14.

Aus dem tiefen Schlafe des Korporals Sven war allmählich ein sehr unruhiger geworden. Der Bub hatte die Tür der Hütte offen stehen lassen, und die scharfe Gebirgsluft, die eindrang, mochte wohl mit schuld daran sein, daß sich der Schläfer unruhig hin und her warf; allein an dem kuriosen Traum, den er jetzo träumte, war sie jedenfalls nicht schuld.

Er befand sich mitten im Schlachtgetümmel von Fehrbellin, und sein guter Kamerad, Rolf Rolfson Kok, hielt zehn Schritte von ihm ab in derselben Linie, und er sah ihn dann und wann deutlich durch den Dampf und Regennebel. Sie hatten sich zum letzten Mal gestellt vor dem brandenburgischen Andrang, ehe sie über die pommersche Grenze zurückwichen. Er sah alles wie in einem sich wandelnden Bilde: den weiten Weg von der Havel her, bedeckt mit abgeworfenen Kürassen und Eisenhüten, zerbrochenen Wagen, halb versunkenen Kanonen und Leichen von Mensch und Tier, — und zugleich sah er rundum den letzten Kampf der Trümmer der tapfern Armada des großen Feldmarschalls Wrangel, die letzte Aufstellung hinter der Landwehr zwischen Ribbeck und Hackeberg. Er winselte in seinem Traum; über seinem Haupte flatterten die Standarten des Regiments Dalwig, und er sah sie deutlich mit ihrer goldenen Inschrift: Auro et ferro! Da brauste es heran, und er schrie auf im Traum — um ihn her schwankte und schwirrte es, er lag unter den Hufen der Gäule, der Feind ritt über ihn weg, und da — war er allein auf dem Felde mit dem guten Kameraden, kniete neben ihm, hielt seinen zerschossenen Kopf im Arme; aber der Korporal Rolf konnte ihm nimmer wieder die Hand drücken und zunicken, der Korporal Rolf war tot und nun freilich zu Hause angelangt nach so langem, beschwerlichem Marsche.

Wie war denn das? der Traum verwirrte alles zu sonderbar! Nun war der Korporal Rolf wieder nicht tot, sondern der Korporal Sven erblickte ihn in einem betrüblichen Zuge eiliger Männer, die mit einer Sänfte fliehend über graue Heidehügel dahinzogen. In der Ferne lag es noch grauer — aber das regte sich und bewegte sich — die See dehnte sich dorten, und große Orlogschiffe unter schwedischer Kriegsflagge kreuzten hin und wieder. Aber aus der Sänfte beugte sich ein verwelkt, kummervoll Greisengesicht, — das war der glorreiche, sieghafte Feldherr Karolus Gustavus Wrangel selber, den der Korporal Sven schon als junger Mensch gekannt hatte in allem Glanz und Triumph. Der Korporal Rolf war aber doch tot; denn wie er neben der Sänfte des Generals einherschritt, zog er plötzlich den Reiterhandschuh ab und legte eine fleischentblößte Faust, die Hand eines Gerippes, auf den Fensterrand. Da schwankte und schwirrte es wieder um den ächzenden Sven Knudson Knäckabröd. Die Wolken zogen sich zusammen und stiegen nieder, aber des Meeres Horizont stieg immer höher auf, immer dunkler, schwärzer. Und aus den Wassern wurden steinerne, graue Mauern, die Mauern eines alten, festen schwedischen Schlosses; — der Korporal Sven stand unter einer großen Menge bewaffneter Männer in einem düstern Saal, und in der Mitte des Saales stand ein Block und daneben ein Mann in schwarzem Kleide und Mantel. Es kniete aber ein anderer Mann vor dem Block, und wieder ein anderer hatte ihm sanft auf die Knie nieder geholfen; — beide waren alt, sehr alt, und beide waren auch Kameraden seit langen, langen Jahren: der mächtige Konnetable Wrangel und der brave Korporal Rolf Rolfson Kok. Der Mann im schwarzen Kleid hob sein mächtig Beil und schlug — — da mußte der Korporal Sven Knudson Knäckabröd in der Sennhütte auf der Lorena freilich wohl erwachen, denn sie schüttelten ihn, die Leute von Alberschwende, und vor allen anderen schüttelte ihn derb die tapfere Freundin, Frau Fortunata Madlener, die Wirtin zur Taube in Alberschwende, und der alte heimgekehrte Sünder saß aufrecht auf seinem Strohsack und sah sich verstört und blinzelnd um!

Natürlich, nachdem sie ihn nach Herzenslust und Bedürfnis abgeschüttelt hatten, überschwemmten sie ihn mit einer Flut von Fragen! Er aber brauchte längere Zeit, um ihnen alles mitzuteilen, was sie, nicht ohne eine Berechtigung, zu wissen verlangten. Er hatte für manchen Winterabend, wenn der Schnee erst bis zum Dachrande hinauflag, genug erlebt: wir jedoch haben hier uns an das Zunächstliegende zu halten.

„Wo will er gewesen sein, er Landläufer?“ schrie die tapfere Wirtin zur Taube. „Saget es noch einmal und lüget nicht, Schwen; — ihr kennet mich und werdet nicht verlangen, daß ich in dieser Stunde Spaß verstehen soll.“

„Auf Ehre und Gewissen, Frau Fortuna“, ächzte der Korporal. „Am Rhin war ich — zu Hause war ich — bei den Fahnen, bei dem Feldmarschall — ja, auf Ehr’ und Gewissen.“

„Schwen, Schwen, ihr lügt, wie ihr es weder vor unseren katholischen noch euren lutherischen lieben Heiligen verantworten könnet. Stellt ihr euch auf die Zehen, so könnet ihr den Rhin aus dem Graubündnerland herfließen und in den See gehen sehen: hab’ ich euch nicht auf sechs Meilen in die Rund’ suchen und aufbieten lassen? Wie wollt’ ich euch nicht gefunden haben, wenn ihr nur am Rhi’ die Straßen und die Wirtshäuser unsicher gemacht hättet! Schämet euch, schämet euch, Schwen; das hat niemand vor dem Arlberg um euch verdienet, und ich am wenigsten! O Schwen, hab’ ich euch darum an die dreißig Jahre wie meinen Bruder, wie meinen Sohn, wie meinen allerbesten Freund gehalten?“

„Bei meiner Ehr’ und Gewissen, Frau; sie nannten im Generalstab das Wasser, wo wir die schlimmen Schläge kriegten, den Rhin. O, nun lasset mich ausschlafen; nachher will ich euch gern auf alles des Ferneren dienen. Nimmer in meinem Leben bin ich so gelaufen, und hab’ so mächtig Herzeleid erlitten, wie in diesem Jahr. Ich habe sie liegen sehen im Sumpf und auf den Sandhügeln zu Tausenden, und ich hab’ sie in heller Flucht gesehen, daß ich blutige Tränen wein’, im Wachen und im Schlafe.“

„Wen habet ihr liegen und auf der Flucht gesehen?“

„Uns — die wir den Sieg behalten hatten vom ersten Sprung auf den deutschen Boden an — Nördlingen ausgenommen.“

„Und wer, saget ihr, hat euch niedergeleget?“

„Der Brandenburger, Frau. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Fürst von Homburg mit dem silbernen Bein, und der Derfflinger, Frau. Ja, da möcht’ ich wahrlich wohl lügen, wenn es anginge! Die Brandenburger haben das Feld behalten.“

„Sehet ihr, Schwen, da habe ich euch schon! Eine solche Völkerschaft, als ihr da nennet, gibt es gar nicht! Nun verantwortet euch noch einmal vor Gott und den Menschen; da vor der Aloysia, und vor den Kindern drunten im Ort, die sich nach euch schier die Augen aus dem Kopfe gegreint haben.“

„Frau, bringet mich nicht auch zum Greinen! Ach, ich wollte, ihr könntet den Wrangel fragen, dem würdet ihr ja wohl glauben; denn er war ja hier bei euch Anno siebenundvierzig. Wisset ihr nicht, wie er Bregenz da unten nahm, und wie wir über den Pfänder aus purem Übermut zu euch auf Besuch kamen, und wie ihr uns so übel aufnahmet am roten Egg?! O Frau Fortuna, jetzo lieget der Wrangel tief zu Boden; und obgleich euch die Geschichte dort bei Fehrbellin nicht so nah’ auf die Haut brennt, als der Bregenzer Sturm, so möget ihr wohl noch ärger Viktoria schreien, als damals am Fallenbach über unseren blutigen Leibern. Auf Ehr’ und Gewissen, Frau Fortuna, die Brandenburger haben den großmächtigen Konnetable Wrangel niedergeleget in dem Rhinluch, und der Generalfeldmarschall Derfflinger hat über mich gelacht nach der Schlachtung und mich aus Spaß ranzionieret auf dem Markte zu Fehrbellin, als ich mich bei ihm bedankte, weilen er mich auf der Rathenower Brück’ nur mit der Faust traktierete. Er hat mir auch sechs Brandenburger Taler aus Generosität geschenkt, damit bin ich heimkommen zu euch; — ach Gott! ohne den Rolf, den tapfern Herzbruder, den Korporal Rolf Rolfson Kok, den die Spießbürger zu Lindau das Gockele nannten und zum Hafenvogt gemacht hatten, weil sie nicht wußten, was er wert war. Ach Gott, wir haben ja beid’ zusammen das Heimweh zu Lindau in der Krone gekriegt; aber ich allein bin zurückkommen von unserem Marsche zu den Fahnen; — der gute Korporal Rolf Rolfson Kok, der liegt verscharrt an der Landwehr bei Hackeberg.“

Die alte Taubenwirtin und Oberkommandantin vom Fallenbach schüttelte bedenklicher denn je den Kopf:

„Jetzt wär’s mir am End’ gar noch ein Gaudium, wenn ich ihm glauben dürft’“, murmelte sie. „Als wir um die Weihnacht sechsundvierzig allhier bei Tag und Nacht zu Haufen standen und bei Tage den Rauch, bei Nacht den roten Feuerschein rund um den See sahen, da war’s ja freilich der Wrangel der uns die grausame Angst, das Zittern und Beben schuf. Schwen, Schwen, euch traue ich noch lange nicht; aber wenn das wahr wär’ mit dem Wrangel — — — Schwen, ich sage euch, ich erfahr’ es noch, ob es wahr ist, daß es solch’ ein Volksspiel gibt, von welchem ihr gelogen habt und was euch eure Sünden so derb heimzahlte! Ich erfahr’ es, und nachher wollen wir weiter sehen.“

„Geträumt habe ich es nicht, Frau, verlasset euch drauf; obgleich es mir jetzo wahrlich so zu Mute sein könnt’, als sei das alles, was ich erleben mußte auf dem Marsche, nur das Gespinste einer boshaftigen Trold gewesen, so sie mir nächtlicher Weile über den Kopf und das Hirn geworfen hätt’. Ich hab’ wahrhaftig nicht gewußt, wie weit ich von euch und der Aloysia und den Kindern abkäm’, als ich euch vor’m Jahr auf dem Gebhardsberg bei den Gevatterinnen ließ und allein meines Weges am See hin lustwandeln ging! Ich konnt’ es doch sicherlich nicht wissen, wer zu Lindau auf der Hafenmauer sechsundzwanzig Jahre lang auf mich wartete! Und dann — dann war da die Krone, und der vom Regiment Strozzi, der Titinio Raffa, und die Kugel — unsere Kugel am Gebälk, und das Bildnis des Feldmarschalls — unseres Feldherrn! Saget selber, wie weit wäret ihr gelaufen, Frau Fortunata, wenn euch das Heimweh also ans Herz gegriffen hätt’? Und saget, bin ich nicht um euch heimkommen, als alles aus war, in alter Freundschaft und Dankbarkeit?“

„Nun soll ich ihm gar noch eins drauf zu gute tun“, sprach die Frau Wirtin zur Taube, aber der Korporal Sven Knudson Knäckabröd faßte jetzt plötzlich ihre Hand, schüttelte sie wacker und rief:

„So ist es, und es wird das Beste sein. Und Frau — es ist doch ein Vergnügen, euch allda so dick und stattlich sitzen zu sehen, und jetzo — saget, wie ist es denn euch ergangen in dem Jahre, wo ich mit dem armen Korporal Rolf auf dem Marsche nach Hause war?“

„Lieber Himmel, Schwen, bei uns hier im Walde ist noch alles beim alten. Seit wir Anno siebenundvierzig gegen euch auszogen, hab’ ich nichts von Merkwürdigkeiten erlebt, als heut’ eure verwunderliche Historie. Nach dem andern müßt ihr die Aloysia und die Kinderle fragen, und — na — weil es denn eben so ist, und ich es doch nicht ändern kann, so — grüeß di Gott daheim, du alter Schwed’!



Fritz Reuter:
Woans ick tau
’ne Fru kamm.


Mit freundlicher Erlaubnis der Verlagsbuchhandlung abgedruckt aus dem 3. Bande der „Sämmtlichen Werke“ von Fritz Reuter (Wismar: Verlag der Hinstorffschen Hofbuchhandlung, 1902).


Woans ick tau ’ne Fru kamm.[1]

Nah de Hochtid[2] hett ’t en Enn’;[3]

Vör de Hochtid möst du s’ wenn’n.[4]

Ick was mit de Wil[5] en ollen Knaw’[6] worden, ick was in de Welt ’rümme schält[7] worden, hir hen un dor hen, ick hadd minen Kopp[8] männigmal[9] up en weiken Pähl[10] leggt[11] un männigmal up en Bund Arwtstroh;[12] äwer as ick öller[13] würd, geföll[14] mi dat Arwtstroh lang’ nich mihr so gaud[15] as in mine twintiger Johren,[16] denn wer in sin Kinnerjohren girn gele Wörteln ett,[17] versmad’t[18] dorüm in sinen Öller[19] grad keinen Gaus’braden.[20] — De Lüd’ säden:[21] „Frigen“,[22] un ick säd: „Bedenken“, un gung[23] üm den heiligen Ehestand herümmer, as de Voß[24] üm de Gaus’bucht,[25] un dacht: „Hewwen müggst[26] du woll ein’! ’Rin kümmst[27] du dor sacht ok![28] äwer wenn du s’ di irst[29] upsackt[30] hest, kümmst du denn[31] ok wedder ’rute?“[32] — Wenn ick denn äwer wedder an den Gastwirt sinen ewigen Swin- un Hamel-Braden[33] dacht, un dat dat in mine Stuw’[34] utsach,[35] as up de leiwe[36] Gottesird’[37] vör den irsten[38] Schöpfungsdag, un dat mi de ein oll ßackermentsche Knop[39] ümmer afret,[40] denn säd ick: „Frigen“, un denn säden de dummen Lüd’ wedder: „Bedenken“. So satt[41] ick denn ümmer twischen Bom un Bork;[42] un de bedenklichen Johren fungen all an,[43] mi gris[44] äwer den Kopp tau wassen,[45] dunn stah[46] ick mal an ’n Aben[47] un heww mi ’ne Pip[48] Tobak anstickt[49] un kik[50] in ’t Weder.[51]

De Snei[52] fisselt[53] so sachten von den Hewen dal,[54] buten[55] is dat so still, kein Wagen is tau hüren,[56] blot[57] in de Firn[58] klingelt en Släden,[59] un mi ward gor tau einsam tau Maud,[60] un dortau is ’t heilig Christabend. — As ick noch so stah un verluren dörch de Ruten[61] kik, tuckt[62] min Schauster[63] Linsener mit en Handsläden vull Holt[64] vör sine Dör,[65] wat hei sick in den Stadtholt sammelt hett, un baben[66] up den Släden liggt[67] en gräunen[68] Dannenbusch. „Nu kik den Racker!“ segg[69] ick. „Hei sall mi dat anner Por Stäweln[70] maken,[71] un hei karjolt[72] tau Holt! Likdürn[73] hett hei mi all anschaustert, ick lat[74] bi den Kirl[75] nich länger maken!“ — So stah ick denn noch ’ne Wil,[76] un dat schuddert[77] mi denn dörch de Glieder un gruselt mi den Puckel dal, un ick segg tau mi: „Natürlich!“ segg[78] ick. „En Snuppen,[79] en dägten[80] Snuppen! Un worüm ok nich? De Stäweln sünd intwei,[81] un mit de Wull,[82] de ick Fru Bütow’n gewen heww, stoppt sei ehr eigen Strümp, un min hewwen keinen Bodden.[83] All’ns in de Welt geiht[84] natürlich tau.“ — So stah ick, bet[85] dat düster[86] ward, un as ick Licht ansticken will, kann ick ’t Füertüg[87] nich finnen,[88] un as ick ’t funnen[89] heww, will de Lamp’ nich brennen: Fru Bütow’n hett den Dacht[90] nich putzt, un as ick t’ Ding kümmerlich in den Tog[91] heww, geiht s’ mi snubbs vör de Näs’[92] ut, Fru Bütow’n hett kein Öl upgaten.[93] In so ’ne Umstänn’[94] is dat schön, wenn Einer glik[95] tau Hand is, den man düchtig utschellen[96] kann; ick hadd äwer Keinen tau Hand, un wat süll ick dauhn?[97] Ick kek[98] also wedder ut dat Finster.

Bi de Schausterlüd’ was dat hell worden, un in de Stuw’ was dat en lustig Lewen un en Juchen: äwer seihn künn[99] ick nicks, denn de Gardinen wiren tautreckt.[100] „Nu kik den Schauster!“ säd ick. „Ordentlich Gardinen!“ — Ick hadd kein Gardinen, Fru Bütow’n verstunn[101] sick nich up Gardinen; sei hadd mi in de irste Tid[102] mal weck anbünzelt,[103] de segen ut as[104] ‚unnen nicks un baben nicks‘[105] un ick hadd s’ afreten,[106] as mi de Lüd’ frogen,[107] ob ick an min Finster Kinnerhemden drögen let.[108] Natürlich argert ick mi denn nu äwer den Schauster: de Kirl makt[109] mi min Stäweln nich un wull lewen,[110] as en Graf, un ick satt in ’n Düstern ahn[111] Gardinen un mit en Snuppen in den Liw’.[112] Ick mak mi denn up de Bein’ un gah äwer de Strat[113] un denk: „Täuw![114] Sallst[115] den Kirl en düchtigen Zopp maken!“[116]

As ick in de Stuw ’rin kamm,[117] stunn[118] en Dannenbom[119] up den Disch, un Lichter brennten doran, un den Schauster sin Körling un sin Krischäning[120] hadden ’ne Fläut[121] un ’ne Trumpet un makten Musik dortau,[122] un dat Juchen un Krischen[123] besorgte den Schauster sin lütt Mariken,[124] de mit de Hänn’[125] nah de Lichter ampelte un mit de Beinen up ehr Mutter ehren Schot[126] ’rüm stangelte, denn sei was noch nich gangbor.[127] De Schausterfru hadd dat Spinnrad bi Sid sett’t,[128] sick ’ne ’reine Schört[129] vörbunnen[130] un ehren sünndagschen Dauk[131] ümslagen[132] un hadd en sünndagsch Gesicht upsett’t, lachte de Gören[133] an un wischte lütt Mariken den Mund af, wenn sei mit de Pepernät[134] alltausihr[135] bitau fohren ded.[136] De Schauster hadd en Enn’[137] Planlaken äwer de Markstäd’[138] deckt, hadd sick Tüffeln[139] antreckt[140] un satt nu mit ’ne lang’ Pip an den Aben un tügt sick[141] en Kraus[142] Bir.

