 2 cm lang, kaum gestielt (Fig. [140]), zähe, mit vielen (meist 20) Seitennerven[13], die fast parallel dem Rande zu verlaufen. Aufrechter, meist zwergiger Strauch. Buchsbaum

Buxus [90]

Fig. 140.

— Blätt. anders gestaltet

9

9. Stengel bis 60 cm lang, meist liegend, nur am Grunde holzig

14

— Mindestens 1 m hohe, stets aufrechte Sträucher

10

10. Die stärksten Seitennerven krümmen sich bogenf. der Spitze zu (Fig. [144])

Cornus [230]

— Die stärksten Seitennerven verlaufen dem Rande zu und verlieren sich hier allmählich od. vereinigen sich bogenf. mit den nächst oberen

11

Fig. 141.

11. Blattstiele der gegenüberstehenden Blätt. am Grunde durch eine Querlinie verbunden (Fig. [141])

13

Fig. 142.

— Blattstiele nicht durch eine Querlinie verbunden (Fig. [142])

12

12. Blattstiel kurz (½ cm); Blätt. etwas zähe, am Grunde verschmälert (Fig. [143]), mindestens 3mal so lang als breit, lange grün bleibend

Ligústrum [238]

Fig. 143.

— Blattstiel länger; Blätt. am Grunde herzf. od. verschmälert

Syrínga [238]

13. (11.) Blätt. unterseits auffallend heller als oberseits, an der Spitze stumpf od. abgerundet, kahl

Symphoricárpus [290]

— Blätt. beiderseits ziemlich gleichfarbig, mehr od. weniger zugespitzt, behaart od. kahl

Lonícera [289]

14. (9), Blätt. kahl, glatt; Stengel kriechend, mit aufrechten blühenden Ästen, bis 60 cm lang; Bltn blau

Vinca [242]

— Blätt. behaart; Stengel liegend od. aufsteigend, bis 30 cm hoch; Bltn gelb

Heliánthemum [148]

15. (6). Blätt. 3eckig od. schief 4eckig, 1–3 cm lang gestielt (Fig. [166])

Bétula [77]

— Blätt. nicht 3- od. 4eckig

16

16. Spitzen der ziemlich großen Blattzähne ½ - 1½ cm entfernt (Fig. [147])

24

— Blattzähne dichter stehend, klein (Fig. [144][146])

17

17. Pfl. stark duftend, ½-1 m hoch; Stengel nur unten holzig; Blätt. in der Jugend grauweiß; Bltn blau

Sálvia [255]

— Pfl. nicht stark duftend

18

18. Blätt. im unt. Drittel durchaus ganzr.

23

— Blätt. im unt. Drittel wenigstens mit vereinzelten Zähnen

19

19. Blätt. oberseits mit kurzen, weißen Härchen (Lupe!), die sich sternf. verzweigen, am Rande mit scharfen, kegelf., oft braunbespitzten Zähnen

Dēūtzia [164]

— Blätt. oberseits kahl od. mit unverzweigten Haaren

20

Fig. 144.

20. Hauptnerv jederseits mit meist 3 starken Seitennerven, die sich bogenf. nach der Spitze zu krümmen (Fig. [144]); Zweigspitzen dornig

Rhamnus [160]

— Mehr als 3 stärkere Seitennerven vorhanden

21

Fig. 145.

21. Blätt. an der Spitze stumpf (Fig. [145]), am Grunde ausgerandet, unterseits auf der ganzen Fläche dichtbehaart; Seitennerven stark hervortretend, vor dem Rande mehrfach verzweigt, in die Blattzähne auslaufend

Vibúrnum [289]

— Blätt. mit deutlicher, meist langer Spitze (Fig. [146])

22

Fig. 146.

22. Blätt. ganz kahl; Bltn grünlich

Evónymus [160]

— Blätt. unterseits auf den Nerven behaart; Bltn groß, rot.

Diervillea [290]

23. (18). Blattstiel am Grunde jederseits mit einer herablaufenden Längslinie (Fig. [148]); Blätt. grob gezähnt, alle gegenst.

Forsýthia [238]

— Blattstiel am Grunde ohne herablaufende Linien; Blätt. feingezähnt, z. T. wechselst.

Salix purpúrea [83]

Fig. 147.

