Fußnoten:

[1] F. E. v. Mering und L. Reischert, Historische Nachrichten über Teufelsbanner, Wahrsager etc., Köln 1843, S. IV. f.

[2] Zahlreiche Gesichte und Vorhersagungen aus den Rheinlanden im 12. und 13. Jahrh. hat der Mönch und spätere Prior Cäsarius von [Heisterbach] (ca. 1180-1240) gesammelt. Vgl. die von A. Kaufmann in deutscher Uebersetzung veröffentlichte Auswahl: Annalen des histor. Vereins für den Niederrhein, Heft 47 und 53, Köln 1888/91.

[3] Hierüber vgl. hauptsächlich: M. Perty, Die mystischen Erscheinungen der menschlichen Natur, 2. verb. Aufl., Leipzig und Heidelberg 1872, Bd. II, S. 276-303; K. du Prel, Das zweite Gesicht (= Deutsche Bücherei XIX), Breslau 1882; J. M. Schlenter, Das zweite Gesicht, Leipzig 1893.

[4] (J. Kerner), Blätter aus Prevorst, 9. Sammlung, Stuttgart 1837, S. 175.

[5] Archiv für den tierischen Magnetismus, Bd. X St. 2, Leipzig 1822, S. 164.

[6] Die starke Abnahme des zweiten Gesichts in neuerer Zeit führt du Prel (l. c. S. 20) darauf zurück, daß mit der Kultur und dem zunehmenden Verkehr das nur in der Abgeschiedenheit gedeihende Gefühlsleben immer mehr zurücktritt und das reflektierende Leben überwiegt.

[7] O. Schell, Bergische Sagen, Elberfeld 1897.

[8] ibid. S. 34 nr. 36.

[9] ibid. S. 43 nr. 61.

[10] ibid. S. 341 nr. 38.

[11] ibid. S. 73 nr. 1.

[12] ibid. S. 80 nr. 16.

[13] ibid. S. 102 nr. 43.

[14] ibid. S. 304 nr. 25.

[15] [Dr]. Terwelp im Niederrheinischen Geschichtsfreund, Jahrg. 5, Kempen 1883, S. 189 f. – Ueber ganz ähnliche Gesichte in Nassau s. Chr. v. Stramberg, Coblenz, Bd. 3, Coblenz 1854, S. 756.

[16] Vgl. Archiv für d. tier. Magnetismus X2, S. 164-167; ibid. S. 167-169 erzählt derselbe Einsender einen merkwürdigen Traum seiner Schwester, der sich noch im selben Jahre (1804) in allen Einzelheiten verwirklichte.

[17] Vgl. W. v. Waldbrühl (d. i. Fl. v. Zuccalmaglio), Die Wesen der niederrheinischen Sagen, Elberfeld 1857, S. 36; Schell l. c., S. 244 nr. 229.

[18] [Vgl]. J. B. Dornbusch in d. Annalen des histor. Vereins für d. Niederrhein, Heft 30, Köln 1876, S. 147; Schell l. c., S. 458 nr. 64. – Nach Dornbusch (l. c. S. 149) glaubt man noch jetzt in und um Siegburg: „Pferde und Hunde können die Geister sehen. In der Nähe der Häuser, wo bald eine Leiche sein wird, heulen die Hunde mit klagendem Tone. Manche Pferde scheuen vor der Thür der Häuser, in denen bald jemand stirbt, und können dort bisweilen nicht von der Stelle gebracht werden; der Geist steht nämlich mitten auf dem Wege und macht sie scheu. Auch die Elster und die Eule verkünden durch ihr Geschrei in nächster Nähe der Wohnungen einen baldigen Todesfall.“ Ueber ein geistersichtiges Pferd im Kirchspiel Nümbrecht s. Schell l. c., S. 403 nr. 13.

[19] [Vgl]. K. Dirksen, Volkstümliches aus Meiderich, Bonn 1895, S. 44.

[20] P. Bahlmann, Westfälische „Spökenkieker“ und ihre Vorgeschichten, Münster 1897, S. 8-10 und 27-29.