Na, hir kunn[143] doch Keiner mit Schellen[144] ’rinne kamen![145] Ick säd also blot: „Gu’n Abend,“ un hadd[146] doch mal tauseihn wullt,[147] wat de Lust hir woll tau bedüden[148] hadd. Na, nu würd mi denn Allens wis’t:[149] de Pepernät un de Appel,[150] de bunten Bohnenkräns’ un de Hahnbuttenkräns’,[151] de säben[152] Semmelpoppen[153] un de ein Zuckerpopp, de ganz baben in den Dannenbom hung.[154] „Is angrepsch’ Wohr,“[155] säd de Schauster, „drei Johr hewwen wi sei nu glücklich dörchbröcht,[156] bet[157] up den Swanz von den Husoren sin Pird,[158] den hett Krischäning mal afbeten,[159] as Mutter mal nich recht Obacht gaww.[160] — Je, Di mein ick,“ sett’t[161] hei hentau un drauht[162] den Jungen mit den Finger. — „„Ick will man nich von em weggahn mit min Arbeit,““ säd ick tau mi, un mi was ganz verdräglich tau Maud, obschonst ick de niderträchtigsten Koppweihdag’[163] hadd. Doch as Schauster Linsener mi dat Haupt- un Tafelstück wisen un utdüden ded[164] — ’t was Adam un Eva, vör den Sündenfall, schön in Stutendeig utkned’t[165] un mit Eier un Saffran gel anmalt[166] — un as de beiden lütten Linseners sick rechts un links von uns’ ihrwürdigen Stammöllern[167] henstellten un tau tuten[168] un trumpeten anfungen, dunn würd mi doch grad so tau Maud, as wenn oll Rad’maker[169] Langklas mi mit sinen stumpen[170] Frittbohrer[171] ümmer pianoforte — pianoforte — in den Kopp ’rin bohren ded, dat dat pipt un gnirrt,[172] un mi dorbi frog, ob dat nich schön güng?[173] — De Schauster müggt[174] mi anseihn, dat ick mi ’ne Krankheit vermauden was,[175] denn as mi sin beiden lütten Cherubim richtig ut sin Paradis ’rute trumpet’t hadden, gung hei mit mi ’räwer un wull mi Licht anmaken un frog, wo ick de Swewelsticken[176] hadd? — „Hewwen dauh ick[177] Allens,“ säd ick, „äwer blot uns’ Herrgott un Fru Bütow’n weit,[178] wo t’ tau sinnen is.“ — De Schauster hülp[179] mi nu ut de Stäweln un säd: „Natte Fäut![180] Un ick heww Sei de annern Stäweln nich farig[181] makt!“ hülp mi tau Bedd un säd: „Täuwen S’ man,[182] min Fru sall ’räwer kamen[183] un sall Sei Tee kaken.“[184] — Dat geschach[185] denn ok; äwer[186] wat in de negsten virteihn Dag’[187] mit mi vörgahn[188] is, dorvon weit ick nich vel tau vertellen.[189]

Ick lagg[190] in en sweren Drom.[191] Mi was, as wenn min ganze Stuw’ vull Dannenböm brennen un lüchten ded,[192] un an jeden hung ’ne wunderschöne Semmelpopp mit Adam un Eva un dat ganze Paradis, un wenn ick dorup losgung un de Hand dornah utreckt,[193] denn hadd ick en intweiigen[194] Stäwel in de Hand un en Strump ahn Bodden,[195] un Krischäning un Körling stunnen twischen[196] mi un de Heilchrist[197]-Bescherung un fläut’ten un tut’ten, dat mi dat dörch den Kopp flirren un gnirren ded, un de dusend[198] Lichter danzten vör mine Ogen,[199] un wenn ick denn rep:[200] „Lat’t[201] mi doch! Lat’t mi doch! Ick will jo ok wedder bi Jugen Vader[202] maken laten!“, un reckt de Hand wedder nah de schöne Semmelpopp ut, denn drewen[203] sei mi wedder taurügg[204] un trumpet’ten mi in de Uhren:[205]

„Stäwelmaken,[206] Stäwelmaken!

Hett sick wat tau Stäwelmaken!

För so ’n ollen Junggesellen

Sall kein Wihnachtslust mihr gellen.“[207]

Denn fung[208] de olle rotglasürte Pott,[209] de t’ens’ minen Kopp[210] stunn, äwer sin ganzes, breides,[211] blankes Gesicht an tau lachen, un de ganze Stuw’ lep[212] vull intweiige Stäweln, de steken[213] all de Tung’[214] ut, un Schauster Linsener grep[215] sei sick, einen nah den annern, un treckt[216] sei all up en Band un hung sei mi an ’t Finster stats[217] Gardinen. — T’ens’ minen Fäuten[218] dor sagten[219] Twei[220] ümmer ümschichtig Holt,[221] de Ein’, dei sagte ümmer ganz fines[222] Koffeholt, un de Anner arbeit’t in eiken Knäst[223] herüm, un wenn dat Koffeholt sagt[224] würd, denn danzte Fru Bütow’n ehr Nachtmütz vör minen Ogen ümmer up un dal[225] — up un dal, un wenn in eiken Knäst arbeit’t würd, denn was ’t mi vör de Ogen, as stünn[226] ’ne grote, schöne Ird’beer[227] in en gräunen[228] Holt,[229] un wenn ick nipper tausach,[230] denn was ’t minen Unkel[231] Matthies sin rode Näs’[232], de kek[233] ut minen gräunen Fautsack[234] herut.

Na, einmal ’s Nachtens, as wedder stark in de eiken Knäst wirkt[235] würd, dunn würd mi so tau Maud, as kem[236] ick ut den Düstern[237] in ’t Helle, ick grep üm mi, wo ick wir;[238] ick lagg in ’t Bedd, de Nachtlamp brennte düster, un in den Lehnstaul[239] mit de groten[240] Pulsterbacken lagg min Unkel Matthies würklich bet[241] unner de Näs’ in minen gräunen Fautsack un snorkte[242] ganz fürchterlich. — „Unkel Matthies,“ rep ick. — Irst hürt[243] hei nich, doch up de Letzt vermüntert[244] hei sik un rew[245] sick de Ogen. „Unkel Matthies,“ frog ick, „wo is Schauster Linsener?“ — „„Jung’,““ säd min Unkel — denn hei nennt mi noch ümmer Jung’, ungefihr mit eben so vel Recht, as oll Nahwer[246] Hamann ümmer noch sin tweiuntwintigjöhrig[247] Vörbipird[248] ‚dat Fahlen‘[249] nennt — „„Jung’, fangst Du mi all wedder[250] an? Wat hest Du mit Schauster Linsenern? De Mann, de deiht Di nicks.““ — „Unkel,“ säd ick, as hei sick wedder schön taurecht läd,[251] üm dat Sag’geschäft wider[252] tau besorgen, „is dat wohr,[253] oder hett mi dat drömt,[254] hewwen wi ollen Junggesellen keinen Deil[255] an de Dannenböm?“ — „„Dummen Snack!““[256] säd Unkel Matthies. „„Ligg[257] still!““ — „Ick bün woll sihr krank west?“ frog ick. — „„Dat weit[258] Gott,““ säd min Unkel un krop[259] ut den Fautsack un namm[260] dat Licht un lücht’t[261] mi in de Ogen. „„Äwer würklich, würklich! Ick glöw’,[262] Du büst dor mit dörch, denn Din Utseihn,[263] min lütt Jünging,““[264] — un dorbi strakt[265] hei mi — „„is ganz anners worden. Kannst Du denn nu würklich seihn, dat ick Din Unkel Matthies bün, un dat dit min Näs’ is un kein Ird’beer? Un willst Du dat Ird’beernplücken nu nahgradens[266] sin laten?[267] Denn Du büst mi vergangen Nacht tweimal[268] eklich in dat Gesicht ’rinne fohrt,[269] as ick en beten[270] indrus’t[271] was.““ — Ick versprok,[272] mi nu beter[273] tau schicken, denn ick wir nu wedder vernünftig.

Un so was ’t denn nu ok; de Krankheit was tau Enn’,[274] äwer min Not gung nu irst an. Ick was so mör[275] un so ledweik,[276] dat ick mi nich rögen[277] kunn, un wenn ick de Ogen mal upslog,[278] denn stunn Fru Bütow’n vör mi un hadd den rotglasürten Pott in de ein Hand un den Lepel[279] in de anner, un faudert[280] un proppt[281] mi mit ’ne Krankensupp, dei was so stif[282] as Baukbinner-Klister[283] un smeckt ok so, un säd denn: „Eten S’![284] Eten S’ doch! — Wenn Sei nich eten, warden Sei nich wedder beter.“ Un bi all dese Qual makt dat oll gaudmäudige[285] Gestell tau ehren Klisterpott noch so ’n mitleidig Gesicht, dat ick äwerhapsen müßt, ick müggt willen[286] oder nich.

Jedes Ding hett en Enn’, un ’ne Wust[287] hett ehre twei. Ick kamm ’rut ut dat Bedd un satt denn Stunn’n[288] lang mit minen Unkel Matthies tausam[289] un vertellt mi[290] wat mit em. „Unkel,“ säd ick mal, denn mi lagg de Drom von de Dannenböm un de ollen Junggesellen noch in den Kopp, „Unkel, wi hadden eigentlich Beid’ frigen müßt.“ — „„Dummen Snack!““ säd min Unkel, „„meinst Du, ick hadd as östreichsche Wachtmeister von Anno drütteihn[291] in Kaiserlich-Königlichen Staaten ’ne lütte ungersche Husorentucht[292] anleggen süllt?““[293] — „Dat nich,“ säd ick, „ick red ok eigentlich man von mi. Süh[294] mal, ick denk so, wenn ick ’ne Fru hadd — dat heit[295] ’ne ordentliche Fru un ’ne gaude[296] Fru un ’ne — un ’ne lütte nette Fru, un Du treckst[297] denn tau uns.....“ — „„Un süll[298] denn Kinner wohren?[299] Dank vel[300] mal!““ säd min Unkel Matthies. — „So is dat nich meint,“ segg ick. „Äwer frigen dauh ick, denn Fru Bütow’n ehr Pleg’[301] in de letzte Krankheit....“ — „„Mi dücht,““[302] föll[303] hei mi in ’t Wurt,[304] „„Du büst gaud naug[305] plegt.[306] Ick sülwst[307]....““ — „Ih, red so nich,“ segg ick, „Du hest Din Mäglichst dahn;[308] äwer ’ne Fru....“ — „„Na, büst Du denn all eine Gewisse up de Spur?““ fröggt[309] min Unkel. — „Weiten dauh[310] ick ein’,“ segg ick. — „„Na, will sei Di denn ok?““ fröggt hei. — „Dat weit ick noch nich,“ segg ick. — „„Is woll so ’ne rechte staatsche?““[311] fröggt hei un plinkt[312] mit dat ein Og’. — „Dat nich,“ segg ick. — „„Denn is sei woll all lang’ ut de soldatenpflichtigen Johren?““ fröggt hei wider[313] un plinkt wedder.[314] — „Ok dat nich,“ segg ick. „Äwer Du kannst sei Di jo mal anseihn — ick kann leidergotts nich mit — sei geiht alle Nahmiddag buten den Dur[315] nah de Mähl[316] hentau[317] spazieren, so twischen dreien un vieren,[318] un verfehlen kannst Du sei nich, denn sei is de hübschste von Allen, de dor gahn.“ — „„Natürlich!““ seggt min Unkel. — „Un hett ’ne Troddel an den Mantel un en lütten Jungen an de Hand,“ sett’t ick hentau. — „„Frigst[319] Du dat Kind mit?““ fröggt min Unkel. — „Wat föllt Di in?“[320] fohr ick in Enn’.[321] „Dat is ehr Swesterkind.“ — „„Gott bewohr uns!““ seggt min Unkel. „„Iwer[322] Di doch nich! Wat weit ick dorvon? För minentwegen kann sei jo ’ne Wittfru[323] sin. Na, anseihn will ick sei mi denn doch!““ — Un dormit geiht hei.

Des Nahmiddags so hentau fiwen[324] kümmt hei wedder, bött[325] sick ’ne Pip an, sett’t sick dal un seggt gor nicks. Dit argert mi jo denn natürlich, un ick segg ok nicks. Wi roken[326] denn nu Beid’ as de Backabens;[327] äwer ick was denn doch tau niglich,[328] stunn up[329] un stellt mi so, dat hei mi mit sin oll plinkeriges[330] Gesicht nich in de Ogen kiken[331] kunn, un frog: „Büst Du buten den Dur west?“ — „„Dat bün ick,““ seggt hei. — „Na?“ frag ick. — „„Ja,““ seggt hei. — „Hest Du sei seihn?“[332] frag ick. — „„Heww sei seihn,““ seggt hei, „„un heww ok mit ehr redt.““[333] — „Plagt Di de Kukuk?“ segg ick un dreih mi üm.[334] „Wat hest Du mit ehr tau reden? Ick sülwst heww jo noch nich mal mit ehr redt.“ — „„Dorüm[335] grad!““ seggt hei. „„Denn Einer von uns möt[336] jo doch anfangen, un ick ward doch woll mit minen Swestersähn sine Brut[337] reden känen?““ — „So wid[338] sünd wi noch lang’ nich,“ segg ick. — „„Wat nich is, kann jo doch noch warden,““ seggt hei, un sett’t sick in den ollen Lehnstaul bet taurügg[339] un streckt de Bein’ nah vörwarts, as „sühst mi woll.“ „„Ick will Di ’t vertellen,““ seggt hei: „„As ick so den Weg entlang gung, kamm sei achter[340] mi, un ick stellt mi hen un kek[341] sei an, denn sei hadd en lütten Jung an de Hand; de Troddel kunn ick nich seihn, wil[342] dat de ehr den Puckel dal hung.““[343] — „Ick kann ’t mi denken,“ säd ick, „Du hest sei woll snurrig anseihn?“ — „„Wenn ick wat anseihn will, denn rit[344] ick de Ogen up,““ seggt min Unkel, „„un dat ded[345] ick, un sei slog[346] ehr Ogen so dal — mit so en Tog,[347] as wenn sei des Abends ehr Gardinen an de Beddstäd’[348] tausamen trecken wull,[349] un as sei vörbi[350] was, sach[351] ick ok de Troddel.““ — „Du magst sei schön ankeken[352] hewwen,“ segg ick. — „„Dat heww ick, äwer dat dick Enn’[353] kümmt nah.““[354] — „Na, hett sei Di denn gefollen?“ frog ick. — „„Ih ja! Sei hett mihrere Dugenden[355] an sick, de mi woll passen: irstens hett sei sick nich vel üm den Kopp ’rümtüdert,[356] un tweitens fegt sei mit ehr Kleder[357] de Strat[358] nich af, un dat sünd en por[359] Dugenden, mihn Sähn, de führen mihr in den Munn’[360] as Einer gewöhnlich denkt, denn de so vel up den Kopp hewwen, hewwen meistendeils nich recht wat dorin, un de mit de langen Kleder hewwen All scheiw’[361] Bein’, oder, wat noch slimmer is, ehr Fauttüg[362] is nich up den Schick.[363] Min Sähn, bi Frugenslüd’[364] un bi Pird’[365] möst Du ümmer tauirst[366] nah de Beinen kiken; is dat Gangwark[367] adrett,[368] is de Beinsatz in Ordnung, un is dat Fautgeschirr[369] proper, denn kannst Du up Flit,[370] up Ordnung un Rendlichkeit[371] reken.““[372] — „Also Du meinst....?“ frog ick. — „„Ick mein gor nicks,““ föll hei mi in de Red’. „„Lat[373] mi irst vertellen, wat mi wider passirt is. As sei nu so vör mi up nah de Mähl hentau gung, un ick achter ehr, dunn müßt ick würklich tau mi seggen: „Wohrhaftig! Du spelst en schönen Zwickel![374] Du dreihst woll en beten[375] mit den Kopp; äwer dat schadt nich! Denn worüm sall sei nich mit den Kopp dreihn, dorför[376] is sei jo en Frugenstimmer;[377] äwer — denk ick so bi mi — de Red’! Dat is de Hauptsak! Du sallst mit ehr en unschüllig Gespräk[378] anspinnen!“ As sei also wedder taurügg[379] kümmt, stell ick mi mit den Rüggen gegen en Bom[380] und dauh[381] so, as wenn ick mi min Pipengeschirr[382] in ’n Gang bringen will, un as sei nu so ’n Schrittener fiw[383] von mi is, dunn treck’[384] ick Stahl un Stein ut de Tasch un rit[385] bi de Gelegenheit für en Daler[386] lütt[387] Geld mit ’rute — Jung’, markst[388] Du! Allens mit Willen! dat de Tweigröschenstücken so äwer den froren[389] Fautstig[390] ’räwer klapperten. Nu bückt ick mi dal[391] un pust’t[392] gefährlich dorbi, as würd mi dat Upsammeln hellschen sur,[393] un as sei dit sach,[394] säd sei richtig tau den lütten Jungen, hei süll mi sammeln helpen,[395] un sei sammelt ok mit — un dat wull ick man.[396] Ick bedank mi denn, un wi kemen[397] in ’ne Unnerhollung[398] un gungen tausamen bet an ’t Dur.““ — „Wat redt Ji denn?“ frog ick. — „„Oh nicks von Bedüden.[399] Ick säd, ick wär Din Unkel, un ob sei Di nich kennen ded,[400] Du lepst[401] hir ok ümmer up un dal;[402] dunn säd sei, sei hadd nich dat ‚Vergnügen‘ — ‚Vergnügen‘ säd sei —; dunn frog ick, ob sei nich en jungen Minschen hir hadd gahn seihn mit en gel-grisen[403] Haut[404] un en gel-grisen Äwertrecker[405] un gel-grise Hosen un gel-grise Hor?[406] — — Ne, säd sei; en öllerhaften[407] Herrn in so ’ne Kledasch’[408] hadd sei woll seihn. Na, säd ick, de öllerhafte Herr wir de jung’ Minsch, von den ick redt hadd, dat wirst Du. — Dunn sprung[409] dat oll lütt Jüngschen so an ehr tau Höcht[410] un säd: „Tante, das ist der Herr, von dem Du immer sagst, er säh’ aus wie eine Reihensemmel, die in Milchkaffee getaucht ist.“ — Dunn würd sei füerroth[411] un ick müßt lud’hals’[412] lachen und säd: „„Ja, dat wirst Du.““

Ick würd nu ok füerroth, denn dei Snack[413] müßt mi jo doch sihr argern, un segg tau minen Unkel: „Wenn Du wider nicks haddst wullt, as Din Swesterkind lächerlich vör de Lüd’[414] maken, denn haddst ok leiwer[415] tau Hus bliwen[416] künnt.“ — „„Dat hadd ick,““ seggt hei, „„äwer ick wull noch wider wat; ick wull girn weiten,[417] ob sei Di woll nem’?““ — „Leiwer Gott!“ segg ick, „Du hest doch nich fragt?“ — „„Jung’,““ seggt min Unkel un rokt, as wenn en lütt Mann backt,[418] „„wenn ick ’ne Sak[419] in de Hand nem, denn gründlich! — aber fein! — Ick frog ehr also, ob sei woll wüßt, wat Du wirst?““ — „Ne,“ säd sei, „Du wirst villicht en Doctor?“ — „„Bewohr uns!““ segg ick, „„wo kem’ hei dortau?““[420] — „En Avkat?“[421] — „„Ok dat nich.““ — „Na, dit un dat?“ Un sei röd[422] nu ’rümmer bet nah en ‚Rat‘ ’rup un bet nah ’n ‚Barbirer‘ ’runne; ick schüddelt aewer ümmer mit den Kopp un säd tauletzt: dat raden[423] Sei doch nich! Hei is höchstens gor nicks. — Dat schint[424] ehr denn allerdings en beten wenig, un sei meint denn: Du würdst denn also woll von Din Geld lewen. — „„Ja,““ säd ick, „„in ein Ort[425] hadd sei Recht; tau dit Geschäft haddst Du von Jugend up de meiste Lust hatt, äwer dat Du dorbi[426] ’ne Anstellung kregen[427] haddst, künn ick grad nich seggen. Du wirst nu up en annern Stand verfollen.““ — „Up wat för einen?“ frog sei. — „„Up den Ehstand,““ säd ick un frog tauglik,[428] wat sei dortau meinen ded. Vörher hadd ick äwer all tau mi seggt: ward sei bi dese Frag’ blaß, denn[429] mag sei em nich liden;[430] ward sei rot, denn nimmt sei em. — Sei würd denn nu richtig äwer un äwer[431] rot un bückt sick dal[432] un bünzelt[433] an den lütten Jungen sinen Haut[434] herümmer, un as sei wedder tau Höchten[435] kamm, dunn kek[436] sei mi so von baben dal[437] an, makt mit ’ne halwe Wennung[438] ’ne Ort[439] von Knicks, un weg was sei! Un de Frag’, de ick, för min Person, ehr noch vörleggen wull,[440] kamm gor nich tau Brett.““[441] — „Dat ward ok ’ne schöne Frag’ west sin!“ segg ick un bit[442] vör Arger den Kopp[443] von de Pipenspitz. — „„Oh ne!““ seggt min Unkel, „„ick wull ehr blot[444] fragen, ob sei gaud Fisch kaken[445] künn, denn[446] wull ick tau Jug trecken,““[447] un dorbi sach de olle Burß[448] so ut, so wichtig un irnsthaft,[449] as güng min Frigeri[450] em mihr an, as mi sülwst. Doch dit süll noch en ganz Deil[451] narscher[452] kamen.