24. (16.) Blattstiele eines Blattpaares am Grunde durch eine Querlinie verbunden (Fig. [141]); Blätt. unterseits auf den Nerven meist behaart, diese kräftig (Fig. [147]), deutlich fühlbar

Philadélphus [164]

— Blattstiele eines Blattpaares nicht durch eine Querlinie verbunden, aber mit herablaufenden Längslinien (Fig. [148]); Blätt. kahl, unterseits mit wenig fühlbaren Seitennerven

Forsýthia [238]

Fig. 148.

25. (1.) Teilblättch. handf. angeordnet (Fig. [149])

Aesculus, Pávia [159]

Fig. 149.

— Blätt. gefiedert

26

26. Teilblättch. langgestielt (Stiel etwa von halber Länge des Blättch.); Blattstiele windend

Clématis [116]

— Teilblättch. sitzend od. ziemlich kurz gestielt

27

27. Mehrzahl der Blätt. aus 9–13 fast sitzend. Blättch. zusammengesetzt; Zweige dick; Knospen schwarz

Fráxinus [238]

— Blätt. aus 3–7 Blättchen zusammengesetzt

28

28. Seitennerven z. T. in die Blattzähne verlaufend; Endblättch. meist gelappt; Zweige hellgrün; Blätt. oft weißbunt

Negúndo [159]

— Seitennerven nicht in die Blattzähne verlaufend

29

29. Blattzähne fein und dicht, etwa 7 auf 1 cm; Blätt. unterseits hellgrün; junge Zweige glatt; Bltn und Fr. hängend

Staphylāēa [160]

— Blattzähne entfernter, etwa 5 auf 1 cm; Zweige meist höckerig; Bltn und Fr. aufrecht

Sambúcus [289]

Blätter wechselständig, ganzrandig.

1. Blätt. unterseits rostrot

34

— Blätt. unterseits nicht rostrot

2

2. Blätt. ohne Stiel bis 1½ cm lang

25

— Blätt. länger

3

3. Blätt. unterseits entw. samtart. weich, mit abreibbarem wolligem Filz od. weiß bis grauweiß (besonders in der Jugend)

20

— Blätt. unterseits kahl od. etwas behaart, nicht samtart. weich, stets beiderseits grün

4

4. Pfl. höchstens 30 cm hoch

17

— Pfl. über 30 cm hoch

5

5. Blätt. unterseits gelb punktiert, am Rande mit langen, abstehend. Haaren. Alpenstrauch, bis 90 cm hoch

Rhododéndron [232]

— Blätt. unterseits nicht punktiert, höchstens in der Jugend am Rande behaart

6

6. Zweige z. T. überhängend, lang und dünn, oft dornig; Bltn rötl.

Lýcium [249]

— Zweige aufrecht

7

7. Blätt. 10–25 cm breit; Stengel windend.

Aristolóchia [126]

— Blätt. viel schmäler

8

8. Stengel fein gefurcht, bis 1 m hoch; Seitennerven der Blattspitze zugerichtet (Fig. [150]); Bltn gelb

Genísta [198]

Fig. 150.

— Stengel nicht gefurcht

9

9. Die vom Mittelnerv ausgehenden Seitennerven, die durch feine Quernerven verbunden sind, nur ausnahmsweise verzweigt, stark hervortretend

16

— Seitennerven entw. deutlich verzweigt od. wenig hervortretend

10

Fig. 151.

10. Blätt. durchschnittlich 3–4 cm lang gestielt, oft rundl. (Fig. [151]); Seitennerven vor dem Rande verzweigt

Rhus cótinus [161]

— Blätt. viel kürzer gestielt

11

11. Blätt. nur ausnahmsweise über 2 cm breit und nicht über 4 cm lang

15

— Blätt. entw. über 2 cm breit od. doch über 6 cm lang

12

12. Blätt. oberhalb der Mitte am breitesten, nach dem Grunde zu fast stielart. verschmälert (Fig. [152])

Daphne [211]

— Blätt. in der Mitte od. am Grunde am breitesten

13

Fig. 152.

