BRIEF AN GRETE WIESENTHAL, DIE TÄNZERIN

Schone deinen Verdauungsapparat, dieses Zentrum deiner Lebensenergien, aus freier Entschließung, wie eine kranke Wöchnerin es notgedrungen tun muß — — — und du wirst leicht und beweglich, fliegend und schwebend, tanzend und jauchzend bleiben!

Hilf nach mit dem heiligen Purgiermittel: Rhamnin, Cortex Rhamni Frangulae, ein Eßlöffel voll vor dem Frühstück!

Idealer Ersatz für jedes kalte Bad: Menthol-Franzbranntwein, in großem Zerstäuber, auf den ganzen Leib gestaubt wie Regenschauer. Abends vor dem Schlafengehen, morgens beim Erwachen!

Armheben, dann nach abwärts, und heben seitwärts hinauf, im Tempo des schleunigen Versaglieri-Marsches, zu Klavier, Klarinette und kleiner Trommel (Sousa-Märsche!).

Das Tanzturnen!

Vorwärts! Rasch! Präzise! Wie die Maschinengewehre rattern, ră—tā!

Ihr ergebener Peter Altenberg.

p. s. man wird Tänzer durch Turnen! Durch Tanzen allein nie!