[21] [Auf] einer Reise durch Schwaben besuchte Clemens August in Kaufbeuren die im Rufe der Heiligkeit stehende und mit der Gabe der Weissagung bevorzugte Franziskanerschwester Maria Crescentia (1682-1744) und bat diese in guter Laune, ihm etwas aus seinem künftigen Leben zu offenbaren. Die fromme Klosterfrau nahm anfänglich Abstand, seinem Begehren zu willfahren, gab aber endlich seinen wiederholten dringenden Bitten Gehör und weissagte dem Fürsten, daß er zwar viele Schlösser erbaut, aber doch in keinem derselben sterben werde. (F. E. v. Mering, Geschichte der vier letzten Kurfürsten von Köln, Köln 1842, S. 73 f.) Und wirklich starb Clemens August 1761 auf der kurtrierischen Feste Ehrenbreitstein, deren Spukgeschichten (s. Fr. Bülau, Geheime Geschichten etc., Bd. I, Leipzig 1850, S. 449-464) eine Hauptveranlassung gegeben haben, daß der letzte Kurfürst von Trier, Clemens Wenceslaus († 1812), seine Residenz nach Koblenz verlegte. Dem Tode Clemens Augusts gingen angeblich verschiedene Vorzeichen voraus: Auf einer Redoute, kurz vor seiner Abreise, wurde er überall von einer Totenmaske verfolgt, die, als man sich ihrer bemächtigen wollte, spurlos verschwunden war; die Gewichte der Hofuhr fielen herunter und die Pferde vor dem Reisewagen scheuten und wollten nicht weiter (F. E. v. Mering, Geschichte der Burgen etc., Heft 6, Köln 1842, S. 75). In der Nacht vorher wurde in Koblenz ein großes Getöse vernommen und im Thal ein prächtiger Leichenzug gesehen (Chr. v. Stramberg, Ehrenbreitstein, Coblenz 1845, S. 3 f.).

[22] Ueber die Jagdleidenschaft des Kurfürsten Clemens August s. Bonner Jahrbücher, Heft 99, Bonn 1896, S. 169 f.

[23] v. Waldbrühl l. c., S. 36.

[24] Schell l. c., S. 160 nr. 52.

[25] Vgl. (J. Kerner), Blätter aus Prevorst, 12. Sammlung, Stuttgart 1839, S. 115-117, v. Stramberg l. c., Bd. 4, 1856, S. 115-118; G. v. Breuning, Aus dem Schwarzspanierhause, Wien 1874, S. 3-5; W. Hesse, Der große Brand des kurf. Schlosses zu Bonn am 15. Jan. 1777, 2. Aufl., Bonn 1882, S. 14-19.

[26] Der Flügel des Residenzschlosses, welcher die Privatgemächer des Kurfürsten enthielt.

[27] A. v. Droste-Hülshoff, Bilder aus Westfalen (1840), III.

[28] Vgl. Schell l. c., S. 99 nr. 39.

[29] ibid. S. 474 nr. 24.

[30] ibid. S. 475 nr. 27.

[31] ibid. S. 159 nr. 48.

[32] ibid. [S.] 425 nr. 11.

[33] Vgl. v. Waldbrühl l. c., S. 36.

[34] Vgl. Schell l. c., S. 169 nr. 73.

[35] ibid. S. 378 nr. 17.

[36] Th. Beykirch, Prophetenstimmen mit Erklärungen, 3. verm. und verb. Aufl., Paderborn 1849, S. 110; unten S. 42.

[37] J. V. Kutscheit, Sechs bisher unbekannte höchst merkwürdige Prophezeiungen etc., 2. Aufl., Bonn 1848, S. 14.

[38] Beykirch l. c., S. 110.

[39] Vgl. K. B. A. Warnefried, Seherblicke in die Zukunft, Regensburg 1861, Abt. II., S. 63 f.

[40] Vgl. F. Zurbonsen, Die Sage von der Völkerschlacht der Zukunft „am Birkenbaum“, Köln 1897.

[41] [Beykirch] l. c., S. 91 f.