In de negsten Dagen,[453] as ick all so ’n beten utstümpern[454] kunn, gah ick nu absichtlich nich nah de Mähl hentau, denn mi was dat schanirlich,[455] ehr vör de Ogen tau kamen. „Sallst en beten up den See tau Is’[456] gahn,“ denk ick, „un dat Schritschauhlopen[457] un Slädenführen[458] anseihn.“ — Dat dauh ick denn nu ok, un as ick an de Baud’[459] heran kamm, wo Bir un Bramwin[460] un Punsch un Grogg verköfft[461] ward, gah ick dor en beten ’ran un seih denn grad, wo[462] min Unkel Matthies en Achtgröschenstück up den Disch leggt un för vir Gröschen Kauken[463] un för vir Gröschen Punsch föddert.[464] Na, dit föllt[465] mi denn nu sihr up, denn hei drünk leiwer[466] en Glas Grogg, as Punsch, un Kauken namm hei gor nich in de Mund. „Na, wat dit woll heit?“[467] denk ick, „hei will woll Kinner[468] tractiren.“ — Äwer ne! Ahn[469] dat hei mi gewohr würd, güng hei mit sinen Barg[470] Kauken un sin Glas vull Punsch up en Släden los, wo ’ne Dam’ mit en gräunen Sleuer[471] insatt,[472] und bögt[473] sick mit dat Liw[474] vörn un achter äwer,[475] as wull hei sick dat Krüz[476] verrenken, un kratzt mit de Bein’ so snaksch[477] up dat Is[478] herümmer, dat ick denk, de oll Mann verlirt de Blansirung,[479] un dat ick all up em losspringen un em unner de Arm gripen[480] will; dunn sleiht[481] de Dam’ den Sleuer taurügg,[482] un wat seih ick? — Minen leiwen Schatz un minen säuten Ogentrost![483] Un tau Maud’[484] würd mi, as hadd mi Einer rechts un links en por Mulschellen[485] gewen.[486] — „Dat weit[487] de Kukuk,“ segg ick, „de Oll[488] verdarwt[489] mi de ganze Frigeratschon[490] bet in de grawe Grund!“[491] un gah so arg,[492] as Einer warden kann, nah Hus.

Dor satt ick nu in ’n Düstern un gruns’ mi inwendig,[493] dunn geiht de Dör[494] up, un min Unkel kümmt ’rin. „Gu’n Abend!“ seggt hei. „Wat sittst Du hir in ’n Düstern? Mak[495] Licht an!“ — Dit is dat einzigste Mal in minen Lewen west, dat ick minen Mutter-Brauder[496] nich de Dagstid baden heww;[497] ick stunn äwerst[498] up un makt Licht an, un sach so sur ut,[499] as en solten Hiring,[500] de virteihn Dag’ in Essig leggt[501] is. — „Wat fehlt Di?“ fröggt hei. — „„Nicks!““ segg ick kortweg,[502] dacht äwer: ’t is din Mutter-Brauder! un sett’t hentau:[503] „„Ick bün nich up den Schick!““[504] — „Ick sihr,“ säd hei, un dorbi sach hei so lüftig[505] ut as en ollen Esel, de virteihn Dag’ bi schiren[506] Hawer[507] in ’n Stall stahn[508] hett. „Heww wedder mit ehr redt,“ seggt hei. — „„Minentwegen,““ segg ick. — „Wo[509] sall ick dat verstahn?“ fröggt hei un sett’t en irnsthaft Gesicht up. — „„Ick bün mit den Drom[510] dörch,““ segg ick. — „Du willst nich?“ fröggt hei un leggt sin beiden Arm up de Lehn von den Lehnstaul un kickt[511] mit de Näs’ d’räwer weg, scharp[512] mi in ’t Gesicht, „ick heww de Sak infädelt so fin[513], so fin! dat dat en Hund jammern künn, wenn dor nicks ut würd, un nu willst Du nich?“ — „„Ne““, segg ick, „„Unkel, ick will nich. Meinst Du, ick sall Di den Rohm[514] affüllen laten un mi mit de sure Melk[515] begnäugen?[516] Denn doräwer sünd sei sick All einig — kik hir! Amalie Schoppe, geborene Weise, un Elise von Hohenhausen, geborene von Ochs, un all de Annern, de äwer dit Verhältniß schrewen[517] hewwen — dat Schönste bi de Frigeri is de Verkihr[518] von Brutlüd’ vör de Hochtid, un den Verkihr rittst[519] Du an Di, un ick sall tauseihn, wo Du min Brut mit Punsch un Kauken traktirst?““ — Min Unkel nimmt de geborene Weise un de geborene von Ochs un smitt[520] sei in de Sophaeck, un stellt sick vör mi hen un seggt: „Ick frag Di tau ’m Letzten, willst Du dat Mäten[521] frigen oder nich?“ — „„Ne,““ segg ick. — „Na,“ seggt hei un kek mi lang’ an mit so ’n fierlich[522] Gesicht, as hadd hei eben sin Testament makt un wull nu noch sinen Namen unnerschriwen,[523] „na, dat Mäten sall dörch mi nich in Schaden kamen, denn frig ick sei,“ un dormit gung hei stolz ut de Dör.

Na, dit was denn nu mal en Stück! — In de Irst[524] stunn ick ganz verdutzt, dunn smet[525] ick mi in de Sophaeck up de geborene Weise un lacht lud up.[526] — Min Unkel, de gaud twintig Johr[527] öller[528] was as ick, trugte[529] sick en Stück tau, wotau mi in minen Johren de Kurasch’[530] all utgung![531] Ick wull nu lustig wider[532] lachen, kreg ’t[533] äwer nich mihr taurecht, denn ick hadd kein unbekümmert Hart,[534] un wenn ick dat Gesicht ok breid naug[535] vertrecken ded,[536] de Lach[537] blew unnerwegs hacken,[538] un as ick mi nu so mit dat dämlichste Gesicht von de Welt in den Speigel[539] tau seihn kreg, sprung ick in ’n Enn’[540] un gung mit groten Schritten in de Stuw’ up un dal[541] un bos’te mi nich slicht[542] un slog[543] up den Disch un säd: „Hei deiht ’t,[544] hei is dortau kumpabel.“[545]

As Fru Bütow’n kamm, kreg sei natürlich ut männigerlei Ursak[546] Schell,[547] un as ick de taurecht sett’t hadd, gung ick in den Klubb un spelt Lomber[548] un säd ümmer tau mi: „Dat kannst du doch nich liden!“[549] un spelte[550] Solo’s, de gor nich up de Welt existirten, un verlur[551] sei un säd denn wedder:[552] „du wardst Di doch dat Hart nich afköpen laten!“[553] un namm den Muhren[554] un würd kodilg’.[555]

Verdreitlich[556] gung ick nah Hus[557] un läd mi dal,[558] un wull slapen[559] un kunn[560] nich. Ick argert mi de ganze Nacht mit mi ’rümmer, denn laten kunn ick von dat säute[561] Kind nich mihr — sei hadd mi ’t andahn[562] — un de heilig Christabend föll[563] mi in, dat ick in minen Lewen[564] keinen Dannenbom upputzen süll. Wenn ick denn tau mi säd: „Man tau!“[565] denn flogen mi all min Bedenken as en Hummelswarm dörch den Kopp, un vör min Ogen stunn ümmer en grot Frag’teiken,[566] un wenn ick mi dat utdüden ded,[567] denn heit[568] dat ümmer: „Je, will sei di ok?“

Na, dit kunn jo doch nu Keiner beter[569] beantwurten, as sei sülwst[570] — dat sach ick in[571] — un as nu de grage[572] Wintermorgen in min koll[573] Stuw’ ’rinne schinen ded,[574] un mi dat so dörch de Knaken[575] grusselt,[576] as ick den Koffe makt, säd ick: „Nu bün ick dormit dörch! Wat sin möt,[577] möt sin!“ un segg tau Fru Bütow’n: „Fru Bütow’n“, segg ick, „gahn S’ nah Kopmann Bohnsacken un köpen[578] S’ mi en Por[579] von de finen, gelen Hanschen,[580] de de jungen Herrn Avkaten[581] ümmer dragen,[582] wenn sei recht wat bedüden willen.[583] — Äwer rechte gele!“

Hen tau Elben[584] stek[585] ick denn nu in minen swarten[586] Liwrock[587] un swarte Hosen un blanke Stäweln un in de nigen[588] gelen Hanschen, un ihre[589] ick den Haut upsetten ded,[590] stellt ick mi vör den Speigel und säd mit Recht: „Wo ’s ’t mäglich! Dat hadd ick sülwst nich mihr glöwt!“[591] Smet[592] noch en Blick in min Stuw’ ’rüm un säd: „So ward’t denn nu woll hir nich bliwen!“[593] Kek in min ollen Tüffeln[594] ’rinne, de vör dat Bedd stunn’n,[595] un säd: „Ji wardt jug[596] ok wunnern,[597] wenn ’t glückt, un wenn binnen Korten[598] en Por lütte[599] nüdliche Tüffelken bi jug tau ’m Besäuk kamen.“[600]

Ick gah denn nu de Strat hendalen[601] un kam[602] an minen Unkel Matthiesen sin Dör vörbi un denk: „Irst[603] mit alle Welt in Freden,[604] wenn Einer so ’n Gang geiht!“ denn tau Maud’ was mi, as gung ick den letzten Gang. Klopp[605] also an sin Dör un gung herin.

Na, ick heww all vel seihn[606] in de Welt; ick heww mal seihn, dat en Kirl[607] Füer fratt;[608] ick heww mal seihn, dat Einer Häkelheed[609] fratt un schönen sidnen[610] Band ut den Hals’ herutehaspelte: äwer so blag[611] is mi dat mindag nich[612] vör de Ogen west as in den Ogenblick, wo ick an den hütigen Morgen minen Unkel Matthies tau seihn kreg.[613]

Dor stunn[614] hei in sin Stuw’ in den sülwigen Uptog[615] as ick, blot[616] dat sin swarte Liwrock en gräunen Jagdsnipel[617] was, un dat sin gelen Hanschen von Hirschledder[618] wiren un min von Schapledder,[619] un dat sin witte Snurrbort[620] as en por klore Istappen[621] rechts un links äwer den Mund dal hung,[622] un min nah baben[623] upswänzt[624] was un in allerlei verdammte Coulüren[625] spelte.

„Unkel!“ rep[626] ick, as ick ’rinn kamm, un min Haut tründelte[627] vör mi in de Stuw’ ’rin, so verfirt[628] ick mi. — „„Jung’!““ rep hei, „„wat willst Du?““ — „Wat willst Du?“ raup[629] ick. — „„Ick will dat, wat Du nich willst!““ seggt hei. — „Ick will jo!“ rep ick. „Un ick bün jo man,“[630] sett’t ick hentau, „hir in desen Uptog blot nah Di ’ruppe kamen,[631] üm Di tau seggen, dat ick nu fast[632] bün, un wull Di bidden, Du süllst[633] man wedder min leiw’ oll[634] Unkel bliwen.“ — „„Wullst[635] Du dat?““ säd hei un sett’t sick in sinen Lehnstaul un kek mi so nahdrücklich in de Ogen. „„Na, denn will ick Di man seggen, ick wull ok in desen Uptog nah Di henkamen un wull Di en beten verfiren.[636] Ick weit[637] dat ut min Soldatentiden:[638] so ’n beten Verfiren, dat rammelt[639] den Minschen nüdlich tausam[640] un rappelt em up,[641] denn denn[642] kümmt de Schimp[643] mit in ’t Spill.[644] Un, Jung’,““ säd hei un stunn up un läd mi de Hand up den Arm, „„ick will Di nich in den Weg stahn un Di in den witten Bagen[645] von Din Glück en Krünkel[646] maken, denn dat lütt Mäten is för Di geburen, un dat Mäten is gaud!““ — Un dorbi knep[647] hei mi den Arm mit sine olle breide Fust[648] tausamen, dat ick dacht: wenn sei so is, denn[649] is sei mihr[650] as gaud.

Min Unkel gung nu hen un halt[651] en Glas von sinen ollen Portwin un säd: „„Kum her, Jung’, stärk Di irst! Wo[652] willst Du ’t denn anfangen?““ — „Je,“ segg ick, „wenn ick dat wüßt!“ — „„Sett[653] mal Din Bein hir up den Staul,““[654] seggt hei. — „Wat sall dat?“ frog ick. — „„Nicks nich,““ seggt hei un knöpt[655] mi de Strippen[656] von de Hos’ af, „„mit en Fautfall[657] möst Du jo doch beginnen, un dit künn Di strämmen.““ — „Na,“ segg ick, „Du fangst gaud an.“ — „„Wat sick hürt,[658] hürt sik,““ seggt hei. „„Ick heww dat mindag nich sülwst dörchmakt,[659] äwer ick heww dat ümmer up Biller[660] seihn. Wat seggst Du äwer man? Täuw![661] Ick will Di unner de Arm gripen!““[662] un dorbi ret[663] hei hastig sinen Drahkasten[664] up un fliete[665] in den Uttog[666] ’rüm, worin hei sin heiligsten Schätz hadd. Un richtig, dor kamm[667] hei mit sin Stammbauk[668] tau’m Vörschin. Dat schach[669] man selten, un wenn hei ’t anrögen ded,[670] denn schach dat blot des Abends, wenn Allens so recht still was. Denn treckt[671] hei sick irst reine Wäsch’ an un sin bestes Tüg[672] un sett’t rechts un links en por Lichter up den Disch, slog deip[673] in Gedanken Blatt för Blatt üm, las all de Vers’ un höll[674] mit swarte Krüzen[675] dat Dodenregister in Ordnung. Den annern Morgen was hei denn sihr weikmäudig,[676] un dat letzte Mal kamm hei nah mi ’rüm un säd: „So vel[677] ick weit, lewt man noch Ein;[678] dat is Krischan[679] Bünger, den ollen Snider[680] Bünger sin Sähn,[681] de mit min Öllern[682] Hus an Hus[683] wahnen ded.[684] Sei seggen jo, hei sall Durschriwer[685] tau Parchen[686] wesen,[687] un wenn mi Gott dat Lewen lett,[688] denn will ick em desen Sommer besäuken.“[689]

„Hir!“ säd hei, as hei ditmal[690] dat Stammbauk ’rute halt[691] un up den Disch leggt hadd, „hir sett Di dat, un säuk[692] Di en Vers ut un lihr em utwennig.[693] Dor stahn weck in[694], de kannst Du tau unsern Herrgott in ’n Himmel beden,[695] denn[696] ward sick ok woll ein för dat beste Mäten up Irden[697] finnen.“[698] — „„Unkel,““ säd ick un namm dat Stammbauk in de Hand un bläderte[699] dorin ’rüm, „„ick weit, wat ick dauh:[700] ick red so, as mi dat üm ’t Hart is,[701] un mi is hüt[702] Morgen ganz besonders üm ’t Hart.““ — „Ok gaud,[703] min Jung’,“ säd min Unkel, „un villicht noch beter! Äwer denn mak nu ok![704] Un täuw,“ sett’t hei hentau, as ick mi tau ’m Gahn ümdreihn ded,[705] „Di hängt jo dat witte[706] Band von ’t Vörhemd ’ne halw’ Ehl[707] den Puckel dal!“ un gaww[708] mi sinen Segen un stoppt[709] dat Enn’[710] Band unner ’t Halsdauk.[711] „So, nu gah mit Gott!“

Ick gung denn; aewer as ick ut de Husdör[712] kamm, dunn haust[713] wat baben[714] mi, un as ick ’ruppe kek,[715] dunn lagg[716] min Unkel Matthies in dat halwe[717] Finster un nickt un plinkt[718] mi tau, un jedesmal, wenn ick mi in de lange Strat[719] ümkek, denn nickt hei un weiht[720] mit sin rotbunt Taschendauk ut dat Finster ’rut, dat mi angst un bang’ würd, de Lüd’ müggten marken,[721] wovon twischen[722] uns de Red’ wir.

Nu künn ick hir ne Geschicht vertellen;[723] ward mi äwer woll häuden.[724] So glatt, as dat in de Romanen steiht, geiht so ’ne Angelegenheit in de Würklichkeit nicht af. Unner Hunnert[725] maken Nägen un Nägentig[726] up desen Gang de spaßigsten Dummheiten, un wenn ok all de Hunnert as de glücklichsten Brüjams[727] taurügg kamen, warden doch de Nägen un Nägentig tau sick seggen: „Gew’[728] de leiw’ Gott, dat wi nich wedder in de Lag’ kamen; süllen wi äwer tau’m tweiten Mal de Sak äwernemen,[729] denn willen wi ’t kläuker[730] anfangen.“ — Gott lat mi nich wedder in de Lag’ kamen!

Nah en annerthalw’ Stunn’n[731] kamm ick denn wedder taurügg, glücklich bet unner[732] den Hauttöppel,[733] un mag ok woll dornah utseihn[734] hewwen; un dor ick mi in min einsam Junggesellenlewen de dürigte[735] Mod’ anwennt[736] hadd, mit mi sülwst[737] tau snacken,[738] so kann ick nu bi ruhige Besinnung de Lüd’ dat nich verdenken, wenn sei mi, as ick de Strat hendalen[739] kamm, en beten ut den Weg gungen[740] un mi scharp nahkeken,[741] ob min Bein’ ok woll so deklamirten as min Hänn’.[742] As ick nu noch so ’n Raudener drei[743] von minen Unkel sinen Hus’ af[744] bün, stört’t[745] hei mi all entgegen un föll[746] mi üm den Hals, denn hei hadd de annerthalw’ Stunn’ lang achter[747] de Husdör stahn[748] un up mi lurt,[749] un rep:[750] „Holt Din Mul![751] Holt Din Mul! Ick weit Allens; un wennihr[752] ward de Hochtid?“ — Ick tuscht em denn nu, un säd: „„So swig[753] doch still! tau ’m wenigsten up de Strat!““ — fat’t[754] em unner ’n Arm un treckt[755] em mit nah minen Hus’; doch as wi dor herinne kemen un Fru Bütow’n grad dat Middag deckte, dunn kunn[756] hei sick nich länger hollen,[757] dunn spelt[758] sin ganzes Hart[759] Solokolür,[760] un as de Fru em ankek, dunn lücht’ten[761] ut sin Ogen[762] nicks als Trümw’,[763] un hei wis’te[764] mit den Dumen[765] äwer de Schuller[766] nah mi hen un säd: „Seihn S’ dor,[767] Fru Bütow’n, dor steiht hei — min Swester-Sähn! Is nu ok en Brüjam, so gaud as Einer!“ Un as nu de Fru kamm un gratulirt un weiten[768] wull, wer de Glückliche wir, hadd ick wedder naug[769] tau tuschen, un as sei weg was, säd hei un kek[770] mi dorbi sihr verdwas[771] an: ick wir en Heuchler, en sihr verstockten! un ick wis’te[772] en swartes[773] Hart, dat ick so ’n Glück so lang verswigen künn.