13. Am Grunde des Blattes entspringen 3–5 kräftige Nerven (vgl. Fig. [186]); ältere Blätt. zähe; Stengel kletternd Efeu

Hédera [230]

— Am Grunde des Blattes entspringt nur 1 kräftiger Nerv, der die Fortsetzung des Blattstiels bildet

14

14. Blätt. sehr zähe, mit stechender Spitze, oft dornig gezähnt. Strauch 3–6 m hoch

Ilex [161]

— Blätt. nicht zähe, lang zugespitzt; Stengel nur unten holzig; Bltn blau

Solánum [249]

15. (11.) Blätt. an der Spitze stumpf od. abgerundet (Fig. [153]), oft oberhalb der Mitte am breitesten, kahl, unterseits auffallend netzf. geadert

Vaccínium uliginósum [232]

Fig. 153.

— Blätt. zugespitzt (Fig. [154]), in der Mitte am breitesten, wenigstens in der Jugend behaart

Salix [79]

Fig. 154.

16. (9.) Seitennerven etwas bogig, deutlich vor dem Rande nach oben umbiegend (Fig. [155]). Strauch

Frángula [161]

Fig. 155.

— Seitennerven ganz gerade (Fig. [170]), erst unmittelbar vor dem Rande umbiegend. Baum

Fagus [78]

17. (4.) Blätt. entw. mit feinen bräunlichen Schüppchen od. unterseits dunkel punktiert (Lupe!)

19

— Blätt. weder mit feinen Schüppchen noch punktiert

18

18. Blätt. plötzlich in eine kurze stechende Spitze ausgehend (Fig. [156]), zähe, immergrün; Pfl. bis 20 cm hoch; Bltn gelb

Polýgala chamaebúxus [158]

— Blätt. stumpf od. allmählich zugespitzt, nicht zähe. Pfl. meist höher

Salix [79]

Fig. 156.

19. (17.) Blätt. 2–3 cm lang, beiderseits braunschülferig

Andrómeda calyculáta [231]

— Blätt. meist kürzer, unterseits punktiert

Vaccínium vitis idaea [232]

20. (3.) Seitennerven undeutlich; Blätt. sehr schmal (5–7 mm br., 5–8 cm l.), unterseits weiß- od. grauschülferig. Dorniger Strauch

Hippóphaes [211]

— Seitennerven auf der Blattunterseite deutlich

21

21. Blätt. unterseits mit verzweigten Haaren, 4–8 cm lang und 1–3 cm br. Strauch über 1 m hoch

Elaeágnus [211]

— Blätt. unterseits mit unverzweigten Haaren, zuweilen beiderseits silberweiß behaart

22

22. Größere Blätt. 8–12 cm lang und 4 cm breit, unterseits grünlich; Bltn weiß, groß. Strauch oft dornig

Méspilus [169]

— Blätt. seltner diese Größe erreichend und dann unterseits stets weiß od. grauweiß

23

23. Blattspitze oft zurückgekrümmt; Blätt. am Rande zuw. umgerollt und dann lang und schmal; Blattrand nicht selten wellig

Salix [79]

— Blätt. an der Spitze abgerundet od. mit ganz kurzer, gerader Spitze, am Rande nie umgerollt od. wellig, meist nicht viel länger als breit

24

24. Stamm 3–8 m hoch; Blätt. 5–10 cm lang und 3½ - 7½ cm breit

Cydónia [169]

— Stamm 1–2 m hoch; Blätt. meist kleiner

Cotoneáster [169]

25. (2.) Blätt. kaum 1 mm breit, fast nadelf.; Bltn gelb

Heliánthemum fumána [148]

— Blätt. breiter, nicht nadelf.

26

26. Stengel auf der Erde hingestreckt

31

— Stengel aufrecht

27

27. Blätt. am Rande deutlich umgerollt

30

— Blätt. am Rande nicht umgerollt

28

28. Blätt. unterseits gelb punktiert

Rhododéndron [232]

— Blätt. unterseits nicht punktiert

29

29. Blätt. z. T. kleeblattähnlich; Äste kantig, lang, rutenf., grün. Strauch 60–120 cm hoch

Sarothámnus [198]

— Blätt. alle einfach; Strauch selten über 60 cm hoch

Genísta [198]

30. (27.) Blätt. unterseits weißlich, 1–3 mm breit

Andrómeda [231]

— Blätt. unterseits grün, mit feinen dunklen Punkten, 5–10 mm breit

Vaccínium vitis idǣa [232]

31. (26.) Stengel fadenf., 1 mm dick.

