Hermann

der Knabe mit der Wunderhand

ist ein echtes »Berliner Kind« von ca. elf Jahren. Die abnorme Gestaltung seiner »Wunderhand« ist durch das Cliché so instructiv illustrirt, dass von einer Detaillirung des abnormen Zustandes Abstand genommen werden kann.

Ist die Hand auch beweglich, so kann der Knabe sie doch zu keinerlei Verrichtungen, und wären es die unbedeutendsten, gebrauchen. Als er im Sommer 1895 in Castan's Panopticum in Berlin ausgestellt war, da liess Herr Director Louis Castan es sich schon angelegen sein, ihn zum Bewegen der Hand, zum Halten und Tragen von Gegenständen verschiedenster Art und zu sonst anderen Verrichtungen unterweisend anzuhalten, und mit Ausdauer durchgeführt, werden durch diese Uebungen auch unfehlbar günstige Resultate erzielt, ist doch die Hand viel vollständiger entwickelt wie z. B. bei Kobelkoff, dem nur ein ganz unbedeutendes Fingersegment zu Gebote steht.

Obwohl eine nicht unbedeutende Abnormität, ist der Knabe bis jetzt doch keine grosse Sehenswürdigkeit.