Ick müßt mi denn nu man dalsetten[774] un em de Sak vertellen,[775] dunn würd hei denn nu wedder fründlicher un nickt mit den Kopp un säd: „schön!“ un denn mal wedder schüddelt hei mit den Kopp un säd: „dit wir nich ganz nah sinen Sinn;“ un as ick utvertellt[776] hadd, stunn hei up un makt en Gesicht, as de Hewen[777] in ’n Heuaust,[778] wenn hei nich recht weit, ob hei de Sünn schinen[779] oder regen[780] laten sall;[781] hei schüddelt un nickt, un nickt un schüddelt, un endlich säd hei: „hei, för sin Part, hadd ’t denn doch en ganz Deil[782] beter makt;“[783] un frog dunn,[784] bi weckern[785] Vers von dit Kapittel ick denn den Fautfall[786] anbröcht[787] hadd. Ick müßt denn nu gestahn,[788] dat de gor nich tau ’m Vörschin kamen[789] was. Dunn namm min Unkel Matthies sinen Haut un säd: „Na, denn wünsch ick Di woll tau spisen![790] Un holl[791] Di an dat, wat Du hest; wat nahkümmt,[792] bitt de Wulf.[793] Du hest vel tau tidig[794] kreiht;[795] de Sak[796] is noch lang’ nich in Richtigkeit; en Fautfall hürt[797] tau jeder Verlawung,[798] un de Sak is nich gültig, wenn sei nich mit de beiden Knei[799] unnersigelt is. Mi tau ’m wenigsten sall ’t gor nich wunnern, wenn de Kram in de negsten Dag’[800] utenanner[801] geiht. Up en anner Mal folg’ minen Rat!“ Somit gung hei.

Trotzdem äwer fung nu för mi eine wunderschöne Tid[802] an, eine wunderschöne Tid! Ick künn ok hirvon wedder vel vertellen, ward mi äwer woll häuden.[803] De höchste Freud’ un dat deipste[804] Leid möt[805] Einer[806] nich Jedwereinen[807] up de Näs’ binnen;[808] un wenn ick nu ok girn[809] glöw’,[810] dat all Dejenigen, de dit lesen, manirliche un irnsthafte Lüd’ sünd, ein oder de anner Hans Quast künn dor doch mit mang lopen[811] un künn up mine Kosten sinen Putzen[812] dormit driwen,[813] un dat müßt mi denn doch sihr verdreiten.[814]

Äwer tau jeden richtigen Honnigkauken[815] hürt[816] en lütt Beting[817] Peper,[818] un doran süll mi dat denn nu ok nich fehlen. Tauirst[819] streute min Unkel Matthies af un an en lütt Kürnken[820] an, doch as hei sach,[821] dat de Sak von Bestand was, un as hei sülwst up ’ne Visit bi min Brut ehr Fründschaft[822] west was un sick dor ok tau sine Taufredenheit[823] von dat Fischkaken[824] äwertügt[825] hadd, dunn sport[826] hei sin Gewürz un grep deip[827] in sinen Honnigpott[828] — tau deip! segg ick — denn nu malt hei alle Lüd’, de em hüren wullen, min Glück so säut[829] vör, bet in minen Honnigmand[830] bald so vel Fleigen[831] summten, dat ick mi nich tau bargen wüßt,[832] un dat bald so vele lustige Geschichten von mi in den Swung’[833] wiren, as wir ick blot tau ’m Vergnäugen[834] von alle Welt nich blot en Brüjam, sondern ok en Brüdjam[835] worden. Ick würd brüdt, wo ick mi seihn let.[836] Up fiw[837] Schritt all[838] grint[839] mi jeder Hans Narr up de Strat[840] an, un wenn ick denn frog, wat dor tau grinen wir, denn säden sei All, as wenn sei sick beraden[841] hadden: „Oh, nicks nich!“ Kamm[842] ick mal des Abends in minen ollen[843] Dämelklubb[844] — denn dat hadd ick mi glik vörnamen,[845] dese Gesellschaft wull ick unner keinerlei Ümstänn’[846] upgewen,[847] irstens, wil dat[848] sei mine Gemütsort[849] sihr tauseggen ded,[850] un tweitens,[851] wil dat ick sei för mine Bildung sihr taudräglich höll[852] — na, wenn ick also dor mal hengeröd,[853] denn würd dat en Flustern un en Tuscheln[854] un en Anstöten:[855] de Ein’ winkte ganz von Firn[856] mit den Tulpenstengel, un de Anner ganz in de Neg’[857] mit den Tunpahl,[858] un Geschichten vertellten[859] s’ sick, wat de[860] vör de Hochtid seggt[861] hadd, un wat de[862] nah de Hochtid seggt hadd; un wat de Scheper[863] tau sinen Hund seggt hadd; un wenn ick denn falsch[864] würd un frog, wat sei dormit seggen wullen, un wat[865] dat Spitzen up mi sin süllen, denn säden sei All: „Gott bewohre! Wi meinen man.“[866] Un wenn ick nu des Abends ut desen Grünn’n[867] nich in den Dämelklubb gung, denn makt[868] Fru Bütow’n ehr leiwe[869] Pepermähl[870] apen[871] un stöhmte[872] mi ümmer ganz lütte, fine[873] Prisen in de Näs’[874] un in de Ogen:[875] wat dat so süll?[876] oder wat dat so süll? Sei wüßt ok nich, wo[877] ick dat nu hemmen wull. Un sei wir[878] ’ne olle Fru un hadd in ehren Lewen all vele Herrn upwohrt,[879] äwer noch keinen, de in ’n Brutstand west wir; ick süll deswegen Geduld mit ehr hewwen, denn de Sak kem jo nu bald ganz anners. Un wat dat Tüg[880] rein maken anbedrapen ded,[881] dor gew’[882] sei mi ganz Recht, dat wir för min Brut nich gaud naug,[883] denn as[884] sei man hürt hadd,[885] wir de as ’ne Prinzeß upfött[886] un hadd sindag nich[887] ehr Finger in koll Water[888] stippt; äwer ehr Ogen wiren för jede Dun’[889] up den Rock all tau olt.[890] Un wenn min Brut mi negstens[891] mal besäuken wull,[892] so künn sei dat jo dauhn,[893] sei för ehre Person hadd nicks nich dorwedder,[894] un äwer de Spennwew’[895] an ’n Bähn[896] un den Stoff[897] up de Comod’ würd sei jo nich fallen, un an den lütten Provat-Müll-Hümpel,[898] den sei sick tau ehre Bequemlichkeit in de ein’ Eck von min Stuw’ anleggt[899] hadd, würd sei sick jo ok just de Beinen nich verstuken.[900] Un wenn ick des Abends Füer[901] hewwen wull, denn künn ick jo dat man seggen — sei wüßt jo dat ok nich — süs[902] wir ick jo ümmer in den Dämelklump gahn,[903] worüm denn nu nich? Un denn sett’t[904] sei sick vör dat Abenlock[905] un puste un puste, un de Kahlen[906] gläuhten[907] ehr up de dicken Pustbacken, datt ick sei nich anners anseihn künn, as ick müßt ümmer denken: „Gott verzeih mi de sweren Sünden! Ick weit recht gaud, dat dit min Fru Bütow’n is, un ’ne christliche Wewerwittwe,[908] worüm möt[909] ick denn bi ehr[910] ümmer an de hohen Herrschaften denken, de deip[911] — deip unner uns wahnen[912] up en Flag,[913] wo ’t sihr heit[914] sin sall? Un worüm föllt[915] mi bi ehr Pusten ümmer in, dat mägliche Wis’ up dit Flag ok Einer sitt, de Kahlen anpusten deiht,[916] üm min schönes Ehstandsglück doch en Beting[917] antauwarmen?“[918]

Hirut kann Jeder afnemen, dat bi mi de Bedenken noch nich all ut dat Finster ’rute smeten[919] wiren, un sei süllen noch düller[920] warden, as ick eins Nahmiddags von min Brut taurügg de Strat[921] entlang gung.

As ick nämlich an desen Dag de Strat entlang gung, dunn hürt[922] ick all von Firn’[923] groten Larm, de Lüd’ keken[924] ut de Finstern, un vör de ein’ Husdör[925] hadd sick ok all en lütten Hümpel[926] tausam funnen,[927] de nah de Del[928] ’ruppe kek. As ick nu grad an de Dör vörbi[929] gahn will, fohrt[930] de Kürznermeister[931] Obst äwer sin halwe Husdör[932] ’räwer, as wenn ’ne Billardkugel äwer de Band’ sprengt ward, un sett’t sick mit sin vir Baukstaben[933] in den Rönnstein.[934] — „Mein Gott! Gevatter?“ seggt sin Nahwer Gräun,[935] „wat makst Du dorvon?“ — „„Je, dat segg man mal!““ seggt de Kürzner,[936] „„min Frugenslüd’[937] hewwen mi ’rut smeten.““ — „Worüm denn äwer?“ fröggt de Anner. — „„Vadder,““[938] seggt de Kürzner un rappelt sick tau Höcht:[939] „„dat will ick Di seggen: min Fru will, wat ick will, und dat will ick nich.““

Wil[940] mi nu dese Geschicht nicks angung,[941] so gah[942] ick wider[943] un denk so bi mi: is doch en narschen[944] Spruch! Wat de Kirl woll dormit meint? „Min Fru will, wat ick will, un dat will ick nich.“ — Sallst dinen Unkel Matthiesen mal dornah fragen.

Ick gah nu also nah em ’rup un vertell[945] em de Sak un segg em den Spruch un frag’: „Unkel, wat meint de Kirl dormit?“ — „„Je!““ seggt hei un geiht in Nahdenken in de Stuw’ up un dal, „„un de Kirl was von sin Frugenslüd ’rut smeten, seggst Du?““ — „Ja,“ segg ick, „hei säd ’t jo sülwst.“ — „„Un in den Rönnstein satt[946] hei?““ frog hei wider.[947] — „Ja,“ segg ick, „dorin satt hei.“ — „„Na,““ seggt min Unkel nah ’ne Wil’ Bedenken, „„denn[948] ward dat ok woll sin Richtigkeit hewwen, denn hett em sin Fru ok woll ’rut smeten, un denn findt de Spruch ok sin richtig Bedüden,[949] denn heit[950] hei: Min Fru will Herr in den Hus’[951] sin, un ick will ok Herr in den Hus’ sin, un mine Fru ehren Willen, den will ick nich nahgewen.[952] Äwer,““ sett’t hei hentau, „„wenn sei in ’n Hus’ stahn,[953] un hei vör den Hus’ in den Rönnstein seten[954] hett, denn ward sei woll Herr in den Hus’ sin.““

Ick weit nich, mi würd nah dit Gespräk so verdreitlich[955] un beängstlich tau Sinn; von de Sid[956] hadd ick min Vörnemen noch nich in ’t Og’ fat’t.[957] „Unkel,“ säd ick, „Du kennst mi doch un kennst sei jo ok, wat meinst Du denn woll, wer ward von uns Beiden woll Herr in ’n Hus’ sin?“ — „„Je,““ seggt hei, „„sei süht[958] mi gor nich dornah ut,[959] as müggt[960] sei girn[961] vör de Husdör in ’n Rönnstein sitten, ick glöw’,[962] sei bliwwt[963] leiwer binnen.““[964] — „Den Deuwel ok!“[965] segg ick. — „„Na, so arg,““ seggt Unkel Matthies, „„ward sei dat nu woll nich maken; äwerst[966] so ’n ‚liebenswürdig, weiblich Regiment‘ — as de Lüd’ dat nennen — ward sei woll äwer Di ergahn laten, Du wardst woll en beten stramm an ehren Schörtenband[967] anbunnen[968] warden, un wo lütt[969] de Achterflicken[970] an ehr Pantüffeln sünd, ward Ein[971] Di nahsten[972] woll von den Pelz lesen känen.““ — „Bang’ maken gelt[973] nich!“ segg ick, „ick ward sei mi nah de Hochtid bi den irsten Schepel[974] Roggen wenn’n.“[975] — „„Dor verlat Di man nich up!““[976] seggt min Unkel. „„Kennst Du dat Sprückwurt nich:[977]

Vör de Hochtid möst du s’ wenn’n;

Nah de Hochtid is ’t tau Enn’?““

„Ne“, segg ick, „dat ’s mi ganz wat Nig’s!“[978] un makt[979] en Gesicht dortau, as hadd mi min Unkel vertellt, sei hadden mi tau ’m Papst makt. — „„Na, denn sett Di dal,““ seggt hei, „„ick will Di ’ne Geschicht vertellen.““ — „Vertell!“ segg ick. „Äwer Din Nutzanwenning[980] lat[981] weg! Ick bün dor all tau olt tau.“[982] — „„Kein Bang’!““ seggt hei. „„De Nutzanwenning ward Din leiw’ Fru woll äwernemen, wenn Du minen Rat nich folgen deihst.““[983]

Ick sett’t mi also bi minen Unkel dal, un hei fung an tau vertellen:

„Tau Rümpelmannshagen, wo ick mine irsten Lihrjohren[984] as Klutenpedder[985] dörchmakt[986] heww, wahnten[987] dunntaumalen[988] twei[989] junge, schire[990] Kirls,[991] de ein’ heit[992] Wulf[993] un was de Smid in den Dörp,[994] un de anner heit Kiwitt[995] un was de Möller.[996] De Smid was en Pfiffkopp[997] un verstunn[998] sinen Kram, de Möller was man düsig,[999] hadd äwer dat Geld. Na, mit de Tid[1000] gung in den Dörp dat Gered’: „„Vaddersch,[1001] hest all hürt?[1002] De Smid un de Möller gahn Beid’ nah den Schulten sin[1003] Fik un Marik,[1004] un sei seggen jo oll von de Hochtid tau Martini.““[1005] — Un dat kamm ok so, sei frigten[1006] Beid’ tau Martini, un de oll Schult rüst’t ’ne Hochtid ut, de säd man: „Stah!“[1007] un wi jungen Lüd’ von den Hof wiren ok dortau beden,[1008] un ick weit dat noch as hüt,[1009] wo[1010] lustig dat hergung, denn uns’ Schriwer,[1011] Ludwig Brookmann, stülpt mi gegen Morgen ’ne Sleifkann[1012] vull Duwwelbir[1013] äwer den Kopp un säd, as ick falsch[1014] würd: dat süll jo man Spaß sin.

Nah de Hochtid was dat denn nu Allens will un woll;[1015] äwer dat wohrt[1016] ok man ’ne Tid lang, dunn munkelt dat in ’t Dörp: „Vaddersch, hest all hürt? De Möllerfru sleiht[1017] ehren Mann.“ Un dat was ok so. Eins Sünndagsnahmiddags kümmt de Möller tau den Smid, de sitt in ’n Kraug[1018] un spelt[1019] Solo, un de Möller seggt: „Na, wat Di hüt Abend passirt, dat weit ick ok.“ — „„Wo so?““[1020] fröggt de Smid un steiht up un geiht mit sinen Swager ’rut. — „Na,“ seggt de Möller, „verstell Di man nich! Wi Beiden hewwen uns schön vermeidt.“[1021] — „„Wenn Du min Fru meinst,““ seggt de Smid, „„denn möt[1022] ick Di seggen, ick heww en gauden Meidsmann.““[1023] — „Ja,“ seggt de Möller, „wenn sei nich tau Hus is.“ — „„Kumm[1024] mit!““ seggt de Smid. „„Ick heww gistern Swin’ slacht[1025], un Du weißt,[1026] min Fru mag girn Swartsur.[1027] Ick will Di den Bewis gewen.““[1028] — Sei gahn nu also nah den Smid sinen Hus’, un as sei dorvör stahn, röppt[1029] de Smid: „„Fiken!““ — Sin Fru kickt ut dat Finster un fröggt: „Wat sall ick?“ — „„Fiken,““ seggt de Smid, „„nimm mal eins[1030] de grote Schöttel[1031] mit Swartsur un smit[1032] de mal eins[1033] hir nah de Strat ’rut.““ — „Wat?“ fröggt sin Fru. — „„Du sallst de Schöttel mit dat Swartsur nah de Strat ’rute smiten.““ — „Glik“![1033] seggt Fiken, un hest nich geseihn, fohrt[1034] de Schöttel äwer de halw’ Dör ’räwer as hüt Morrn[1035] de Kürznermeister. — „„Recht so!““ seggt Smid Wulf. „„Un nu, Fiken, smit uns den Pott[1036] mit dat anner Swartsur ok man ’rut.““ Dat schüht[1037] denn nu ok, un de Smid seggt: „„Schön, Fiken! un lat Di de Tid[1038] nich lang warden, wenn ick hüt Abend lat[1039] tau Hus kam.““

Dormit geiht hei mit den Möller nah den Kraug taurügg[1040] un fröggt em: „„Na? hest nu seihn?““ — „Ja,“ seggt de Möller, „de is echt. Wo hest dit anfungen?“ — „„Up ’ne ganz einfache Wis’,““[1041] seggt de Smid. — „Hest s’ inspunnt?“[1042] — „„Ne!““ — „Hest s’ schacht?“[1043] — „„Ne, ok nich!““ — „Na, wo hest ’t denn makt?“ — „„Dat will ick Di seggen,““ seggt de Smid. „„As wie noch Brutlüd’[1044] wiren, dunn lurt[1045] ick ehr dat af, von wecken[1046] Stück Tüg[1047] sei woll am meisten hollen ded,[1048] un dunn funn[1049] ick denn, dat dat en lütten, hübschen, roden siden Dauk[1050] was, un as sick mal de Gelegenheit gaww,[1051] dat wi Frühstück eten[1052] hadden, und de Disch en beten[1053] stark vull Gaus’smolt[1054] smert[1055] was, dunn wischt ick mit ehren schönen Dauk den Disch af. Na, nu kannst Du Di denn denken, wo sei up mi losfohren ded![1056] Ich äwer fot[1057] sei rundting[1058] üm un küßt sei un säd: „Fiken, Du hest mi jo! Wat is an so ’n Dauk gelegen? So ’n Dauk kriggst Du woll wedder; äwer Einen, de so vel von Di höllt[1059] as ick, so ’n findst[1060] Du mindag’ nich.“[1061] — Na, sei gaww[1062] sick denn nu ok, un as wi nah den Teterowschen[1063] Königschuß wiren, gewunn[1064] sei ’n Pott, en schönen Pott; un as sei sick so recht dortau freuen ded,[1065] dunn namm[1066] ick den Pott un spelt[1067] dor so verluren mit, un — baff! — smet[1068] ick em up den Stein. Nu fung sei denn en beten an tau rohren;[1069] äwer ick küßt sei un säd: „Lat sin,[1070] Fiken, t’ is beter,[1071] dat de Pott intwei follen[1072] is, as dat ick mi wat intwei follen heww, denn ick sall uns uns’ Lew’[1073] lang dat Brod verdeinen!“ Na, tauletzt brok[1074] ick ehr noch drei Tähnen[1075] ut den Kamm; dunn lacht sei äwer all un säd: „Mi sall doch wunnern, ob Du mi tau ’m Teterowschen Harwstmark[1076] en nigen[1077] wedder schenken deihst.“[1078] Na, dat geschach denn nu ok, un so is ’t denn nu ok blewen;[1079] sei is mit Allens taufreden.[1080] — Äwer ick möt[1081] ’rinne un möt minen Solo spelen.““

