Schwein und Pfau (Eine fatale Fabel).

Es war einmal ein
– Hastunichgesehn! –
Es war einmal ein Schwein.
Das war gewöhnlich
– Hastunichgesehn! –
Gewöhnlich nicht sehr rein.

Im gleichen Hofe
– Herrgottnocheinmal! –
Da schlug sein Rad ein Pfau;
Der war so schön wie
– Herrgottnocheinmal! –
Nicht einmal seine Frau.

Das Schwein das grunzte
– Hastunichgesehn! –
Und wälzte sich im Dreck.
Der Pfau der kreischte
– Herrgottnocheinmal! –
Und sah beleidigt weg.

Da kam ein Fleischer
– Hastunichgesehn! –
Und schlachtete das Schwein.
Das kommt davon, sprach
– Herrgottnocheinmal! –
Der Pfau, wenn man nicht rein.

Mir kann so etwas
– Herrgottnocheinmal! –
Mein Lebtag nicht geschehn,
Weil ich so rein und
– Herrgottnocheinmal! –
So schön bin anzusehn.

Da kam ein Bauer
– Hastunichgesehn! –
Und riß dem armen Vieh
Die Federn aus, daß
– Herrgottnocheinmal! –
Es wie am Spieße schrie.

Die Fabel lehrt uns,
– Leider ist es wahr! –
Das Leben ist nicht fein.
Der Dreck macht fett, doch
– Leider ist es wahr! –
Schlachtet man drum das Schwein.

Doch Schönheit leidet
– Leider ist es wahr! –
Viel mehr als Todespein.
Sie wird lebendig
– Leider ist es wahr! –
Gerupft, weil sie zu rein.