ANSPRÜCHE EINER ROMANTIKERIN
Wenn dir, Du angeblich Liebender, jeder Atemhauch meines Mundes ebenso berauschend wäre wie meinem Peter,
wenn dich mein Gehen, Stehen, Sitzen, und jede Linie meines Leibes ebenso entzücken könnte,
wenn der dunkle Klang meiner Stimme, wie Peter sagt, aus dem Gaumen-Resonanzboden,
dir ebenso lieblich tönen könnte,
und ebenso berauschend das Rauschen meiner seidenen Unterkleider wie ihm,
wenn du in das Waschwasser meines Lavoirs, in dem ich badete, ebenso liebevoll deinen Kopf untertauchen könntest wie er,
gleichsam um zu ertrinken in heiliger Flut;
wenn du mich ebenso nähmest als überirdisches Wesen, das ich natürlich nicht bin und nicht sein kann, bei Tag und Nacht,
wenn du also gleich ihm aus meinen Armseligkeiten eine verklärte Dichtung machen könntest, die dich beglückte und Leben spendete wie Tau und Sonne den zarten Pflanzen — — —
wer weiß, ob ich mich dann nicht verführen ließe, dir zu dienen gleich ihm — — —.
Aber du kannst, du wirst es nicht zusammenbringen!
Es sind Mysterien, aufbewahrt von Gott den wirklich liebevollen Herzen!!!
Das zu erkennen, ist unser einziger, unser bester Schutz!
Es gibt nur immer einen, dem wir ein Verhängnis werden! Den anderen sind wir Zitronen, die man auspreßt, und deren Schale man in die Latrine wirft!