De Smid gung also in de Stuw’ un spelt Solo, äwer nah ’ne halw’ Stunn’ kamm de Kräuger[1082] ’rinne un säd: „Smid, kumm ’rut![1083] Möller Kiwitt steiht buten[1084] un süht schändlich ut.“ — Smid Wulf geiht also ’rut, un dröppt[1085] denn nu ok sinen Swager mit en intweiiges[1086] Gesicht un en dickes Og’,[1087] un verfirt[1088] sick denn nich slicht[1089] un fröggt: „Swager Kiwitt, wat hest nu?“ „„Je, dat segg man mal!““ seggt de Möller, „„dat kümmt von Din verfluchtes Geschichten-Vertellen.““[1090] — „Wo so?“ fröggt de Smid. — „„Je, frag’ noch lang’!““ seggt de Möller. „„Ick hadd Din dämlich Geschicht gaud ’naug behollen,[1091] un denk so bi mi, wat bi de ein’ Swester hulpen[1092] hett, kann jo bi de anner ok helpen:[1093] probiren kannst du ’t jo wenigstens. Ick gah also nah Hus, un min Fru steiht vör ’n Speigel[1094] un makt sick de Hor[1095] tau de Hollännerfru[1096] ehren Kaffeklaatsch[1097] t’recht,[1098] un up den Disch liggt[1099] ehre beste Huw’,[1100] un ick segg tau mi: „dit trefft sick mal glücklich!“ un nem de Huw’ un denk bi mi: „wenn du sei nu in de Waschschöttel[1101] in dat smutzige Sepenwater[1102] stippst, denn kann sei gaud warden.“ Na, ick dauh[1103] dat, un sei süht jo woll min Anstalten in den Speigel, un ihre[1104] ick mi noch up wat prekawiren[1105] kann, fohrt[1106] sei mi in dat Gesicht herinne, un as ick segg: „Mariken, Du hest mi jo, un ’ne Huw’ kriggst du sacht[1107] wedder!“ dunn röppt[1108] sei: „„Ja, ick heww Di! Un för de Huw’ sallst Du Din richtig Deil[1109] ok krigen!““ — „Un kik!“[1110] seggt de Möller un treckt[1111] sin Hand von dat dick Og’, „so hett sei mi tauricht’t,[1112] un dat üm Dine verdammte Geschicht.“ — „„Du Dummbort!““[1113] seggt de Smid, „„heww ick Di nich seggt, ick hadd dit Stück vör de Hochtid makt?[1114] Wat vör de Hochtid helpt,[1115] helpt nich nah de Hochtid.““

„Un dat is de Geschicht, min Sähn,“ säd min Unkel Matthies un stunn up,[1116] „un wenn Du klauk[1117] büst, denn kannst Du Di jo dornah richten.“

Ick stunn ok up un stellt mi an ’t Finster un let mi de Geschicht dörch den Kopp gahn un dreiht[1118] mi denn endlich üm un säd: „„’Ne dämliche Geschicht, Unkel! Du hest süs all betere[1119] Geschichten vertellt.““ — „Ja,“ lacht de Oll, „wil ick Di süs de Nutzanwenning glik[1120] mit gaww, un hir sallst Du sei säuken.“[1121] — „„Du wardst doch nich glöwen,““[1122] segg ick, „„dat ick min Brut ehr Huw’ in ’ne Waschschöttel stippen und mit ehren siden Dauk den Disch afwischen ward?““ — „Du kannst ’t jo mal probiren,“ lachte de olle Spitzbauw’.[1123] — „„Na,““ segg ick, „„dat fehlt mi noch, denn wir ick just bet an den Hacken.““[1124] — De Oll[1125] grint[1126] nu ümmer so vör sick hen, un as ick so bi mi denk: oll Lüd’ sünd wunderlich, wenn ’t regent,[1127] führen[1128] s’ tau Heu, seggt hei: „Jung’, wo olt[1129] büst Du denn eigentlich?“ — Von min Öller[1130] müggt[1131] ick nu in min Brüjamstid[1132] nich recht wat hüren,[1133] un ick denk bi mi: Haha! fangst du all wedder mit den Peper[1134] an? un ick frag’: „Worüm meinst Du?“ — „„Oh,““ seggt hei, „„ick mein’ man.““ — „Denn lat[1135] Di seggen,“ segg ick etwas scharp,[1136] „ick bün den letzten säbenten[1137] November ein un virtig Johr west.[1138]“ — „„Also,““ seggt hei, „„dörch de Virtigen büst Du dörch?““ — „Ja,“ segg ick, „is Di dat villicht nich tau Paß?“ — „„För minentwegen!““ seggt hei. „„Mi föllt dorbi man dat Sprückwurt in: wer in de Twintigen[1139] nich schön is, in de Dörtigen[1140] nich stark, in de Virtigen nich klauk[1141] un in de Föftigen[1142] nich rik,[1143] de kann ’t man sin laten,[1144] ut den ward nicks. Un Du schinst[1145] mi in de Virtigen noch nich klauk tau sin.““ — „Unkel Matthies,“ säd ick un richt’t mi stur in Enn’,[1146] „wer mi för dumm köfft,[1147] de ward bedragen;“[1148] un dorbi[1149] müßt ick woll man en sihr dämlich Gesicht maken, denn min Unkel lacht un säd: „„Un kannst bi Alledem för Di kein Nutzanwenning ut de Geschicht finnen! Jung’, dat is jo man en Glikniß:[1150] Wat de Smid mit den Dauk un den Pott un den Kamm upführt[1151] hett, dat paßt sick nich för Di; dat weit ick woll. Du möst natürlich wat Anners anstellen. Tau ’m Exempel: trugst[1152] Du Di woll tau, in Dinen Öller[1153] noch vör de Hochtid en Stückerner drei[1154] schöne dumme Streich uptauführen?““ — „Dumme Streich?“ frag ick. — „„Dumme Streich!““ seggt min Unkel, un ick gah nu in de Stuw’ up un dal un äwerlegg[1155] mi de Sak un dreih[1156] mi endlich üm un segg: „Ja; ick glöw’,[1157] Unkel, ick krig’ in aller Geswindigkeit noch en por taurecht.“ — „„Denn mak sei,““[1158] seggt min Unkel. — „Un Du meinst, ick ward dordörch Herr in den Hus’ bliwen?“ — „„Min Sähn, ick glöw’ dat. — Dumme Streich — nich slichte![1159] — Süh, wenn sei denn an tau schellen[1160] fangt, denn fall ehr üm den Hals un küß sei recht düchtig un segg: Lat man sin, lat man sin! Seih äwer[1161] de Geschichten weg, seih leiwer[1162] up min Hart,[1163] dat hürt[1164] Di un sleiht[1165] för Di von nu bet[1166] in alle Ewigkeit. — Un denn Jung’,““ sett’t hei hentau,[1167] „„denn kannst Du jo ok noch den Fautfall anbringen — denn Du magst seggen, wat Du willst — de hürt nu einmal dortau.““

Ick äwerläd[1168] mi de Sak nu hen un her un säd denn endlich tau mi: „Hei ’s din Mutter-Brauder un sallst em dorin tau Willen sin un sallst en por maken! un ick makt sei ok richtig.

Ick künn nu hir de Geschichten vertellen, de ick anstellt[1169] heww, ward mi äwer woll häuden.[1170] Dat Unglück künn sinen Gang gahn, un de Vertellung[1171] künn in mine Fru ehr Hänn’[1172] fallen un sei künn mäglich[1173] marken,[1174] dat all dese Stückschen[1175] afkortet[1176] west sünd, un dat sei in ehre Gaudheit anführt worden is, un sei künn seggen: „Holt![1177] dit Spill[1178] gelt[1179] nich; Du hest mit Fisematenten spelt.[1180] Ick will mal de Korten[1181] mischen. — So! de Vörhand heww ick, un nu man ’rut! Bedein’[1182] mi desen un bedein’ mi jennen! Un nu will wi mal seihn, ob Du ut den Ganten büst?“[1183]

Äwer männigmal,[1184] wenn sei nu so as min Fru still un flitig[1185] üm mi herümme geiht un för mi allerwegen sorgt un mi in ehre Fründlichkeit nahgiwwt,[1186] denn denk ick doch so bi mi: „Schäm’ di, dat du mit Hinnerlistigkeit tau Wark gahn[1187] büst!“ un ick säd nilich[1188] tau minen Unkel: „Weißt wat? Ick vertell ehr, wo ’t[1189] mit de dummen Streich vör de Hochtid tausamen[1190] hängt.“ — „„Plagt hei Di?“““ fröggt min Unkel. „„Jede rechtschaff’ne Kirl möt af un an en gauden dummen Streich un en gauden Witz maken; äwer hei darw sei nich sülwst wider vertellen, denn denn[1191] verliren sei all’ beid’ ehre Kraft. Ji lewt jo[1192] glücklich, dormit wes taufreden.““[1193] — „Je,“ segg ick, „dat seggst Du; äwer mi is männigmal so tau Maud’,[1194] as wenn wi noch glücklicher lewen künnen, wenn sei dat Regiment hadd.“ — „„Min Sähn,““ säd min oll Unkel Matthies un läd[1195] mi de Hand up de Schuller,[1196] „„all dat Glück, wat up dese Ird[1197] mäglich is, föllt meindag nich in eine Hand herinne, begnäug’[1198] Di mit dat, wat Du hest. Un wat den Ehstand anbedrapen deiht,[1199] hest Du den ollen Jochen Smitten[1200] noch kennt? Den ollen Jochen Smitt mein ick, de mit sine olle Fru achtig Johr olt[1201] würd, un nahsten[1202] mit ehr tausamen an einen schönen Sommer-Sünndagmorrn begrawen würd. Na, de säd mal tau mi — denn ick sülwst verstah nicks von de Sak — „Herr Wachtmeister,“ säd hei, de Ehstand is as en Appelbom,[1203] dor sitt Einer in[1204] un plückt un plückt; äwer de schönsten un rodsten Appel[1205] sitten in de Spitz, dor langt Keiner ’ranne, denn dor is de Natur tau kort[1206] tau. Wenn nu Einer unverstännig is, un mit Gewalt de Appel krigen will, denn halt[1207] hei sick en Staken[1208] un hau’t de schönen Appel ’run, äwer ok taunicht,[1209] un hau’t de Telgen[1210] dorbi af, woran de besten Dragknuppen[1211] för de Taukunft sitten; de vernünftig Mann lett[1212] sei ruhig sitten un täuwt[1213] bet up den Spätharwst,[1214] denn[1215] fallen sei em von sülwst in den Schot,[1216] un denn smecken sei vel säuter.“[1217] — Un dorüm Jung’,““ sett’t[1218] min oll Unkel hentau[1219] un sin oll irnstfast Gesicht sach ok gor tau truhartig ut,[1220] „„kläter[1221] Din roden Appel nich vör de Tid[1222] von den Bom, und täuw’ bet tau ’m Spätharwst — Din wohrt[1223] jo nich lang’ mihr — un wenn Du Din Fru den letzten schönen Appel bringst, denn vertell[1224] ehr ok de Geschicht von Din’ dummen Streich vör de Hochtid, denn sallst Du seihn, denn freut sei sick doräwer.““



Albert Roderich:

Nemesis.


Mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers abgedruckt aus seinem Buche „Die glückliche Ehe und andere Humoresken“ (Berlin: H. Conitzers Verlag).


Nemesis.

Wie liebenswürdig im besten Sinne des Wortes war meine verehrte Freundin, die verwitwete Frau Professor Mentow, gegen uns Gäste gerade heute gewesen, wie viele hübsche und menschenfreundliche Worte waren da in unserer kleinen Gesellschaft hin und her geworfen worden, und wie war der Rotwein doch excellent! Was ist das beste bei einem guten Mittagessen? Die Cigarre nachher, behaupte ich, und deshalb hatte ich mich in den stillsten Winkel eines kleinen Nebenzimmers zurückgezogen und blies in jener behaglichen Stimmung des halb ruhenden Körpers und des halb erregten Geistes künstlerisch vollendete Rauchringe in die Luft.

Ich richtete mich, halb unwillkürlich, schnell aus meiner etwas sehr bequemen Lage auf, als die Dame des Hauses plötzlich und unerwartet vor mir stand.

„Sie sind heute so pessimistisch, so ernsthaft — Sie, der Philosoph des lebenslustigen Humors — hat Ihnen vielleicht Ihr Leibgericht, der Apfelkuchen, nicht geschmeckt?“

„Verehrte Frau, wenn Sie doch einmal in die geheimsten Tiefen meines Gemütes eingedrungen sind, so will ich Ihnen gestehen — ich habe überhaupt gar nichts von dem Apfelkuchen gegessen!“

„Nicht möglich, Sie sind krank!“

„Nein, der Kuchen war an mir vorübergegangen, ehe ich ihn überhaupt gewahrt hatte. Aber, das wundert mich nicht. Heute ist kein guter Tag für mich. Fräulein Emma von Kanten ist ja hier, und sie hat sogar bei Tische neben mir gesessen. Das kann nimmer gut gehen.“

„Sie hat wohl wegen Ihres letzten Feuilletons über die Frauenemancipation mit Ihnen gezankt?“

„Fräulein von Kanten zankt nicht mit mir, denn sie haßt mich.“

„Ah wirklich?! Und ich glaubte doch, einmal gehört zu haben, daß Sie vor Jahren zu dem Fräulein in recht — angenehmen Beziehungen gestanden haben.“

Ich wußte, daß meine sonst so diskrete Freundin viel mehr aus Teilnahme für mich als aus Neugier diese Bemerkung machte und entgegnete deshalb:

„Verehrte Frau, Sie sind wie immer gut unterrichtet, und wenn Sie wollen, erzähle ich Ihnen gern die Geschichte meiner — angenehmen Beziehungen zu Fräulein von Kanten; sichere ich mir dadurch doch auch vielleicht die Teilnahme Ihrer Freundesseele an meinem Geschick, wenn es heute über mich hereinbricht.“

„In der Tat, Sie machen mich begierig.“

„Also vor beinahe nun zwanzig Jahren lernte ich Fräulein von Kanten kennen. Sie war geistreich, hübsch, aus sehr angesehener Familie, und ich war ein wohlgestalteter Jüngling, der noch zu etwas mehr als zu den landesüblichen schönsten Hoffnungen zu berechtigen schien. Ich gründete gerade damals mit einem Teile des sehr beträchtlichen Vermögens meines Vaters die große Zeitung, an deren Spitze ich noch heute stehe. Das Fräulein und ich sahen einander fast täglich in einer befreundeten Familie, wir plauderten, scherzten, lachten, faßten Neigung zueinander und wußten bald, daß eine lebenslänglich wirkende Erklärung unmittelbar bevorstände. Ich weiß, jeder von uns wußte, daß auch der andere das wisse. So weit waren wir schon. Da eines Tages erschien Fräulein Emma in einer kleinen Gesellschaft mit einer Brustschleife von — meiner allerdings unmaßgeblichen Ansicht nach — so sonderbarer Form und Farbenzusammenstellung, daß ich eine spottende Bemerkung darüber nicht unterdrücken konnte. Darob aber ward das Fräulein sichtlich ungehalten und behandelte mich den ganzen Abend mit stark herabgestimmter Freundlichkeit. Das trieb mich zum Nachdenken, und ich sagte mir: wen ein tadelnder Scherz so empört, der ist auch im Ernste zu tadeln. Ich habe nur ihre Schleife gering geschätzt, dafür glaubte sie mich selber gering schätzen zu dürfen. Sieh dich vor, junger Mann! Und ich beschloß, das Fräulein noch vor dem entscheidenden Worte auf eine größere Probe zu stellen.

„Wenige Tage später wollte ich die junge Dame zu einem Spaziergange abholen. Auf dem Tische ihres Zimmers lag ein allerliebster heller Frühlingshut, den Fräulein Emma eben zum ersten Male den Straßenpassanten vor die Augen führen wollte. Nicht weit davon stand eine geöffnete Flasche Wein. Meine Gedanken sprangen zu einem schnellen Entschluß zusammen. Ich goß mit geschickter Ungeschicklichkeit die Flasche Rotwein über den neuen hellen Frühlingshut.

Die Wirkung war eine betrübende, niederschlagende. Das Fräulein verfiel nach einem Momente des stieren Entsetzens in recht unangenehme Zornesausrufungen und Vorwürfe; sie stampfte sogar mit dem sonst so zierlichen Fuße heftig auf, und — mit einem Worte, sie ward in dem Augenblicke mehr als häßlich und geistlos — sie ward unliebenswürdig. So weit nun glaube ich nach gangbar menschlichen Begriffen korrekt, zum mindesten verzeihlich, gehandelt zu haben. Oder sind Sie anderer Meinung, verehrte Freundin?“

„Nach den gangbar menschlichen Begriffen haben Sie vielleicht verzeihlich gehandelt — nach den gangbar weiblichen wohl kaum.“

„Nun einerlei — in der Fortsetzung meines Tuns beging ich die tragische Schuld, die mich sicher im fünften Akt zerschmettern wird. Ich sagte dem Fräulein in der Erregung des Disputes: „Ich habe den Wein absichtlich über den Hut gegossen, um deinen Charakter kennen zu lernen! Ich habe ihn kennen gelernt!“ Da wuchsen plötzlich an die kleinen Schlangen des Ärgers und der Zanklust, die bisher aus den Augen des Mädchens züngelten, die Furienhäupter der Wut und des Zornes, und — o, all ihr Männer, die ihr freien wollt — erst prüfet, wodurch das Weib eurer Wahl zornig gemacht wird, und wie es sich gebärdet im Zorne!

„Ich eilte von dannen, und am nächsten Tage reiste Fräulein Emma von Kanten auf längere Zeit zu auswärtigen Verwandten. Es sind nun fast zwanzig Jahre seitdem vergangen, und ich habe das Fräulein seit der Zeit in langen Zwischenräumen einige Male in Gesellschaften getroffen, und jedesmal, wenn ich sie getroffen, ist mir zur selbigen Stunde irgend etwas Fürchterliches zugestoßen. Das eine Mal habe ich einer Dame die Schleppe abgetreten, das zweite Mal bin ich in einem wohlpräparierten Toaste stecken geblieben, das dritte Mal — ach, einerlei, wenn ich jene Dame sehe, ist mir wie dem Seefahrer, der das Geisterschiff des fliegenden Holländers schaut — er weiß, ihm steht ein Unheil bevor. Und heute hat sie gar neben mir gesessen — weh’ mir, was wird mir heute noch geschehen!“

Frau Professor Mentow lachte.

