TANZLIED

Es gibt kein Schmeichelwort, hold wie dein Tanz.

Und ich muß hier sein, dich zu sehn und frage mich:

Du Schöne, muß ich sein und frage dich

Wie komme ich her? Nicht Leben noch Tod

Ist Trost für mich. Verloren, verloren.

Ich fühle mein Gerippe, hasse mich.

Es gibt kein Wort so traurig wie dein Tanz.

MORGEN

Es hebt sich, senkt sich des Windes Flüstern.

In des Morgens ragende Räume

Stechen die goldenen Zweige der Bäume

Unbewegt: so leicht sind die Blätter.

Trinke! Die Kühle des Morgens in durstigen Zügen,

Süß: wie den Vertrauenden betrügen.

Tausend Lockungen

Tanzendes, springendes

Lichtes, strahlendes Gold!

Traue dem Freund nicht!

Alles sind Lügen.

Einsam ist der Genuß,

Ist die Lust am Gold

Allen gemeinsam die Gier, ich bin nach Einsamkeit lüstern.