[42] Kutscheit l. c., S. 14; Beykirch l. c., S. 111.

[43] s. unten S. [48].

[44] s. unten S. [48].

[45] s. unten S. [39] f.

[46] Bahlmann l. c., S. 23.

[47] ibid. S. 30.

[48] [Auch] bei Salzburg ist folgende Prophezeiung verbreitet: „Die Franzosen werden nochmals nach Deutschland kommen, aber zu Köln am Rhein eine gänzliche Niederlage erleiden, worauf Frankreich in 7 Teile zerstückelt wird“ (Zeitschrift für deutsche Mythologie und Sittenkunde, Bd. 4, Göttingen 1859, S. 202).

[49] Kutscheit l. c., S. 12 f.; Beykirch l. c., S. 110.

[50] Kutscheit l. c., S. 13 f.

[51] Beykirch l. c., S. 110.

[52] [Vgl].: Denkw. u. nützl. Rheinischer Antiquarius, Abt. II. Bd. 20, Coblenz 1871, S. 209 f.

[53] Der durch seine Prophezeiungen bekannte Bartholomäus Holzhauser war 1658 als Pfarrer in [Bingen] gestorben.

[54] Einzelne Manuskripte sollen [Romae] haben.

[55] Auf deutsch: „Ich setze 1600 und 9 × 12; füge hinzu 4 × 10, dann kommt der Tag, an welchem zu Bonn die Genossen Jesu und die Brüder des seligen Franziskus die Palmen (den Sieg) und die Marterkrone davontragen werden.“

[56] Nach einer gleichzeitigen Abschrift in einem kürzlich von mir erworbenen Manuskripte, worin noch weiteres Material gesammelt ist; vergl.: Allgemeines Repertorium für empirische Psychologie etc., Bd. 1, Nürnberg 1792, S. 90-97.

[57] Dort gebrauchte sie die Bäder.

[58] 1. Okt. 1756.

[59] Von 1720-1777 die Residenz des Kurfürsten von der Pfalz.

[60] 18. Juni 1757.

[61] Nach einer Bemerkung meines Manuskriptes hat der Kirchenrat die Aussage der Frau später bestätigt.

[62] Wilhelm V. (geb. 1748), ein Sohn Wilhelms IV. († 1751) und [Annas] v. England († 1759), trat 1766 die Regierung als Statthalter der Niederlande an, mußte 1795 nach England flüchten und starb 1806.

[63] Statthalterin von 1751-59 unter Assistenz des Prinzen Ludwig Ernst v. [Braunschweig-Wolfenbüttel]; beide neigten sich im 7jähr. Kriege offen auf die Seite der Engländer, die Friedrich den Großen unterstützten.

[64] Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, Heft 18, Essen 1898, S. 149 f.

[65] Geschichte, Erscheinungen und Prophezeiungen des Joh. Adam Müller etc., Frankfurt a. M. 1816; J. C. Hoffbauer, J. A. Müller, der Prophet, Halle 1817; E. Haltaus, Des badischen Bauern J. A. Müller merkwürdige Prophezeiungen etc., Stuttgart 1871.

[66] Hermann, Jahrg. 1818, S. 772.

[67] [Ueber] ihn vergl.: W. Schrattenholz, Spielbähn der Prophet, 7. verm. Aufl., Bonn 1849; J. Burg. Höchst merkwürdige Prophezeiungen des alten Bernhard etc., Bonn 1848.

[68] Bähn = Bernard.

[69] Alljährliche Versammlung der Bauern zur Beratung der Gemeinde-Angelegenheiten, entsprechend dem Herrengeding in den Städten.

[70] Aus dem Volksmunde mitgeteilt von Schell l. c., S. 552 nr. 26.

[71] z. B. der Straßen zwischen Bonn und [Hangelar], zwischen Sieglar und Mondorf etc.