„Lieber Freund, Sie werden da von einer ganz gerechten, humoristischen Nemesis verfolgt. Sie haben es wahrscheinlich durch Ihren ernsthaften Scherz verschuldet, daß jene Jungfrau im Zorne zur alten Jungfer geworden ist, die jetzt für Frauenrechte kämpft, weil ihr das Frauenrecht versagt ist.“

„Ja, auch bei Tische hat sie fast ausschließlich von den Rechten der modernen Frau gesprochen, aber ich glaube, sie kämpft nicht — sie streitet nur dafür.“

„In der Tat, lieber Freund —“

Die Frau Professorin kam nicht weiter in diesem Satze, denn die Tür ward geöffnet, und einer meiner Mitgäste rief, uns gewahrend, herein: „O, hier sind Sie versteckt, und drinnen streitet man sich um Sie oder über Sie — und dann entführen Sie uns auch noch unsere liebenswürdige Frau Wirtin!“

Wir erhoben uns schnell und traten in den Salon. Die kleine Gesellschaft saß in lebhafter Unterhaltung beim Kaffee. Frau Emerich, die intime Freundin des Fräuleins von Kanten, rief mir zu, sobald sie meiner ansichtig ward: „Ah, da ist ja der Lästerer — vielleicht hat er die Gewogenheit, uns einen Kommentar zu seinen rätselhaften Äußerungen über die Frauenfrage zu geben.“

Ich nahm mich tüchtig zusammen, setzte mich mit gewaltsam erzwungener Ruhe in einen Schaukelstuhl und sagte mit vermeintlicher Gelassenheit:

„Gnädige Frau, ich glaube, Sie haben hier in diesem Augenblicke gar keine Frauenfrage, sondern eine Männerfrage behandelt.“

„Wie?! was ist das?!“

„Ja, ich glaube, die hier gemeinte Frauenfrage hat einige Ähnlichkeit mit der sozialdemokratischen: der Sozialdemokrat hört auf, es zu sein, wenn er Rentier geworden ist, und die meisten Mädchen halten die Frauenfrage für gelöst, wenn sie Gattin geworden sind. Es ist also eine Männerfrage.“

Fräulein Emma von Kanten warf mir einen vergifteten Blick herüber und sagte mit scharfer Betonung:

„O, mein Herr, wir haben hier bis jetzt ganz ernsthaft debattiert, und zwar über die Ansichten, die Sie selber in Ihrem Feuilleton über die Frauen öffentlich geäußert haben. Wenn Sie es jetzt für nötig halten, Ihre vielleicht etwas bleichwangige Argumentation mit der Schminke eines beschönigenden Scherzes zu beleben, so sage ich Ihnen im Tone der tiefsten Überzeugung: die Frau ist dem Manne ebenbürtig. Sie soll nicht seine Sklavin sein, sie ist berufen, mitzuwirken für die höchsten Ziele der Menschheit!“

„O, mein Fräulein, wenn Sie Recht hätten — wie Unrecht hätten Sie! Sie wollen dem Manne ebenbürtig sein und keine Sklavin! Wir Männer sind aber selbst Sklaven — Sklaven der Arbeit, der Verhältnisse, des Erfolges — Sklaven des Ehrgeizes, der Wissenschaft — und, da Sie uns ebenbürtig sein wollen — ist es denn ein gar so verächtlicher Sklavendienst, wenn Sie all Ihre unzähligen Liebenswürdigkeiten und Reize in einem blumendurchwirkten Fächer zusammenhalten, um dem ermüdeten Mitsklaven die lästigen Insekten der Sorgen und Mühen fortzufächeln?“

„Das heißt,“ rief jetzt die älteste der Anwesenden, „das heißt in gewöhnlichen Worten: wir sollen Köchinnen, Kinderwärterinnen und Krankenpflegerinnen werden. Und unser Herz, unser Geist, unsere Ideale?!“

„Gnädige Frau, war es nicht einst Ihr höchstes Ideal, den Mann mit Ihrer Liebe beglücken zu dürfen? Und ist es nicht jetzt Ihr höchstes Ideal, Ihre einzige Tochter recht, recht glücklich verheiratet zu sehen?“

„Allerdings!“

„Also, verehrte Frau, es ist jetzt Ihr höchstes Ideal — Schwiegermutter zu werden! Ja, glauben Sie es einem erfahrenen Idealisten — unsere irdischen Ideale sind veränderlich wie alles Irdische. Nenne mir deine Ideale, und ich will dir sagen, wie alt du bist.“

„O, er will uns auf den Flügeln seiner Phrasen entfliehen,“ rief jetzt Fräulein von Kanten, „haben Sie uns denn nicht in Ihrem Zeitungsartikel die Ebenbürtigkeit unseres Geistes abgestritten? Haben Sie nicht die Behauptung aufgestellt, es gebe keine klassische Dichterin, und wenn es eine — zwei — zehn gäbe — das wäre nichts gegen „die überwältigende Majorität der Geistesfürsten aus dem Männergeschlechte“, wie Sie sich auszudrücken beliebten.“

„O,“ fuhr Frau Emerich zornig fort, „und was er von den Erfindungen sagt! Wie boshaft! Daß die Frauen das Pulver nicht erfunden haben oder das Dynamit, das findet er natürlich — aber wir hätten doch wenigstens die Nähmaschine erfinden können! — Abscheulich!“

„Geehrte Frau,“ entgegnete ich, „die meisten Wahrheiten sind abscheulich!“

„Gut,“ rief jetzt Frau Emerich in recht erregtem Tone, „wenn Sie denn doch der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen wollen — ich kann Ihnen jetzt die Gelegenheit dazu geben. Ich habe Gedichte von einer jungen Dame bei mir, für die ich eine ruhmvolle Zukunft voraussehe. Wollen Sie in Ihrer Wahrheitsliebe die junge Dame durch Ihre einflußreiche Zeitung in die Öffentlichkeit einführen, wenn Sie die Dichterin nach Ihrer besten Überzeugung dessen würdig erachten?“

„Das will ich,“ entgegnete ich bestimmt. Frau Emerich zog eine zierliche Ledertasche hervor und nahm aus dieser einige Papiere, die sie mir hinreichte.

„Bitte, lesen Sie.“ — Und ich las einige offenbar von Damenhand geschriebene Verse über höchst abgenutzte Gegenstände in höchst gewöhnlicher Form und höchst unbedeutenden Worten. Die unvermeidlichen „Sonne und Wonne“ und „Liebe und Triebe“ waren auch vorhanden, und einmal war in strafwürdigster Dichter-Rohheit „Freude“ auf „heute“ gereimt.

Ich gab das Manuskript zurück und sagte: „Geehrte Frau, ich bedaure, Ihnen sagen zu müssen, daß nach diesen Proben und meiner Überzeugung die junge Dichterin als solche durchaus keine Zukunft zu erwarten haben wird.“

„Ah, und womit wollen Sie dies harte Urteil begründen?“

„Wenn jemand in seinem achtzehnten Jahre schlechte Verse macht — nun, der kann vielleicht im dreißigsten Jahre noch gute Verse machen — wer aber im achtzehnten Jahre Verse wie diese von so unaussprechlicher Geringwertigkeit macht — der macht sie im höchsten Alter noch ebenso nichtsnutzig. Wollen Sie übrigens meinem Urteil allein nicht trauen, so lese ich mit Ihrer gütigen Erlaubnis ein paar Verse vor.“

Und ich las mit gütiger Erlaubnis der Freundin des Fräulein Emma von Kanten ein paar Verse vor, und sämtliche Anwesende vereinten sich mit mir in der Ansicht, daß niemals unbedeutendere Worte zu überflüssigeren Versen verarbeitet worden wären. Selbst Fräulein von Kanten betonte besonders scharf, daß sie mir in diesem Falle Recht geben müsse; die Gedichte wären doch zu ungewöhnlich gewöhnlich. — Mir ward etwas unbehaglich zu Mute, als meine Exfreundin sich so kampflustig an meine Seite stellte.

„Also, meine Herrschaften,“ ergriff nun mit erhobener Stimme Frau Emerich das Wort, „dieser Mann, der selber so hoch steht in der Meinung der literarischen Welt, und der so verächtlich von unserem Frauengeiste spricht — er behauptet, daß das Weib, welches diese Verse gemacht, kein Dichter sei und es nie werden könne?!“

„Das behaupte ich.“

„Nun denn — das Weib, welches diese Verse gedichtet hat — ist — dieser Mann!“

Frau Emerich hatte sich bei diesen Worten hoch aufgerichtet und streckte ihren Arm gegen mich aus, als wollte sie mich auch körperlich zu Boden schlagen. Das unheimliche Gefühl, das mich bei der Rede der Dame befallen hatte, steigerte sich um ein Bedeutendes, als jetzt Fräulein Emma von Kanten ebenfalls ein Papier hervorzog, mir dasselbe dicht unter die Augen hielt und ausrief: „Kennen Sie diese Handschrift?“

Ich las dieselben nichtigen Verse von vorhin auf stark vergilbtem Papier in mir unheimlich bekannt scheinenden Schriftzügen.

„Diese Verse,“ wandte sich nun Fräulein von Kanten an die hocherstaunte Gesellschaft, „diese Verse, welche die Tochter meiner Freundin kopiert hat, diese Verse von „so unaussprechlicher Geringwertigkeit“ — hat vor ungefähr 20 Jahren unser großer Kritiker selbst gedichtet. Ich weiß es ganz genau, denn ich kenne die Dame, der er diese — hoffnungslosen Verse gewidmet hat!“

Da war sie wieder, die Nemesis — die erbarmungslose Nemesis!

Ich war ein wenig in den Schaukelstuhl zurückgesunken — ich schlug die Augen nieder vor all den lachenden Mienen und spöttischen Blicken. Nur auf dem Antlitz meiner liebenswürdigen Wirtin sah ich stilles Mitleid.

Endlich erhob ich mich — ein wenig langsam — ein wenig unbeholfen und sagte mit etwas unsicherer Stimme:

„Meine Damen und Herren — ich bekenne es — ich bin geschlagen, besiegt — von einer Dame besiegt, der ich allerdings vielleicht eine Buße schuldig war — nun, ich werde die Geschichte meiner Buße veröffentlichen.“

„Die ganze Geschichte?!“ fragte Fräulein von Kanten, und ihr überlegenes Lächeln verschwand unter einer leichten Falte der Besorgnis.

„Die ganze Geschichte, mein verehrtes Fräulein! Und wenn es die übrigen Herrschaften interessiert, so kann ich Ihnen den Namen der Dame gleich jetzt mitteilen.“

„Oh, ganz sicher interessiert uns das!“ rief Frau Emerich. Ich sah meine Feindin erbleichen, und Frau Professor Mentow warf mir einen zürnenden Blick zu.

Ich tat einige Augenblicke, als ob ich noch nicht entschlossen sei, mein Geheimnis preiszugeben.

„Ach bah,“ rief ich dann, „was sollte mich verhindern?! Also, verehrte Anwesende, die Dame von der ich sprach, heißt — Fräulein — Sophie Rose!“

Man war etwas enttäuscht. Man kannte natürlich diese Dame nicht.

Fräulein von Kanten atmete leise auf, und Frau Professor Mentow lächelte mir freundlich zu. Ich fuhr fort:

„Wenn auch sonst niemand von Ihnen, meine Herrschaften, Fräulein Sophie Rose kennt, so kennt Fräulein von Kanten sie sicherlich. Fräulein Sophie Rose hat ja dieser Dame meine armen Verse verraten, und ich richte jetzt an Fräulein von Kanten die höfliche Frage: Wo ist Fräulein Sophie Rose zu finden?“

Fräulein von Kanten antwortete mit anerkennenswerter Geistesgegenwart:

„Ich werde mich hüten, Ihnen das zu sagen. Sie sind augenscheinlich im Begriffe, meine Freundin zu kompromittieren.“

„Das könnten Sie leicht verhindern, gnädiges Fräulein, wenn Sie eine Vermittlerrolle zwischen der Dame und mir spielen wollen.“

„Ah, wenn Sie im Ernste sprechen — —.“

„Mein Ehrenwort, ich spreche im Ernste; wenn ich der frohen Stunden gedenke, die ich einst gemeinsam mit — jener Dame verlebt, so überkommt mich wieder das Gefühl einer warmen Freundschaft.“

„Ah, wirklich?! Ich werde das meiner Freundin getreulich berichten. Und ich darf ihr sagen, daß Sie ihr wegen dieses wohl etwas indiskreten Scherzes mit Ihren — Jugendversen nicht grollen?“

„Ich würde gewiß nicht weiter daran denken, wenn ich hoffen dürfte, daß meine ehemalige Freundin auch die Geschichte von dem — Frühlingshut vergessen könnte.“

„Dafür stehe ich Ihnen! Der Frühlingshut! Ach, mein Herr, wir sind ja jetzt im Herbste!“

Ich reichte meiner neuen alten Freundin die Hand, und wir blickten einander zum ersten Male wieder frei in die Augen.

Bald darauf ging unsere Gesellschaft auseinander.

Meine liebenswürdige Wirtin hielt mich noch einen Augenblick zurück und sagte lächelnd:

„Nun, lieber Freund, heute haben Sie Ihre alte Sünde zu Ende gebüßt — jetzt wird es doch wohl aus sein mit der Nemesis.“

„Ich hoffe es! — Hm — übrigens, verehrte Frau, könnten wir vielleicht jetzt gleich einen Versuch anstellen — —“

„Wie das?“

„Hm — vorhin bei Tische hat mich diese Nemesis nicht zum Essen kommen lassen — haben Sie vielleicht noch ein Stück Apfelkuchen?“ —


Deutsche Dichter-
Gedächtnis-Stiftung.

F 1506 d XII 11:100.000

Die Stiftung ist ein rein gemeinnütziges Unternehmen unter Ausschluß aller privaten Erwerbsinteressen. Ihr Zweck ist, „hervorragenden Dichtern durch Verbreitung ihrer Werke ein Denkmal im Herzen des deutschen Volkes zu setzen“ und durch Verbreitung guter Bücher der schlechten Literatur den Boden abzugraben. Seit dem Jahre 1903 verteilt sie alljährlich an eine stetig wachsende Zahl von Volksbibliotheken sorgfältig ausgewählte Zusammenstellungen guter volkstümlicher Bücher. Bis Ende 1911 wurden 442.338 Bücher im Werte von Mk. 522.179.28 an Volksbibliotheken verteilt.

Die Auflage der von der Stiftung herausgegebenen Sammlungen „Hausbücherei“ und „Volksbücher“ betrug bis Ende 1911:

über 1½ Millionen Exemplare.

Abzüge des Werbeblatts, des letzten Jahresberichts, auch des Aufrufs und der Satzungen usw. werden von der Kanzlei der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung in Hamburg-Großborstel gern unentgeltlich übersandt.

Die Stiftung erbittet jährliche oder einmalige Beiträge. Für Beiträge von 2 Mk. an gewährt die Stiftung durch Übersendung eines Einzelbandes ihrer „Hausbücherei“ oder „Volksbücher“ Gegenleistung.

Gute billige Bücher

(zum Teil künstlerisch illustriert, für die Jugend besonders geeignete Bücher sind mit * versehen).

Bisher sind erschienen:

Hausbücherei

(gebunden, jeder Band in sich abgeschlossen 1 Mark, Vorzugspreis für 11 Bände — beliebig gemischt — nur 10 Mark)

* Bd. 1. Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas. Mit Bild Kleists. 7 Vollbilder von Ernst Liebermann. Einleitung von Dr. Ernst Schultze. 11.-20. Taus.

* Bd. 2. Goethe: Götz von Berlichingen. Mit Bild Goethes. Einleitung v. Dr. W. Bode. 11.-15. Taus.

* Bd. 3. Deutsche Humoristen Band 1: Ausgew. humor. Erzählungen v. P. Rosegger, W. Raabe, Fr. Reuter und A. Roderich. 46.-55. Taus.

Bd. 4. Deutsche Humoristen Band 2: Cl. Brentano, E. Th. A. Hoffmann, H. Zschokke. 26.-35. Taus.

Bd. 5. Deutsche Humoristen Band 3: Hans Hoffmann, Otto Ernst, Max Eyth, Helene Böhlau. 36.-45. T.

Bd. 6/7. Balladenbuch Band 1: Neuere Dichter. 21.30. T.

Bd. 8. Herm. Kurz: Der Weihnachtsfund. Eine Volkserzählung. Mit Bild Kurz’. Einleitung v. Prof. Sulger-Gebing. 11.-15. Taus.

Bd. 9. Novellenbuch Band 1: C. F. Meyer, E. v. Wildenbruch, Fr. Spielhagen, Detl. v. Liliencron. 26.-35. Taus.

Bd. 10. Dorfgeschichten (Novellenbuch Band 2): E. Wichert, H. Sohnrey, W. v. Polenz, R. Greinz. 16.-25. T.

Bd. 11. Schiller: Philosophische Gedichte. Ausgew. u. eingel. v. Prof. E. Kühnemann. Mit Bild Schillers 6.-10. T.

Bd. 12/13. Schiller: Briefe. Ausgew. und eingel. von Prof. E. Kühnemann. Mit 2 Bildern Schillers. 2 Bände in 1 Bande. 6.-10. Taus.

Bd. 14. Geschichten aus deutscher Vorzeit (Novellenbuch Band 3): A. Schmitthenner, J. J. David, W. Hauff. 11.-20. Taus.

* Bd. 15. Seegeschichten (Novellenbuch Band 4): Joachim Nettelbeck, W. Hauff, Hans Hoffmann, W. Jensen, Wilh. Poeck, Johs. Wilda. 21.-30. Taus.

Bd. 16. Auswahl aus den Dichtungen Eduard Mörikes. Herausgeg. u. eingel. v. Dr. J. Loewenberg-Hamburg. Mit Bild u. Silhouette Mörikes. 11.-20. Taus.

Bd. 17. Heine-Buch. Eine Auswahl aus Heinrich Heines Dichtungen. Herausgeg. und eingel. von Otto Ernst-Hamburg. Mit Bild Heines. 6.-10. Taus.

Bd. 18/19. Goethes ausgewählte Briefe. Herausgeg. u. eingel. v. Dr. Wilh. Bode-Weimar. Mit Bildern Goethes. 2 Bände. 11.-15. Taus.

* Bd. 20/21. Deutsches Weihnachtsbuch. Eine Sammlung der schönsten und beliebtesten Weihnachtsdichtungen in Poesie u. Prosa. 21.-30. Taus.

Bd. 22. Frauennovellen (Novellenbuch Band 5): Cl. Viebig, L. v. Strauß u. Torney, Lou Andreas-Salomé, M. R. Fischer. 21.-30. Taus.

Bd. 23. Kindheitsgeschichten (Novellenbuch Band 6): A. Schmitthenner, H. Aeckerle, M. Lienert, M. v. Rentz, Hans Land, A. Bayersdorfer, Ch. Niese, Th. Mann. 11.-20. Taus.

* Bd. 24. Kriegsgeschichten (Novellenbuch Band 7): Carl Beyer, H. v. Keist, W. v. Conrady, M. v. La Roche, D. v. Liliencron, Th. Fontane 11.-20. Taus.

* Bd. 25/26. Balladenbuch Band 2: Ältere Dichter. 6.-10. T.

* Bd. 27. Karl Immermann: Preußische Jugend zur Zeit Napoleons. Herausgeg. u. eingeleitet von Dr. Wilhelm Bode-Weimar. Mit Bild Immermanns und 3 Bildern Magdeburgs. 11.-20. Taus.

Bd. 28. Martin Luther als deutscher Klassiker, nebst einer Einführung von Dr. Eugen Lessing. Mit Bild Luthers. 11.-20. Taus.

Bd. 29/30. Deutsche Humoristen Band 4/5. (Humoristische Gedichte.) 11.-20. Taus.

Bd. 31. Deutsche Humoristen Band 6: E. Th. A. Hoffmann, B. v. Arnim, Fr. Th. Vischer, A. Bayersdorfer, Henry F. Urban, Ludw. Thoma. 11.-20. Taus.

* Bd. 32. Max Eyth: Geld und Erfahrung (humoristische Erzählung). Mit Original-Illustrationen von Th. Herrmann und Einleitung von Dr. E. Müller-Rastatt, Hamburg. 6.-10. Taus.

* Bd. 33. Ludwig Uhland: Ausgewählte Balladen und Romanzen. Mit Illustrationen von H. Schroedter, Karlsruhe. 6.-10. Taus.

Bd. 34. J. J. David: Mährische Dorfgeschichten. Ruzena Capek. Cyrill Wallenta. Mit Einleitung von A. v. Weilen und Bild Davids. 6.-10. Taus.

* Bd. 35. Ludwig Finckh: Rapunzel. Mit Bild L. Finckhs und Einleitung von M. Lang. 11.-20. Taus.

Bd. 36. Grethe Auer: Marraksch. (6 Jahre in Marokko.) Mit Bild Gr. Auers u. Einl. von Dr. H. Bloesch.6.-10. T.