Vaccínium oxycóccus [232]

— Stengel dicker

32

32. Blätt. unterseits seidenhaarig; Bltn gelb

Genísta pilósa [198]

— Blätt. unterseits nicht seidenhaarig

33

33. Blätt. 3 mm breit; Zweige kurzhaarig

Daphne eneórum [211]

— Blätt. breiter, zähe, immergrün

Arctostáphylos [231]

34. (1.) Blätt. etwa 3 mm breit; Bltn weiß

Ledum [232]

— Blätt. etwa 1 cm breit; Bltn rot

Rhododéndron [232]

Blätter wechselständig, gesägt, gezähnt od. gekerbt.

1. Blätt. am Grunde mit meist 3teiligen Dornen, büschelig gehäuft (Fig. [157])

Bérberis [124]

— Blätt. am Grunde nicht mit 3teiligen Dornen

2

2. Blätt. (ohne den Stiel) über 4 cm lang

13

— Blätt. nicht über 4 cm lang

3

Fig. 157.

3. Zweige scharfkantig, grün; Blätt. eif. (Fig. [158])

Vaccínium myrtíllus [232]

— Zweige nicht scharfkantig

4

4. Blätt. nur an der Spitze gezähnt, nach unten verschmälert (Fig. [175]), stark riechend; Äste dunkelbraun

Myríca gale [85]

— Blätt. am ganzen Rande gezähnt oder gekerbt

5

5. Blätt. unterseits gelb punktiert, am Rande lang behaart

Rhododéndron [232]

— Blätt. unterseits nicht punktiert

6

Fig. 158.

6. Strauch dornig; Rinde schwärzl.; Blätt. meist zugespitzt, am Grunde mehr od. weniger verschmälert (Fig. [159])

Prunus spinósa [170]

Fig. 159.

— Strauch nicht dornig; Rinde nicht schwärzlich

7

7. Blätt. zugespitzt (Fig. [177])

11

— Blätt. an der Spitze stumpf od. abgerundet (Fig. [160][161])

8

8. Pfl. bis 10 cm hoch; Blätt. rundl.

Salix herbácea [79]

— Pfl. höher

9

Fig. 160.

9. Blattstiel durchschnittlich 1–2 cm lang; Blätt. unterseits wollfilzig behaart, später kahl, am Rande fein gekerbt (Fig. [160])

Amelánchier [169]

— Blattstiel kürzer; Blätt. unterseits nicht filzig

10

10. Die Seitennerven verlaufen fast geradlinig bis in die Spitzen der Blattzähne; Blätt. ziemlich grob eingeschnitten (Fig. [166]).

Bétula [77]

— Die Seitennerven verlieren sich vor dem Blattrande; Blätt. sehr fein gesägt, am Grunde verschmälert (Fig. [161]); Zweige dünn, überhängend

Prunus fruticósa [171]

11. (7.) Blätt. am Grunde abgerundet, oft schwach herzf. (Fig. [177]), mit vielen, feinen, kaum fühlbaren Seitennerven

Prunus máhaleb [171]

— Blätt. nach dem Grunde zu verschmälert, unterseits mit stärker hervortretenden, deutlich fühlbaren Seitennerven

12

Fig. 161.

12. Seitennerven bis zum Rande durchlaufend; Blattspitze gerade. Seltener Gebirgsstrauch

Pirus chamaeméspilus [168]

— Seitennerven nicht bis zum Rande durchlaufend, Blätt. unterseits meist grauweiß; Blattspitze oft zurückgekrümmt

Salix [79]

13. (2). Am Grunde des Blattes entspringt (als Fortsetzung des Blattstieles) nur ein kräftiger Nerv. Die ersten Seitennerven entspringen etwas oberhalb des Blattgrundes

17

— Am Blattgrunde entspringen 3–5 etwa gleich starke Nerven

14

14. Blattstiel höchstens 2 cm lang; Blätt. rundl. (Fig. [162])

Córylus [77]

— Blattstiel der größeren Blätt. stets länger

15

Fig. 162.

15. Blätt. unterseits in den Nervenwinkeln mit weißen od. braunen Haarbüscheln, die schon dem bloßen Auge auffallen; Blattgrund schief (Fig. [163])

Tília [153]

Fig. 163.

— Blätt. unterseits in den Nervenwinkeln ohne Haarbüschel od. nur mit wenigen Härchen, die erst mit der Lupe deutlich zu erkennen sind

16

16. Blattstiel seitlich plattgedrückt od. im Querschnitt 4eckig, meist über 4 cm lang; Blätt. unterseits zuw. weiß od. grau

Pópulus [84]

— Blattstiel nicht plattgedrückt und nicht 4eckig, selten über 4 cm lang; Blätt. unterseits grün, am Rande grob gezähnt (Fig. [164]), am Grunde zuw. ungleichhälftig

Morus [86]

Fig. 164.