[72] Angekündigt als Wagen, „so da durch alle Welt laufen, ohne von lebendigen Geschöpfen gezogen zu werden, also daß man die Wegsstrecken nach der Vögel Flug ausrechnet“ und als schwere Schiffe, die „den Rhein hinanlaufen ohne Pferd und Wind“. – Das erste Dampfschiff kam 1817 bei hohem Wasserstande von London nach Koblenz; der regelmäßige Dampferverkehr zwischen Mainz und Köln ist 1827, die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und [Fürth] 1835 eröffnet, die Köln-Mindener Bahn 1844-47 erbaut.

[73] s. oben, S. [20] ff.

[74] Schrattenholz l. c., S. 25-27, Beykirch l. c., S. 102-104; Jaspers sämtliche Prophezeiungen. Dortmund 1866, S. 20 f.

[75] [Rußland] oder Türkei?

[76] Höchste Kuppel des [Siebengebirges].

[77] W. Schrattenholz, Neues Prophetienbüchlein über den deutschen Kaiser etc., Bonn 1848, S. 8.

[78] Ein an der Sieg unweit [Müllekoven] gelegener Wald.

[79] [Etwa] der Dom? Von diesem behauptete eine im bergischen Volke sehr verbreitete uralte Weissagung unbekannten Ursprungs, daß er nie vollendet werden würde.

[80] Schrattenholz, Neues Prophetienbüchlein etc., S. 7.

[81] Meile, eine so genannte Strecke auf der [Bonner] Landstraße, oberhalb Köln.

[82] Beykirch l. c., S. 111.

[83] Beykirch l. c., S. 38 f.

[84] Vgl.: C. A. Krumscheid, Prophezeiungen auf d. J. 1860 etc. I: Des J. P. Knopp.... Geschicke und Geschichte. Linz a. Rh. 1859.

[85] Daher der Name „Körper“.

[86] lüge.

[87] sagt.

[88] heute schon.

[89] warte.

[90] Hasenfuß, Feigling.

[91] Erbsenkessel auf deinen Pferdekopf.

[92] Knopps Prophezeiung über die Aufhebung des Minoriten-Konvents zu [Sinzig] s. Krumscheid l. c., II, 17.

[93] Die Kirche im [Hundel] ist 1847 erbaut.

[94] Die [Ahr] hat die künstliche Richtung 1854 erhalten.

[95] Die feste [Rheinbrücke] bei Köln ist 1855 in Angriff genommen und am 3. Oktober 1859 dem Verkehre übergeben.

[96] Die Prophezeiung über die Kölner Brücke und den Linz-Asbacher Weg brachte bereits das [Altenkirchener] Intelligenzblatt v. 5. März 1848 (Nr. 19), obschon damals beide Projekte noch schlummerten. Gleichzeitig mit der Anlegung des neuen Weges sollte in Rom eine Empörung ausbrechen, durch welche die vornehmsten Mächte in Uneinigkeit gerieten.

[97] Vgl. auch Krumscheid l. c. III, 10 f.; V, 18; VIII, 20.

[98] Beykirch l. c., S. 75-78; E. J. Heinen, Helena Wallraff von Brüggen, die merkwürdigste Seherin am Rhein, Euskirchen 1849, Magikon, Bd. IV, Stuttgart 1850, S. 373-381.

[99] Büchlein des Trostes der Helena Wallraff von Brüggen.... aus der Nachlassenschaft seines ehrwürdigen Oheims hrsg. von Pfarrer Heinen, Euskirchen 1850.

[100] Vgl. A. Köttgen, Maria Rübel, die Hellseherin in Langenberg. Mit Anmerkungen hrsg. von Dr. D. G. Kiefer (– Archiv für den tier. Magnetismus, Bd. 4, Stück 3), Halle 1819; Hermann, Jahrg. 1818, S. 443-446, 454-456, 488, 496, 507-510, 523-525, 527-533, 633 f., 673-675, 778-780, 815 u. 832-836; J. E. A. Stiegler, Drei Visionairinnen, Kreuznach 1837, S. 43-57.

[101] Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, Bd. 32, Elberfeld 1896, S. 117-122.

[102] C. Jacobi, Der Leinweber Jacobus Küpper als Wahrsager, Armseelenerlöser etc., Köln 1850.