Bd. 37. Ernst Wichert: Die Schwestern. Illustriert.

Bd. 38. Musikergeschichten: K. Söhle, R. H. Bartsch, W. Schmidtbonn, E. v. Wolzogen.

Bd. 39. Emil Ertl: Der Salto mortale und andere Geschichten. Illustriert.

Vorzugsausgaben

in prächtigem, biegsamem Einband mit Goldschnitt sind zum Preise von je 4 Mark hergestellt von:

Bd. 6/7 (rot, Ganzleder)

Bd. 12/13 (grün, Ganzleder)

Bd. 18/19 (grau, Ganzleder)

Bd. 20/21 (weiß, Dermatoid)

Bd. 25/26 (rot, Ganzleder)

Bd. 29/30 (rot, Ganzleder).

Bd. 38 (rot, Ganzleder) M. 3.—

Bd. 39 (lila Lein. m. Gold) M. 2.—

Volksbücher (zum Teil illustriert)

* Heft 1. 50 Ged. v. Goethe. Geh. 20, geb. 50 Pf. 11.-20. T.

* Heft 2. Schiller: Tell. 21.-30. T. Geh. 30, geb. 60 Pf.

* Heft 3. Schiller: Balladen. 36.-40. T. Geh. 20, geb. 50 Pf.

* Heft 4. Schiller: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Geh. 30, geb. 60 Pf. 11.-20. T.

* Heft 5. Schiller: Wallensteins Tod. Geh. 30, geb. 60 Pf. 11.-20. T.

Heft 4 u. 5 in einen Band gebunden 1 Mark. 11.-20. T.

Heft 6. Brentano: Die Geschichte vom braven Kasperl u. dem schönen Annerl. Ill. v. W. Schulz. Geh. 15, geb. 40 Pf. 11.-20. T.

Heft 7. E. Th. A. Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi. Illustr. Geh. 20, geb. 50 Pf.

Heft 8. Fr. Halm: Die Marzipanliese. Die Freundinnen. Ill. Geh. 20, geb. 50 Pf. 11.-20. T.

* Heft 9. Fritz Reuter: Woans ick tau ’ne Fru kamm. Geh. 15, geb. 40 Pf. 11.-20. T.

* Heft 10. Max Eyth: Der blinde Passagier. Ill. v. Th. Herrmann. 21.-30. T. Geh. 20, geb. 50 Pf.

Heft 11. Marie von Ebner-Eschenbach: Die Freiherren v. Gemperlein. Illustr. 21.-30. T. Geh. 20, geb. 50 Pf.

Heft 12. Wilhelm Jensen: Über der Heide. 11.-20. T. Geh. 25, geb. 55 Pf.

* Heft 13. Ernst Wichert: Der Wilddieb. Geh. 30, geb. 60 Pf. 11.-20. T.

Heft 14. Levin Schücking: Die drei Großmächte. Illustr. Geh. 25, geb. 55 Pf. 11.-20. T.

Heft 15. Ludwig Anzengruber: Der Erbonkel u. andere Geschichten. 11.-20. T. Geh. 25, geb. 55 Pf.

Heft 16. Helene Böhlau: Kußwirkungen. 11.-20. T. Geh. 20, geb. 50 Pf.

Heft 17. Ilse Frapan-Akunian: Die Last. 11.-20. T. Geh. 25, geb. 55 Pf.

Heft 18. H. v. Kleist: Die Verlobung in St. Domingo. Das Erdbeben in Chili. Der Zweikampf. 11.-20. T. Geh. 30, geb. 60 Pf.

Heft 19. Peter Rosegger: Der Adlerwirt von Kirchbrunn. Geh. 30, geb. 60 Pf. 21.-30. T.

Heft 20. Ernst Zahn: Die Mutter. 11.-20. T. Geh. 20, geb. 50 Pf.

* Heft 21. E.J. Groth: Die Kuhhaut (Humoreske). Mit Illustr. Geh. 15, geb. 40 Pf. 11.-20. T.

* Heft 22. A. Schmitthenner: Die Frühglocke. Mit Illustr. v. Wilh. Schulz. 11.-20. T. Geh. 20, geb. 50 Pf.

* Heft 23. G. Freytag: Karl d. Große. — Friedrich Barbarossa. Minnesang und Minnedienst zur Hohenstaufenzeit. 11.-20. T. Geh. 25, geb. 55 Pf.

Heft 24. Fr. Spielhagen: Hans und Grete. Mit Illustr. 11.-20. T. Geh. 40, geb. 75 Pf.

Heft 25. St. v. Kotze: Geschichten a. Australien. 11.-20. T. Geh. 25, geb. 55 Pf.

Heft 26. Paul Heyse: Andrea Delfin. 11.-20. T. Geh. 30, geb. 60 Pf.

* Heft 27. H. Villinger: Leodegar, der Hirtenschüler. Mit Ill. 11.-20. T. Geh. 20, geb. 50 Pf.

* Heft 28. Otto Ludwig: Aus dem Regen in die Traufe. Ill. 11.-20. T. Geh. 25, geb. 55 Pf.

Heft 29. Richard Huldschiner: Fegefeuer. Mit Buchschmuck. 11.-20. T. Geh. 70 Pf., geb. 1 M.

Heft 30. Franz Grillparzer: Weh dem, der lügt! Geh. 25, geb. 55 Pf. 11.-20. T.

* Heft 31. Paula Dehmel: Märchenbüchlein. Mit 2 bunten Voll- u. 4 Halb-Bildern. Geh. 30, geb. 70 Pf.

Heft 32. Auguste Supper: Die Hexe von Steinbronn. Ill. Geh. 10, geb. 40 Pf.

Heft 33. Adolf Wilbrandt: Der Mitschuldige. Ill. Geh. 30, geb. 70 Pf.

* Schillerbuch, enth. Einleitung über Schillers Leben, die Glocke, Balladen, Tell. Mit Bild Schillers. 346 S. 21.-30. T. Geb. 1 M.


Druck von Grimme & Trömel in Leipzig.

Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung
Hamburg-Großborstel.

Zweck der Stiftung ist, „hervorragenden Dichtern durch Verbreitung ihrer Werke ein Denkmal im Herzen des deutschen Volkes zu setzen“. Über Zweck und Tätigkeit der Stiftung gibt das Werbeblatt genauere Auskunft, das auf Wunsch in jeder beliebigen Anzahl von Exemplaren (unberechnet und portofrei) zur Verfügung steht. Auch das Verzeichnis der von der Stiftung veröffentlichten Bücher wird auf Wunsch in jeder beliebigen Anzahl unentgeltlich und portofrei versandt.

Für einen Jahresbeitrag von 2 Mark aufwärts (oder einen einmaligen Beitrag von 20 Mark aufwärts) gibt die Stiftung einen Einzelband ihrer „Hausbücherei“ oder ihrer „Volksbücher“ als Gegenleistung.

Mitglieder erhalten alle bestellten Bücher von der Kanzlei der Stiftung portofrei.

Das Geschäftsjahr der Stiftung läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.

Zuschriften werden in der Regel unpersönlich erbeten — nur mit der Aufschrift: Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Hamburg-Großborstel. Erwünscht ist Angabe der Abteilung, an die der Brief gerichtet ist.

Telegramm-Adresse nur: Dichterstiftung Großborstel.

Zahlungen werden erbeten an die Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Hamburg-Großborstel — oder durch Banküberweisung an die Hamburger Filiale der Deutschen Bank, Depositenkasse H — oder an Postscheck-Konto Hamburg 737 — oder an Konto Nr. 859.112 der k. k. Postsparkasse, Wien.

Besondere Wünsche der Stiftung an ihre Freunde:

1. Werbung von Mitgliedern, wofür das Werbeblatt (s. oben) zur Verfügung steht. Auch Zeichnungslisten (für mehrere Personen) übersenden wir gern.

2. Angabe von Adressen, an die sich die Stiftung mit der Bitte um einen Beitrag wenden könnte.

3. Schaffung von Ortsgruppen und Frauengruppen (besonders auch Damen als Vorsteherinnen erwünscht).

4. Schenkung von Büchern zur Vervollständigung der Bibliothek der Stiftung.

Druck von Grimme & Trömel in Leipzig.


Fußnoten:

[1] Wie ich zu einer Frau kam.

[2] Hochzeit.

[3] hat’s ein Ende.

[4] mußt du sie gewöhnen.

[5] mittlerweile.

[6] alter Knabe.

[7] gespült.

[8] Kopf.

[9] manchmal.

[10] weichen Pfühl.

[11] gelegt.

[12] Erbsenstroh.

[13] älter.

[14] gefiel.

[15] gut.

[16] zwanziger Jahren.

[17] gelbe Wurzeln ißt.

[18] verschmäht.

[19] Alter.

[20] Gänsebraten.

[21] die Leute sagten.

[22] Freien.

[23] ging.

[24] wie der Fuchs.

[25] Gänsebucht.

[26] haben möchtest.

[27] kommst.

[28] da wohl auch.

[29] erst.

[30] aufgeladen.

[31] dann.

[32] wieder heraus.

[33] Schweins- und Hammelbraten.

[34] Stube.

[35] aussah.

[36] lieb.

[37] -erde.

[38] ersten.

[39] Knopf.

[40] abriß.

[41] saß.

[42] zwischen Baum und Rinde, d. h. in einer mißlichen Lage.

[43] fingen schon an.

[44] greis, grau.

[45] wachsen.

[46] da stehe.

[47] Ofen.

[48] Pfeife.

[49] angesteckt.

[50] gucke.

[51] ins Wetter.

[52] Schnee.

[53] vom leisen Herabfallen des Regens und Schnees gebraucht.

[54] sanft vom Himmel nieder.

[55] draußen.

[56] hören.

[57] bloß.

[58] in der Ferne.

[59] Schlitten.

[60] zu Mute.

[61] Fensterscheiben (Rauten).

[62] zieht (ruckweise).

[63] Schuster.

[64] voll Holz.

[65] Tür.

[66] oben.

[67] liegt.

[68] grün.

[69] sage.

[70] Paar Stiefel.

[71] machen.

[72] fährt, karrt.

[73] Leichdörner.

[74] lasse.

[75] Kerl.

[76] Weile.

[77] schaudert.

[78] sage.

[79] Schnupfen.

[80] tüchtig.

[81] entzwei.

[82] Wolle.

[83] Boden.

[84] geht.

[85] bis.

[86] dunkel.

[87] Feuerzeug.

[88] finden.

[89] gefunden.

[90] Docht.

[91] Zug.

[92] Nase.

[93] aufgegossen.

[94] Umständen.

[95] gleich.

[96] ausschelten.

[97] sollte ich tun.

[98] guckte.

[99] sehen konnte.

[100] zugezogen.

[101] verstand.

[102] Zeit.

[103] unordentlich angebunden.

[104] sahen aus wie.

[105] unten nichts und oben nichts.

[106] abgerissen.

[107] fragten.

[108] trocknen ließe.

[109] machte.

[110] wollte leben.

[111] ohne.

[112] im Leibe.

[113] gehe über die Straße.

[114] warte.

[115] sollst.

[116] Zopf machen.

[117] kam.

[118] stand.

[119] Tannenbaum.

[120] Dim. und Koseform von Karl und Christian.

[121] Flöte.

[122] dazu.

[123] Kreischen.

[124] kleines Mariechen.

[125] Händen.

[126] Schoß.

[127] gangbar, d. h. im Stande, zu gehen.

[128] bei Seite gesetzt.

[129] Schürze.

[130] vorgebunden.

[131] sonntägliches Tuch.

[132] umgeschlagen.

[133] Kinder.

[134] Pfeffernüsse.

[135] allzusehr.

[136] beizu, vorbei fuhr.

[137] Ende.

[138] Werkstatt.

[139] Pantoffeln.

[140] angezogen.

[141] zeugte, spendierte sich.

[142] Krug.

[143] konnte.

[144] Schelten.

[145] kommen.

[146] hätte.

[147] zusehen wollen.

[148] bedeuten.

[149] gewiesen, gezeigt.

[150] Äpfel.

[151] Kränze von Bohnen und Hagebutten.

[152] sieben.

[153] -puppen.

[154] hing.

[155] ist leicht angegriffene, stark begehrte Ware.

[156] durchgebracht.

[157] bis.

[158] Pferd.

[159] abgebissen.

[160] gab.

[161] setzte.

[162] drohte.

[163] Kopfschmerzen.

[164] wies und ausdeutete.

[165] in Semmelteig ausgeknetet.

[166] gelb angemalt.

[167] -eltern.

[168] blasen.

[169] der alte Rademacher.

[170] stumpf.

[171] kleiner Handbohrer.

[172] pfiff und knirschte.

[173] ginge.

[174] mochte.

[175] vermutete.

[176] Schwefelhölzer.

[177] ich habe.

[178] weiß.

[179] half.

[180] nasse Füße.

[181] fertig.

[182] warten Sie nur.

[183] soll herüber kommen.

[184] kochen.

[185] geschah.

[186] aber.

[187] nächsten 14 Tagen.

[188] vorgegangen.

[189] erzählen.

[190] lag.

[191] Traum.

[192] leuchtete.

[193] ausreckte.

[194] zerrissenen.

[195] ohne Boden (Sohle).

[196] standen zwischen.

[197] Weinachts-.

[198] tausend.

[199] Augen.

[200] dann rief.

[201] laßt.

[202] bei Eurem Vater.

[203] trieben.

[204] zurück.

[205] Ohren.

[206] Stiefelmachen.

[207] gelten.

[208] dann fing.

[209] Topf.

[210] oberhalb meines Kopfes, am Kopfende.

[211] breites.

[212] lief.

[213] steckten.

[214] Zunge.

[215] griff.

[216] zog.

[217] statt.

[218] zu meinen Füßen, am Fußende.

[219] da sägten.

[220] zwei.

[221] Holz.

[222] feines.

[223] in eichenen Knorren.

[224] gesägt.

[225] auf und nieder.

[226] stände.

[227] Erdbeere.

[228] grün.

[229] Holz, Gehölz.

[230] genauer zusah.

[231] meines Onkels.

[232] rote Nase.

[233] guckte.

[234] Fußsack.

[235] gewirkt, gearbeitet.

[236] käme.

[237] aus dem Dunkel.

[238] wäre.

[239] -stuhl.

[240] groß.

[241] bis.

[242] schnarchte.

[243] erst hörte.

[244] zuletzt ermunterte.

[245] rieb.

[246] wie der alte Nachbar.

[247] 22jährig.

[248] Vorbei-, Handpferd.

[249] Fohlen, Füllen.

[250] schon wieder.

[251] zurecht legte.

[252] weiter.

[253] wahr.

[254] geträumt.

[255] Teil.

[256] Schnack.

[257] liege.

[258] weiß.

[259] kroch.

[260] nahm.

[261] leuchtete.

[262] glaube.

[263] Aussehen.

[264] Koseform von Junge.

[265] streichelte.

[266] nachgerade.

[267] sein lassen.

[268] zweimal.

[269] gefahren.

[270] bischen.

[271] eingedruselt.

[272] versprach.

[273] besser.

[274] zu Ende.

[275] mürbe.

[276] hinfällig (gliederweich).

[277] regen, rühren.

[278] aufschlug.

[279] Löffel.

[280] futterte.

[281] pfropfte.

[282] steif.

[283] wie Buchbinder-Kleister.

[284] Essen Sie.

[285] gutmütig.

[286] mochte wollen.

[287] Wurst.

[288] Stunden.

[289] zusammen.

[290] erzählte.

[291] dreizehn.

[292] Husarenzucht.

[293] anlegen sollen.

[294] sieh.

[295] heißt.

[296] gut.

[297] ziehst.

[298] sollte.

[299] warten.

[300] viel.

[301] Pflege.

[302] däucht.

[303] fiel.

[304] Wort.

[305] genug.

[306] gepflegt.

[307] selbst.

[308] Dein Möglichstes getan.

[309] fragt.

[310] wissen tue, d. h. ich weiß.

[311] stattlich.

[312] blinzelt.

[313] weiter.

[314] wieder.

[315] draußen vor dem Tor.

[316] Mühle.

[317] hinzu.

[318] zwischen drei und vier.

[319] freiest.

[320] fällt Dir ein.

[321] fahre ich auf.

[322] Ereifere.

[323] Wittfrau, Witwe.

[324] hinzu, gegen 5 Uhr.

[325] heizt, brennt — an.

[326] rauchen.

[327] wie die Backöfen.

[328] neugierig.

[329] stand auf.

[330] blinzelnd.

[331] gucken.

[332] gesehen.

[333] geredet.

[334] drehe mich um.

[335] darum.

[336] muß.

[337] Schwestersohnes Braut.

[338] weit.

[339] weiter zurück.

[340] hinter.

[341] guckte.

[342] weil.

[343] herunter hing.

[344] reiße.

[345] tat.

[346] schlug.

[347] Zug.

[348] Bettstelle.

[349] zusammenziehen wollte.

[350] vorbei.

[351] sah.

[352] angeguckt.

[353] das dicke Ende, die Hauptsache.

[354] kommt nach.

[355] mehrere Tugenden.

[356] herumgebunden.

[357] Kleidern.

[358] Straße.

[359] paar.

[360] im Munde.

[361] schiefe.

[362] Fußzeug.

[363] in Ordnung.

[364] Frauensleuten.

[365] Pferden.

[366] zuerst.

[367] Gangwerk.

[368] ordentlich.

[369] Fußzeug.

[370] Fleiß.

[371] Reinlichkeit.

[372] rechnen.

[373] lasse.

[374] spielst einen schönen Zwickel, d. h. siehst niedlich aus.

[375] drehst wohl ein bißchen.

[376] dafür.

[377] Frauenzimmer.

[378] unschuldiges Gespräch.

[379] zurück.

[380] Baum.

[381] tue.

[382] Pfeifengeschirr.

[383] etwa 5 Schritt.

[384] da ziehe.

[385] reiße.

[386] Taler.

[387] klein.

[388] merkst.

[389] gefroren.

[390] Fußsteig.

[391] nieder.

[392] pustete, keuchte.

[393] höllisch, sehr sauer.

[394] dies sah.

[395] helfen.

[396] wollte ich nur.

[397] kamen.

[398] Unterhaltung.

[399] Bedeutung.

[400] kennte.

[401] liefest.

[402] auf und nieder.

[403] gelb-grau.

[404] Hut.

[405] Überzieher.

[406] Haare.

[407] ältlich.

[408] Kleidung.

[409] sprang.

[410] in die Höhe.

[411] feuerrot.

[412] laut, aus vollem Halse.

[413] Schnack.

[414] Leuten.

[415] lieber.

[416] zu Hause bleiben.

[417] gerne wissen.

[418] sprichwörtlich: raucht, stark dampfend, wie der mit Buschholz geheizte Backofen der kleinen Leute.

[419] Sache.

[420] wie käme der dazu.

[421] Advokat.

[422] riet.

[423] raten.

[424] schien.

[425] Art.

[426] dabei.

[427] gekriegt.

[428] zugleich.

[429] dann.

[430] leiden.

[431] über und über.

[432] nieder.

[433] nestelte, knüpfte.

[434] Hut.

[435] wieder in die Höhe.

[436] guckte.

[437] oben herab.

[438] halben Wendung.

[439] Art.

[440] vorlegen wollte.

[441] d. h. zu stande.

[442] beiße.

[443] Knopf.

[444] bloß.

[445] kochen.

[446] dann.

[447] zu Euch ziehen.

[448] Bursche.

[449] ernsthaft.

[450] Freierei, Verheiratung.

[451] Teil.

[452] närrischer.

[453] nächsten Tagen.

[454] stümperhaft ausgehen.

[455] gênant.

[456] zu Eise.

[457] Schlittschuhlaufen.

[458] Schlittenfahren.

[459] Bude.

[460] Branntwein.