17. (13.) Blätt. sehr steif, am Rande wellig, mit entfernten, stechenden Zähnen (Fig. [165]), glänzend

Ilex [161]

Fig. 165.

— Blätt. anders gestaltet

18

18. Die Seitennerven des Blattes erreichen den Rand nicht, sondern vereinigen sich bogenf. od. lösen sich vor dem Rande in feinere Äste auf

31

— Die stärkeren Seitennerven des Blattes verlaufen (meist geradlinig) bis in die Spitzen der Blattzähne (Fig. [166][174])

19

Fig. 166.

19. Blätt. 3eckig od. schief 4eckig (Fig. [166]), am Rande grob gesägt, meist ziemlich lang gestielt

Bétula [77]

— Blätt. nicht 3- od. 4eckig

20

20. Blätt. merklich länger als breit

22

— Blätt. mehr rundl., nicht viel länger als breit (Fig. [162] u. [167])

21

Fig. 167.

21. Blätt. kurz zugespitzt, am Grunde herzf. (Fig. [162]), oberseits behaart

Córylus [77]

— Blätt. an der Spitze abgerundet, oft ausgerandet, am Grunde verschmälert (Fig. [167]), oberseits kahl

Alnus glutinósa [78]

22. (20.) Blätt. durchschnittlich 10–20 cm lang, glänzend, am Rande mit fast gleichen, langstachelspitzigen Zähnen (Fig. [168])

Castánea [78]

Fig. 168.

— Blätt. nicht so gestaltet, fast stets kleiner

23

Fig. 169.

23. Blätt. am Grunde stark ungleichhälftig (Fig. [169]), oft rauh, zugespitzt

Ulmus [86]

— Blätt. am Grunde nicht od. wenig ungleichhälftig

24

24. Blätt. mit auffallend langer und schmaler Spitze (Fig. [173] bis [174])

30

— Blattspitze nicht lang und schmal

25

25. Blätt. unterseits weiß od. grau

29

— Blätt. unterseits grün

26

26. Seitennerven immer merklich gebogen, die unteren den Rand meist nicht erreichend

28

— Seitennerven gradlinig dem Rande zu verlaufend

27

Fig. 170.

27. Blätt. entfernt klein gezähnt (Fig. [170]), jederseits mit 5–8 Seitennerven.

Fagus [78]

— Blätt. sehr dicht und ungleich gezähnt, jederseits mit 11–15 Seitennerven (Fig. [171]), zwischen diesen etwas gefaltet

Carpínus [77]

Fig. 171.

28. (26.) Blätt. nur an der Spitze fein gezähnt, durchschnittl. 4 cm breit, unterseits weich behaart

Méspilus [169]

— Blätt. bis über die Mitte herab grob gezähnt, schmäler, kahl

Spirǣa [171]

29. (25.) Blätt. scharf zugespitzt (Fig. [172]), unterseits grau; Äste silbergrau

Alnus incána [78]

Fig. 172.

— Blätt. an der Spitze stumpf (Fig. [183]), unterseits anfangs mehlweiß; junge Zweige weißfilzig

Pirus ária [168]

30. (24.) Zweige lange grün bleibend (auch noch die vorjährigen); Blätt. in der unt. Hälfte am breitesten, allmählich zugespitzt (Fig. [173])

Kérria [171]

Fig. 173.

— Zweige bald bräunlich od. grau; Blätt. in od. über der Mitte am breitesten, vorn oft fast 3lappig (Fig. [174])

Prunus tríloba [170]

Fig. 174.

31. (18.) Blätt. am ganzen Rande mit Einschnitten

34

— Blätt. nur an der Spitze gezähnt

32

32. Blätt. durchschnittlich 4 cm breit, unterseits weichhaarig

Méspilus [169]

— Blätt. viel schmäler

33

33. Pfl. stark riechend, sehr ästig; Äste glänzend, dunkelbraun, Blätt. oberwärts grobgesägt (Fig. [175])

Myríca [85]

Fig. 175.

— Pfl. geruchlos; Äste gelbl. od. rötl.

