Wachteln

Die den Eingeborenen liebste Art, Vögel zu fangen, ist das Fallenstellen. Wachteln werden in großen Scharen durch Lockhähne unter Netzen gefangen. Die Wachteln, die auf indische Art, mit „Curry und Reis“ zubereitet, ganz besonders wohlschmeckend sind, wenn man sie nur nicht zu oft vorgesetzt erhielte, waren so zahlreich, daß man für 5 Rupien oder etwa 7,50 Mark ein ganzes Hundert lebendig kaufen konnte. In einem dunklen Raum bleiben sie lange Zeit am Leben. Der Boden wird leicht mit feinem Sand bedeckt, und die Wachteln werden nur gelegentlich in einen im Freien stehenden Drahtgitterkäfig zum Laufen herausgelassen.

Die Zeit des Wachtelfanges ist der März, wenn das Korn reift. Am Vorabend des Fanges werden in den betreffenden Feldern etwa sechs verhüllte Käfige mit Wachtelhähnen an verschiedenen Bäumen aufgehängt. Bis zum Morgen haben sich mit Sicherheit große Scharen von Wachteln, von dem Schlagen der Hähne in den Käfigen angelockt, versammelt. Zwei bis drei gute Schützen schießen in einigen Stunden mit Leichtigkeit vierzig bis sechzig Paar.

Rebhühner dagegen sind in Indien selten. Dafür gibt es die „sand grouse“; die echte „grouse“ lebt nur im schottischen Hochlande. Ihr indischer Vetter findet sich besonders zahlreich in sandiger Gegend und bietet dem geduldigen Jäger eine ebenso schmackhafte wie zufriedenstellende Beute.