Gesammelte Werke
Einzige autorisierte deutsche Original-Ausgabe in zehn Bänden
Einband von Alphons Woelfle
Mit einem Bilde der Dichterin von Carl Larsson
In 10 Leinenbänden 38,50 Mark
In 10 Halbfranzbänden 55 Mark
Carl Busse schreibt in »Velhagen & Klasings Monatsheften«: Gleichzeitig ist eine hübsche Gesamtausgabe ihrer Werke erschienen, und sie enthält jene prachtvollen Schöpfungen, vor denen man unvergeßliche Stunden verbringt ... Die Eindrücke, die man aus diesen Werken mitnimmt, gehören zu den größten, die die moderne Literatur überhaupt vermittelt.
Tägliche Rundschau, Berlin: Man könnte Schnitzlers Werke wohl in seiner Bibliothek entbehren, die von Selma Lagerlöf kaum. Ein Born von unerschöpflich schönen Märchenstunden ist in diesen zehn braunen Bänden vorhanden. Eine Schar von zehn Freunden. Was soll in Kürze über sie hier gesagt werden. Sie sind helle, köstliche deutsche Dichtung.
Ostdeutsche Rundschau, Wien: ... einer Dichterin, die zu den wenigen gehört, die auch noch in kommenden Jahrhunderten genannt werden.
In Einzelausgaben
sind früher von Selma Lagerlöf im gleichen Verlage erschienen:
Jerusalem I (In Dalarne), Roman, 15. Auflage
Jerusalem II (Im heiligen Land), Roman, 14. Aufl.
Gösta Berling, Roman, 16. Auflage
Eine Herrenhofsage, Roman, 8. Auflage
Die Wunder des Antichrist, Roman, 5. Auflage
Liljecronas Heimat, Roman, 12. Auflage
Jans Heimweh, Roman, 15. Auflage
Herrn Arnes Schatz, Erzählung, 4. Auflage
Der Fuhrmann des Todes, Erzählung, 10. Auflage
Christuslegenden, 18. Auflage
Legenden und Erzählungen, 5. Auflage
Die Königinnen von Kungahälla, Erzähl., 6. Aufl.
Unsichtbare Bande, Erzählungen, 3. Auflage
Ein Stück Lebensgeschichte, Erzählungen, 9. Auflage
Trolle und Menschen, Erzählungen, 7. Auflage
Schwester Olives Geschichte, Erzählungen, 5. Auflage
Die sieben Todsünden, Ausgew. Erzähl., 8. Auflage
Wunderbare Reise, Ein Kinderbuch, 27. Auflage
Selma Lagerlöf
Gösta Berling
Roman 16. Auflage
Geheftet 4 Mark, gebunden in Leinen 5,50 Mark, in Leder 7 Mark
Hermann Hesse in der »Neuen Züricher Zeitung«: Alle, die schon ein Lagerlöfsches Buch gelesen haben, werden in eigenem Antrieb jedes neue Werk der Dichterin auffinden und lesen. Ihre früheren Schöpfungen, obenan der herrliche »Gösta Berling«, sind Ereignisse gewesen, und jede von ihnen bedeutete eine Bereicherung der Weltliteratur. Damit möchte ich freilich nicht gesagt haben, der Wert dieser Dichtungen sei ein ausschließlich oder auch nur vorwiegend »literarischer«. An guter Literatur in diesem Sinn leiden wir ja keinen Mangel. Aber die Werke der Schwedin sind so voll von rein menschlichem Wert, so voll Wärme, Tiefe, Herzlichkeit und lauterem Gefühl, daß man beim Lesen, wenigstens beim erstmaligen Lesen, gar nicht daran denkt, ihren literarischen Qualitäten die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Erst nachträglich merkt man dann, wieviel erstaunliche Kunst dahinter steckt. So ist es ja bei allen echten Dichterwerken – man verliert sich an sie wie an eine Naturgewalt ... Und erst viel später, beim zweiten und dritten Wiederlesen, freut sich der ruhiger gewordene Sinn auch am Entdecken des Künstlerischen, am Einzelnen wie an der Organisation des Ganzen, und geht mit immer neuen Freuden den unzähligen großen und kleinen Schönheiten nach.
Berliner Tageblatt: »Gösta Berling« gehört der Weltliteratur an. Die ganze düster-wilde Kraft der nordischen Mythologie offenbart sich hier. Auch dies ist ein Buch, in dem Wunder genug geschehen; aber wenn die Dichterin uns hier einmal treuherzig anspricht: »Ihr Kinder später Zeiten! Ich verlange ja nicht, daß jemand diese alten Geschichten glauben soll,« so kann man ihr ehrlich entgegenhalten, daß sie diese alten Geschichten vermöge ihrer Kunst, die hier auf ihrer Höhe steht, glaubhaft dargestellt hat. Man glaubt ihr diesen Gösta Berling, diesen prächtigen Don Juan, den Haupthelden des Kavalierhauses mit den zwölf sonderbaren Insassen, der zum Leben verurteilt ist und Anderer Leben vernichtet ... Mit virtuoser Selbstverständlichkeit verwebt sie Alltägliches mit Märchenhaftem ...