Salix [79]

34. (31). Blattstiel seitl. zusammengedrückt, sehr lang; Blätt. 3–4eckig, die größeren meist über 8 cm breit

Pópulus [84]

— Blattstiel nicht seitlich plattgedrückt; Blätt. selten bis 8 cm breit

35

35. Blattstiel erheblich kürzer als die halbe Länge des Blattes

39

— Blattstiel in der Regel so lang od. länger als die halbe Länge des Blattes

36

36. Blätt. klein, im Mittel 3–4 cm breit, am Rande fein gezähnt (Fig. [176])

Prunus máhaleb [171]

Fig. 176.

— Blätt. größer

37

37. Mittelnerv mit zahlreichen feinen, wenig fühlbaren Seitennerven (Fig. [177]); Blattstiel etwa so lang als die Blattfläche

Pirus commúnis [170]

Fig. 177.

— Mittelnerv mit 3–7 stärkeren, deutlich fühlbaren Seitennerven; Blattstiel kürzer

38

38. Junge Zweige kahl; Blätt. höchstens unterseits auf den Nerven etwas behaart; Blattstiel fast stets mit 1–2 Höckern (Fig. [178])

Prunus armeníaca [170]

Fig. 178.

— Junge Zweige behaart; Blätt. in der Jugend unterseits dicht behaart; Blattstiel ohne Höcker

Pirus malus [168]

39. (35.) Blätt. unterseits weiß od. grauweiß

Salix [79]

— Blätt. unterseits grün

40

40. Blätt. in den Achseln mit je einem Dorn (der aber oft bei vielen Blätt. fehlt), am Rande sehr fein gesägt; Blattstiel am Grunde jederseits mit einem (später abfallenden) großen, schief herzf. Blättch. (Fig. [179])

Cydónia japónica [169]

Fig. 179.

— Blätt. niemals mit einem Dorn in den Blattachseln

41

41. Knospen (schon im Sommer entwickelt) von einer einzigen Schuppe umhüllt; Blattzähne stets fein und gleich; jüngere Zweige gelbgrün, rot od. rotbraun, glattrindig. Pfl. niemals dornig

Salix [79]

— Knospen mehrschuppig; Blattzähne oft ungleich (Fig. [180]). Pfl. zuw. dornig

Prunus [169]

Fig. 180.

Blätt. wechselst., zusammengesetzt od. gelappt.

1. Blätt. aus völlig getrennten Teilblättch. zusammengesetzt (Fig. [190][193])

13

— Blätt. durch mehr od. weniger tiefe Einschnitte gelappt

2

2. Kletternde, windende od. liegende Sträucher

11

— Pfl. nicht kletternd od. windend, mehr aufrecht

3

3. Stengel mit Stacheln od. Dornen, die entw. in den Blattwinkeln od. dicht unter dem Blatte entspringen (Man untersuche mehrere Blätt.)

10

— Stengel ohne Stacheln und Dornen

4

4. Blätt. groß, über 10 cm breit, am Grunde quer abgestutzt

Plátanus [87]

— Blätt. kleiner

5

5. Die Fortsetzung des Blattstiels bilden 3–5 kräftige Nerven, da unmittelbar am Blattgrunde 2–4 starke Seitennerven vom Mittelnerv abzweigen (Fig. [184][186])

7

— Die Fortsetzung des Blattstiels wird nur durch den Mittelnerven gebildet. Die ersten starken Seitennerven entspringen etwas vom Blattgrunde entfernt

6

6. Lappen des Blattes stumpfl., ganzr. od. nur vereinzelt gezähnt (Fig. [181])

Quercus [78]

Fig. 181.

— Lappen spitz, gezähnt (Fig. [182][183])

Pirus [168]

Fig. 182.

7. (5.) Blätt. unterseits weiß

Pópulus [84]

Fig. 183.

— Blätt. unterseits grün

8

8. Baum od. Strauch mit teils gelappten, teils einfachen Blätt., die am Rande grob gesägt sind (Fig. [184])

Morus [86]

Fig. 184.

— Alle Blätt. geteilt

9

9. Mittellappen des Blattes fast stets länger als die seitl.; Zweige im 2. Jahre längsrissig, mit abblätternder Rinde

Spirāēa [171]

— Mittellappen des Blattes fast nie länger als die seitl. (Fig. [185])

Ribes [163]

Fig. 185.