[461] verkauft.

[462] wie.

[463] Kuchen.

[464] fordert.

[465] fällt.

[466] trank lieber.

[467] heißt.

[468] Kinder.

[469] ohne.

[470] Berg.

[471] grünem Schleier.

[472] drin saß.

[473] beugte.

[474] Leib.

[475] vor- und hintenüber.

[476] Kreuz.

[477] sonderbar, possierlich.

[478] Eis.

[479] Balance.

[480] greifen.

[481] schlägt.

[482] zurück.

[483] süßen Augentrost.

[484] zu Mute.

[485] Maulschellen.

[486] gegeben.

[487] weiß.

[488] der Alte.

[489] verdirbt.

[490] Freierei.

[491] bis in den groben Grund, d. h. gründlich.

[492] ärgerlich.

[493] gräme, ärgere mich im stillen.

[494] Tür.

[495] mache.

[496] Bruder.

[497] die Tageszeit geboten, d. h. gegrüßt habe.

[498] aber.

[499] sah so sauer aus.

[500] wie ein gesalzener Hering.

[501] gelegt.

[502] kurzweg.

[503] setzte hinzu.

[504] nicht wohl.

[505] munter, schelmisch.

[506] schier, rein.

[507] Hafer.

[508] gestanden.

[509] wie.

[510] Traum.

[511] guckt.

[512] scharf.

[513] fein.

[514] Rahm, Sahne.

[515] Milch.

[516] begnügen.

[517] geschrieben.

[518] Verkehr.

[519] reißt.

[520] schmeißt.

[521] Mädchen.

[522] feierlich.

[523] unterschreiben.

[524] zuerst.

[525] dann schmiß.

[526] laut auf.

[527] gut 20 Jahre.

[528] älter.

[529] traute.

[530] Courage.

[531] schon ausging.

[532] weiter.

[533] kriegte es.

[534] Herz.

[535] breit genug.

[536] verzog.

[537] die Lache.

[538] blieb unterwegs hängen.

[539] Spiegel.

[540] ins Ende, in die Höhe.

[541] auf und nieder.

[542] schlecht.

[543] schlug.

[544] er tut’s.

[545] kapabel.

[546] aus mancherlei Ursache.

[547] Schelte.

[548] spielte L’hombre.

[549] leiden.

[550] spielte.

[551] verlor.

[552] dann wieder.

[553] abkaufen lassen.

[554] nahm den Mohren.

[555] Codille.

[556] verdrießlich.

[557] nach Hause.

[558] legte mich nieder.

[559] wollte schlafen.

[560] konnte.

[561] süß.

[562] angetan.

[563] fiel.

[564] Leben.

[565] nur zu.

[566] Fragezeichen.

[567] ausdeutete.

[568] hieß.

[569] besser.

[570] selbst.

[571] sah ich ein.

[572] graue.

[573] kalte.

[574] schien.

[575] Knochen.

[576] schauerte, gruselte.

[577] was sein muß.

[578] kaufen.

[579] Paar.

[580] feinen, gelben Handschuhen.

[581] Advokaten.

[582] tragen.

[583] bedeuten wollen.

[584] Gegen elf (Uhr).

[585] steckte (stak).

[586] schwarz.

[587] Leibrock.

[588] neuen.

[589] ehe.

[590] Hut aufsetzte.

[591] geglaubt.

[592] schmiß.

[593] bleiben.

[594] Pantoffeln.

[595] standen.

[596] ihr werdet euch.

[597] wundern.

[598] binnen kurzem.

[599] kleine.

[600] zum Besuch kommen.

[601] die Straße hinab.

[602] komme.

[603] erst.

[604] Frieden.

[605] klopfte.

[606] schon viel gesehen.

[607] Kerl.

[608] Feuer fraß.

[609] Hechelheede = Werg.

[610] seidenen.

[611] blau.

[612] niemals.

[613] kriegte.

[614] da stand.

[615] in demselben Aufzug.

[616] bloß.

[617] grüner Jagdrock (Frack).

[618] Hirschleder.

[619] Schafleder.

[620] weißer Schnurrbart.

[621] klare Eiszapfen.

[622] niederhing.

[623] nach oben.

[624] aufgeschwänzt.

[625] Couleuren.

[626] rief.

[627] rollte.

[628] erschrak.

[629] rufe.

[630] ja nur.

[631] gekommen.

[632] fest.

[633] solltest.

[634] lieber alter.

[635] wolltest.

[636] bißchen erschrecken.

[637] weiß.

[638] -zeiten.

[639] stößt, rüttelt.

[640] zusammen.

[641] rafft, richtet ihn auf.

[642] denn dann.

[643] Schimpf, Scham.

[644] Spiel.

[645] Bogen.

[646] Kniff, Knautsch.

[647] kniff.

[648] Faust.

[649] dann.

[650] mehr.

[651] holte.

[652] wie.

[653] Setze.

[654] Stuhl.

[655] knüpft.

[656] Stege.

[657] Fußfall.

[658] gehört.

[659] niemals selbst durchgemacht.

[660] auf Bildern.

[661] warte.

[662] unter die Arme greifen.

[663] dabei riß.

[664] Kommode.

[665] kramte.

[666] Auszug, Schublade.

[667] da kam.

[668] Stammbuch.

[669] geschah.

[670] anrührte.

[671] dann zog.

[672] Zeug.

[673] tief.

[674] hielt.

[675] mit schwarzen Kreuzen.

[676] weichmütig.

[677] viel.

[678] einer.

[679] Christian.

[680] Schneider.

[681] Sohn.

[682] meinen Eltern.

[683] Haus an Haus.

[684] wohnte.

[685] Torschreiber.

[686] Parchim, meckl. Stadt.

[687] sein.

[688] läßt.

[689] besuchen.

[690] diesmal.

[691] heraus geholt.

[692] suche.

[693] lerne ihn auswendig.

[694] darin stehen welche.

[695] beten.

[696] dann.

[697] auf Erden.

[698] finden.

[699] blätterte.

[700] tue.

[701] wie es mir ums Herz ist.

[702] heute.

[703] auch gut.

[704] mache nun auch.

[705] umdrehte.

[706] weiße.

[707] halbe Elle.

[708] gab.

[709] stopfte.

[710] Ende.

[711] unter das Halstuch.

[712] Haustür.

[713] da hustete.

[714] über.

[715] hinauf guckte.

[716] lag.

[717] halb (geöffnet).

[718] blinzelte.

[719] Straße.

[720] wehte.

[721] die Leute möchten merken.

[722] zwischen.

[723] erzählen.

[724] hüten.

[725] unter 100.

[726] machen 99.

[727] Bräutigams.

[728] gebe.

[729] Sache übernehmen.

[730] klüger.

[731] nach etwa 1½ Stunden.

[732] bis unter.

[733] Hutkopf.

[734] darnach ausgesehen.

[735] töricht.

[736] angewöhnt.

[737] selbst.

[738] schnacken.

[739] herunter.

[740] gingen.

[741] scharf nachguckten.

[742] wie meine Hände.

[743] etwa drei Ruten.

[744] ab, entfernt.

[745] stürzte.

[746] fiel.

[747] hinter.

[748] gestanden.

[749] gelauert.

[750] rief.

[751] halte dein Maul.

[752] wann ehe.

[753] schweige.

[754] faßte.

[755] zog.

[756] da konnte.

[757] halten.

[758] spielte.

[759] Herz.

[760] Solo-Couleur (beim Kartenspiel).

[761] leuchteten.

[762] Augen.

[763] Trümpfe.

[764] wies.

[765] Daumen.

[766] Schulter.

[767] sehen Sie da.

[768] wissen.

[769] wieder genug.

[770] guckte.

[771] quer, von der Seite.

[772] wiese, zeigte.

[773] schwarz.

[774] niedersetzen.

[775] erzählen.

[776] aus, zu Ende erzählt.

[777] wie der Himmel.

[778] in der Heuernte.

[779] Sonne scheinen.

[780] regnen.

[781] lassen soll.

[782] Teil.

[783] besser gemacht.

[784] fragte dann.

[785] bei welchem.

[786] Fußfall.

[787] angebracht.

[788] gestehen.

[789] zum Vorschein gekommen.

[790] wohl zu speisen.

[791] halte.

[792] nachkommt.

[793] beißt der Wolf, sprichw.

[794] viel zu zeitig.

[795] gekrähet.

[796] Sache.

[797] gehört.

[798] Verlobung.

[799] Kniee.

[800] nächsten Tagen.

[801] auseinander.

[802] Zeit.

[803] hüten.

[804] tiefste.

[805] muß.

[806] Einer, man.

[807] Jedem.

[808] auf die Nase binden.

[809] nun auch gerne.

[810] glaube.

[811] mit — dazwischen laufen.

[812] Possen.

[813] treiben.

[814] verdrießen.

[815] Honigkuchen.

[816] gehört.

[817] ein klein bißchen.

[818] Pfeffer.

[819] zuerst.

[820] Körnchen.

[821] sah.

[822] bei den Verwandten meiner Braut.

[823] Zufriedenheit.

[824] Fischkochen.

[825] überzeugt.

[826] sparte.

[827] griff tief.

[828] Honigtopf.

[829] süß.

[830] -monat.

[831] viele Fliegen.

[832] zu bergen wußte.

[833] im Schwange.

[834] zum Vergnügen.

[835] brüden = necken, foppen.

[836] ließ.

[837] auf fünf.

[838] schon.

[839] greinte, lachte.

[840] Straße.

[841] beraten.

[842] kam.

[843] alten.

[844] von dömeln = schwatzen, unbedeutende Sachen erzählen.

[845] gleich vorgenommen.

[846] Umständen.

[847] aufgeben.

[848] erstens, weil.

[849] -art.

[850] zusagte.

[851] zweitens.

[852] zuträglich hielt.

[853] hin geriet.

[854] leises Flüstern.

[855] Anstoßen.

[856] Ferne.

[857] Nähe.

[858] Zaunpfahl.

[859] erzählten.

[860] der, dieser.

[861] gesagt.

[862] der, jener.

[863] Schäfer.

[864] ärgerlich.

[865] ob.

[866] nur.

[867] aus diesen Gründen.

[868] dann machte.

[869] lieb.

[870] Pfeffermühle.

[871] auf (offen).

[872] stäubte.

[873] kleine feine.

[874] Nase.

[875] Augen.

[876] ob es so sollte.

[877] wie.

[878] wäre.

[879] aufgewartet.

[880] Zeug.

[881] anbeträfe.

[882] gäbe.

[883] gut genug.

[884] wie.

[885] gehört hätte.

[886] aufgefüttert, erzogen.

[887] niemals.

[888] kaltes Wasser.

[889] Daune.

[890] schon zu alt.

[891] nächstens.

[892] besuchen wollte.

[893] tun.

[894] dawider.

[895] Spinnweben.

[896] Boden, Zimmerdecke.

[897] Staub.

[898] Privat-Kehricht-Haufen.

[899] angelegt.

[900] verstauchen.

[901] Feuer.

[902] sonst.

[903] gegangen.

[904] dann setzte.

[905] Ofenloch.

[906] Kohlen.

[907] glüheten.

[908] Weberwitwe.

[909] muß.

[910] bei ihr.

[911] tief.

[912] wohnen.

[913] Fleck, Stelle.

[914] heiß.

[915] fällt.

[916] anpustet, anbläst.

[917] ein bißchen.

[918] anzuwärmem.

[919] geschmissen.

[920] toller, ärger.

[921] Straße.

[922] hörte.

[923] schon von Ferne.

[924] guckten.

[925] Haustür.

[926] Haufen.

[927] zusammen gefunden.

[928] Diele, Hausflur.

[929] vorbei.

[930] fährt.

[931] Kürschnermeister.

[932] d. h. die untere, gewöhnlich geschlossene Hälfte der zweiteiligen Tür, wie sie besonders in kleinen Häusern üblich ist.

[933] vier Buchstaben.

[934] Rinnstein.

[935] Nachbar Grün.

[936] Kürschner.

[937] Frauensleute.

[938] Gevatter.

[939] in die Höhe, auf.

[940] weil.

[941] anging.

[942] gehe.

[943] weiter.

[944] närrisch.

[945] erzähle.

[946] saß.

[947] weiter.

[948] dann.

[949] Bedeuten, Bedeutung.

[950] heißt.

[951] im Hause.

[952] nachgeben.

[953] gestanden.

[954] gesessen.

[955] verdrießlich.

[956] von der Seite.

[957] ins Auge gefaßt.

[958] sieht.

[959] gar nicht darnach aus.

[960] möchte.

[961] gerne.

[962] glaube.

[963] bleibt.

[964] lieber drinnen.

[965] den Teufel auch.

[966] aber.

[967] Schürzenband.

[968] angebunden.

[969] wie klein.

[970] Hinterfleck, Hacken.

[971] einer, man.

[972] nachher.

[973] gilt.

[974] Scheffel.

[975] gewöhnen.

[976] darauf verlasse dich nur nicht.

[977] Sprichwort.

[978] etwas Neues.

[979] machte.

[980] Nutzanwendung.

[981] lasse.

[982] zu alt dazu.

[983] folgst.

[984] Lehrjahre.

[985] Kloß-, Erdkloßtreter, scherzhaft für: Landmann.

[986] durchgemacht.

[987] wohnten.

[988] dazumal.

[989] zwei.

[990] schier, schmuck.

[991] Kerle.

[992] hieß.

[993] Wolf.

[994] Dorf.

[995] Kibitz.

[996] Müller.

[997] Pfiffikus.

[998] verstand.

[999] einfältig, beschränkt.

[1000] Zeit.

[1001] Gevatterin.

[1002] schon gehört.

[1003] des Schulzen.

[1004] Sophie und Marie.

[1005] d. h. 10. November.

[1006] freiten.

[1007] etwa: gelt! eigentl.: stehe.

[1008] gebeten.

[1009] wie heute.

[1010] wie.

[1011] Schreiber, Wirtschafter.

[1012] Schleifkanne, hölzerner Deckelkrug.

[1013] voll Doppelbier.

[1014] ärgerlich, böse.

[1015] im besten Einvernehmen.

[1016] währte.

[1017] schlägt.

[1018] Krug, Wirtshaus.

[1019] spielt.

[1020] wieso.

[1021] eigentl. vermietet.

[1022] dann muß.

[1023] Mieter.

[1024] komme.

[1025] Schweine geschlachtet.

[1026] weißt.

[1027] Schwarzsauer, in Blut gekochtes Schweinefleisch.

[1028] Beweis geben.

[1029] ruft.

[1030] einmal.

[1031] die große Schüssel.

[1032] schmeiße.

[1033] gleich.

[1034] fährt.

[1035] wie heute Morgen.

[1036] Topf.

[1037] geschieht.

[1038] lasse Dir die Zeit.

[1039] spät.

[1040] zurück.

[1041] Weise.

[1042] eingesperrt.

[1043] geschlagen (mit einem ‚Schacht’‘ = Prügel).

[1044] Brautleute.

[1045] da lauerte, sah.

[1046] welchem.

[1047] Zeug.

[1048] hielte.

[1049] fand.

[1050] rotes seidenes Tuch.

[1051] gab.

[1052] gegessen.

[1053] bißchen.

[1054] Gänseschmalz.

[1055] geschmiert.

[1056] losfuhr.

[1057] faßte.

[1058] rund.

[1059] hält.

[1060] findest.

[1061] niemals.

[1062] gab, d. h. fand sich darein.

[1063] Teterow, meckl. Stadt.

[1064] gewann.

[1065] dazu freute.

[1066] da nahm.

[1067] spielte.

[1068] schmiß.

[1069] weinen.

[1070] laß sein.

[1071] besser.

[1072] entzwei gefallen.

[1073] unser Leben.

[1074] brach.

[1075] Zähne.

[1076] Herbstmarkt.

[1077] neuen.

[1078] wieder schenkst.

[1079] geblieben.

[1080] zufrieden.

[1081] muß.

[1082] Krüger, Wirt.

[1083] komme heraus.

[1084] draußen.

[1085] trifft.

[1086] Adj. von entzwei.

[1087] Auge.

[1088] erschrickt.

[1089] schlecht.

[1090] Erzählen.

[1091] gut genug behalten.

[1092] geholfen.

[1093] helfen.

[1094] Spiegel.

[1095] Haare.

[1096] Frau des Holländers, Milchmeiers.

[1097] Kaffeeklatsch, Kaffeegesellschaft.

[1098] zurecht.

[1099] liegt.

[1100] Haube.

[1101] Waschschüssel.

[1102] Seifenwasser.

[1103] tue.

[1104] ehe.

[1105] präcavieren, vorsehen.

[1106] fährt.

[1107] wohl.

[1108] da ruft.

[1109] Teil.

[1110] guck.

[1111] zieht.

[1112] zugerichtet.

[1113] -bart.

[1114] gemacht.

[1115] hilft.

[1116] stand auf.

[1117] klug.

[1118] drehte.

[1119] sonst schon bessere.

[1120] gleich.

[1121] suchen.

[1122] glauben.

[1123] Spitzbube.

[1124] bis an den Hacken (Ferse), d. h. fertig.

[1125] der Alte.

[1126] greint, lacht verstohlen.

[1127] regnet.

[1128] fahren.

[1129] wie alt.

[1130] Alter.

[1131] mochte.

[1132] Bräutigamszeit.

[1133] etwas hören.

[1134] Pfeffer.

[1135] dann lasse.

[1136] scharf.

[1137] siebenten.

[1138] 41 Jahre gewesen.

[1139] in den Zwanzigen.

[1140] in den Dreißigen.

[1141] klug.

[1142] in den Fünfzigen.

[1143] reich.

[1144] nur sein lassen.

[1145] scheinst.

[1146] stramm ins Ende, in die Höhe.

[1147] kauft.

[1148] betrogen.

[1149] dabei.

[1150] Gleichnis.

[1151] aufgeführt.

[1152] traust.

[1153] Alter.

[1154] etwa drei Stück.

[1155] überlege.

[1156] drehe.

[1157] glaube.

[1158] dann mache sie.

[1159] schlechte.

[1160] schelten.

[1161] sieh über.

[1162] lieber.

[1163] Herz.

[1164] gehört.

[1165] schlägt.

[1166] bis.

[1167] hinzu.

[1168] überlegte.

[1169] angestellt.

[1170] hüten.

[1171] Erzählung.

[1172] Hände.

[1173] möglicherweise.

[1174] merken.

[1175] diese Stückchen.

[1176] abgekartet.

[1177] halt.

[1178] dieses Spiel.

[1179] gilt.

[1180] etwa: du hast gepfuscht; nicht richtig gespielt.

[1181] Karten.

[1182] bediene.

[1183] aus der Hälfte, beim Kartenspiel, auch: aus dem Schneider.

[1184] aber manchmal.

[1185] fleißig.

[1186] nachgibt.

[1187] zu Werk gegangen.

[1188] neulich.

[1189] wie es.

[1190] zusammen.

[1191] denn dann.

[1192] Ihr lebt ja.

[1193] sei zufrieden.

[1194] manchmal so zu Mute.

[1195] legte.

[1196] Schulter.

[1197] Erde.

[1198] begnüge.

[1199] anbetrifft.

[1200] Joachim Schmitt.

[1201] alt.

[1202] nachher.

[1203] wie ein Apfelbaum.

[1204] darin sitzt man.

[1205] rötesten Äpfel.

[1206] kurz.

[1207] holt.

[1208] Stange.

[1209] zunicht.

[1210] Zweige.

[1211] Trage-, Fruchtknospen.

[1212] läßt.

[1213] wartet.

[1214] Herbst.

[1215] dann.

[1216] Schoß.

[1217] viel süßer.

[1218] setzte.

[1219] hinzu.

[1220] treuherzig.

[1221] schüttle.

[1222] Zeit.

[1223] deiner (währt) wartet.

[1224] dann erzähle.