Selma Lagerlöf
Jerusalem
Roman Zwei Bände
I. In Dalarne 15. Auflage
Geheftet 3,50 Mark, in Leinen gebunden 5 Mark
II. Im heiligen Lande 14. Auflage
Geheftet 4 Mark, in Leinen gebunden 5,50 Mark
Neue Züricher Zeitung: Wenn ich Selma Lagerlöf lese, habe ich das Gefühl, das mich als Kind bei den Märchen überkam, die seltsame Spannung: Was wird wohl Wunderbares noch geschehen? Diese Spannung empfinde ich bei jeder ihrer kleinen Erzählungen, bei jedem Kapitel ihrer größeren Werke. Sie beginnt ganz schlicht und einfach, als ob sie das Alltäglichste erzählen wollte. Gleichgültig läßt man sich mitnehmen, aber bald horcht man auf und wird gespannt und lauscht, – und mir ist es dann immer, als ob ich jetzt etwas erfahren sollte, wonach ich schon lange gesucht: die Lösung eines ewigen Rätsels, ein Großes, Tiefes, Geheimnisvolles. Hinter jeder ihrer Erzählungen steht ein Teil dieses ewig Großen, allgemein Gültigen, ein Stück tiefste Welterkenntnis, eine Offenbarung. In letzter Linie wohl eine Offenbarung ihres eigenen wunderbaren Wesens, ihrer Persönlichkeit, die von einem geradezu mythischem Reichtum ist. – In der Heimat wurzelt die Kunst der Dichterin, aber sie ist merkwürdig vielseitig und reich. Eine große Sehnsucht treibt sie aus dem Norden nach dem Süden ... Oskar Levertin meint, noch nie sei der Süden in so verliebtem Sonnenlicht gesehen, so bezaubernd, mit einer solchen Stimmung von Paradiesesfrühling geschildert worden.
Hamburger Fremdenblatt: Wer zum ersten Male in ein Buch von Selma Lagerlöf hineinblickt, fühlt sich von einem tiefen Staunen erfaßt, das bald in Bewunderung übergeht. Schon auf der ersten Seite des Buches tritt dem Leser jener große Zug entgegen, der alle Werke von Bedeutung charakterisiert und den man trotzdem sehr schwer definieren kann. Die hohe Einfachheit und Schönheit des Stils, die von verhaltener Kraft getragene Ruhe der Schilderung und der weite, freie Blick, alles dies erinnert an die besten Werke der Weltliteratur. Alle Lichtseiten des Buches werden aber übertroffen von der Kunst und Tiefe der Menschenzeichnung.
Selma Lagerlöf
Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen
Ein Kinderbuch
Folgende Neuauflagen sind erschienen:
Vollständig unillustrierte Ausgabe in zwei Bänden
10. Tausend
Geheftet 5 Mark, in Leinen gebunden 8 Mark
Vollständig illustrierte Ausgabe in einem Bande
Mit 8 farbigen Vollbildern und 95 Textillustrationen
von Wilhelm Schulz
7. Tausend
Geheftet 7,50 Mark, in Leinen gebunden 10 Mark
Die ursprünglich dreibändige Ausgabe, die eine sehr große Verbreitung gefunden hat, ist vergriffen und wird nicht mehr neu aufgelegt.
Freisinnige Zeitung, Berlin: Diese »Wunderbare Reise« ist ein Märchenbuch, wie es sein muß, ein solches, nach dem die Großen nicht minder gern immer wieder greifen werden als unsere Kleinen. Wenn irgend jemand, so ist Selma Lagerlöf dazu berufen, uns Märchen zu erzählen, die ebensowohl für die Kinderseelen passen, wie auch den Gereifteren genügen. Aber ist es denn ein Märchenbuch? Ein Junge wird in ein Wichtelmännchen verwandelt, und die Tiere reden. Aber doch glauben wir kein Märchen zu lesen. Nein, wir lesen überhaupt nicht, wir sind selbst mitten dabei, wir erleben mit Nils Holgersson und allen den Tieren alle die Abenteuer auf der Reise durch Schweden. Und es kommt uns vor, als könnte alles gar nicht anders sein. Das ist, weil Selma Lagerlöfs Dichterhand uns mitverzaubert hat, ... Beseelung der Natur, das ist das Geheimnis, das uns dieses Buch der Selma Lagerlöf zu einem köstlichen Besitz macht.
Selma Lagelöf
Jans Heimweh
Roman 15. Auflage
Geheftet 4 Mark, in Leinen gebunden 6 Mark
Otto Stoeßl im »Tag«: ... Keines anderen Dichters Wort besitzt heute so viel ausströmende Menschheitskraft, segnende Menschenliebe, werbende Güte, eratmende Gotteskindschaft, als der Nachtigallenruf dieser wunderbaren Frau: Selma Lagerlöf.