10. (3.) Blätt. am Grunde mit einfachen od. 3teilig. Stacheln; Zweige außerdem oft vielstachelig

Ribes grossulária [163]

— Blätt. (nicht immer alle) in den Achseln mit einem Dorn; Zweigspitzen dornig

Cratāēgus [169]

11. (2.) Zweige mit Ranken, die den Blätt. gegenüberstehen

Vitis [160]

— Zweige ohne Ranken

12

12. Blattlappen gesägt; Stengel windend

Humulus [89]

— Blattlappen ganzr. (Fig. [186]); Stengel liegend od. an Baumstämmen od. Mauern emporkletternd

Hédera [230]

Fig. 186.

13. (1.) Blätt. aus 3 Blättch. zusammengesetzt

27

— Blätt. aus mehr als 3 Blättch. zusammengesetzt

14

14. Blättch. gesägt od. gezähnt

22

— Blättch. ganzr. od. nur am Grunde mit 1–2 Zähnen

15

15. Der Blattstiel trägt an seinem Ende kein Blättchen (Fig. [187]), sondern läuft in eine feine Stachelspitze aus (obere Blättch. auseinanderbiegen!)

Caragána [204]

Fig. 187.

— Blattstiel am Ende mit einem Blättch.

16

16. Teilblättch. im Mittel über 8 cm lang

21

— Teilblättch. kürzer

17

17. Endblättch. sitzend od. kurz gestielt (Fig. [190][191])

20

— Endblättch. länger gestielt (Fig. [188])

18

Fig. 188.

18. Blattstiel am Grunde mit einer Ringfurche (Lupe!)

Colútea [204]

— Blattstiel am Grunde ohne Ringfurche

19

19. Winterknospen bereits im Sommer in den Blattachseln als kleine eif., dem Stengel platt anliegende Gebilde sichtbar (Fig. [189])

Amórpha [204]

Fig. 189.

— Winterknospen in der Blattachsel versteckt, nicht sichtbar; Blattstiel am Grunde oft mit 2 Dornen

Robínia [205]

20. (17.) Obere Seitenblättch. mit grünem Saum herablaufend (Fig. [190]); Blätt. stark behaart

Potentílla [189]

Fig. 190.

— Säume fehlend (Fig. [191]); Blätt. kahl

Coronilla émerus [205]

Fig. 191.

21. (16.) Blättch. am Grunde mit einigen Zähnen, die unterseits je eine Drüse tragen; Blätt. aus 13–25 Blättch. zusammengesetzt, bis 90 cm lang

Ailánthus [160]

— Blättch. am Grunde ohne Zähne (Fig. [192]), meist zu 7–9

Juglans [79]

Fig. 192.

22. (14.) Blättch. jederseits mit 6–9 stechend. Zähnen, glänzend, steif

Mahónia [124]

— Blättch. nicht stachelig gezähnt und nicht steif

23

23. Mehrzahl der Blätt. aus mindestens 11 Blättch. zusammengesetzt

26

— Blätt. aus höchstens 7 Blättch. zusammengesetzt

24

24. Stachelloser, mit Hilfe von Ranken an Mauern und Lauben emporkletternder Strauch

Ampelópsis [160]

— Pfl. ohne Ranken; Steng. fast stets stachelig

25

Fig. 193.

25. Am Grunde des Blattstiels entspringen 2 Blättch., die meist bis über die Hälfte mit diesem verwachsen sind (Fig. [193])

Rosa [192]

— Blattstiel am Grunde mit 2 kleinen, fädl., freien Blättch.; Blätt. meist wie in Fig. 497

Rubus [172]

26. (23.) Zweige braunzottig; Blätt. groß, bis 90 cm lang

Rhus [161]

— Zweige zuw. behaart, aber nicht braunzottig; Blätt. kleiner

Pirus [168]

27. (13.) Blättch. am Rande eingeschnitten

29

— Blättch. ganzrandig

28

28. Zweige scharfkantig, gefurcht, rutenf.; Blätt. spärlich vorhanden, die oberen einfach

Sarothámnus [198]

— Zweige rund, nicht gefurcht; Blättch. alle zusammengesetzt

Cýtisus [199]

29. (27.) Blättch. bis 2 cm lang; Zweige meist dornig

Onónis [199]

— Blättch. viel größer; Stengel, Zweige und Blattstiel stachelig

Rubus [172]