München-Augsburger Abendzeitung: Rührender, erschütternder kann die von dem einfachen Menschen scheu verborgene Liebe zu seinem Kinde, die er schier vor sich selbst verbirgt, nicht geschildert werden: es drückt sich darin die erwärmendste Menschenliebe und eine vollendete Seelenkunde aus. Als erhöhender Vorzug kommt eine unendlich schlichte Darstellung, deren geläuterte Kunst man gar nicht merkt, dazu. In der Ausmalung der engen Umgebung, in der diese Menschheitstragödie sich abspielt, wie in der Landschaftsschilderung zeigt die Verfasserin ihre bekannte hohe Kunst. Alles ist zu einer wundervollen Einheit zusammengestimmt, aus der sich jene tief herzbewegende Wirkung des Buches ergibt. Stirius.
Daheim, Berlin: Von allen Weihnachtsbüchern, die es zu empfehlen gibt, muß leidigerweise das Werk einer Ausländerin weit voranstehen. Aber diese Ausländerin ist nicht nur stammverwandten Bluts –; sie ist auch eine Dichterin, die sich eben durch ihr nordisches Menschentum dichterisch über den Hader der Nationen hinaushebt und nicht einem Volk mehr, sondern der Menschheit angehört. über allem Gefühl für das Vaterland hilft der Krieg in seinen größten Augenblicken dem Menschlichen zum Recht; über alle literarische Richtungen, Meinungen, Absichten und künstlerischen Ziele hinweg tritt in diesem Buch das Menschliche so köstlich, rein und selig- erfüllt ans Licht, wie es einst aus Gottes Herzen in die Menschenseele hineinfloß. Es handelt sich um den Roman »Jans Heimweh« von Selma Lagerlöf. Es ist nicht patriotisch, und dennoch muß man es gestehen: in unserm großen, geistig so fruchtbaren und gesegneten Deutschland haben wir kaum einen lebenden Schriftsteller, der auch nur entfernt das tiefe Herz der Schwedin aufwöge ...
Druck von Hesse & Becker in Leipzig
Buchbinderarbeit von E. A. Enders in Leipzig
Anmerkungen zur Transkription: Die nachfolgende Tabelle enthält eine Auflistung aller gegenüber dem Originaltext vorgenommenen Korrekturen.
p 10: »Er« ist wild, trotzig, verwegen, -> »Er« (Anführungszeichen ergänzt)
p 60: neben ihm der alte Olaf, der Pferdeknecht -> Olof
p 71: Er dachte: »was würden meine Genossen (Anführungszeichen ergänzt)
p 87: wie sie ihm Hund und Fuß abbrennen -> Hand
p 90: Da kannst mir vertrauen -> Du
p 130: stand Gudmund Erlandsons -> Erlandssons
p 156: und empfand Sehnsicht -> Sehnsucht
p 158: Während Mutter Jungeborg -> Ingeborg
p 173: Ich weiß jetzt -> »Ich weiß jetzt (Anführungszeichen ergänzt)
p 175: »Du weißt nicht, nein, du weißt nicht (Anführungszeichen ergänzt)
p 177: »Jetzt war es -> Jetzt war es (Anführungszeichen entfernt)
p 178: Jetzt sollst du allein ... habe. -> »Jetzt sollst du allein ...
habe.« (Anführungszeichen ergänzt)
p 200: Uns kann niemend heilen -> niemand
p 219: »Wenn bei den Himmlischen Barmherzigkeit wäre (Anführungszeichen ergänzt)
p 223: Wahrlich, dies -> »Wahrlich, dies (Anführungszeichen ergänzt)
Die Originalschreibweise und kleinere Inkonsistenzen in der Formatierung wurden prinzipiell beibehalten.
Transcriber’s Notes:The table below lists all corrections applied to the original text.
p 10: »Er« ist wild, trotzig, verwegen, -> »Er« [added closing quote]
p 60: neben ihm der alte Olaf, der Pferdeknecht -> Olof
p 71: Er dachte: »was würden meine Genossen [added opening quote]
p 87: wie sie ihm Hund und Fuß abbrennen -> Hand
p 90: Da kannst mir vertrauen -> Du
p 130: stand Gudmund Erlandsons -> Erlandssons
p 156: und empfand Sehnsicht -> Sehnsucht
p 158: Während Mutter Jungeborg -> Ingeborg
p 173: Ich weiß jetzt -> »Ich weiß jetzt [added opening quote]
p 175: »Du weißt nicht, nein, du weißt nicht [added opening quote]
p 177: »Jetzt war es -> Jetzt war es [removed opening quote]
p 178: Jetzt sollst du allein ... habe. -> »Jetzt sollst du allein ...
habe.« [added opening and closing quotes]
p 200: Uns kann niemend heilen -> niemand
p 219: »Wenn bei den Himmlischen Barmherzigkeit wäre [added opening quote]
p 223: Wahrlich, dies -> »Wahrlich, dies [added opening quote]
The original spelling and minor inconsistencies in the formatting have been maintained.